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SEHW Architektur

WA-Expertenprofil

SEHW Architektur

SEHW Architektur

Wikingerufer 7
DE 10555 Berlin

+49 30 30 87 85 10
+49 30 30 87 85 20
info.berlin@sehw.de
http://www.sehw.de

Architektur

Zwei internationale Bauherren, eine Altbauwohnung in Berlin Mitte und SEHW. Das gibt eine stilvolle Mischung. Für das Paar aus London hat SEHW ein modernes Nest über den Dächern von Berlin realisiert.

Die Wohnung liegt im 4.Obergeschoß und der zugehörige Teil des Dachrohlings konnte in die Planung integriert und ausgebaut werden.

Die untere Etage wird offen gestaltet, vergrößerte Türöffnungen lassen Durchblicke in die benachbarten Räume zu. Das ganze Geschoß wird mit Vollholzeichenparkett ausgestattet und somit noch deutlicher als Einheit wahrnehmbar. Da die Bauherrin als Kunsthistorikerin arbeitet, war klar, dass viele Bücher Platz finden müssen.

Als Unterstützung des Raumzusammenhangs wurde ein Bücherregal integriert, das sich über die gesamte Länge der unteren Etage erstreckt.

Ein Kamin, eine raumtiefe Schiebetür und eine freistehende Kücheninsel sind weitere stilgebende Elemente. Gemeinsam mit einer Möblierung aus Designklassikern entsteht ein stimmiges Ganzes.

Das Dachgeschoß wird durch eine skulpturale Treppe erschlossen, die ebenfalls mit Parkett belegt ist. Im oberen Geschoss finden sich die privaten Rückzugsräume des Paares, Schlafzimmer und Badezimmer.
In Berlin Zehlendorf haben wir einem 70er-Jahre-Industriebau eine neue Haut und ein neues Leben verpasst. Als Zweckbau erbaut, folgte es seiner Funktion: Personalbereich im durch die Topografie belichteten UG, große Anlieferung mit Maschinenhalle im EG und Büros im OG. Überall viel Licht. Klares Raster mit starken Unterzügen zur Stützenfreiheit, sichtbar geschalter Beton ohne besonderen Anspruch. Nach der Häutung blieb der grobe Beton der Konstruktion, die Oberlichtkuppeln im Dach, die Werksteintreppe als erkennbares Kind ihrer Zeit und mit einem Augenzwinkern die Fahnenmasten im Vorgarten. Nach acht Monaten Bauzeit wird es nun zu Wohnzwecken genutzt. Große Fenster, ein Patio und gezielte Blickbezüge bringen die Natur in den Wohnraum und öffnen das Gebäude nach Innen. Von außen sorgt die freie Komposition von offenen und geschlossenen Flächen der Fassade für eine monolithische Erscheinung. Verstärkt wird diese Wirkung zusätzlich durch Öffnungen, die durch Lamellen verschattet werden.
Living all inclusiveBerlin boomt! Die Beschäftigtenzahlen steigen und auch im Wohnungsmarkt wird aufgerüstet. Serviced Apartments oder Shared-living-Modelle, in anderen Metropolen wie London oder New York schon längst gängige Wohnmodelle für die urbanen Nomaden, werden nun auch für die Hauptstadt der Start-Ups immer interessanter.Wir haben nun solch ein Gebäude im Berliner Stadtteil Moabit entworfen. Es ist Wohnmaschine, Wohlfühlhaus, Nest, Community Hub ... Und es ist aus Holz!Was kann dieses smarte Wohnhaus? Zum einen reagiert es auf die aktuellen Entwicklungen am Wohnungsmarkt und schafft einen Ort für neue Wohnformen. Zum anderen ist die Konstruktion aus vorgefertigten Holz-Massiv-Elementen in Systembauweise nicht nur durch eine kurze Bauzeit von nur sechs Monaten wirtschaftlich günstig, sondern trägt auch dem Aspekt der Nachhaltigkeit Rechnung.Wie wollen wir wohnen? Neues Arbeiten verlangt nach neuen Wohnkonzepten. Moderne Arbeitsplätze sind oft nur temporär an einen Ort gebunden und setzen so häufige Wohnungswechsel voraus. Die Innenstädte von Metropolen werden aber immer begehrter für Investoren, was bezahlbare Wohneinheiten oder auch Miete auf Zeit in der Nähe des Arbeitsplatzes fast unmöglich macht. Auf diese Entwicklungen reagiert unser Neubau mit modernen Shared-Living Apartments. Der Neubau schafft Platz für insgesamt 50 Bewohner in 10 modernen Business-WGs.Das kompakte fünfstöckige Gebäude wird als Hofgebäude in einen typischen Berliner Block eingefügt. Es orientiert sich in Bautiefe und Kubatur an den angrenzenden Nachbargebäuden, hebt sich aber durch seine moderne Fassadengestaltung aus verschiedenen Putzfarben und Strukturen, bodentiefen Fenstern und je zwei Wohneinheiten verbindenden Balkonen von den Bestandsbauten ab.Das Tragwerk des Gebäudes ist als Schottenbau mit tragender Fassade komplett aus Holz ausgebildet. Ausnahmen bilden nur die Gründung und der aussteifende Kern. Die Wohneinheiten sind barrierefrei, Hof- und Freiflächen werden als Grünflächen mit Spielplatz angelegt und bieten Abstellflächen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle.Living all inclusive, wie sieht das aus? Die 10 Wohneinheiten bieten Lösungen, um ad hoc voll ausgestattet wohnen zu können. Wichtig ist dem digitalem Nomaden schneller Anschluss, nicht nur an das Datennetz, sondern auch sozial, daher kommen zu den privat genutzten und voll möblierten Räumen ebenfalls hochwertig ausgestattete gemeinschaftlich genutzte Flächen, die zur Kommunikation einladen und den Start in einer fremden Stadt erleichtern. Die privaten Räume sind vorrangig zum Schlafen und Arbeiten eingerichtet, während alle anderen Nutzungen in den Gemeinschaftsflächen stattfinden können. Spezielle Features wie ein großer Küchenblock zum gemeinsamen Kochen und Essen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre. Im Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss befindet sich neben der Waschküche ein großer Essbereich für Feste sowie eine Lounge mit Bar und Heimkino. Das Haus verfügt über modernste Kommunikations- und Sicherheitstechnik.Es wurde dank Vorfertigung in einer reinen Bauzeit von viereinhalb Monaten realisiert. Der Holzrohbau konnte sogar innerhalb von zwei Wochen fertig gestellt werden. Auf die Plätze, fertig, wohnen!
Kindertagesstätte der Charité Berlin mit Krippe für 70 KinderEine Villa für Kinder? Das gibt es doch nur bei Pippi Langstrumpf, oder?Falsch! Nicht nur Pippi, Tommy und Annika, sondern auch 70 Berliner Kinder im Alter von acht Wochen bis zu sechs Jahren dürfen ab Juni ihre elternfreie Zeit in einer dreigeschossigen Villa aus der Jahrhundertwende verbringen. Der 1905 als medizinische Bibliothek errichtete Bau auf dem Gelände der Charité wurde von SEHW zu einer modernen Kindertagesstätte mit Krippe für die FRÖBEL-Gruppe umgebaut. Neben der Umgestaltung nach den pädagogischen Konzepten von Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782-1852) wurde die Villa von SEHW Architektur auch brandschutztechnisch und energetisch saniert.Frei wie bei Pippi sind die Räume als ineinander übergehendes Raumkontinuum geplant, damit wird dem Konzept des offenen Hauses räumlich entsprochen. Der fließende Raum wird nur durch Themenbereiche zoniert. Die Krippe befindet sich im Erdgeschoss, während die Flächen für die Kita auf alle Geschosse verteilt sind. In die gut belichteten Räume des Souterrains werden ein Bewegungsraum und die Ausgabeküche der gesamten Einrichtung integriert.Der Hauptzugang erfolgt durch den Villeneingang. Sogar Pippis Pferd, Kleiner Onkel, müsste nicht wie in der Villa Kunterbunt draußen auf der Veranda bleiben. Er könnte einfach über die neue Rampe ins Erdgeschoss traben. Eltern und Kinder finden in dem großzügigen Eingangsbereich, der an das offene und repräsentative Treppenhaus angegliedert ist, im Erdgeschoß die Elternlounge mit Garderobe und Informationswand. Außerdem gelangt man von dort in die drei Krippenbereiche. Das Büro der Kitaleitung sowie WC-Bereiche finden sich ebenfalls im Erdgeschoss.Statt eines Limonadenbaums gibt es zwei Spielplätze für die Kleinen mit altersgetrennten Geräten. Die drei Außenflächen sind thematisch unterschiedlich gestaltet. Die große Hauptfläche westlich bildet den Hauptspielplatz. Der Multifunktionsraum im Hochparterre öffnet sich mit einer Terrasse und Treppe zum Spielplatz für die Älteren. Die kleine Fläche östlich bildet den Außenbereich für die Krippe mit entsprechenden Spielflächen und –geräten und Pflanzbeeten. Außerdem befindet sich hier ein neues Buggy Parkhaus. Ein kleiner Austritt aus dem Krippenbereich ermöglicht den direkten Zugang.Während die Eltern als Mitarbeiter der Charité Leben retten oder dieses erforschen, können die Kleinen in drei Schwerpunkträumen selber zu Forschern werden. Eine Bibliothek mit Forscherstand und eine Kinderküche gehören ebenso zu der Ausstattung, wie ein Musikzimmer. Im Bereich der Bibliothek verdichten sich bekletterbare Würfel und Podeste zu einer dreidimensionalen Landschaft, welche zum Ansehen und Spielen sowie zum Erzählen von Geschichten einlädt. Außerdem werden die Kuben als Hochebene, Sitznische, Bücherregal und Lümmelfläche genutzt. Der Gruppenraum im Obergeschoss, die Bibliothek und die Forscherstation können als Raumkontinuum zusammengefasst werden oder, wenn gewünscht, auch akustisch abgetrennt werden.Damit die Kleinen nicht nur beim Forschen den Durchblick behalten, gibt es Fenster in Kinderhöhe von den Themenräumen in die Garderoben. Auch im Treppenhaus haben wir kleine Guckfenster angeordnet, so lässt es sich viel lustiger auf Papa Langstrumpf warten. Der muss auch nicht immer pünktlich um 16 Uhr kommen, denn die Charité reagiert mit flexiblen Betreuungszeiten auf mögliche Schichtdienste der Eltern.
SEHW und die Architektur für die brandenburgische Landesregierung, das geht schon eine ganze Weile so. Schon in den Neunzigern haben wir die Bibliothek der Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee gebaut, Anfang der Nullerjahre kam das Informations- und Eingangsgebäude für diesen Standort dazu. 2007 konnten wir für den Ministeriumsstandort Henning-von-Tresckow-Straße des Landes Brandenburg in Potsdam mehrere Projekte für das Ministerium des Innern fertigstellen. Die Staatssekretäre und Minister kamen und gingen, SEHW blieb. Nun wurden wir mit der Aufgabe betraut, als ÖPP-Modell in ARGE mit deluse architects einen Neubau in das denkmalgeschützte Ensemble einer ehemaligen Kaserne einzuschreiben.

In Nachbarschaft zum Frühwerk ist nun in zeitgemäßer Formensprache sozusagen eine Minister-WG entstanden. Die Ressorts Umwelt, und Gesundheit sowie Arbeit, Soziales und Familie teilen sich ein Haus, so dass sich Synergien nutzen lassen.

Der Neubau vermittelt zwischen innerstädtischer Dichte und dem Grünraum der Havelauen. Der Gebäudekomplex schließt an der Hoffbauer Straße mit einer dem umgebenden Kontext entsprechenden preussisch-friedrizianisch strengen Fassade die Strassenflucht und zeigt sich differenziert zum Blockinneren. Je nach Blickwinkel des Betrachters zeigt er ein anderes Gesicht. Im Inneren charakterisieren drei Innenhöfe das Gebäude, die sich ebenfalls unterschiedlich gestalten. Der mittlere Hof öffnet sich zum Forum auf dem Campus und ist als offener, einladender Erschließungshof konzipiert, der in ein zweigeschossiges Foyer führt. Der westliche Hof erlaubt Einblicke von der Straße und Ausblicke auf die Straße und der östliche Hof ist als eher introvertierter Hof den Mitarbeitern der Ministerien vorbehalten.

Nicht nur im Grundriss, sondern auch in der Höhenentwicklung gestaltet sich der Baukörper vielschichtig und variationsreich. Die Straßenseite nimmt die umgebenden Höhen auf, im Blockinneren wird das Gebäude höher. Es duckt sich, um dahinterliegenden Bereichen Ausblicke zu gewähren, es hebt sich, um darunter hindurchgehen zu können.

Das Innere des Gebäudes ist geprägt von der klaren Organisationsstruktur der Verwaltungsbereiche, durchbricht aber immer wieder das Serielle und lässt Raum für Kommunikation und Austausch. Die öffentlichen Bereiche mit Veranstaltungssaal und Bibliothek befinden sich einfach zugänglich im Erdgeschoß. Farb- und Materialkonzept unterstreichen durch erdige Töne und Holzoberflächen sowie Glas die positive warme Atmosphäre des Hauses sowie Offenheit und Bürgernähe der Ministerien.Der Neubau wurde mit Vorbildfunktion für Bauen im Land Brandenburg als barrierefreies Gebäude errichtet sowie in Anlehnung an den energetischen Standard eines Niedrigenergiehauses geplant und nutzt Sonnenenergie als regenerative Energiequelle. Bereits während der Errichtung wurde das Gebäude mit dem Preis für vorbildliche Projekte in öffentlich privater Partnerschaft ausgezeichnet.Nun wird der Gebäudekomplex nach nur knapp zweijähriger Bauzeit feierlich eingeweiht. Die Staatssekretäre und Minister können kommen. Übrigens: Es gibt noch ein zu bebauendes Grundstück auf dem Gelände. Wir bleiben!
Auf einer Halbinsel nahe der Innenstadt Brandenburg an der Havel haben wir kürzlich ein neues Zuhause mit großzügigem Bauvolumen für ein Ehepaar realisiert. Dieser Architektentraum gleicht mehr einer kleinen Siedlung, denn einem einzigen Haus. Die Wohnlandschaft mit 600 m2 BGF besteht aus fünf Volumen, die sich wie eine Inselgruppe auf dem Grundstück verteilen. Die einzelnen pavillonartigen Gebäude schweben aufgrund der nahen Lage des Grundstücks zur Havel über dem Boden. Sie sind über eine Bodenscheibe und eine Dachscheibe miteinander verbunden. Zwischen ihnen spannen sich unterschiedliche Freiräume auf, von befestigten Plätzen, die als Terrassen dienen über eine Gartenlandschaft bis zu einem Schwimmteich. Die Kombination aus großen Glasfeldern und den Decken und Böden in Sichtbeton bzw. weißem Mikroterrazzo gibt dem ganzen Ensemble seinen Charakter. Auf Grund der besonderen Bodenverhältnisse ist die Bodenplatte der Gebäudeinseln auf Bohrpfählen gegründet. Die Dachscheibe liegt auf Wandscheiben und Betonstützen.

Gezielte Ausblicke, der Einsatz natürlicher Materialien und die integrierte Bepflanzung holen die Natur ins Innere. Im Umkehrschluss wurde im Außenbereich mit rechtwinkligen Elementen gearbeitet. Es wurde eine Gartenlandschaft aus rechteckigen Beeten realisiert. Außerdem gibt es einen Platz für eine Feuerstelle, ein Sonnendeck nahe dem Schwimmteich und einen Platz zum Sitzen und Verweilen in Ufernähe. Das gesamte Ensemble ist von einer Rasenfläche umgeben, durch welche man auf einzeln verlegten rechteckigen weißen Trittsteinen durch das Wiesenmeer die unterschiedlich belegten Plateaus erreichen kann.

Die Natur im Gebauten und die Geometrie in der Natur führen zu einer spannungsreichen Symbiose.
Am Stammsitz Darmstadt wächst auf Grund des bewilligten LOEWE Zentrums CASED das SIT (Institut Sichere Informationstechnologie) in den kommenden 3 Jahren um drei Abteilungen. Durch den Neubau, geplant und umgesetzt von SEHW Architektur wird mit einem Sockelbau der Straßenraum gefasst und mit einem aufgehenden Riegel ein starker, weithin wahrnehmbarer Akzent gesetzt. Der eingeschossige Sockelbau schiebt sich an die Straße, ist Entree und Schaufenster. Durch ein Technikgeschoss abgesetzt liegt darüber der fünfgeschossige Büroriegel. Die vorgehängte Fassade besteht aus einer Unterkonstruktion und einer Bekleidung mit verschieden langen, hohen und tiefen Fassadentafeln (Material beschichtetes Aluminiumblech). Die Fassadenelemente sind mit unterschiedlichem Abstand montiert, so dass sich ein vielseitiges Schattenspiel ergibt, welches an die Pixelung / Rasterung eines Authentifizierungscodes erinnert, eines der vielen Arbeitsgebiete des Instituts. So wird die Tätigkeit des SIT umgedeutet in architektonische Gestaltung.
Neuer Durchblick an der Hochschule

WildauSüdöstlich von Berlin, auf dem Gelände des einst größten Lokomotiven-Werks Europas mit historischer Bausubstanz befindet sich der Campus der Technischen Hochschule Wildau. Dieser wurde jetzt in dem größten Hochschulbauvorhaben der letzten Jahre im Land Brandenburg von SEHW Architektur um drei Gebäude erweitert. Vorrausgegangen war 2006 ein beschränkter Realisierungswettbewerb, aus dem SEHW Architektur, BDA als Gewinner hervorgegangen waren.Der Wettbewerb umfasste neben der städtebauliche Konzeption, die Planung und Realisierung eines Verfügungsgebäudes (für die Studiengänge Biosystemtechnik / Bioinformatik, Europäisches Management, Logistik, Luftfahrttechnik / Luftfahrt-logistik, Telematik und Wirtschaftsengenieur-wesen), eines Hörsaalzentrums und eines Studentenwohnheims für 200 Studenten. Während das Studentische Wohnen und das Verfügungsgebäude als Neubauten realisiert wurden, ist das Hörsaalzentrum in eine der denkmalgeschützten Halle integriert.Die Idee des Entwurfs basiert auf einer präzisen Analyse des Ortes. Das heißt sowohl des Naturraums mit seiner abwechslungsreichen Topografie als auch der gebauten Umgebung. Letztere verkörpert auf spannende Weise den Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungs-gesellschaft. Kern der Idee ist das Spiel mit den Gegensätzen. Zum einen setzten wir auf klare Ablesbarkeit der Funktionen (Wohnen und Lehre) zum anderen kontrastieren und verknüpfen wir diese durch die erzeugten Sicht- und Wegebeziehungen. Weitere Kontrastpaare sind dicht und locker, alt und neu, öffentliche und private Räume.Das beplante Grundstück wird durch Achsen geteilt und definiert, welche sich zu signifikanten Punkten öffnen. Die Architektur bricht mit der historisch-orthogonalen städtebaulichen Anordnung und ermöglicht neue Sicht- und Wegebeziehungen So entsteht unter anderem als neues Entree zum Campus ein weitläufiger zentraler Campusplatz. Aber auch kleinere, eher internen Bereiche werden so zoniert, diese sind dem Wohnen zugeordnet. Mit Rücksprüngen nimmt das Verfügungsgebäude Bezug zu der vorhandenen historischen Bausubstanz.Die Gebäudekanten des Studentenwohnheims nehmen die Sichtachsen auf, von denen eine das Verfügungsgebäude durchbricht, sich an der Halle 17 fortsetzt und schließlich den Blick auf die Schornsteine des ehemaligen Industrieareals freigibt. Die zwischen Studentenwohnheim und Verfügungsgebäude diagonal verlaufende Durchwegung trennt den Arbeits- vom Wohnbereich. Sie schafft Abkürzungen und Blickbezüge und bildet einen Übergang vom urbanen Charakter des Campus zum eher intimeren Bereich des Studentischen Wohnens. Die städtebauliche Form entstand also durch Subtraktion aus dem Grundstück und den Blick- und Wegeachsen.Diese Idee der Dichte und Weite wird auch in den Innenräumen weitergeführt: auch hier weiten und verengen sich Achsen, so entstanden Straßen und Plätze, die als Treffpunkte dienen. Des weiteren folgt die Gestaltung im Inneren der Choreografie ihrer Nutzung und schafften dabei differenzierte Raumfolgen zwischen introvertiert und extrovertiert, zwischen Innen und Aussen, zwischen studentischer Lehre, Wohnen und Verwaltung.Das Verfügungsgebäude und das studentische Wohnen sind zwar in ihrer Typologie verwandt, tragen aber durch ihre Materialität die unterschiedlichen Funktionen nach aussen. Während das Studentische Wohnen mit seinen grünen Grashalmen und dem vielen Glas frisch und einladend wirkt, besticht das Verfügungsgebäude durch seinen sachlich metallischen Charakter in der Optik überdimensionaler Lochkarten.Das Hörsaalzentrum wurde integriert in eine denkmalgeschützte Industriehalle (Halle 17) und ist ein prägnantes Beispiel des Spiels mit den Gegensätzen. Der Altbaubestand wurden als integraler Teil der Gesamtbebauung begriffen, wobei sein historischer Charakter erhalten blieb. Dies geschah durch gezielte bauliche Interventionen. So wurde das Audimax und die weiteren Einbauten in die Halle als „Haus im Haus\" eingebaut und machen so die alte Struktur durch einen Respektabstand erfahrbar. Gleichzeitig durchdringt ein großzügiger Windfang in Verlängerung der Achsen die Hülle und trägt so die neue Nutzung und den Eingriff nach Außen.Eines der zentralen Themen des Entwurfs sind die Kontraste und deren Interaktion. Altes Wissen und Neues Wissen bilden eine Einheit und schaffen die Räume für einen modernen europäischen Spitzencampus für Zukunftsbranchen mit sehr guten Bedingungen für Studium, Lehre und Forschung.
Kinder, Kinder ...

Im Spannungsfeld zwischen Herdprämie und der Förderung neuer Betreuungsplätze hat sich eine gesellschaftliche Debatte entwickelt und zu Kitabauten als aktuelle Aufgabenstellung für Architekten geführt.

SEHW Architektur hat bereits Kindertagesstätten in Neubauten konzipiert, aber auch Bestandsobjekte umgenutzt. Jüngstes Beispiel ist der Teilumbau eines ehemaligen Industriegebäudes in Berlin Mitte. Bei dem weitläufigen Gebäudekomplex handelt es sich um die ehemalige Apparatefabrik der Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) nach Plänen von Franz Schwechten und Paul Tropp,ein beeindruckendes denkmalgeschütztes Gebäude von 1890. Die Fassaden sind durch Mittel- und Eckrisalite betont. Die Brüstungsfelder und die Pilaster der Risalite sind mit Terrakottareliefs geschmückt. Die Materialverbindung von Backstein und Terrakotta erinnert an Beispiele der Schinkelschen Bauschule. Der fünfflügelige, rote Ziegelbau nimmt einen ganzen Straßenblock ein und beherbergt heute eine bilinguale Grundschule und Gymnasium in privater Trägerschaft, einige Institute und Forschungseinrichtungen der Technischen Universität sowie die private Hochschule für Wirtschaft und Medien. Im besten Sinne also ein Bildungscampus. Was lag da näher, als ihn auch für die Jüngsten zu öffnen und eine Kita und einen Hort für Schülerbetreuung zu integrieren?Die neue Kita umfasst auf einer Fläche von insgesamt 1.370 m² Räume für neun Kitagruppen von unter Dreijährigen bis hin zu Vorschulgruppen. Der Charakter des Industriebaus bleibt erhalten, die Räume werden rhythmisiert von einem Stützenraster, charakteristischen preußischen Kappendecken und großen Verglasungen, die viel Licht in die Tiefe der Räume bringen. Um die Länge der Mittelflurerschließung optisch zu reduzieren und gleichzeitig kindgerechte Aufenthalts- und Spielbereiche zu schaffen, werden mehrere Aufweitungen angeordnet.

Unter Einbeziehung eines früheren raumbildendes Einbaus von kleyer.koblitz.architekten ins Gesamtkonzept werden sie mit Grafiken an den Wänden als unterschiedliche Habitats: Dschungel, Wüste, Meer und Erdreich gestaltet. Undurchdringliches dunkles Grün, aus dem Augen aufblitzen, ein Elefant, auffliegende Vögel, im Hintergrund rauchende Vulkane. Kamele in der Wüste, vereinzelt Palmen, geschwungene Sanddünen. Fische und Seesterne, ein Wal mit Fontäne und Wellenkämme. Hasen in Höhlen, Möhren und eine vergrabene Kiste mit einem Goldschatz. Darüber ein Himmel mit Wolken als Elemente für Akustik und Beleuchtung. Die Räume mit den Grafiken erzählen Geschichten, lassen aber auch Raum für eigene Geschichten, welche die Kinder hineininterpretieren, weitererzählen.Von den Fluren abgehend wechseln sich Gruppenräume ab mit Räumen für Sondernutzungen wie Essen, Werken, Musik, Bewegung, etc. Kurze und für die Kinder abwechslungsreich gestaltete Wege kennzeichnen den Grundriss. Servicenutzungen wie Küche, Waschküche, Sanitärbereiche, Garderoben sind jeweils den Gruppen zugeordnet und schaffen so Identität sowohl für Kinder als auch für Mitarbeiter. Die gemeinsamen Aufenthalts- und Spielbereiche werden differenziert in extrovertierte großzügige helle Räume und introvertierte zurückgezogene kleine Sitznischen.

Im besten Sinn ein Ort für Kinderspiel. Doch kein Kinderspiel war die Umsetzung des Programms. Die Baumaßnahme musste während der Schließzeit im Sommer innerhalb von sechs Wochen realisiert werden, in die Planung waren komplexe Brandschutzanforderungen sowie Anforderungen des Denkmalschutzes zu integrieren. Und doch könnte das Beispiel durch seine Versinnbildlichung des Wandels in unserer Gesellschaft Schule machen, äh Kita.
Nicht auf der grünen Wiese, sondern in einem städtebaulichen Ensemble beeindruckender Industriearchitektur, das einst das größte Lokomotivwerk Europas war (Schwartzkopffs Lokomotivfabrik der Berliner Maschinenbau AG, BMAG), entstand ein neuer Campus der TH Wildau.

Grundlage für das derzeit größte Hochschulbauprojekt im Lande Brandenburg ist der 1. Preis des 2006 durchgeführten Realisierungswettbewerbes.Während die zwei Lehr- und Forschungsgebäude, das Haus 16 (Verfügungsgebäude für die Studiengänge Luftfahrttechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Bioinformatik, Logistik und Telematik) und die denkmalgeschützte Halle 17 (Werkshalle für Verwaltung und zentrale Hörsäle) in den letzten Zügen der Fertigstellung sind, wurde das Studentische Wohnen Ende September bereits an den Bauherrn, das Studentenwerk Potsdam übergeben. Es wurde pünktlich zum Semesterstart von den Studenten bezogen.Der Entwurf für das Ensemble verfolgt ein starkes städtebauliches Konzept, das die Formen der Gebäude bestimmt. Die Architektur bricht mit der historisch-orthogonalen städtebaulichen Anordnung und ermöglicht neue Sicht- und Wegebeziehungen zwischen den Gebäuden. Sie schafft so lebendige Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Diese Idee wird auch in den Innenräumen weitergeführt: auch hier weiten und verengen sich Achsen, so entstehen Straßen und Plätze, die als Treffpunkte dienen.

Die Gebäudekanten des Studentenwohnheims nehmen die Sichtachsen auf, von denen eine das Verfügungsgebäude durchbricht, sich an der Halle 17 fortsetzt und schließlich den Blick auf den historischen Schornstein des Industrieareals freigibt. Die zwischen Studentenwohnheim und Verfügungsgebäude diagonal verlaufende Durchwegung trennt den Arbeits- vom Wohnbereich. Sie schafft Abkürzungen und Blickbezüge und bildet einen Übergang vom urbanen Charakter des Campus zum eher intimeren Bereich des Studentischen Wohnens.Dieser Schwerpunkt der Kommunikations- und Erschließungsflächen zeigt sich auch in der Gestaltung des Studentenwohnheims. Entgegen üblicher Typologien wurde hier die Erschließung als helle und freundliche Laubengänge nach außen gelegt und so dunkle, innen liegende Erschließungsbereiche vermieden.

Das Gebäude ist konzeptuell und konstruktiv in Schichten gedacht: Stahlbetonkerne und Versorgungsschächte bilden die innerste Schicht. Die nächste Schicht bildet die private Zone der Zimmer mit Bad und Schlafbereich. Daraufhin öffnet sich das Zimmer, Arbeitsbereich und Küche orientieren sich zur Umgebung. Die Erschließungsfläche wird zur Kommunikationszone und bietet eine balkonähnliche Erweiterung der Zimmer der Studierenden.Der auskragende Laubengang wurde mit einem leichten Kleid aus bedruckten Glasplatten umgeben, die teilweise geschoss- teilweise brüstungshoch ausgebildet werden und bricht so mit der negativen Konnotation des Typus Laubenganghaus. Der Motivdruck zeigt riesige Grasshalme und lässt die Erschließungsflächen, ohne von der Umgebung abzugrenzen und zu verdunkeln, als semiprivate Räume gefasster erscheinen.Im Erdgeschoss wird durch das Weiten des Flures und das Abwinkeln eines Wohnungsflügels ein einladender Empfangsbereich und ein Gemeinschaftsraum geschaffen. Über dem Eingangsbereich lädt eine Terrasse als Erweiterung des Laubengangs zu gemeinschaftlichem Leben ein. Die Außenanlagen ergänzen diese kommunikativen Orte durch einen Grillplatz und eine Wiese.Die Fassade strahlt durch ihre Grünen Akzente Frische und Freundlichkeit aus. Auch in den Wohnungen setzen Farben kräftige Akzente. Das Materialkonzept kombiniert durch ein Zusammenspiel aus Glas, Putz und Sichtbeton glatte und raue Oberflächen, die durch ihre Gegensätzlichkeit ein abwechslungsreiches haptisches Erlebnis bieten.Während sich Stundenten sonst aus rein finanziellen und praktischen Gründen für ein Studentenwohnheim entscheiden, kommt in Wildau nun der ästhetische Aspekt dazu. Hier wohnt man nicht, hier lebt man. Gemeinsam. Auf dem Campus. Im Grünen!
Ein Häuslein steht im Walde

Inmitten eines dichten, gewachsenen Waldstücks entstand auf dem Campus Süd des KIT, Karlsruher Institut für Technologie eine neue Dreifeldsporthalle für das Institut für Sportwissenschaften. Direkt neben dem Institutsgebäude gelegen und entlang einer der berühmten „Strahlen\" vom Karlsruher Schloss ersetzt diese das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1956. Die neue Sporthalle fungiert durch ihre Lage als zurückhaltendes Bindeglied zwischen Campus und dem nördlichen Hardtwald. Die naturschutzrechtlichen Aspekte waren somit für das Projekt von erheblicher Bedeutung. Durch die kompakte, energieoptimierte Bebauung wird der Eingriff in die Natur minimiert. Das Gebäude wurde um 1,00m abgesenkt dadurch konnte das Erscheinungsbild minimiert und der schützenswerten Baumbestand erhalten bleiben. In seiner Grundform aufs Äußerste reduziert, nimmt die Hülle des Gebäudes Waldmotive auf. Seine dunkle rhythmisierte Holzverkleidung der Fassade steht im Kontrast zu den großzügigen Öffnungen, die wie Lichtungen im dunklen Wald wirken. Diese verglasten Elemente der Halle wurden in einem leicht reflektierenden Glas ausgeführt, sodass der umliegende Wald sich in der Fassade spiegelt. So tarnt sich das Gebäude bei Tag und strahlt des Nachts geheimnisvoll durch die Bäume. Die Gestaltung im Innern dagegen setzt kräftige Farbakzente in gelb und grün grauen Betonflächen entgegen. Interessante Blickbezüge wurden gezielt durch Lufträume zwischen den Etagen inszeniert und verbinden so Entree und Sportbereiche mit dem Verwaltungsteil. Innenräume fließen so in einander über und in durch großflächige Verglasungen auch in den Außenraum. Die Sporthalle, finanziert aus dem Konjunkturprogramm II, stand von Anfang an unter hohem Kosten- und Termindruckwurde aber von SEHW Architektur termingerecht und innerhalb des Kostenrahmens fertig gestellt. Durch den Neubau kann die bisherige Sporthalle an anderer Stelle auf dem Campus aufgegeben werden und macht nach ihrem Abriss Platz für zwei neue Institutsgebäude des KIT und der Fraunhofer-Gesellschaft. Bei dem hierzu ausgelobten Realisierungswettbewerb gehörte SEHW Architektur ebenfalls zu den Preisträgern.
Wesentliches Merkmal des im Mai 2010 abgeschlossenen Umbaus ist die Wiederherstellung des überlieferten historischen Zustandes. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Denkmalpflege, Restauratoren und Sachverständigen. Zwischenzeitliche Veränderungen wurden zurückgebaut, der offene Charakter des Gebäudes wieder erlebbar gemacht. Notwendige Ergänzungen wie Elemente für vorbeugenden Brandschutz, Sonnenschutz, Gebäude- und Sicherheitstechnik, etc. sind als neue Elemente in zeitgemäßer Gestaltung deutlich erkennbar und setzen sich vom historischen Bestand des Gebäudes ab. An der Außenfassade wurde der ursprünglich vorhandene Steinwaschputz wiederhergestellt, eine Technik, die heute kaum noch angewandt wird und der Fassade einen leichten mineralischen Glanz verleiht, ebenso der charakteristische Dachabschluss mit auskragender Attika sowie die in ihrem äußeren Erscheinungsbild dem bauzeitlichen Bestand nachempfundenen Holzkastenfenster, die durch ausgeklügelte Detaillierung allen Anforderungen unserer Zeit entsprechen. In seiner wechselhaften Geschichte wurde das Gerichtsgebäude 1938 erweitert. Dieser Bauabschnitt grenzt sich deutlich ab und stellt die Architekturentwicklung im Dritten Reich bildhaft dar. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, erfolgten in der Nachkriegszeit ein Wiederaufbau sowie ein schlichter Erweiterungsbau, Veränderungen und gestalterische Überformungen in der Zeit der DDR und 1992 unmittelbar nach der Wiedervereinigung.

Der Anschluss an den Erweiterungsbau aus der DDR-Zeit wird im Innenhof durch einen präzise eingefügten Neubauteil mit Servicenutzungen bewerkstelligt. Seine schwarze Kunststofffassade stellt eine deutliche Zäsur zwischen der Weißen Klassischen Moderne und der Nachkriegsmoderne dar und markiert in der Kompromisslosigkeit seiner Öffnungen, Farbigkeit und Materialität den Aufbruch des Gebäudeensembles in die Zukunft. Die Fassade des Nachkriegsbaus wird als rigide Lochfassade ausgebildet. Durch eine tiefe umlaufende Umrahmung der im Gegensatz zu dem Gebäudeteil der Klassischen Moderne stehenden Fensterformate ohne Teilung wird diese Wirkung noch verstärkt, entsteht eine strenge Fassade mit starker Plastizität. Die neuen Fenster einschließlich der Umrahmungen sind in hellem Aluminium gehalten, die glatte mineralische Beschichtung der Fassade in dunkelgrau. Der Eingang zum Verwaltungsgericht wird akzentuiert durch eine zweigeschossige Glasfassade in einem Sichtbetonrahmen, die sich innen zu einem zweigeschossigen einladendem Foyer öffnet.
Ein 2010 fertig gestellter Büro-Neubau in zentralster Innenstadtlage in Berlin-Mitte wurde zu einem 4-Sterne-Hotel umgebaut. Das Bestandsgebäude mit zahlreichen Nebenräumen für die Büronutzung wurde durch ein neues Raumkonzept mit dezentralen Finess-, Sauna- und Loungebereichen umgestaltet. Die Hotelzimmer zur Leipziger Strasse verfügen über einen beeindruckenden Ausblick auf eine der größten innerstädtischen Magistralen, die rückwärtigen Zimmer sind zu einem neu gestalteten innerstädtischen Park orientiert. Ein großer zusammenhängender Raum im Erdgeschoß wurde aufgrund des inneren Kerns und des vorhandenen Höhenversprungs in drei unterschiedliche Bereiche gegliedert.- Lobby / Empfang mit Wartebereich

- Galerie / Buffet

- RestaurantEntlang des inneren Kern wurden alle Serviceräume und -funktionen angeordnet und mit einer umlaufenden Wand zusammengefaßt, in der sich Einschnitte (Empfangstresen,

Bar, Durchreiche Küche) befinden, die den einzelnen Bereichen zugeordnet sind. Im 1. Obergeschoss sind die Sondernutzungsräume wie Back-Office, Büros, Pausenraum für die Hotelverwaltung und ein großer Konferenzraum im Bereich der Arkade untergebracht.Das Hotel bietet 84 Zimmer in den Kategorien Standard, Comfort, Deluxe, Junior Suite und Suite. Der Gast findet ein modernes und elegantes Ambiente vor, das sich an die reduzierte und klare Sprache des Bestandes anlehnt. Gewürzfarben mit Akzenten in Silber und elegante, hochwertige Materialien vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit, Wärme und des Vertrauens.
Von einem einladend gestalteten Vorplatz aus betritt man die Pflegeeinrichtung Seekirchen im Salzburger Land. Sie beherbergt 80 Pflegeeinheiten, erweiterte Einrichtungen für Arztpraxen und Therapie sowie eine Betreuungseinrichtung für Schulkinder. Das großzügige Foyer wird gleichzeitig als Cafeteria genutzt und erlaubt erste Blicke in den großen zentralen Innenhof. Die differenzierte Anordnung der Innen- und Außenbereiche, teilüberdachte Loggien und begrünte Terrassen garantieren eine hohe Wohnqualität.
Das prämierte Gebäude, als Baugruppenprojekt von smarthoming initiiert, besetzt mit einer offensiven Geste ein Eckgrundstück im Bereich des ehemaligen Mauerstreifens in Berlin-Mitte und schafft damit positive Impulse für die Entwicklung des desolaten, bisher durch den Verlauf der Mauer vernachlässigten Stadtraums.Die Wohnung erstreckt sich als einzige in dem Gebäude über zwei Etagen und wird zum Haus im Haus. Dies umso mehr durch die Fortführung des Wohnraums in einen introvertierten Außenraum, der – Ironie der Historie des Ortes – wieder mit einer Mauer eingefasst ist, um den Bereich vom ehemaligen Patrouillenweg der Grenzposten abzuschirmen, der Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer ist.Hinter einer fast durchgehenden Glasfassade entsteht ein ebenso durchgehender, fließender Raum, unterstützt von einem alles homogenisierenden weißen Fußboden. Die Fassade ist im Süden komplett aufzufalten und der ganze Wohn- und Essraum wird im Sommer zur Loggia. Zoniert werden Wohnen, Essen und Kochen durch eine eingestellte grüne Box.

Das Projekt ist mit dem best architects 13 Award prämiert.
An exponierter Stelle am Lustgarten in Potsdam zeigen wir exemplarisch, wie sich die Stadt verändert durch die Gewohnheiten und Tagesabläufe der Menschen, die sie bevölkern. Früher hermetisch geschlossen und der Öffentlichkeit unzugänglich, werden durch die Konversion ehemaliger Kasernenareale neue Stadträume geschaffen, die neue Lebensqualität bieten. Neben anderen Standorten von Landesbehörden wie der ehemaligen Kadettenanstalt in der Heinrich-Mann-Allee haben wir uns planerisch schwerpunktmäßig mit dem Standort Henning-von-Tresckow-Straße am Lustgarten beschäftigt. Dabei galt es diesen Standort zu öffnen, ihn ins Stadtbild ausstrahlen zu lassen und damit Impulse zu geben zur Aufwertung dieses innerstädtischen Quartiers. Die exponierte Lage am Lustgarten und an der Havel wird als Chance begriffen für einen einzigartigen innerstädtischen Nutzungsmix aus Dienstleistung und Aufenthalt bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Sicherheitsbedürfnisse der Ministerien. Neben einem städtebaulichen Ideenwettbewerb für das gesamte Areal, aus dem unser Entwurf als prämierter Beitrag hervorging, wurden im Auftrag des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen für das Ministerium des Innern mehrere Projekte geplant und realisiert. Auf 8.000 m² wurden mit einem Investitionsvolumen von 9,5 Mio. € Flächen für Verwaltung, Weiterbildung und Aufenthalt geschaffen.Erste Bauabschnitte wurden zwischen 2002 und 2004 ihrer Nutzung übergeben, die Gesamtmaßnahme 2007 abgeschlossen. Während es sich bei einem Gebäude um eine gründerzeitliche Substanz handelt, wurde das andere Gebäude 1935 als Polizeikaserne erbaut. Es wurde nach Kriegsschäden verändert seiner Nutzung wieder zugeführt und erhält nun sein ursprüngliches Volumen in zeitgemäßer Architektursprache zurück. Beim dritten und bau- wie kulturhistorisch wertvollsten Gebäude des Ensembles handelt es sich um das \"Knobelsdorff-Haus\", einem Spätwerk von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das Volumen des additiven Treppenturmes stärkt die Gebäudefront im Zusammenspiel mit dem südlich gelegenen Baukörper, um den geplanten Zugang zur Liegenschaft auf der Lustgartenseite zu fassen. Das Sinnbild der Vernetzung dient dabei als Inspiration für die Arbeit nicht nur im Hinblick auf die angestrebte Öffnung der Areale, sondern auch im Hinblick auf die aus verschiedenen Epochen stammende Bausubstanz, die zu einem Ganzen wird, ohne die Eigenständigkeit und den Charakter der einzelnen Teile aufzugeben. Es entstehen Verbindungen, um die Gebäude und die Menschen, die sie nutzen, miteinander in Dialog zu bringen.

best architects 13
SC 11, Haus im Haus, Berlin
2012


Die Auszeichnung best architects gilt als Gütesiegel für herausragende architektonische Leistung und positioniert die prämierten Architekten und Architekturbüros an der Spitze der internationalen Architekturszene. Bereits in seinem siebten Jahr zählt der „best architects\" Award zu einem der renommiertesten Architekturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

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