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PASD Feldmeier + Wrede Architekten BDA Stadtplaner SRL

WA-Expertenprofil

PASD Feldmeier + Wrede Architekten BDA Stadtplaner SRL

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Sparkassen-Karree 8
DE 58095 Hagen

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Architektur | Stadtplanung

  • Umbau, Sanierung und Erweiterung der Alten Bücherfabrik in Engelskirchen, 3. Preis
LEITIDEE

Das Entwurfskonzept der „Alten Bücherfabrik“ entwickelt im Spannungsfeld zwischen Gewerbe und Wohnen eine neue intensive kulturelle Nutzung mit hoher Qualität und Flexibilität und schafft dadurch einen neuen unverwechselbaren Ort für dieses Grundstück mit seiner Geschichte. Aufbauend auf die Rückbauvariante 2 und die Machbarkeitsstudie 6a wird ein neues maßstäbliches Nutzungskonzept mit Umbau, Sanierung und Erweiterung vorgeschlagen, bei dem die historische Entwicklung des Grundstückes mit ihren Bestandbauten nicht nur ablesbar bleibt, sondern auch würde- und spannungsvoll gegenüber der Neuplanung in Szene gesetzt wird.

Entwurfsprägend ist nicht nur der neue verbindende öffentliche Raum in der zweihüftigen Terrassenfigur, sondern die Analogie zwischen Stadt und Haus. Das Gesamtensemble wird erlebbar als kleine Stadt, mit öffentlichen und privaten Räumen, verschiedenen Häusern und Nutzungen, einem vorgelagerten „Marktplatz“ und einem „Veranstaltungsgebäude“ – alles unter einer neuen verbindenden parallelen Satteldachstruktur. Das Projekt „Alte Bücherfabrik“ zeigt hier seine Geschichte mit einladender Geste, neuer Funktion und neuer Identität. Hier wird man in Zukunft das Spannungsfeld zwischen neu gelebter Geschichte und reaktivierten Bestandsbauten erleben können.

ZUSAMMENFASSUNG

Mit dieser alle Rahmenbedingungen integrierenden Planung der Instandsetzung des alten Industrieareals Bücherfabrik in Engelskirchen-Ründeroth ist die Umwandlung in eine gemischt genutzte Immobilie mit neuem Erlebniswert gewährleistet. Hier wird eine, im Rahmen der Regionale 2025 „Bergisches Rheinland“ mit Städtebaufördermitteln des Landes NRW geförderte, attraktive Industriearchitektur als Ergänzung des historischen Ortskernes mit eigener Strahlkraft entstehen. Der vorliegende Entwurf kann durch seine Architektursprache und Qualität, Offenheit, Klarheit und Nachhaltigkeit einen neuen GENIUS LOCI am Gelände der Alten Bücherfabrik entstehen lassen und steht damit für das Selbstverständnis der Stadt Engelskirchen mit Ihrer Überzeugung und Verantwortung für die Gesellschaft und vor Natur und Schöpfung.

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf setzt auf eine neue Giebellandschaft, die sowohl die Bestandsbauten als auch einen neuen zentralen Baukörper mit vier Satteldachfeldern überspannt. Durch einen verglasten Giebel mit einem gebäudehohen Vordach wird ein starker Akzent am zurückgebauten Kopfbau gesetzt, dessen abgeschrägte Fassade attraktiv in den Tiefhof überleitet. Dessen neue, geschwungene Stützmauer aus Cor-Ten-Stahl leitet spielerisch zu einer Trepppenanlage über, welche die unterschiedlichen Niveaus verbindet. Es entsteht eine gewisse Sogwirkung zum neuen doppelgiebeligen Zentralbau, dem eine z.T. überdachte Terrasse vorgelagert ist. Der Schornstein ist auf dieser wirkungsvoll in Szene gesetzt. Die nur als „l’art pour l’art“ eingesetzten dachlosen Binder könnten entfallen oder mittels zusätzlicher Glasfläche den wettergeschützten Vorplatz vergrößern.

Das zentrale Foyer verbindet folgerichtig die Funktionen Bürgerhaus, Gesundheitshaus, Gastronomie und Mehrzwecksaal, letzteres allerdings nur durch einen überlangen Gang. Es ergeben sich durch die Entscheidung einer überwiegend internen gebündelten Erschließung einige funktionale Mängel, insbesondere in Hinblick auf Erreichbarkeit So wird die Lage der Tafel und des Flüchtlingsvereins beispielsweise kritisch gesehen.

Der ruhende Verkehr ist immissionstechnisch richtig verortet und erschlossen, sowie als Split-Level-Parkdeck in den Hang eingebettet, bei moderatem Flächenverbrauch. Die Kosten dieser Lösung werden kontrovers diskutiert.

Zusammenfassend findet die Arbeit zu einem zeichenhaften Umgang mit der historischen Bausubstanz, der jedoch im Fall des Kopfbaus zu selbstbewusst gerät und für die Nutzung - Treppenhaus des Gesundheitshauses - zu prätentiös ausfällt. Der an sich luftige Foyer-Baukörper wird durch die im Obergeschoss eingestellte Neben- und Besprechungsräume in seiner Wirkung eingeschränkt
  • Neubau, Nahversorgungszentrum Duisburg
  • Neubau, Nahversorgungszentrum Duisburg
  • Neubau, Nahversorgungszentrum Duisburg
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LEITIDEE

Das Entwurfskonzept des neuen Nahversorgungszentrums entwickelt das zugrunde liegende städtebauliche Konzept unter Einbeziehung aller angrenzenden Grundstücke und Gebäude mit definierter Fassung des Platzes Rathausplatzes weiter. Mit klarer Orientierung zum nördlichen Parkplatz und seiner breiten Durchwegung zum Platz Richtung Park gibt er dem Umfeld ein neues Zentrum, das die gewünschten Funktionen und Aufgaben gut aufnehmen kann. Im Spannungsfeld zwischen „Einkaufswelt“ und „Natur“ zeigt sich die neue Bebauung mit ihrer Gestaltung. Entwurfsprägend sind nicht nur die geschwungenen Fassaden Richtung Süden, sondern auch das erlebbare Spannungsfeld zwischen Alt und Neu auf dem Quartiersplatz. Hier zeigt das Projekt seine Geschichte mit einladender Geste und neuer Funktion und neuer Identität.

STÄDTEBAU

Das neue Nahversorgungszentrum zwischen den Stadtteilen Wedau und Bissingheim wird durch sein außergewöhnliches Bebauungs- und Nutzungskonzept eine neue verbindende urbane Mitte mit signifikantem qualitativ niveauvollen Erscheinungsbild entstehen lassen. Ein Ort, der das Einkaufen zum Erlebnis macht. Das Gebäude selbst ist über sein architektonisch hochwertiges, differenziertes Äußeres hinaus auf maximale Nachhaltigkeit hin konzipiert, was sich in seiner Baustruktur, der hohen Bauqualität sowie der energetisch technisch zukunftsweisenden Konzeption widerspiegeln soll. Die Identität des stillegelegten ehemalige Ausbesserungswerkes Wedau sowie das Ambiente des Rangierbahnhofs Duisburg werden im vorliegenden Entwurf in qualitätsvollem städtebaulich-architektonischen Rahmen, als öffentlicher Raum mit hoher Attraktivität ausgearbeitet. Mit der geplanten Flächenreaktivierung wird eine freiraumschonende und flächensparende Siedlungs-entwicklung im Sinne der „Stadt der kurzen Wege“ vollzogen und damit die unmittelbare Lage des Versorgungszentrum am hochwertigen Landschaftsraum der Sechs-Seen-Platte im Duisburger Süden mit seinem hohen Anteil an Wasser-, Wald- und Grünflächen für alle erlebbar gemacht. Es entsteht hier ein neuer attraktiver Nahversorgungsstandort südlich der Wedauer Brücke am denkmalgeschützten Wasserturm, der zusammen mit dem denkmalgeschützten Stellwerk und dem ehemaligen Technikgebäude (BA-SA) den Bereich am Park neu gestaltet und attraktiviert.

VERKEHR / STELLPLÄTZE

Die innere Erschließung des Nahversorgungszentrums erfolgt ausschließlich über die östlich gelegene Magistrale, die auch die Anbindung an die äußere Erschließung sichert. Es ist eine Zufahrt- und eine Abfahrtsmöglichkeit konzipiert, die auch für den LKW-lieferverkehr gut funktioniert. Die Stellplätze haben alle eine Breite von 2.80m und alle 4 Stellplätze ist ein Baum mit einer grünen Baumscheibe von 8 m² gesetzt. Spezielle Angebote für zukunftsweisende Mobilitätsformen (Elektromobilität, Carsharing etc.) sind angedacht und werden im späteren Planungsprozess dargestellt werden. Die Anlieferung ist so angelegt, dass mit minimaler Störung die Zuwegung zu den Anlieferrampen mit dem LKW angefahren werden können. Durch die Gesamtverkaufsfläche des Neubaus von 5445 m² werden 369 Stpl. erforderlich. Im Nordwesten des Grundstückes werden 40 Stpl. für die westlichen Anwohner bereitgestellt. Die beiden Bestandsbauten mit neuer Gemeinschaftsfunktion am Platz lösen 26 Stpl. aus. Dies ergibt einen Gesamtstellplatzbedarf von 435. Davon sind 323 auf der nördlichen Stellplatzanlage untergebracht und 112 Stpl. auf dem Dach des Erdgeschosses in SO1. Diese Stellplätze werden über eine angeschüttete Rampe am Wall erschlossen. Um eine sinnvolle Anordnung der Anlieferung zu schaffen, werden vom Verfasser 2 Anlieferstellen vorgeschlagen, die optimal über die Zu- und Abfahrt von der Straße mit LKW angefahren werden können. Beide Laderampen sind eingehaust und gewährleisten damit ein sicheres und emissionsarmes Anliefern auch bei Nacht. Die Wall-Wand-Kombination an der westlichen Grundstücksgrenze kann wie im B-Plan je nach Erfordernis umgesetzt werden. Der Verfasser schlägt hier das System UNIKA-BIOLIT mit Vertikalbegrünung vor, das sich in Höhe und Aufbau den entsprechenden Anforderungen anpassen kann.

ARCHITEKTUR

Im Rahmen der Vorgaben ergibt sich ein klar gegliedertes Gebäude-Ensemble, das als lebendig- und gemischt genutztes Nahversorgungszentrum seiner Funktion als „Visitenkarte“ des gesamten 6-Seen-Quartiers gerecht wird. Die Neubebauung bildet in Kombination mit den Bestandsgebäuden eine gestalterische Einheit mit hoher Aufenthaltsqualität und Wiedererkennungswert. Die neu inszenierten Baudenkmäler mit Gemeinschaftsfunktion werden durch die Neubebauung gefasst und gerahmt und erzeugen damit eine besondere Atmosphäre im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu. Der neue, lesbar in drei Geschosse gegliederte, Bau entwickelt sich zum nördlichen Parkplatz als dreigeschossige Wand, die das Portal zur Passage in Richtung Süden auf den Marktplatz beinhaltet. Zum Süden hin treppt sich das Gebäude geschwungen ab und umrahmt damit den Quartiersplatz ohne den Bestandsbauten zu nahe zu kommen. Das Erdgeschoss beinhaltet in wirtschaftlichem Achsraster und rechtwinkligen Grundrissen die gewünschten Verkaufsflächen des Vollsortimenters, des Lebensmitteldiscounters und die verschiedenen gewünschten Einzelhandelbetriebe. Im 1. Obergeschossen liegen hinter den sich nach Süden ausrichtenden geschwungenen Fassaden verschiedene Büro- und Dienstleistungsbetriebe, sowie ein kleines Café. Das Bordinghouse und ein Fitness-Center sind im 2.Obergeschoss untergebracht. Alle Obergeschossebenen haben einen direkten Außenbezug Richtung Süden. Generell wird das Zusammenspiel von Erdgeschossnutzungen und Freiraumnutzungen in diesem Entwurf reizvoll in Szene gesetzt. Alle Einheiten im Erdgeschoss erhalten zum Platz oder zur Passage hin, ein ansprechendes Erscheinungsbild in Gestalt einer gläsernen Eingangsfront mit Schaufenster. Die Orthogonalität des Erdgeschosses wird in den Obergeschossen reizvoll kontrastiert durch die geschwungenen Wände mit vorgefertigten Holz-Fassadenelementen. Ihre wellenförmige Ausformung stellt dabei subtil den Bezug zum Wasser des 6-Seen Quartiers her, und macht damit diesen Ort in seiner Wahrnehmung unverwechselbar. Das Fassadenbild wird mit seiner Materialität weiter ausdefiniert: Im Erdgeschoss zeigt sich die rechtwinklige Einkaufswelt mit Mauerwerkswänden in Ziegel, die sich im Farbton an den Wasserturm im Park und an die Bestandsbauten auf dem Platz anlehnen. In den Obergeschossen speziell beim Boardinghouse stellt sich der Verfasser den Einsatz von Thoma-Holz100-Elementen vor. Dies könnte ebenfalls mit Zertifizierungsoption ein weiteres Alleinstellungsmerkmal bei den Themen Nachhaltigkeit und Bauqualität in diesem Projekt sein. Unter dem geschwungenen Betonvordach gibt es die Möglichkeit innerhalb des Baufensters nicht nur temporäre, sondern auch feste Marktstände zu platzieren. Der Verfasser denkt hier an „Tiny-Holzkuben“ Hier kann ein attraktiver Wochenmarkt mit regionalem Zusatsangebot entstehen. Das Raumkonzept bietet Variabilität und Flexibilität für verschiedenste Nutzungen und kann sich auf spätere Bedürfnisse und Veränderungen in der Funktion anpassen.

WERBEANLAGEN

Wie gewünscht wird ein rechteckiger Werbepylon im Zufahrtsbereich der Stellplatze mit einer Höhe von 6m geplant. Dies soll das Eingangssignet zum ganzen Zentrum sein. Weitere Werbeanlagen sind nur an der Trauf- bzw. Deckenkante des Gebäudes und am Vordach geplant. Hier sind an einem Edelstahlgerüst aus Rundstäben alle Einheiten mit Ihrer Werbung vertreten.

GEBÄUDEBESTAND UND DENKMALSCHUTZ

Für das später sanierte dreigeschossige Stellwerk 2 im Bereich des Bahnhofs Wedau stellen sich die Verfasser des Entwurfes eine Café-Nutzung im 1. Obergeschoss und einen kleinen Friseur im 2. Obergeschoss vor. Das BASA-Gebäude soll eine Nutzung als italienisches Restaurant bekommen. Hierbei entsteht im Erdgeschoss ein Gastraum von 82m² mit Bar und einer Küche mit 57 m² im 1. Obergeschoss steht eine Bewirtungsfläche von 174 m² zur Verfügung. Im 2. Obergeschoss gibt es eine kleine Empore mit 27m² und ein Büro mit 50 m². Erdgeschossig wird eine, die beiden Gebäude umgebende Außenbewirtungsfläche mit Holzbelag geplant. Diese „Holzinsel“ hat 4 Sitzsttufen und eine kleine Rampe zum Platz, sodass man barrierefreien Zugang ins neue Erdgeschoss hat und eine große Freifläche zum Sitzen. Über die neuen Fenstertüren des BA-SA-Gebäudes kann das Erdgeschoss mit der Freifläche des Platzes sehr gut angebunden werden.

FREIRAUM

Die Thema der Vernetzung von öffentlichen Bereichen und privaten Freiräume ist ein zentrales Thema dieses Entwurfes. Durch die Gestaltung mit geschwungenen Linien entsteht eine interessante Wegeführung mit hoher Aufenthaltsqualität. Sitzbänke und Bauminseln laden zum Verweilen ein. Der Platz gewährleistet den Zugang zu allen Nutzungen des Zentrums und dient darüber hinaus zur räumlichen Inszenierung von Alt- und Neubauten. Die Bereiche für Außengastronomie zusammen mit den Spiel- und Sitzgelegenheiten ergänzt. Der neue Quartiersplatz wird als offene, urbane Platzfläche gestaltet, die vielfältige Wegebeziehungen zulässt. Die angrenzenden Gebäude werden durch geschwungene Dachkante mit umlaufender Arkadenreihe in eine einheitliche Gestaltsprache eingebunden. Die Geschäfte können sich mit ihren einladenden Eingangsfronten zum Platz orientieren. Der Platz wird zum Ankunftsort und zum neuen städtischen Entree, mit einem Bodenbelag aus großformatigen Natursteinplatten in einem regelmäßigen, ruhigen Plattenverband. Die Terrassen-Insel aus Holz definiert die zentrale Platzmitte und ist sowohl angeschlossen an den fußläufigen Durchgang zum nördlichen Stellplatzbereich, als auch an den südlichen Park mit historischen Wasserturm. Die nutzungsoffene, multicodierbare Platzfläche ermöglicht eine regelmäßige Bespielung durch Märkte und Veranstaltungen. Die Bepflanzung des Platzes erfolgt mit Kleinbäumen, z.B. Ginkgo biloba Fastigiata. Fahrradbügel aus Flachstahl werden seitlich des Platzes geschützt unterhalb des Vordaches angeordnet. Die Beleuchtung des Platzes erfolgt hauptsächlich über die markanten Platzdachränder und eingelassene Lichtspots. Innerhalb der Platzfläche unterstützen in den Sockel der Holzinsel eingelassene LED-Lichtbänder die atmosphärische Wirkung in den Abendstunden, abgerundet durch eine zusätzliche Unterleuchtung der Baumkronen.
  • Neubau, Haus des Gastes Peenemünde, Anerkennung
  • Neubau, Haus des Gastes Peenemünde, Anerkennung
Das Haus des Gastes ist ein Bindeglied - zwischen Wasser und Land, - zwischen Hafenpromenade und Museumsareal, - zwischen Geschichte und Zukunft!

Ein „Haus für Alle“, als neuer Eingangsbereich für das Historisch Technische Museum. Das Zusammentreffen von Vergangenheit Gegenwart und Zukunft an diesem historischen Ort soll sich im konzeptionellen Ansatz, in der Architektursprache und in der Materialität des Neubaus wiederspiegeln. Ein transparentes modernes offenes Haus. Das Entwurfskonzept entwickelt eine klare städtebauliche Geste als Kreuzungspunkt von Hafenpromenade und Eingangsachse zum HTW. An diesem Kreuzungspunkt entsteht mit der Rahmenkonstruktion des Daches ein „Fenster zum Hafen“. Ein Fenster in zwei Richtungen: Einmal das Fenster vom Hafen In Richtung zum Ausstellungsgelände des Historisch Technischen Museums. Zum Anderem das Fenster von Peenemünde hinaus in die Welt.

In die orthogonale Bebauungsstruktur des gesamten Hafenbereiches eingebunden, stellt sich der Neubau selbstbewusst, kantig, aber in seiner Lage sehr eindeutig positioniert, in Längsrichtung mittig an die östliche Wasserkante der Hafenpromenade. Der wohlausgesuchte Standort des neuen „Haus des Gastes“ entfaltet hier seine Vorteile. Sowohl für die signifikante Fernwirkung vom Wasser, als auch für seine Funktion als „Torhaus“ zum Museumsareal ist die Lage ideal. Dem Versuch, dem internationalen Kontext der Raumfahrtgeschichte von Peenemünde gerecht zu werden, verfolgt der Verfasser mit dem Haus des Gastes einen ganzheitlichen Ansatz umzusetzen. Es soll neben der rein funktionalen und organisatorischen Einbindung des neuen Hauses in das Hafengebiet auch die geschichtliche Dimension gewürdigt werden. Mit dem Neubau soll die Einzigartigkeit des Ortes mit seiner Geschichte adäquat in Szene gesetzt werden und zusätzlich auch eine emotionale Beziehung des Besuchers zum Ort entstehen. Ein klarer moderner gläserner Baukörper, einfach und kompakt, zeichenhaft mit den weißen Stahlrahmen überdacht und in seine Umgebung positioniert. Es ist so aus allen Richtungen als signifikantes Bauwerk am Hafen erkennbar.

Beurteilung durch das Preisgericht

Entwurfsidee / Städtebauliches Konzept

Die Idee der städtebaulichen Positionierung des Gebäudes fügt sich sehr gut in das zukünftige Hafenkonzept zwischen HTM und der zukünftigen Bebauung ein.

Architektur- und Gestaltungskonzept / Materialität

Die Architektur wird als zeitlose und elegante Tektur aufgezeigt. Fassadengestaltung und Gebäudehöhe stehen für eine qualitätsvolle, hochwertige und zeitlose Architektur. Die Proportion von Geschossigkeit und Gebäudehöhe wird elegant gelöst. Die Öffnung des Daches im Eingangsbereich wirkt architektonisch interessant.
  • Neubau, Kulturraffinerie K714 - Veranstaltungshalle in Monheim am Rhein, 2.Preis
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  • Neubau, Wohnbebauung Pfarrau in Neunkirchen
  • Neubau, Wohnbebauung Pfarrau in Neunkirchen
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Städtebauliche Idee

Das Plangebiet der Gemeinde Neunkirchen liegt im süd-westlichen Teil des Kreises-Siegen-Wittgenstein, südlich von Siegen im Siegerland, geprägt durch die typischen umliegenden Mittelgebirgszüge, große Waldflächen und ländlicher Strukturen mit überwiegend kleinteiliger Bebauung. Im Tal der Heller, in dem das zu überplanende Gebiet liegt, hat sich ebenfalls eine nicht unerhebliche Anzahl von Industrie und Gewerbebetrieben angesiedelt. Das Gebiet liegt zwischen der Kölner Straße im Süden und der Heller im Norden. Entsprechend den Wünschen und Vorgaben der Kreiswohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH Siegen (KSG) geht das Konzept für die Neuordnung des Quartiers Pfarrau in Neunkirchen von dem Erhalt der Bestandsgebäude 17, 18, 19, 20, 21, 22, 24 und 26 aus. Diese bestehende Bebauungsstruktur, die vom Auslober als intakt angesehen wird, soll durch neue Wohngebäude ergänzt werden. Durch die o.g. Parameter ist das Gebiet klar begrenzt und kann auf absehbare Zeit nicht erweitert werden; im Osten grenzt direkt eine Einfamilienhausbebauung an. Aus den genannten Gründen sieht das Konzept eine Bebauung vor, die sich um einen zentralen Bereich des Quartiers anordnet; eine neue Interpretation des Themas „Anger“ für Neu- und Bestandsbauten. Wir sehen hier eine Belebung des Themas Dorfplatzes, der von allen Bewohnern des Quartiers genutzt werden kann, einen Ort für Feste, für gemeinschaftliche Aktivitäten.

Die Baukörper lehnen sich an die Kubatur des Bestandes an, spielen allerdings mehr mit den Größen, mal größer, mal kleiner, fast wie ein Einfamilienhaus, um ebenfalls auf die kleinteiligen Strukturen im weiteren Umfeld einzugehen und Bezüge herzustellen.

Die verbleibenden Gebäude erfahren durch die neue Umgebung automatische eine Aufwertung, zusätzlich werden die Fassaden saniert und die Wohnungen durch den Anbau von Balkonen und Terrassen aufgewertet.

Die städtebaulichen Vorgaben von GRZ und GFZ werden weitestgehend eingehalten, die leichte Überschreitung der GRZ kann in der weiteren Differenzierung und Reduzierung der versiegelten Fläche im Bereich Anger auf die geforderten 0,4 reduziert werden.

Verkehrskonzept

Die Kölner Straße ist eine gut frequentierte Landstraße (L531) und teilt die Gemeinde in Ost-West-Richtung. Von Osten kommend bildet das zu beplanende Areal den „Eingang“ zur Gemeinde Neunkirchen. Die Erschließung des Quartiers erfolgt über den vorhandenen Wohnweg Pfarrau, von hier aus führt die verkehrsberuhigte bisherige Verkehrsfläche im Osten zum Anger. Bewusst wird nur eine zentrale Zufahrt genutzt, um jeglichen Durchgangsverkehr zu vermeiden. Der individuelle Autoverkehr für den Neubau (43 Stellplätze) und den Bestand (48 Stellplätze) wird zu großen Teilen mit kurzen Wegen dezentral im Umfeld der einzelnen Häuser auf der Straßen- bzw. angerzugewandten Seite in den Freianlagen integriert. Die direkte Andienung ist bewusst nur mit Einschränkung möglich, zugunsten von Freiraum wird auf zusätzliche Straßenflächen verzichtet. Die Erschließung der offenen Parkebene des Neubaus parallel zur Kölnerstraße, im Bereich der ehemaligen Garagenanlage, die ebenfalls den vorhandenen Höhenversprung des Geländes nutzt, wird durch die bestehende Garagenzufahrt erschlossen, das reine „Rechtsabbiegen“ verhindert Störungen im Verkehrsfluss, eine Nutzung als Schleichweg ist ausgeschlossen. Die Besucherparkplätze werden in der Mischverkehrsfläche untergebracht. Wir sehen den Straßenraum als Shared space, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Lebensqualität und Sicherheit durch die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer.

Architektur/Wohnungsangebot

Bei der vorhandenen Bebauung handelt es sich um typischen kleinteiligen Geschoßwohnungsbau der 50er Jahre, mit dem ebenso typischen großzügigen Grünflächen zwischen den einzelnen Gebäuden. Um das Quartier als eine Anlage zu begreifen, werden die positiven Elemente der Bestandsbebauung aufgegriffen, die Neubauten orientieren sich in Kubatur, Größe und Gebäudestruktur an dem Bestand, klare, reduzierte Baukörper mit Lochfassade nehmen sich zurück und fügen sich wie selbstverständlich um das grüne Quartiersherz und öffnen sich zur Heller. Häuser mit privater Atmosphäre, geringen Wohnungszahlen und nachbarschaftlicher Kontrolle im positiven Sinne sorgen dafür, dass man sich im Haus und Quartier kennt und sich verantwortlich fühlt. Eine Mixtur aus Wohnungen zwischen 55 und 100 qm, also 1,5 bis 4 Zimmerwohnungen sorgen automatisch auch für eine gesund Bewohnermischung aus Alt und Jung, Single und Familien. Aus unserer Erfahrung wird der Bedarf an kleineren Wohnungen, gerade für Singlehaushalte aber auch Senioren zukünftig noch stärker nachgefragt werden, besonders unter Berücksichtigung des demografischen Wandels im ländlichen Raum. Das Haus 1 an der Kölner Straße bietet speziell dieser Nutzergruppe kompakte Grundrisse mit hochwertigen Außensitzen und kommunikativer gemeinsamer Erschließungsfläche. Für die Berechnung haben wir die größeren Grundrissvarianten zu Grunde gelegt, da diese vom Auslober gewünscht wurden. Die Häuser 2 bis 6 sprechen besonders in den Erdgeschoßwohnungen Familien mit Kindern an, da ein eigener Garten das Wohnen wie im eigenen Haus ermöglicht. Die Flächen der zugehörigen Terrassen sind0ß hier noch flexibel. Dieses Thema wird ebenfalls auf den Bestand übertragen. Das Haus 7 bildet den Schnittpunkt zwischen Bestandsquartier und der um den Anger locker gruppierten Neubauten. Dieser Inhalt spiegelt sich darin wieder, dass hier tatsächlich Neu an Alt angebaut wird und hier exemplarisch gezeigt wird, wie die Fassade des Bestandes an die Gestaltsprache der Neubauten zu einer Einheit wird, z.B. Dachüberstände Rückbauen, Treppenhaus mit neuer Pfostenriegelkonstruktion aufwerten, Austausch der Fenster im Farbton der Neubauten in Anthrazit.

Alle Wohnungen in den Neubauten sind barrierefrei über einen Aufzug zu erreichen. Eine Ausnahme bildet der Anbau and das Bestandsgebäude 21, aufgrund von nur drei Wohneinheiten mit je ca. 70 qm wird aus wirtschaftlichen Erwägungen hier auf einen Aufzug verzichtet, falls gewünscht könnte dieser aber noch berücksichtigt werden. Aus städtebaulichen Gründen ist ein längerer Gebäuderiegel hier wünschenswert, alternativ wäre hier auch noch der Abriss des Bestandsgebäudes möglich, und die Erstellung eines größeren Neubaus, ähnlich der Häuser 2 und 4, würde gleichzeitig die Anzahl der großen Wohnungen erhöht. Alle Wohnungen verfügen über die gewünschten Abstellräume, Tageslichtbäder und haben einen Balkon/Loggia oder eine Terrasse. Die geforderten Nutzungsbereiche wie Trockenraum, Waschraum, Fahrradabstellraum, Abstellraum für Kinderwagen etc. sind im Keller bzw. Dachgeschoss nachgewiesen, ebenso der Hausmeisterraum. Insgesamt werden die 48 Bestandswohnungen durch Minimum 43 neue Wohnungen ergänzt.

Das architektonische Gestaltungskonzept des Quartiers folgt den folgenden Vorgaben: Da die energetische Sanierung der Bestandsgebäude zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewünscht wird, werden die Puztfassaden der Bestandsbauten im ähnlichen hellen Farbton, wie die neuen Putzfassaden gestrichen. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon oder eine Terrasse, im Bestand sind aus wirtschaftlichen Gründen Anbaubalkone vorgesehen. Brüstungselemente aus Metall sind kostenneutral und schaffen optische eine Angleichung. Alle Erdgeschosswohnungen verfügen über einen privaten Mietergarten, falls gewünscht können auch für die Obergeschosswohnungen noch einige dezentrale Mietergärten angeboten werden. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt die Fenster im Bestand ausgetauscht werden, dann empfehlen wir eine neue Pfostenriegelkonstruktion im Bereich der Treppenhausverglasung, analog zu den im Neubau geplanten Pfostenriegelkonstruktion im Bereich der dortigen Treppenhäuser. Bis dahin sollten aus wirtschaftlich Erwägungen die Ablesbarkeit der Entstehungszeit gestalterische Leitlinie sein. In Anbetracht der vorgegebenen Investitionskosten erscheint die gewählte Architektursprache der Neubauten von Putz in Verbindung mit monolithischem Mauerwerk und klassischer Lochfassade realistisch und zielführend. Das günstige Verhältnis von Hülle und Volumen führt zu geringen Energiekosten und der kompakte Baukörper sorgt für minimierte Instandhaltungskosten.

In Abhängigkeit von dem vom Auslober gewünschten Sanierungsumfang der Bestandsgebäude, könnten nach Fertigstellung der Neubauten, bei Bedarf die Bewohner der Bestandsgebäude in diese umziehen, damit dann im Anschluss die Sanierungsarbeiten am Bestand durchgeführt werden könnten.

Freianlagen

Ein Wohnriegel an der Kölner Straße als Randbebauung mit Blick auf den grünen Anger, sechs neue Quartiershäuser als Ergänzung zu den acht Bestandshäusern im grünen, der Freiraum als verbindendes großes Element zwischen der neuen und der alten Bebauung, mit verschiedenen Wohn- und Freiraumangeboten, privaten Gärten, ein Zuhause. Das ist der wesentliche Gedanke des Entwurfes. Die Freiraumplanung garantiert durch gemeinschaftlich nutzbare Themenaußenbereiche und einem Netzwerk kurzer Wege vielseitige Treffpunkte. Eine Reihe von Durchgängen schafft die Verbindung zwischen dem inneren und äußeren Wohnquartier samt einem Zugang zum quartierseigenen Grüngürtel entlang der Heller.

Der aktuelle erhaltenswerte Baumbestand wird eingebunden und entwickelt und bildet das grüne Rückgrat des Angers, und wird somit qualitätsbildendes Element. Im Bereich des parkähnlichen Charakters unter und neben den Bestandsbäumen wird ein Spielplatz für kleinere Kinder integriert, am östlichen Quartiersrand, Richtung Heller, ist ein Spielbereich für die Jugendlichen vorgesehen, die sich schon freier und unkontrollierter bewegen können. Diverse Aufenthaltsbereiche für unterschiedlichste Nutzungen z.B. Grillen, Treffen, Austausch/Kommunikation etc. sind in dem Freiraumkonzept integriert.

Das 'Entré', die Erschließungsstraße in das neue Areal wird optisch von der bestehen Erschließung abgehoben - der gesamte neue Wohnbereich wird über eine Pflasterstraße angebunden, die von dem bestehenden Grün der großen Bäume flankiert wird. Die verkehrsberuhigte Wohnstraße führt auf den ebenfalls gepflasterten großzügigen Innenhofplatz und erschließt alle im Innenbereich liegenden Gebäude. Es wird auf separate Gehwege verzichtet, um den 'wohnlichen Hofcharakter' zu unterstützen.

Stellplätze werden in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Gebäude angeboten, ebenfalls Fahrradstellplätze in Eingangsnähe. Die Erdgeschoßwohnungen erhalten einen privaten Garten zur alleinigen Nutzung.

Die bestehenden Großbäume werden innerhalb des gesamten Gebietes mit Bäumen 2. Ordnung und Obstbäumen ergänzt, d. h. mit etwas kleineren Bäumen, bei denen Wert daraufgelegt wird, die Jahreszeiten über Blüte und Laub sowie auch Früchten farbenfroh ablesen und genießen zu können.

Für den Bestand sind u.a. zwei spezielle Müllsammelgebäude vorgesehen, die nur für die Nutzer zugänglich sind und optisch und gestalterisch keine Assoziation zu „Müll“ zulassen. Die Neubauten erhalten kleinteilig spezielle versenkbare Müllbehälter, die einen unkontrollierten Zugang zu den Müllbehältern verhindern. Die Verbreitung von Gerüchen wird unterbunden und eine ästhetische Freiraumgestaltung ohne freisichtbare Müllbehälter erhöht die Wohnraumqualität.

Der angrenzende Fluss, die Heller, liegt am Rande des Wettbewerbsgebietes und soll prinzipiell nicht verändert werden. Die unmittelbare Nähe des Flusses birgt allerdings ein hohes Freiraumpotential und wir sehen eine Orientierung der Gebäude und Wege sowie Sichtachsen zum Wasser vor. Das dichte Grün entlang der Heller sollte am Endpunkt der Wege gelichtet werden und einen Blick aufs Wasser ermöglichen. Zusätzlich könnten dort kleine Plätze am Wasser mit unterschiedlichen Qualitäten erstellt werden. Der Weg entlang der Heller sollte so weit wie möglich nach Osten und Westen verlängert werden, da hier ein Wegenetz mit Aufenthaltsqualität für den täglichen Bedarf mit wenig Aufwand hergestellt werden kann.
  • Neubau, Ferienhäuser XS Thüringer Seen
  • Neubau, Ferienhäuser XS Thüringer Seen
  • Neubau, Ferienhäuser XS Thüringer Seen
Das einzig Stetige auf der Welt ist der Wandel.

Dies trifft nicht nur auf die Gesellschaftsformen und Regierungsformen unserer Welt zu, sondern auch auf die Umgebung unserer Welt, das ganze Universum. Im ständigen Kreislauf der Systeme und im Rhythmus der Natur, der Gezeiten, der Jahreszeiten, der Tageszeiten…versucht der Mensch sich mit der Umwelt in Form seiner Behausung zu arrangieren.

Warum ist die Behausung des Menschen in der Architekturgeschichte meist nur eine feste Immobi-lie? Eine oft „steinerne unflexible Haut“, die sich den wechselnden Anforderungen der Bewohner und der sich ändernden Umgebung nicht anpassen kann? Warum versucht der Mensch der Bio-diversität des Lebens nur mit unflexiblen und standardisierten Lösungen zu begegnen?

Vielleicht möchte der Mensch den Veränderungen der Zeit mit einer Immobilie, einer „festen Burg“ trotzen. - Welch aussichtsloser Versuch. Auch dieser Wettbewerb versucht, mit modellhaf-tem Bauen einen Grundtypus von Ferienhäusern zu entwickeln und zu etablieren.

Der Verfasser dieser Arbeit möchte aber mit seinem Ansatz über diese Zielvorgabe hinausgehen. Er hat ein flexibles, sich ändern könnendes und lebendiges System für die neuen Ferienhäuser XS entwickelt. Ein System, welches eine entsprechende bauliche Antwort auf die verschiedenen Le-bensphasen des Menschen hat. Ein System, das sich jedes Jahr neu den Anforderungen der Um-gebung und des Ortes anpassen kann, Ein System mit festen Bauten im Zentrum, mit bewegbaren Häusern im Überschwemmungsbereich und auch mit schwimmbaren Häuser auf dem Wasser. Eine Architektur, die mit Ihren Bewohnern mitwächst und sich wieder verkleinern kann. Sie passt sich ihren Bewohnern an und hinterlässt keine Spuren. Es wird nicht nur eine bauliche Hülle geschaffen, sondern ein bauliches Prinzip, das die Aktivitäten des Gemeinschaftsleben des Menschen abbildet. Dabei sind folgende Prinzipien Grundpfeiler der Konzeption: Das Einfachste ist immer das Beste, - aber das Beste ist nicht immer einfach. Einfachheit als Grundprinzip. Das Dreieck ist die geometrisch einfachste und statisch stabilste Form. Die dreieckigen Piktogramme sind unterbewusst sinnge-bend für das neue Konzept. Der Baum - als Produzent des nachhaltigsten Baustoffes Holz über-haupt und Sinnbild für Schutz und Versorgung im Wald. Das Zelt - als mobile einfache Behausung, schnell auf- und abgebaut auf den Zwischenstationen des Weges. Das Segelschiff - als sicherer Ort auf dem Wasser. Segeln mit Windeskraft im Einklang mit der Natur ist das Gegenteil von einer Mo-torschiff-Kreuzfahrt. Der Verfasser der Arbeit ist der Meinung, dass jeder Mensch ein Grundrecht auf das Erleben und Wohnen am Wasser haben sollte. Für dieses Konzept wurde der allgemein bekannte Haustyp eines Nurdachhauses neu entwickelt und nachhaltig zukunftsfähig gemacht. Mit drei unterschiedlich großen Haustypen dieses Nurdachhauses sind alle tradierten Gemeinschafts-wohnformen möglich. Vom Einzelhaus über das kleine Dorf bis hin zur Gemeinschaftsanlage in Form von gereihten und verbundenen Häusern ist hier kein Ende für die Vielfalt von Möglichkeiten gesetzt. Mit Kopplungselementen in Form von Holzterrassen ist selbst die Erstellung von kleinen Dörfern auf dem Wasser möglich („Mobiler Städtebau auf dem Wasser“ z.B. temporäre quadrati-sche Stadt um eine Seebühne für Konzerte auf dem See). Wandel als Prinzip. Das gewählte Grundstück lässt es zu, diese Möglichkeiten in vorbildlicher Konzeption verwirklichten. Im Lageplan 1:1000 ist eine Grundversion konzipiert, zwei Varianten sind im Maßstab 1:2000 dargestellt.

Dieser Beitrag zum Wettbewerb kann die Einzigartigkeit eines jeden Ortes in den Mittelpunkt stel-len. Der Nurdach-Haustyp bietet dafür den idealen Bautypus. Durch die großzügige Verglasung der Giebelseiten ist einerseits der Außenbezug in die Natur maximal gegeben, andererseits bieten die geschlossenen Dachflächen den nötigen Schutz und Möglichkeit zur Implementierung der Solar-Glas-Tiles zur Erzeugung von Strom mit Hilfe von Fotovoltaik. Der Verfasser möchte dazu beitragen, die gesündesten und nachhaltigsten Ferienhäuser Deutschlands im XS-Format in Thüringen zu bau-en. Er empfiehlt dazu die Thoma Holz100 Massivholzbauweise, die einzig nachhaltige Bauweise mit „cradle to cradle Gold-Zertifizierung“. Innovation und Exzelllenz in den Bereichen Wohngesundheit, Energie-Effizienz, Autarkie, Ökologie und Kreislaufwirtschaft. Das ist gebaute soziokulturelle Nach-haltigkeit. Übersiedelbare und unabhängige Vollholzmobilien im Einklang mit der Natur, ausgestat-tet mit smarter Lowtec- Haustechnik. Die über die Glass-Tiles eingefangene Sonnenenergie wird in der Tesla-Powerwall gespeichert und dann über Infrarotfheizflächen (z.B. Spiegel im Badezimmer) abgestrahlt. Das Prinzip der Einfachheit setzt sich auch im Inneren des Hauses fort. Es gibt nur ins Haus integrierte Einbaumöbel. Doppelnutzungen von Möbeln sind bewusst ausgeplant. Das Mobili-ar soll auch im Freien Verwendung finden. Die einzelnen Häuser sind individuell gestaltet. So sind auch Sonderfunktionen wie Sauna und Poolbadewanne fest eingeplant. Alle Häuser können im EG barrierefrei durchgeplant werden. Das Innere des Holzhauses ist das warme Herz der Anlage. Der Naturduft der Holzwände nimmt den Besucher und Gast sofort in seinen Bann und verbreitet ent-spannungsvoll das Urlaubgefühl mit gesundem Erholungseffekt. Der Freiraum wird zum erweiter-ten Wohnraum. Die Außenanlagen sollen nur minimalinvasiv behandelt werden und sehr naturnah gestaltet sein. Thüringen -pur. Die fußläufigen Wege sind gemäht. Die Straßen mit wassergebun-dener Decke befestigt. Die sich ergebenden Trampelpfade werden über die Zeit verfestigt. Das Netzwerk der regionalen Handwerker kann in dieses Konzept beie Erstellung und Unterhaltung optimal eingebunden werden.

Die Vorfertigung der drei Haustypen ist auf das Ladevermögen eines 40t-LKW abgestimmt. Der Aufbau eines Hauses ist in einem Tag möglich. (Bauen ohne Baustelle)

Die Prinzipien des Entwurfes können im Rahmen dieses Wettbewerbes nur angedeutet werden. Der Verfasser möchte gerne mit dem Potential der Einzeldetails und der weiteren Ausarbeitung überzeugen.

In Anlehnung an das Gesellschaftsspiel Monopoly wird zur IBA 2018 die regionale Ausgabe THÜ-RINGOLOPLY erscheinen mit den entsprechenden dreieckigen Spielsteinen aus Holz. Bei diesem Spiel geht es darum sich die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der ökologischen Verantwortung spielerisch zu eigen zu machen.

Die gelebte Beziehung zu Mensch und Umwelt ist wichtiger als die Form der architektonischen Hül-le. Gesundes Leben in der Natur mit Volholzmassivhäusern und Sonnenenergie am Thüringer Meer ist das Thema. Hier kann man das Selbstverständnis Auslobers und des Freistaates Thüringen mit seiner Verantwortung für Gesellschaft und Natur ablesen und die nachhaltige Entwicklung so-wohl im Thüringer Wald, als auch am Thüringer Meer erleben.
  • Neubau, Stadthaus Bergisch Gladbach
  • Neubau, Stadthaus Bergisch Gladbach
  • Neubau, Stadthaus Bergisch Gladbach
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Architektur

Der Neubau des Stadthauses mit seinem Bahnhofsumfeld soll mit architektonischen und freiraumplanerischen Mitteln zum adressbildenden Eingangstor der Innenstadt von Bergisch Gladbach

neu gestaltet werden.

Das Entwurfskonzept entwickelt die zugrunde liegende städtebauliche Situation unter Einbeziehung der neu definierten funktionalen Abhängigkeiten weiter. Dem heterogenen Umfeld wird mit einer klaren Baukörperstruktur begegnet, die sich je nach Funktion und Ausrichtung in ihrem Erscheinungsbild gestalterisch differenziert. Die Eckbebauung mit ihrer 7-Geschossigkeit bildet den städtebaulichen Akzent Richtung Norden. Zur Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße treppt sich das Bauvolumen um 2 Geschosse ab. An der Jakobstraße fällt es auf ganzer Länge um fünf bis auf 2 Geschosse ab. Die einheitliche Fassadenstruktur will an diesem Ort eine neue Identität schaffen und diese weithin sichtbar für alle in die Stadt hinein abbilden. Ihre differenzierte Ausbildung und Ausgestaltung macht es möglich die formulierten Ziele in den Rahmenbedingungen sehr gut umzusetzen.

Entwurfsprägend ist die große Öffnung hin zum neugestalteten Platz der Nationen. Hier bildet sich das Gebäude in seiner Bürgerhausfunktion ab und zeigt sein Inneres mit einladender Geste. Es zeigt sich das große Empfangsfoyer zum Tourist-Center, das in direkter erdgeschossiger Anbindung zum Mobilitätszentrum und Bürgerbüro auch die Bibliothek erschließt. Die umgebende Bebauung erhält mit diesem Ansatz ein adäquates Gegenüber und wird dadurch eingebunden in eine klare verständliche Stadtstruktur.

Eine Arrondierung der Bebauung im östlichen Baufeld ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

Die der Allgemeinheit zugänglichen Funktionen sind auf kurzem Wege aus zu erreichen. Alle Bereiche übersichtlich barrierefrei zugänglich. Das Bürgermeisterbüro mit Multifunktionsraum sind im 1. OG untergebracht. Es entsteht ein neues multifunktionales Forum für verschiedenste Veranstaltungen mit Außenwirkung und Einbeziehung des öffentlichen Raumes. Die Bürobereiche in den Obergeschossen sind kompakt und flexibel um den innenliegenden Kern mit Treppenhaus, entlang der Außenfassade auf einem Ausbauraster von 1.35m organisiert. Das 9– geschossige Gebäude teilt sich auf in sieben oberirdische und zwei unterirdische Geschosse, wobei es sich bei dem 2. Untergeschoss um eine Teilunterkellerung handelt.

Das 7. Obergeschoss wird als Staffelgeschoss ausgeführt.

Das aufgehende Gebäude wird als Stahlbeton – Skelettbau ausgeführt, wobei die in Brandwand – Qualität auszuführenden Treppenhäuser und Aufzugsschächte zur Gebäudeaussteifung herangezogen werden. Die Geschossdecken sind als unterzugsfreie Flachdecken konzipiert, die zwischen dem Infrastrukturkern und der Fassade stützenfrei gespant wird. Dies gewährleistet ein Höchstmaß an Flexibilität in den Büroetagen.

Baumaterialien

Die "Farbpalette" des neuen Stadthauses bedient sich des Ambientes der umliegenden Landschaft und findet sich im Licht- und Schattenspiel der mineralischen Weißbetonfassade im Wechselspiel mit den warmen steinfarbenen Akzenten wieder, die sich auf die historischen Kalköfen im Eckbereich der Jakobstraße und Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße beziehen. Das Zusammenspiel von Material und Konstruktion, zusammen mit der kompakten einfachen Erschließung und der funktionalen und erlebnisreichen Aufteilung der Räume, bilden eine unverwechselbare Identität für Bergisch Gladbach. Dies alles soll sowohl das Selbstverständnis der Stadt, als auch die Verantwortung vor Natur und Gesellschaft widerspiegeln.

Freiraumkonzept

Bahnhofsplatz

Entgegen seiner derzeitigen Nutzung wird der Bahnhofsplatz als einheitliche, urbane Platzfläche gestaltet, die vielfältige Wegebeziehungen zulässt. Der Platz erstreckt sich dabei auf die gesamte Länge der Bahnsteige bis zu den Rheinberg Passagen. Das neue Stadthaus orientiert sich parallel zu den Gleisen und gibt dem Bahnhof einen bisher fehlenden Endpunkt. Der Bahnhofsvorplatz wird zum Ankunftsort und neuem städtischen Entree für die Innenstadt. Die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße wird sowohl strukturell als auch gestalterisch neuer Abschluss und Auftakt der Fußgängerzone und stärkt somit die Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt. Der bestehende Platz der Städtepartnerschaft fügt sich nahtlos in diese Verbindung ein und setzt einen grünen Akzent auf der Platzfläche. Fahrradbügel aus Flachstahl flankieren den Platz an der Nordseite. Vier Taxiaufstellplätze orientieren sich parallel zur Westkante des neuen Stadthauses in direktem Blickbezug zu Gleisen und Busbahnhof.

Der Platz wird aus einem ruhigen Plattenverband ausgebildet, der sich an die Fußgängerzone anlehnt. Auch die in der Fußgängerzone verwendete Ahornreihe wird in der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße fortgesetzt. Lockere Gruppen aus modularen Sitzelementen und Pflanzkübeln schaffen Aufenthaltsbereiche zum Verweilen. Parallel zum Bahnsteig im Norden liegen die Gleisgärten. Anordnung und Dimensionierung der Gärten sind in Anlehnung an alte Güterwagons des ehemaligen Güterbahnhofs konzipiert. Die Intarsien aus gleisbettähnlichen Staudenmischungen liegen wie Relikte der früheren Nutzung in der neuen Platzfläche. Die Außenbestuhlung der Espressobar fügt sich harmonisch in das grüne Band der Gleisgärten ein. Sitzelemente aus Beton mit Holzauflage komplettieren die Gärten und schaffen weitere Aufenthaltsmöglichkeiten.

Jakobstraße

Das Profil der Jakobstraße wird angepasst. Durch das neu entstehende Stadthaus erhält die Jakobstraße in Zukunft eine beidseitige Fassung. Entlang der südlichen Kante entstehen straßenbegleitend 33 neue PKW-Stellplätze unter einer Baumreihe aus ‚Tilia cordata‘. Auf Höhe des Paul-Köttgen-Wegs befinden sich die Tiefgaragenzufahrt des Stadthauses und ein kleiner Vorplatz. Zufahrt zu Kiss&Ride-Parkplatz sowie fünf Taxiaufstellplätzen ist weiter westlich gelegen. Eine Unterführung am Westende der Bahnsteige verbindet die Gleise untereinander. Die Auf-/Abgänge zur Unterführung sind mit barrierearmen Rampen (12% Neigung) ausgebildet. Fahrradbügel aus Flachstahl befinden sind jeweils rückwärtig der Rampenauf-/Abgänge. Der mittlere Bahnsteig ist über einen Aufzug angebunden. Am Südzugang der Unterführung, auf Höhe der Radstation befindet sich der Kiss&Ride-Parkplatz Süd mit weiteren 30 PKW-Stellplätzen und drei Taxiaufstellplätzen.

Gebäudetechnischer Lösungsansatz

Der strukturelle Ansatz eines energetisch nachhaltigen Technikkonzeptes liegt im Leitsatz:

“Schonung der natürlichen Ressourcen und Verwendung regenerativer Energieträger, wobei so wenig Technik wie möglich – allerdings so viel Technik wie erforderlich zum Einsatz kommen soll.“

Umgang mit der Ressource Wasser:

Im alltäglichen Gebrauch erscheint die Ressource Wasser vor allem in Deutschland ein unerschöpfliches Gut darzustellen. Eine quasi nie versiegende Quelle. Der Schein trügt und die Meldungen über Wasserknappheit könnten schon bald auch in Westeuropa zur alltäglichen Realität werden.

Derzeit ist vorgesehen das anfallende Regenwasser in Zisternen zu sammeln, um das Wasser für den Betrieb des Gebäudes zu nutzen. Dabei wird das Wasser durch intelligente Anordnung von Zisternen mit kommunizierenden Röhren zu einem Gesamtreservoir zusammengefasst. Damit kann gleichzeitig die Funktionalität Regenwasserrückhaltung in Verbindung mit Regenwassernutzung zusammengefasst werden.

Das Regenwasser könnte ggfs. auch für adiabate Bekühlung verwendet werden. Eine Weiterführung dieses Gedankens erfolgt in den weiteren Wettbewerbsphasen.

Umgang mit der Ressource Biomasse:

Der energetische Mindeststandard ist durch die Einhaltung der EnEV vorgegeben in Verbindung mit der Forderung ein “Niedrigstenergiegebäude“ zu errichten. Darüber hinaus ist maßgeblich für energetische Konzeption des Neubaus das zwingend einzuhaltende Erneuerbare Energien Wärmegesetz EEWärmG.

Betrachtet man die ökologische Gesamtbilanz unter Berücksichtigung des CO2-Ausstoßes ist der Einsatz von Biomassenkesseln in Verbindung mit Gas-Brennwertkesseln ein optimaler Lösungsansatz. Die Anordnung der Wärmeerzeugung erfolgt im Technikbereich des Untergeschosses, in dem genügend Raum für die Lagerung der Biomasse vorhanden ist. Der Biomassekessel deckt die Grundlast und erzeugt über 80% der erforderlichen Jahreswärmeenergie. Zur Optimierung der Betriebsweise wird ein Teil der Wärmeenergie in Speichern gepuffert, damit der Biomassekessel nicht dauernd taktet und eine sichere und störungsfreie Betriebsweise möglich ist.

Umgang mit der Ressource Sonne

Auf dem Dach können Photovoltaikanlagen angeordnet, um einen Teil der elektrischen Energie aus der Sonnenenergie zu gewinnen. Die entsprechenden Wechselrichter werden in der Technik-Zentrale angeordnet.

In der nächsten Wettbewerbsphase wird untersucht, welcher Leistungsanteil optimal für den Gebäudebetrieb aus der Photovoltaikanlage bereitgestellt werden kann. Darüber hinaus wird der Ansatz verfolgt über die Photovoltaikanlage die E-Mobilität zu fördern.

Weitere Ansätze des Technikkonzeptes:

Die Gebäudetechnik wird im Wesentlichen auf dem Dach in Technik-Zentralen untergebracht. Dies bezieht sich in erster Linie auf die zentralen Lüftungsanlagen und die elektrotechnischen Anlagen.

Da angestrebt wird das Gebäude in Anlehnung an den Passivhaus-Standard zu errichten, werden, auch vor dem Hintergrund des Außenlärms, die wesentlichen Flächen mechanisch be- und entlüftet.

Durch diesen Ansatz wird die Wärmeenergie gegenüber konventionellen Ansätzen deutlich reduziert und minimiert.

Durch die Anordnung der Zentralen auf dem Dach werden repräsentative Flächen im Erdgeschoss für Funktionsflächen, Kleingewerbe etc. zur Verfügung gestellt.

Im Untergeschoss wird eine Technikzentrale für die Lüftung der Tiefgarage vorgesehen.

Darüber hinaus ist geplant, im Untergeschoss die Heizungszentrale sowie Flächen für die Lagerung von Brennstoffen (z.B. Pellets, Holzhackschnitzel, etc.) vorzusehen. Eine Konkretisierung der Flächen erfolgt in der nächsten Wettbewerbsphase.
  • Neubau, International Design Competition of Jamsil Apartment Complex 5 Residential and Complex Facility
  • Neubau, International Design Competition of Jamsil Apartment Complex 5 Residential and Complex Facility
  • Neubau, International Design Competition of Jamsil Apartment Complex 5 Residential and Complex Facility
Like a new mushroom colony creeping out of fresh forest earth…

….are the New Residential Skyscrapers of the Yamsil-Appartement- Complexes of Lotte World Tower envisaged growing. The intricately connected Living World in the big city is the central idea here.

In the ‘Heart of Seoul’ beats the pulse of time. New living is networked. Here, one is provided with everything that he needs for a sustainable life. Societal living in a community, a basic human need, takes place here in several interconnected networked levels between residents. These network bridges act as the green lung of the building, ever pulsating with human activity and filtering the air to create a clean living space. The Residential high-rises are not only solitary spaces commanding impressive views from the upper floors, but entities of a networked Whole.

The center of the Complex – the Heart – is framed and sheltered by the 50-storey tower to its southwest. Like its namesake, the Heart is where the different entities group. The middle five are intensely networked to form a complex where one can experience the pulsating interiority from the outside. Here in the core arise highly experiential three-dimensional space qualities. Water surfaces optimize the light output inside.

As a root system in a forest connects and supplies individual trees, a thoroughfare street runs through the service floor and basements for quick and immediate access while keeping vehicular traffic above ground to a minimum.

Responding to its Lotte World context and emphasizing the entrance of the Living Forest Quarter, the two tallest buildings of the Quarter form the counterpart to the Gold Tower. The towering heights of the skyscrapers afford optimal views of the Han River.
  • Neubau, ZOB Friedrich-Ebert-Platz Remscheid
  • Neubau, ZOB Friedrich-Ebert-Platz Remscheid
  • Neubau, ZOB Friedrich-Ebert-Platz Remscheid
_Leitidee_

Der ZOB Remscheid soll mit architektonischen und freiraumplanerischen Mitteln zum

repräsentativen Eingangstor der Remscheider Innenstadt umgestaltet werden . Der

Verfasser hat hier nicht nur einen funktionalen sondern auch einen künstlerischen Ansatz.

„Die Kunst zu sozialisieren bedeutet den Lebensraum des Menschen zu ästhetisieren. ästhetisieren.“

Theo van Doesburg

_Städtebau /Hochbau-

Um dem Friedrich - Ebert - Platz als ZOB eine neue städtebauliche Identität zu verleihen, ist es erforderlich, einerseits die Großform des Friedrich Ebert Platzes mit seiner umgebenden Raumkanten aufzunehmen, andererseits aber auch die Kleinteiligkeit im Maßstab der umgebenden Baustruktur abzubilden. Hierzu wird eine großflächige, aus vier Einzel - Faltdächern bestehende gestalterisch einheitliche Platzüberdachung

vorgeschlagen, die den Platz aus allen Richtungen in seiner Funktion als neuer ZOB

definiert und erlebbar macht.

Das neue Betriebsgebäude wird baulich unter ein es der Einzeldächer integriert , womit die zeichenhafte Gesamterscheinung des Vorhabens unterstützt wird und der südliche Teil des Friedrich Ebert Platzes als Freifläche erhalten bleibt . Auf diese Freifläche mündet die zentrale Fußgängerachse über den Busbahnhof von der neu geplanten ebenerdigen Querung der Elberfelder Straße. Diese freie Platzfläche bildet den Gegenpol zum überdachten Bereich und ist Verteilerzone für den Fußgängerverkehr in Richtung Süden, Alleestraße, Fußgängerzone , Markt und Bahnhof.

Die unattraktive und wenig genutzte Fußgängerunterführung entfällt, wodurch die

Mobilitätsoffensive zugunsten der langsamen und umweltfreundlichen Verkehre

unterstützt wird.

Mit seiner neuen Überdachung und Gestaltung wird der ZOB nördlicher Akzent und Teil

der Raum und Platzabfolge Marktplatz Fußgängerzone Alleestraße Nordsteg

Bahnhofsplatz Bahnhofsgarten Südsteg Rasenrampe Südstadtplatz bis in die

Bismarckstraße der Südstadt . Der Verfasser stellt sich in der Materialität des Daches eine aus weißem pulverbeschichteten Stahlblech verkleidete Stahl Grundkonstruktion aus „Salzgitterträgern“ vor . Der Lichteinfall von oben tagsüber über die dreieckigen

Glasflächen (Delauney Triangulation) erzeugt ein interessant es Schattenspiel auf dem

Boden. Nachts bietet diese Skulptur alle Möglichkeiten für attraktive Lichtinszenierungen, je nach Anlass und Jahreszeit.

_Verkehr_

Die Gestaltung des Busbahnbahnhofs baut auf der Variante 3 in den Rahmenbedingungen des ÖPNV zur Umgestaltung des Friedrich Ebert Platzes auf und erfüllt dazu alle Anforderungen. Die Haltepositionen der Busse und Fahrgassen wurden so bemessen, dass für jeden Bus ein unabhängiges Ausfahren sowohl in Ost als auch in West Richtung jederzeit möglich ist. Eine entsprechende Überprüfung erfolgte für jede Halteposition mit dynamischen Schleppkurven.

Die zentrale Fußgängerachse über den Busbahnhof findet ihre Fortsetzung in der

ebenerdigen Querung der Elberfelder Straße mit LZA.

Die Parkgelegenheiten im Süden des Wettbewerbsgebiets werden über die Wilhelm - Schuy - Straße erschlossen. Die Westtangente wird im Zweirichtungsverkehr betrieben.

Die Fahhrradstellplätze sind westlich am Betriebsgebäude unter dem Glasdach angeordnet. Hier ist auch eine Pedelec - Ladestation vorgesehen

_Freiraum_

Zusammen mit dem markanten Dach des neuen ZOB bildet der Friedrich

Ebert Platz an diesem stark frequentierten Ort eine innerstädtische Platzfläche mit hoher

Aufenthaltsqualität. Die Platzfläche ist im Gegensatz zur Dachkonstruktion bewusst

zurückhaltend und funktional gestaltet. Die Platzform ist klar ablesbar heraus gearbeitet.

Ein hochwertiger Plattenbelag aus hellen großformatigen Natursteinplatten gibt dem Platz eine neue Großzügigkeit. Das ruhige Plattenformat hebt sich in seiner Größe deutlich von der feineren Textur der neu gepflasterten Randbereiche ab. Das richtungslose Kleinsteinpflaster schafft einen flexiblen Anschluss an die verspringenden

Gebäudekanten. Die poröse Raumkante des Platzes wird durch eine grüne Baumreihe

egalisiert. Somit ist der Abriss des Gebäudes Konrad Adenauer Straße 9 und/ oder ein

Neubau zur Lückenschließung nicht zwingend Vorrausetzung für den dargestellten

Entwurf. Die grüne Platzkante aus Bäumen im Süden bildet einen guten Hintergrund für

das weiße skulpturale Dach - Faltwerk.

Ein funktionales Band stärkt die südliche Platzkante. Hier wird das gesamte Mobiliar wie

Sitzelemente, Leuchten, Papierkörbe und Fahrradbügel linear angeordnet. So ist es

möglich, die restliche Platzfläche nutzungsoffen zu halten, mit Raum für die viel fältigen

Wegebeziehungen. Eine aufgelockerte Baumreihe aus Quercus palustris schafft einen

vegetativen Filter zur heterogenen Baustruktur. Die rote Herbstfärbung verleiht dem Platz jahreszeitliche Akzente. Eine Baumgruppe löst sich aus der Reihe und besetzt die zentrale Platzfläche. Die Sitzelemente mit Holzauflage haben abschnittsweise Rückenlehnen.

Ein lineares Band aus Ortbetonsegmenten betont die Hauptwegerichtung und stärkt die

Verbindung zwischen ZOB, Friedrich Ebert Platz und Innenstadt. Die ebener dige,

barrierefreie Querungsmöglichkeit über die Elberfelder Straße bindet das Bürgeramt

besser an den stark frequentierten Busbahnhof an. In Verlängerung der südlichen

Platzkante leitet ein neuer Überweg zur wichtigen Grünraumverbindung Bökerspark und

evangelischer Friedhof. Der Zugang zur Engelpassage wird durch eine Intarsie mit

Bäumen, Sitzelementen und Fahrradstellplätzen herausgearbeitet und als wichtige

öffentliche Wegeverbindung nach Süden zur Konrad Adenauer Straße aufgewertet.

_Lichtkonzept_

Zusätzlich zur unterleuchteten Dachfläche sorgen zurückhaltende Lichtstelen des Typs

Hess City Elements für eine funktionale Ausleuchtung der Platzfläche.
  • Neubau Erweiterungsgebäude, Universität Witten Herdecke
  • Neubau Erweiterungsgebäude, Universität Witten Herdecke
  • Neubau Erweiterungsgebäude, Universität Witten Herdecke
  • Neubau Erweiterungsgebäude, Universität Witten Herdecke
Ein Erweiterungsgebäude auf dem Campus als „Tor in das berufliche Leben“ – Campusarrondierung und Entwicklung eines nachhaltigen modernen klimaneutralen Universitätsstandortes in Witten Herdecke mit hoher Qualität, die das Selbstverständnis der Universität nach Außen und Innen abbildet.

Städtebau / Freiraum

Der Entwurf nimmt die besonderen Rahmenbedingungen des Universitätsgeländes auf und entwickelt diese in einem städtebaulichen Konzept weiter. Auf Grundlage der Vorgeschichte und der Vorgaben des Bebauungplanes und der Zielsetzung des entwickelten Masterplanes wird eine Hochbauplanung vorgeschlagen, die dem formulierten Thema „……“ in besonderer Weise gerecht wird. Hauptthema ist die Vernetzung der einzelnen Bereiche und Themen auf kurzem Wege. Mit einem einfachen kubischen Baukörper, der in seiner Flucht die beiden Nachbargebäude verbindet, wir ein neues Zentrum auf dem Campus mit klarer Empfangsfunktion geschaffen. Die solitäre Lage des Gebäudes in der Mitte des Campus erlaubt es die „Torfunktion“ in Verbindung mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen des Ortes differenziert auszugestalten. Der vorliegende Entwurf möchte in besonderem Maße die Qualitäten des Standortes vereinen und erlebbar machen. Die Gegensätze des Grundstückes,- auf der Nordseite, das mehr städtische Plateau des Eingangscampus mit seiner Öffentlichkeit und auf der Südseite, das Pferdebachtal mit seiner grünen Privatheit, werden so gewürdigt und ausdifferenziert und damit intensiver wahrnehmbar. Diesen Gegensatz thematisiert dieser Entwurf bei gleichzeitiger Vernetzung dieser beiden Welten durch den großzügigen Eingangsbereich. Die Gradlinigkeit dieses Entwurfes wird durch die Baumreihen im Norden unterstützt. In den Zwischenräumen zu den Nachbargebäuden spült das Grün des Pferdebachtals nach oben auf den Eingangsbereich. Der südöstliche Zugang zum Campus verbindet geschickt die Differenzstufen aus dem Vorbereich des jetzigen Haupthauses und verschleift diese mit dem neuen Campus. Hierdurch entstehen interessante Verweilmöglichkeiten mit Aussicht.

Der gesamte Campus ist konsequent autofrei gehalten. Lediglich die Feuerwehr und Anlieferung hat Ihre Zufahrts- und Wendemöglichkeit.

Architektur / Gestaltung

Die Qualität liegt in der Einfachheit und Maßstäblichkeit des Entwurfes. Das Raumprogramm bildet sich plausibel in den Grundrissen ab. Die Seminarräume sind konsequent im Erdgeschoss mit Außenbezug untergebracht. In den beiden Obergeschossen sind die Cluster mit Laboren und Büros als Dreibund angesiedelt. Das sich nach Süden öffnende Untergeschoss beinhaltet die Bibliothek und das kleine Cafe.

Hierfür bildet die hölzerne Sitzstufentreppe mit Aussicht eine schöne Eingangssituation mit Aufenthaltsqualität. Hier ist der Platz für kleine „Amphitheater“-Veranstaltungen mit Bezug nach Innen aber auch nach Außen.
  • Neubau, Kita Burgdorf
  • Neubau, Kita Burgdorf
  • Neubau, Kita Burgdorf
Städtebau / Erschließung

Der Neubau präsentiert sich als klarer linearer Baukörper mit Nord-Süd-Orientierung und bildet damit einen neuen Abschluss am südöstlichen Stadtrand von Burgdorf. Er wird von Norden über die Planstraße A erschlossen. Der Großteil der Stellplätze ist am Haupteingang im Westen untergebracht. Der Rest befindet sich im Osten am Nebeneingang. Die innere Erschließungsstraße verbindet die beiden Eingänge und teilt das Gebäude von Westen mit dem Foyer beginnend in dienende Räume im Norden und die Gruppenräume im Süden. Das klare lineare Konzept wird mit der markanten Dachform kombiniert und bildet zeichenhaft eine neue Silhouette für das neue Familienzentrum in Burgdorf. Die beiden Enden des Gebäudes werden Ihrer Bedeutung entsprechend mit der Dachform akzentuiert. Der Seminarraum des Familienzentrums liegt deshalb am Foyer angebunden im Obergeschoss.

Organisation / Funktionen

Die Grundstückssituation lässt es zu, das gesamte Raumprogramm im Erdgeschoss unterzubringen, sodass im Süden vor dem Gebäude insgesamt die 1200 m² große Außenfreifläche zur Verfügung steht.

Die Funktionen sind folgerichtig im Inneren auch linear angeordnet. Am überdachten Eingangsbereich befindet sich am Foyer angebunden das Familienzentrum mit Aufgang und Aufzug ins Obergeschoss zum Seminarraum und dessen Nebenräumen.

Die Erschließungsstraße zwischen der dienenden Zone im Norden und der Aufenthaltszone im Süden ist als Raumabfolge gestaltet. Eingestellte Garderoben pro Gruppe rhythmisieren die Länge. Hinter dem Kindergartenbereich liegt der Speiseraum mit Anbindung an die Küche, die von Norden beliefert wird. Ihm gegenüber liegt der Multifunktionsraum, der sich großzügig in der Mitte des Gebäudes zum Außenbereich orientiert. Im östlich davon gelegenen, ruhigsten Teil des Gebäudes ist der Krippenbereich angeordnet, der über einen eigenen Nebeneingang verfügt.

Der einfach organisierte Baukörper, mit seiner Vorder- und Rückseite, mit seiner klaren Erschließung und seinen hellen lichtdurchfluteten Innenräumen gibt Orientierung und Geborgenheit. Er gliedert sich über seine Dachstruktur. Dadurch entstehen unterschiedliche Galeriehöhen über den verschiedenen Gruppenräumen. Der Gegensatz von stringentem Grundriss und zeichenhafter differenzierter Ansicht ist gewollt und gibt dem Gebäude seine unverwechselbare identitätsstiftende Gesamtform.

Bauweise / Konstruktion

Der Verfasser empfiehlt den Neubau komplett in Holzmassivbauweise errichten zu lassen. Hierbei werden die Wände und Dächer aus verdübeltem Massivholz erstellt (kein Leimholz, keine Spanplatte, kein Gift!) Er verweist auf die umfassenden Vorteile dieser Bauweise für Konstruktion und Mensch, bzw. Kind. An dieser Stelle soll das System Thoma 100 stellvertretend genannt sein. Die positiven Auswirkungen dieser Bauweise sind bisher umfangreich wissenschaftlich nachgewiesen und dokumentiert. (Siehe Fachliteratur: „Holzwunder“ von Erwin Thoma, ISPN 978-3-7104-0105-3, oder „ Die Sanfte Medizin der Bäume, Gesund leben mit altem und neuen Wissen“ von Univ.-Prof. Dr. Maximilian Moser und Ing. Dr. Erwin Thoma, ISPN 978-3710400018).

Das Beste für unsere Kinder und Enkel soll der Maßstab sein. „Das Familienzentrum Burgdorf, soll ein „enkeltaugliches Haus“ sein, mit absoluter Schadstofffreiheit und der Möglichkeit es komplett für die Umwelt rückstandsfrei zurück zu bauen. Die Untersuchungen zur verringerten Puls- und Herzfrequenz von Kindern in KITAS und Schulen mit Massivholzbauweise sollen hier nur stellvertretend für alle anderen positiven Effekte angesprochen werden. 8600 Herzschläge weniger am Tag benötigen Kinder in Holzschlaf- bzw. Gruppenräumen. Was können wir besseres für unsere Kinder und Enkel tun?

Der hohe Vorfertigungsgrad und die schnelle Montagezeit sind monetäre Argumente für diese gesunde Bauweise. „Alle unter einem Dach“. Unter einem gemeinsamen Dach in die Zukunft, nachhaltig, gesund mit Zeit und Kostenersparnis durch Vorfertigung und minimierte, intelligente Haustechnik.

Eine Umwelt- Zertifizierung nach cradle-to-cradle oder DGNB wird ebenfalls mit dieser Bauweise möglich und empfohlen. Die Massivholzbauweise mit Thoma 100 Außenwände in D= 30,5 cm Vollholz übertrifft mit seinen U-Wert die aktuelle EN EV. Mit dem adäquaten Heizsystem (Luftwärmepumpe, mit oder ohne Photovoltaik) kann die Klassifizierung analog KFW-Effizienzhaus 55 erreicht werden.
  • Erweiterung, historische Reithalle Eutin
  • Erweiterung, historische Reithalle Eutin
  • Erweiterung, historische Reithalle Eutin
Entwurf & Leitidee

Schaffung eines qualitätsvollen zeitgemäßen Erweiterungsbaus an der historischen Reithalle Eutin, der nicht nur in Größe und Funktion die gewünschten Veranstaltungsräume bietet, sondern auch mit seiner Architektursprache und Materialität und Transparenz den historischen Bestand würdigt und gleichzeitig die großartige Weitsicht über den Großen Eutiner See für alle Besucher erlebbar in Szene setzt.

Städtebau & Außenräume

Das bestehende Gebäudeensemble der historischen Reithalle und des Ostholstein-Museums wird städtebaulich im Norden um zwei Gebäudeteile erweitert. Die Kubatur orientiert sich an der historischen Symmetrie des Kontextes und schließt die Bebauung durch einen eingeschossigen Zwischenbau und einen zweigeschossigen kubischen Baukörper. Die Erschließung erfolgt über diesen zurückgesetzten Zwischenbau an der Nordseite. Über das Foyer mit angrenzender Bar und Abendkasse mit rückwärtiger, integrierter Bestandsfassade können alle Veranstaltungsräume erreicht werden. Neben dem großen Veranstaltungsraum befindet sich im Erdgeschoss an der Nordseite der kleine Veranstaltungsraum, der sich zu dem großen Saal öffnen kann und gleichzeitig durch einen zweiten Eingang die Freifläche der Nordseite verbindet.

Für zukünftige Veranstaltungen können alle Außenbereiche genutzt werden. Möglich ist eine Bewirtung der angelegten Flächen an der Nordseite mit See- und Schlossblick, eine Nutzung des Schlossvorplatzes mit dem angrenzenden großen Saal, sowie die Nutzung des Innenhofes durch das Foyer und den Veranstaltungssaal. Der Veranstaltungsraum im 1. Obergeschoss verfügt über eine großzügige Dachterrasse, die bei Feierlichkeiten einen erhöhten Weitblick über den Großen Eutiner See ermöglicht. Die besondere Aufenthaltsqualität am Seeufer wird durch die angelegten Rosenbeete mit integrierten Sitzmöbeln geschaffen. Der Innenhof wird gestalterisch durch ein lineares Konzept mit Sitzbänken aufgewertet, die dem Grundstücksverlauf folgen und durch Anschluss an den Erweiterungsbau dem Innenhof einen privaten Charakter verleihen.

Konzept & Fassade

Der Neubau wird durch den gläsernen Zwischenbau an den Bestand angebunden, ohne in die historische Substanz einzugreifen. Durch die Dreiteilung, Bestand - Zwischenbau und Anbau entsteht ein spannungsvoller Gegensatz von Alt und Neu, bei dem die inhaltlichen Bezüge zueinander in Proportion und Materialität ausformuliert werden. Der Zwischenbau fungiert als Eingangsbereich, neues gemeinsames Foyer, Aufenthaltsraum in den Pausen und stellt gleichzeitig die Verbindung zu dem als Außenbereich nutzbaren Innenhof her. Über das Foyer mit angrenzender Garderobe, Abendkasse und Bar mit Anbindung an die Cateringküche und der notwendigen Lagerflächen gelangt man entlang der Fassade über die einläufige Treppe mit Seeblick zum Veranstaltungssaal im 1. Obergeschoss. Dieser verfügt über eine separate Bar und die großzügige Dachterrasse. Hier ist der multifunktionale Raum für Hochzeiten und Geburtstagsfeiern. Alle notwendigen Sanitärräume sind im Untergeschoss des Anbaus untergebracht und barrierefrei zu erreichen. Die Büroräume und der Backstagebereich befinden sich im Eckrisalit der Südseite und verfügen über einen separaten Eingang. Durch die Neuorganisation können alle geforderten Räume für Personal und Künstler, Sanitär- und Lagerräume untergebracht werden. Der Zugang zum großen Veranstaltungssaal bleibt erhalten und gewährleistet einen direkten Zugang zur mobil geplanten, zweigeteilten Bühne. Die notwendigen Lagerflächen für Stühle und Tische befinden sich im 1. Obergeschoss des Eckrisalites an der Nordseite und sind über einen Aufzug angebunden. Der angrenzende Mehrzweckraum wird durch Fenster zum großen Veranstaltungsraum geöffnet und kann für Bühnentechnik oder kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Der Zwischenbau mit seiner gläsernen Fassade ermöglicht Durchblicke zum Saal, Innenhof und Anbau. Der zweigeschossige Anbau folgt in seiner äußeren Gestaltung den zahlreichen klassizistischen Gebäuden der Umgebung und versteht sich als Ergänzungsbau. Er nimmt sowohl die Gebäudehöhen als auch die Fluchten auf und komplettiert das Gebäudeensemble. Die Fassadengliederung des Anbaus folgt in seiner Fünfteilung der Bestandsfassade. Die Nordfassade öffnet sich vollständig zur Seeseite um einen Ausblick über die gesamte Bucht des Großen Eutiner Sees zu ermöglichen. Große Öffnungen in die anderen Himmelsrichtungen bringen den Bezug zum Innenhof und dem Klostergarten. Das Fassadenmaterial respektiert den Bestand durch die Wahl eines ähnlichen und monolithischen Grundmaterials, stellt aber durch seine Farbgebung eine eigenständige und dennoch untergeordnete Stellung innerhalb des Gebäudeensembles heraus. Die Fassade fügt sich in Ihrer Klarheit ein, ohne dabei in Konkurrenz mit dem historischen Bestand zu treten. Die Strahlkraft und transparente Fernwirkung des Neubaus vom See aus bekommt durch den gläsernen Dachaufsatz im Obergeschoss einen Lichtakzent.

Brandschutz & Barrierefreiheit

Die Flucht- und Rettungswege der ebenerdigen Veranstaltungsräume werden über direkte Ausgänge ins Freie gewährleistet. Der Rettungsweg des Veranstaltungsraumes im 1. Obergeschoss wird durch eine einläufige Treppe und durch die Dachterrasse sichergestellt.

Die Barrierefreiheit wird durch behindertengerechte Stellplätze am Vorplatz im Osten und die barrierefreie Erschließung über eine Rampe im Außenbereich gewährleistet. Im Neubau befindet sich ein behindertengerechtes WC. Alle Bereiche sind durch zwei Aufzüge barrierefrei erreichbar.

Ausstattung & Innenarchitektur

Das Materialkonzept dieses Entwurfes thematisiert nicht nur den spannungsvollen Kontrast zwischen Alt und Neu, sondern ebenso das Innen im Gegensatz zum Außen. So kühl und klar, wie der Anbau mit seiner ruhigen weißen Architektur in der Ufersilhouette eine selbstverständliche Ergänzung der Bebauung bildet, so warm und willkommen erlebt der Besucher das Innere des Gebäudes. Insbesondere das Foyer, in das der Natursteinbelag der Außenbereiche hineinläuft, wird im warmen Holzambiente mit moderner Innenmöblierung erlebbar sein.

Die drei Veranstaltungsräume werden in Ihrer Material- und Farbgestaltung unterschiedliche Raumqualitäten anbieten. Dem Anspruch an eine freundliche, natürliche, umweltverträgliche und nachhaltige Bauweise kann mit hochwertigen dauerhaften und ästhetisch modernen Materialien entsprochen werden. Der Verfasser fühlt sich dem holistischen Ansatz verpflichtet.
  • Fassadensanierung der Gebäude A - D der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar, Campus Rotenbühl, 1.Preis
  • Fassadensanierung der Gebäude A - D der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar, Campus Rotenbühl, 1.Preis
  • Fassadensanierung der Gebäude A - D der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar, Campus Rotenbühl, 1.Preis
K O N Z E P T

Wir empfehlen die Fassaden in ihrer Gliederung und Erscheinung so zu belassen wie sie vom Architekten Konny Schmitz geplant wurden. Lediglich das Material der Verkleidung soll sich ändern. Um die Bandfassaden deutlich hervorzuheben schlagen wir helle Aluminiumkassetten vor die die Waschbetonfassade ersetzen. Die Fensterbänder werden in fast schwarzem Anthrazit gestaltet. Aluminiumfenster und Stützenverkleidungen aus Aluminium nehmen die Materialität der Verkleidung auf. Beide Bänder bilden eine konsequente Hülle welche die Klarheit und Systematik des Bestandes sichtbar macht. Um eine einheitliche Wirkung zu erzielen werden das Attikadetail sowie die Fensterbank als Aluminiumkassette ausgeführt. Als Fenster werden ähnlich dem Bestand Schiebefenster vorgeschlagen.

T E C H N I K und N A C H H A L T I G K E I T

Um die Sanierung im laufenden Betrieb durchzuführen schlagen wir vor die Maßnahme in sinnvolle Bauabschnitte zu gliedern, hierfür ist eine intensive Abstimmung mit dem Nutzer maßgeblich. Die Fassade wird mit der nach EnEV 2016 notwendigen Dämmung ausgeführt. Es wird eine mineralische Dämmung vorgeschlagen. Die großzügigen, dreifachverglasten Fenster stellen die Belichtung der Räume mit Tageslicht sicher. Um die Wärmezufuhr im Sommer zu verringern werden Raffstoreanlagen mit Lichtlenkungssystemen vorgeschlagen, so wird eine direkte Einstrahlung vermieden und eine ausreichende Belichtung sichergestellt. Der sommerliche Wärmeschutz wird des Weiteren über die mineralische Dämmung gewährleistet. Die reflektierende Fassade verhindert zusätzlich ein Aufheizen der massiven Bauteile. Die Fenster lassen sich manuell öffnen, dem Nutzer ist es möglich die Frischluftzufuhr selbst zu regulieren. Die ökologische Nachhaltigkeit der Fassade liegt in der einfachen Revisionierbarkeit, der Langlebigkeit und der Möglichkeit die Einzelelemente zu recyceln.

K O N S T R U K T I O N

Wir gehen davon aus, dass die gesamte Konstruktion der Brüstung abgängig ist. Das ist die Erfahrung aus bereits abgeschlossenen Bauvorhaben. Um auch weiterhin die Heizkörper und Kabelkanäle zu montieren werden die Brüstungen massiv gemauert. Hiernach werden die Fenster eingebaut. Darauf folgen die Unterkonstruktion der Bekleidung, die Dämmung und der Behang mit den Aluminiumkassetten. Die Fenster werden Innen luftdicht und Außen winddicht angeschlossen und sitzen in der Dämmebene, hierzu werden die Fenster mit Fensterkrallen montiert. Die Raffstorekästen sitzen hinter der Fassadenbekleidung und sind nicht sichtbar montiert. Der innere Laibungsbereich wird mit Kalk verputzt. Genauso der Brüstungsbereich. Im Bereich der Fassade wird der Estrich ergänzt werden müssen, sowie der Bodenbelag. Im Sockelbereich wird das Pflaster aufgenommen und der Boden ausgeschachtet um die erdberührenden Bauteile zu dämmen. Vor den bodentiefen Fenstern sollte eine Bodenrinne montiert werden um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Gegebenenfalls muss die Attika neu gemauert werden. Die Dachdämmung wird im Bereich der Attika ergänzt und neu abgedichtet. Mitunter muss eine Notentwässerung ergänzt werden.

W I R T S C H A F T L I C H K E I T

Die bestehende Bausubstanz stellt vor einer genaueren Untersuchung immer ein Kostenrisiko dar. Selbstverständlich muss vor Beginn der Maßnahme genau geprüft werden ob Brüstungselemente erhalten werden können. Planungsicherheit und einen reibungslosen Bauablauf verspricht der gesamte Rückbau der Fassade. Dies ermöglicht den Planern und ausführenden Firmen auf bewährte Detaillösungen zuzugreifen und Mängelfreiheit zu gewährleisten. Die Planungsphase verkürzt sich, sowie der Ausführungszeitraum. Der Quadratmeterpreis beläuft sich unserer Schätzung nach auf ca. 760€, inklusive aller Randgewerke. Nur die Fassade betrachtet entstehen Kosten von ca. 560€. Positiv wirkt sich die Größe der Fassadenflächen aus. Im Unterhalt stellt sich die Fassade als leicht zu reinigen dar und durch die Montage als Kassetten ist sie leicht zu revisionieren. Die Metallfassade weist eine hohe Witterungsbeständigkeit gegen Frost und eindringendes Wasser oder erhöhte Sonneneinstrahlung auf.

H A U P T E I N G A N G

Der bestehende Windfang wird rückgebaut. Der neue Windfang sollte in das Innere des Gebäudes verlegt werden um komplizierte Anschlussdetails an die Fassade zu vermeiden. Der Eingang liegt strategisch richtig und sollte an dieser Stelle verbleiben. Als Reminiszenz an die 60er Jahre schlagen wir ein skulpturales Betondach vor.

H Ö R S A A L F A S S A D E

Die vorhandene Fassade im Bereich der Hörsäle spiegelt unseres Erachtens nicht die Wichtigkeit der dahinterliegenden Räume und Tätigkeiten wieder. Die schmalen Oberlichter werden durch Rundfenster ersetzt. Der Bruch in der Fassadenthematik betont den leicht abgesetzten Körper und öffnet den Innenraum zum Hof. Die Geste ist ähnlich zurückhaltend wie das gesamte Ensemble und unterstreicht den Gesamteindruck mit bauzeitlichen Elementen.
  • Erweiterungsbau, Rathaus Holzwickede
  • Erweiterungsbau, Rathaus Holzwickede
Kommunikativer Erweiterungsbau mit klarer Orientierung zum Marktplatz, durch hofbildende Straßenrandbebauung mit zentralem Forum, aufgeteilt in Eingangshalle und Innenhof. Multifunktionales Gesamtkonzept: offen - transparent - lebendig - nachhaltig - barrierefrei. Wahrung des Abbildes der alten Gemeindegeschichte durch minimal-invasive Anbindung an das alte Rathaus. Klare identitätsstiftende Architektur zur Stärkung der Bürgerhausfunktion und des bürgerschaftlichen Engagements.

Funktionalität [Abtrennbarkeit von Einheiten, Nutzungsmöglichkeiten, etc.]

Die der Allgemeinheit zugänglichen Funktionen sind analog einer griechischen Agora über die Forumshalle vom Marktplatz aus direkt zu erreichen. Die Qualität des Entwurfes liegt in der flexiblen Kombinierbarkeit der einzelnen Bereiche untereinander. So kann auf unterschiedliche Personengruppen und unterschiedliche Raumanforderungen immer adäquat reagiert werden. Alle Veranstaltungsformen finden hier Ihre Rahmenbedingungen. Von der Meisterfeier auf dem Rathausbalkon (der Rathausbalkon und die Galerie des Bürgersaals sind auch extern über das

Treppenhaus im Südwesten erreichbar), den Weihnachtsmarkt, den Holzwickeder

Sommer oder den Streetfoodmarkt auf dem Marktplatz, bis hin zur privaten

Familienfeier im Ratskeller mit Bewirtungsmöglichkeit in den Innenhof sind alle Szenarien denkbar und möglich. Insbesondere sind die öffentlichen Bereiche wie der Ratssaal oder das Bürgerbüro mit dem Forum und dem Innenhof im Erdgeschoss barrierefrei für alle multifunktional nutzbar. Durch die Jahreszeiten hindurch ist die Nutzung des Innenhofes in Verbindung mit der Forumshalle ein innerstädtischer Erlebnismehrwert.

Erschließung [Zufahrten auf das Grundstück, Ein- und Ausgänge in das Gebäude,

Erschließung horizontal und vertikal im Gebäude]


In der gläsernen Verbindungsspange von Alt- und Neubau liegt der neue Eingang. Von hier aus betritt der Besucher direkt die 2-geschossige Forumshalle. Ebenerdig erreicht er hier den Bürgersaal und das Bürgerbüro. Mit einem Blick kann er sowohl die Treppen in die Obergeschosse als auch die barrierefreie Verbindung über den Glasaufzug an den Altbau erfassen. Die Verbindung zwischen Altbau und Neubau wird auch mit dem Steg in der Verbindungsspange erlebbar und bietet Sichtbeziehung zwischen Marktplatz- und Rathaus-Geschehen. Die evangelische Kirche, als Pendant des Neubaus am Marktplatz, wird vom Inneren des Forums aus durch die verglaste Eingangsfassade für alle Rathausbesucher entsprechend wahrnehmbar in Szene gesetzt. Der Erweiterungsneubau ist ein Verwaltungsgebäude der kurzen Wege . Vom Forum aus sind sowohl die Räume des Altbaus als auch die Fachbereiche des Neubaus direkt erreichbar. Im 2. Obergeschoss ist der ganze Rundgang durch Alt- und Neubau möglich. Der Bürgersaal mit Galerie ist in der Fassade nach Innen und nach außen zweigeschossig ablesbar. Die Galerie kann unter anderem als Tribüne für Zuschauer, als gesonderte Ausstellungsfläche, oder als abtrennbarer Raum in Verbindung mit der zum Marktplatz orientierten Loggia genutzt werden, optional in Kombination mit der kleinen Gastronomie-Einheit am. Alle 30 Stellplätze sind am Grundstück untergebracht. Die E-Ladestationen sind an den nordwestlichen überbauten Stellplätzen vorgesehen.

Umgang mit dem Denkmal

Das Alte Rathaus wird in seinem vorhandenen Erscheinungsbild gewürdigt und vollständig erhalten. An der Rückseite im Norden wird eine substanzschonende Anbindung an die vorhandene vertikale Erschließung hergestellt. Alle Geschosse des Altbaus sind barrierefrei über einen Durchlader-Aufzug erreichbar. Die Geschosse des Erweiterungsbaus sind über den Aufzug im Nordosten angebunden. Gestalterisch wird die Verbindung von Alt und Neubau nur mit gläsernen Bauteilen hergestellt. Sowohl in der "kleinen Fuge" auf der Westseite mit der vorhandenen Nebeneingangstreppe zum Alten Rathaus, als auch bei der "Großen Fuge", dem Haupteingang zur Forumshalle.

Die verbindende Glasspange ist vom Marktplatz zurückgesetzt und bildet so einen Vorplatz aus. Sie stellt auch inhaltlich den Eingang zur Gegenwart von Holzwickede zwischen Geschichte und Zukunft dar.

Der Ratskeller im Altbau erhält zusätzlich zu seinem unveränderten Haupteingang eine barrierefreie Anbindung in die Glasspange mit Zugang zum Innenhof. Die Gestaltung des Innenhofes mit seinen quadratischen Bodenplatten und eines Zentralen Baumes interpretiert subtil das Holzwickeder Stadtwappen. Eine vom Forum aus erlebbare “Pflanzenwand” an der Westseite des Innenhofes bildet im Neubau das Gegenstück zur Efeu-begrünten Frontfassade des alten Rathauses.

Im Inneren des alten Rathauses wird nach sorgfältiger Prüfung an den energetisch schwierigen Punkten partiell eine Innendämmung empfohlen.     

Materialien und Konstruktion [außen und innen]

Die "Farbpalette" der alten Rathausfassade bildet sich im Licht- und Schattenspiel der mineralischen sandfarbenen Putzfassade des Erweiterungsbaus mit seinen horizontalen Kanneluren ab und wird so zum feinsinnigen Gestaltungselement. Die wesentlichen horizontalen Linien des Altbaus, wie Dachgesims, Fensterbankstreifen und Natursteinsockelband werden in der Neubaufassade durch breitere Abstände der Kanneluren aufgenommen und sichtbar gemacht. So entsteht ein vemittelndes Wechselspiel der Fassaden, das die Baugeschichte zum einen nicht nur würdigt, sondern auch im Detail weiterentwickelt. Die horizontale Streifenfassade legt sich um den Neubau, wie der Neubau um den Altbau und betont damit die verbindende, umfassende Geste des Entwurfes. Es wird eine wirtschaftlich umsetzbare geometrisch klare einfache Konstruktion gewählt: Flachdecken mit wirtschaftlichen Spannweiten und eine tragende Außenfassade. Alle Büroräume besitzen mind. ein öffenbares Fenster. Zur Optimierung von Reinigung und Wartung sind alle Fenster von Innen öffenbar. Bürofenster-Elemente im Bereich der Verwaltungsräume haben ein geschlossene Brüstung an der der Heizkörper befestigt ist. Eine energieoptimierte Bauweise kann nach einer vom Verfasser durchgeführten Voruntersuchung mit dem Programm SEFAIRA bei diesem Entwurf gewährleistet werden. Die nötigen Technikaufbauten sowie Paneele zur thermischen Solaranlage oder Photovoltaikanlage können auf dem Dach hinter der Mansarddach-ähnlichen Aufkantung untergebracht werden. Das Dach der Forumshalle kann begrünt werden und ist vom 2. Obergeschoss aus begehbar.

Das Zusammenspiel von Material und Konstruktion, zusammen mit der kompakten einfachen Erschließung und der funktionalen und erlebnisreichen Aufteilung der Räume, bilden eine unverwechselbare Identität für das neue Rat-und Bürgerhaus Holzwickede, die sowohl ihr Selbstverständnis, als auch die Verantwortung vor Natur und Gesellschaft widerspiegelt.

Eine DGNB oder cradle-to-cradle -Zertifizierung wird empfohlen.
  • Budapester Platz Stuttgart
  • Budapester Platz Stuttgart
Die neue geplante Bebauung am Budapester Platz soll durch ihren städtebaulichen Ansatz mit seiner Vernetzung in die Umgebung, ihre Architektursprache und Qualität, ihre Offenheit, Klarheit und vor allem ihre Nachhaltigkeit einen neuen GENIUS LOCI am Budapester Platz in Stuttgart bilden und steht damit für das Selbstverständnis der Stadt mit Ihrer Überzeugung und Verantwortung für die Gesellschaft und vor Natur und Schöpfung.
  • Neubau, Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages
  • Neubau, Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages
  • Neubau, Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages
KONZEPTIDEE

Ein Besucherzentrum als unprätentiöse Ergänzung des Regierungsensembles mit selbstbewusster Ausstrahlung und selbsterklärender Zeichenhaftigkeit für eine adäquate Besucherbetreuung.

STÄDTEBAU/ FREIRAUM

Der Entwurf nimmt die besonderen Rahmenbedingungen des Regierungsviertels auf und ergänzt den Tiergarten im Vorbereich des Reichstages um einen rechteckigen Solitärbaukörper. An südwestlicher Lage, in die vorhandene Orthogonalität eingebunden, arrondiert er den Reichstag im Süden um das Gegenstück zum Paul-Löbe-Haus. Er übernimmt so die Pförtnerfunktion zum Reichstag in angemessener Entfernung und wird damit in besonderer Weise dem Thema Besucherzentrum in denkmalgeschützter Parkanlage gerecht. Die Positionierung und Gestaltung des Gebäudes nimmt Bezug auf die übergeordnete Struktur und die Hauptzugangsströme der Besucher. Zu allen Hauptrichtungen öffnet sich das Gebäude im Erdgeschoss und bildet damit ein sichtbares Eingangsbauwerk als Visier- und Fixierpunkt für die Umgebung. Der Außenraum unterspült sozusagen das Gebäude an der Stelle, wo sich die Eingangstreppe in das Untergeschoss befindet. Die Auskragung im Eingangsbereich bietet damit Wetterschutz für die wartenden Besuchermassen. Vom Eingangsplateau im Erdgeschoss hat man sowohl freien Blick durch den offenen Innenhof nach oben in den Himmel als auch Blick durch das begehbare Glasdach in das Plenarforum im Untergeschoss. Durch den Unterschnitt am Eingang des Gebäudes signalisiert sich weithin der Zugang in das Untergeschoss zum Besuchertunnel des Bundestagsgebäudes.

ARCHITEKTUR/ GESTALTUNG

Die Qualität liegt in der Klarheit und Maßstäblichkeit des Entwurfes. Der kubische Baukörper mit seiner quadratischen Öffnung zum Himmel einerseits – der ausgeschnittene Eingangsbereich mit seiner Orientierung zum Panorama des Regierungsviertels andererseits. Für den Besucher erschließt sich die Gebäudeform mit seinen schrägen Untersichten am Eingang als ein „Passepartout für das Panorama der gegenüberliegenden Bauten“ auf dem Platz der Republik (siehe 180°-Panorama-Blick, Blatt 2). Vom Glasdach des Plenarforums am Eingang hat man Blick nach Westen vom Haus der Kulturen über das Kanzleramt, zum Hauptbahnhof und das Paul-Löbe-Haus im Norden. Weiter nordöstlich zeigt sich, perspektivisch im Vordergrund der Reichstag mit Kuppel und ganz im Osten schließt sich das Panorama mit dem Brandenburger Tor. So wird die „Skyline“ der unmittelbaren Umgebung in den Neubau sensibel eingebunden und für den Besucher nochmal in Szene gesetzt.

Durch die Fassade wird dieser einbindende Effekt ebenfalls unterstützt. Ihre „Verspiegelung“ zeigt die umgebenden Bäume und lässt damit das Bauvolumen in den Hintergrund treten. Sie bildet den gewollten Kontrast zum steinernen Reichstagsgebäude. Nur die erleuchtete Untersicht mit dem warmen Licht des Plenarforums markiert den Eingang zum Besucherzentrum. Mit dieser Gestaltung soll sowohl der denkmalgerechten Einbindung in den Tiergarten als auch einer angemessenen Adressbildung Rechnung getragen werden.

Bei Dämmerung und nachts können bei dieser Fassade sehr interessante Lichteffekte aus dem Innenraum entstehen. Die verspiegelte Fassade kann mit intelligenten, noch auszuarbeitenden Zusatzfunktionen das Innenleben des Gebäudes mit ihren Besuchern abbilden. Sie ist damit eine differenzierte Antwort auf die gestellte Aufgabe des Besucherzentrums und macht damit dieses Gebäude bei aller Bescheidenheit zu einem belebten, erlebnisreichen und unverwechselbaren Ort.

Nutzung - Funktion/ Besucherführung

Die einzelnen Funktionen des Raumprogrammes sind entsprechend Ihrer Bedeutung im kompakten Gebäude angeordnet. Aus allen Richtungen erreicht man fußläufig das Eingangsplateau. Von hier aus betritt man über die Eingangstreppe ins Untergeschoss den Sicherheitskontrollbereich. Diese Öffnung kann außerhalb der Besuchszeiten mit einer horizontalen begehbaren Glasebene verschlossen werden. Bundestagsshop, Ticketschalter und der barrierefreier Zugang sind im Erdgeschoss am Zentrum des Eingangsplateaus angeordnet. In der südwestlichen Ecke des Gebäudes erfolgt die Anlieferung.

Nach dem Passieren der Sicherheitskontrolle erreicht der Besucher im UG das Foyer und das Plenarforum. Das quadratische Plenarforum erhält, analog dem Plenarsaals im Reichstag, über seine Deckenverglasung Licht von oben aus dem Erdgeschoss und bildet damit das einsehbare Herzstück des Besucherzentrums. Von hier hat man entweder direkten Zugang zum Besuchertunnel in den Reichstag oder man kann die flankierende Treppe an der Ostseite des Gebäudes mit Blick auf das Reichstagsgebäude hinauf in die Obergeschosse benutzen. Im ersten und zweiten Obergeschoss lagern sich das Kommunikationsforum und der Seminarbereich an. Hier wird dem Zusammentreffen der Abgeordneten mit ihren Besuchergruppen Raum gegeben. Der Filmbereich liegt mit seinem ansteigenden Gestühl direkt über der Treppe ins Untergeschoss an der Scheidemannstraße. Das Bistro mit Küche im 3. Obergeschoss an dieser Stelle erreicht man ebenfalls über diese Treppe. Von hier hat man einen umfassenden Rundumblick auf den Platz der Republik. Die Besuchertoiletten sind geschossweise übereinander angeordnet und alle Ebenen haben selbstverständlich einen barrierefrei erreichbar. Mit seiner Höhe von 16.00 m und seiner Flachgründung bleibt dieses Gebäude innerhalb der bau- und planungsrechtlichen Anforderungen. Dass Gebäude wird durch ein Raumtragwerk entlang der Fassade gehalten. Die Aussteifung erfolgt durch die Treppenhaus- und Kernwände.

Landschaftsarchitektonisches Konzept

Das neue Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages integriert sich in den Tiergarten. Als neuer Publikumsmagnet, verortet zwischen historischen Wegeachsen, stärkt es diese und führt diesen Tiergartenbereich aus seiner derzeitigen Randlage. Das Gestaltungskonzept basiert auf einer Stärkung des historischen Charakters des Tiergartens. Die Alleen sollen wieder zu klar ablesbaren, gliedernden Elementen werden. Der für den Tiergarten typische lockere Gehölzbestand der Flächen muss über Auslichtungen und Pflegemaßnahmen behutsam wieder hergestellt werden.

Das Gebäude des Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages fügt sich in den Gehölzbestand ein. Bestandsbäume werden nach Möglichkeit um das Gebäude herum erhalten und spiegeln sich in der Fassade. Der Tiergarten setzt sich im Gebäude fort, es verschmilzt mit dem Park. Allein die markante Öffnung zieht die Besucher in das Gebäude und entfaltet eine starke Leitwirkung für die Besucherströme. Die Platzfläche um das Gebäude ist offen gestaltet. Der Tiergarten löst sich hier in einzelne Parkfragmente auf, die einerseits die Besucher zum Eingang leiten, andererseits grüne Aufenthaltsbereiche auf dem Platz sind. Lange Bänke unter den Bestandsbäumen bieten hier Rast für die Besucher. Gleichzeitig dient die Aufkantung der Bänke als Barriere für Fahrzeuge. Die Platzgestaltung integriert sich wie selbstverständlich in das Sicherheitskonzept.

Zusammenfassung

Das geplante Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages in Berlin bildet einerseits durch seine Architektursprache und Qualität einen unprätentiösen Beitrag zum Architektur-Ensemble des Regierungsviertels, andererseits aber auch durch seine Offenheit und Klarheit eine zeitgemäße selbstbewusste Antwort auf die gestellte Aufgabe. Es steht damit für das architektonische Selbstverständnis der Stadt Berlin und den Umgang mit seinen Besuchern, speziell mit Ihrer Überzeugung und Verantwortung für Staat und Gesellschaft und vor Natur und Schöpfung.
  •  Establishing Busan Station as The Hub of Creeative Economy, 1. Preis
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city analysis

The city of Busan contains two characteristic sights watching the city from above. Firstly the mountains. The city structure surrounding the mountain area with its organic areas and streetlines is strictly ruled by

the form of the mountains.

The second topic is the Pacific Ocean shore for which a masterplan already exists.

The challenge of the competition is to connect the old city with the new shoreside through the space of the main station by showing a possibility to develop the masterplan of the harbour.

concept

The ground floor of the courtyard is dominated by two big organic space holes which seem to remain or to follow the city structure around the mountains.

The building is subdevided into layers.

The main height of the new building defines the entrance area of the main station in a new way and becomes the roofing or canopy of the main station (about one and a half of the height of the station).

These two big spaceholes (honeycombs) are multifunctional and change their function from level to level. They are natural light sources. They are in use as open air spaces (level -1) for the traditional market or festivals as well as they direct or guide in and out the taxi and traffic lanes into the deeper underground layers like the underground parking areas or the subway level.

The main connection between old and new city parts is achieved by the groundfloor (level 0). The colors of the lanes are changed to slow down the traffic. Open spaceholes of the levels above help to slow it down also through light and shadow games. The big wide open space defines the entrance situation to the main station entrance in a new way.

The new building attains a roofing function of the station building. By the way the roofing serves to spread the streams of people on different vertical floor levels. The underground level -1 is dedicated to shopping. Out of function, it is the area which does not need any light. The level is connected with the taxi arrival and departure area being placed immediately in connection to the upper train station- so the visitors have a direct way to the station by passing vertical levels by using elevators or similar. Big market squares keep the asian trading culture alive and make the station square more interesting for tourists and locals.

On Level -2 which can be extended to level -3 you can find the Busan underground culture scene with big discotheques, beats and loud dance music clubs. It is connected with underground parking areas which can be used for the whole building. Because the subway is much deeper then groundfloor -2, it is possible to extend as said to level -3.

Out of underground, level 1-3 is designed for art culture. The working environment needs different functional requirements. Working studios, galleries and restaurants connected with free open spaces guarantee alternations.

Because of the big space holes you get enough natural light inside the working studios.

The ways through the upper levels have to appear as bridge landscapes. The open space between the working

studios enables a lot of outlooks and insights for inspiration. The builiding becomes an art sculpture by itself and it

fuses with the creative working atmosphere like form follow function.

You can say the higher you move from level to level it becomes more airy. The green space dominates the third

and the roof of the third level. The architecture of closed rooms resigns and the cheerful free space encourage

to think transcendental and invites young people to enjoy concerts, barbecue in a way of art culture.

City concept

The main concept of the project works with layers which

pile to different functional groundfloors (levels) like rice terraces.

The city was build around the mountains. At first sight

it seems as they separate the city but on the other hand the natural environment connects the city parts by nature,

view and walkways. It is an interlocking between city and nature.

By developing our project we do not touch the current masterplan but through architectonic measures we are

interlocking the masterplan of the harbour with the old city through a comb.

The comb consists of layers which roof the part of the train station where the trains get fixed.

You also do not see the waiting trains. Instead of that your view is to the green terrasses to the north and big working

space. On the top of the comb you have a long straight way like a mountain crest. Here you enjoy the beautiful

view over the harbour, the ocean and the city with its mountains. You do not need to visit the old city mountain

to get your overview. Down the layers to the south there is enough space for cafe’s, restaurants, galleries and

working studios. It is the space between culture and technical development. You might say the creative space

connects old and new and brings creativity to something new.

Auszeichnung vorbildlicher Bauten des Landes Nordrhein-Westfalen 2010
BergFoyer und Schwebesteg im CarlAlexanderPark, Baesweiler

Deutscher Landschaftsarchitekturpreis 2009
Der Zauber des schwarzen Berges, CarlAlexanderPark I, Baesweiler

GreenBuilding 2008
Verwaltungsgebäude THS Nordsternpark, Gelsenkirchen

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