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MARTIN SCHMITT ARCHITEKTUR

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MARTIN SCHMITT ARCHITEKTUR

MARTIN SCHMITT ARCHITEKTUR

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DE 10969 Berlin

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Architektur | Innenarchitektur

  • Erweiterung des Justizzentrums Osnabrück
Das Justizzentrum in zentraler Lage innerhalb der Osnabrücker Innenstadt besteht aus dem Landgericht, dem Amtsgericht, der Staatsanwaltschaft und einer Außenstelle der JVA Lingen.

Dem Entwurf für die Erweiterung liegen folgende Leitideen zugrunde:

1. Die Gestaltung einer gemeinsamen, repräsentativen und klar erkennbaren Adresse für das Amtsgericht und das Landgericht durch einen neuen, verbindenden Eingangsbereich.

2. Die Verdichtung und Neuordnung des Blockinneren durch ein städtebauliches Passstück.

3. Eine robuste und gleichzeitig elegante Architektur für den Neubau der JVA sowie für die Erweiterungsbauten des Amts- und Landgerichts.

Herzstück des Entwurfs ist der neue zentrale Eingangsbereich für Amts- und Landgericht, der die beiden Bestandgebäude verbindet. Vom Neumarkt bzw. Kollegienwall kommend werden Besucher durch ein großes, repräsentatives Portal begrüßt. Schon vor dem Eintreten in das Gebäude ist die Durchsicht in den Innenhof möglich und verleiht dem Eingang eine besondere Tiefe und Großzügigkeit. Die Erweiterungsflächen des Amts- und Landgerichts sind als zweigeschossiges Gebäude konzipiert. In Verbindung mit dem zentralen neuen Eingangsbereich entsteht eine ringförmige architektonische Figur mit einem großen Innenhof. Bestand und neue Gebäudeteile sind auch im Inneren umlaufend miteinander verbunden. Die JVA wächst als eigenständiges rechteckiges Gebäudevolumen aus der Erweiterungsfläche des Amtsgerichts heraus. Der Neubau vermittelt gewissermaßen zwischen der nüchternen Architektur des Amtsgerichts und dem markanten und denkmalgeschützten Landgericht durch eine klare Fassadengliederung und eigenständige Materialität aus Beton.

Das neue Gebäudeensemble wirkt monolithisch. Gleichsam ist die Fassade in der Horizontalen durch rundumlaufende Geschossbänder gegliedert und nimmt somit Bezug auf das Bestandgebäude des Landgerichts. Das vertikale Fassadenraster spiegelt die Anforderungen aus den jeweiligen, dahinterliegenden Raumprogrammen und wird vom Erdgeschoss – mit vornehmlich Büroflächen – hin zu den Obergeschossen und den Zellen der JVA enger. Im Innenhofbereich öffnet sich die zweigeschossige Fassade großzügig.
  • Neugestaltung einer Vorstandsetage
  • Neugestaltung einer Vorstandsetage
  • Neugestaltung einer Vorstandsetage
  • Neugestaltung einer Vorstandsetage
  • Neugestaltung einer Vorstandsetage
Kürzere Kommunikationswege, gemeinsames Arbeiten: Das sind die Leitideen für die Neugestaltung der Axel-Springer- Vorstandsetage, die wir im April 2014 fertiggestellt haben. Die Neugestaltung der Vorstandsetage ist auch Ausdruck für den Transformationsprozess von Axel Springer zum „führenden digitalen Verlag“: Die räumliche Organisation in ihrer Transparenz und Informalität, das flexible Nutzungskonzept und die Wahl robuster Materialien waren wesentliche Elemente der Aufgabenstellung.

Alle vier Mitglieder des Vorstands sitzen von nun an auf derselben Etage. Ihre individuellen Büros sind kleiner geworden – der gemeinsame Raum dafür größer. Eine aus den Startup-Unternehmen kommende Raumtypologie wurde in ein führendes Verlagsunternehmen implementiert: Man kann nun direkt kommunizieren, muss sich nicht mehr verabreden, sondern begegnet sich spontan ohne große Vorbereitung. Der Co-working Space hat Einzug in die Vorstandsetage gehalten. Die klassisch starre Korridor-mit-Büros-Situation haben wir dafür aufgebrochen. Das neue Zentrum sind ein großer Arbeitsraum und eine Lounge. Die vier kleinen Vorstandsbüros gruppieren sich in den Ecken darum herum. Durch Vorhänge und Schiebetüren werden verschiedene Raumsituationen und Sichtbeziehungen in einer flexiblen Nutzung ermöglicht.
  • Kantine der Ecole Voltaire
  • Kantine der Ecole Voltaire
  • Kantine der Ecole Voltaire
  • Kantine der Ecole Voltaire
  • Kantine der Ecole Voltaire
Eine lebendige, spannungsreiche Kubatur, die Einbindung in einen parkähnlichen Kontext und die Schaffung einer angenehmen Atmosphäre für Kinder und Lehrer – das sind die Parameter unseres neuen Kantinengebäudes für die Ecole Voltaire in Berlin-Tiergarten. Der freiheitliche Geist des Namensgebers der Schule (der den öffentlichen Erziehungsanstalten übrigens eher kritisch gegenüber stand) wird in der künstlerischen Ausgestaltung der Räume transportiert.

Die Entwurfsidee geht von vier Teilbauten aus, die gleichsam zusammengeschoben wurden. So entwickelt sich auf dem schmalen langgestreckten Bauplatz ein differenziertes Gebäude, das an eine architektonische Landschaft erinnert. Der Eingang ist von der Kurfürstenstraße ab- und dem Altbau der Schule jenseits des Hofs zugewandt. Das Erdgeschoss wird hauptsächlich von dem großen Schülerspeisesaal eingenommen, der zusätzlich für Veranstaltungen genutzt werden kann. Im hochragenden Mittelteil ist auf einer Galerieebene der Lehrerspeiseraum untergebracht – nah und entfernt genug zugleich vom Schülerbereich. Große und kleine, rechteckige und bandartige Fenster eröffnen überall den Ausblick ins Grüne.

Die Kantine ist als Holzrahmenbau errichtet. Der Holzrahmenbau ist gerade für kleinteilige und komplexe Raumprogramme wie dieses hervorragend geeignet: Er ist effizient, flexibel und ökologisch – und ermöglicht bei alldem eine hochwertige und ästhetische Ausführung. Am Beginn stand dabei eine Ausschreibung mit besonderen Bedingungen: Der Auftraggeber – letzten Endes ist dies bei einer französischen Schule in Deutschland die zum Pariser Außenministerium gehörige Auslandsschulbehörde AEFE – schrieb aus Kostengründen ausschließlich an Systembauer aus. Aber das, was man wollte, war viel zu anspruchsvoll, komplex und individuell, um es allein mit vorgefertigten Raummodulen – das heißt beispielsweise mit Containern – umsetzen zu können. Das Raumprogramm einer Schulkantine ist vielfältig: Man braucht einen Eingangsbereich mit Garderobe, einen abgetrennten Sanitärtrakt, wo sich die Schüler vor dem Essen die Hände waschen können, einen großen Speisesaal für die Schüler, einen davon getrennten Essbereich für die Lehrer sowie eine Küche. Wir überzeugten die Auftraggeber deshalb von den Vorzügen des Holzrahmenbaus. Er macht Differenzierung und architektonische Gestaltung möglich und ist zugleich kostengünstig. Allerdings ist eine intensivere Vorbereitung des Baus nötig. Entwurf und Details sind beim Holzrahmenbau sorgfältig zu planen, die Ausführung vor Ort hingegen ist schnell: Der Rohbau war innerhalb von nur drei Wochen gestellt. Die Geschwindigkeit des Bauprozesses zeigt die Webcam-Dokumentation auf unserer Website. Nach der Errichtung des Rahmenbaus und der Dämmung haben wir die Fassade abschließend mit hitzebehandeltem Pappelholz verkleidet, eine gleichermaßen ästhetische und extrem langlebige Lösung. Im Ergebnis präsentiert sich der Bau warm, einladend, leicht und spielerisch.
  • Karo 5
  • Karo 5
  • Karo 5
  • Karo 5
  • Karo 5
Als der neue Eingangsbau der TU Darmstadt (SHP Architekten, Darmstadt), ein zweigeschossiger Glaskubus mit weit vorkragendem Dach, fast fertig war, stellte man fest, dass man sich über das, was im Innenraum eigentlich passieren sollte, noch gar keine Gedanken gemacht hatte. Hier kamen wir ins Spiel: Der Bau ist als Visitenkarte und kommunikatives Zentrum einer Uni gedacht, die über die Stadt verstreut ist. Aber ein solcher Bau muss dann auch zum Sprechen gebracht werden. Innenarchitektur ist dafür ein gutes Mittel.

Der zentrale Eingangsbau am Karolinenplatz 5 („Karo 5“) soll der TU Darmstadt ein Gesicht geben. Nicht umsonst wurde das Projekt nicht von der Bau-, sondern von der Kommunikationsabteilung der TU initiiert. Wir haben an drei Punkten innerhalb des neuen Gebäudes interveniert: 1. Ein LED-Display im Foyer lässt den Bau nun seine Rolle als Sprachrohr der TU ausüben. 2. Eine Geschichtsausstellung vermittelt historische Identität und ingenieurtechnisches Know How: Das vermittelt sich durch eine Tischplatte aus Beton, die an Stahlseilen schwebt. Sie ist das Display für die Ausstellung. 3. Der große lichte Raum im Obergeschoss wurde so strukturiert, dass er für viele Nutzungen offen ist, sich aber auch jenseits von ‚Ereignissen’ zu einem funktionierenden sozialen Ort entwickelt.

Beim LED-Display waren zwei Gedanken wichtig: Zum einen soll es zur Architektur gehören – und kein applizierter technoider Wandschmuck sein. Um das Display zu einem integralen Teil des Gebäudes zu machen, haben wir es an die Stelle der Brüstung des räumlich zurückgesetzten Obergeschosses gesetzt. Zum anderen wollten wir keine aufdringliche Medienfassade, die den öffentlichen Raum mit Bildern und Zeichen zumüllt – kein Times Square in Darmstadt. Das Display ist deshalb nicht außen an der Fassade angebracht, sondern gehört zum Innenraum. Was darauf an Informationstexten abläuft, ist rein typographisch und gestalterisch durchaus streng – es gibt nur eine Schriftart. Wir haben sie mit Fuenfwerken extra für das Darmstädter Display entworfen.

Im Obergeschoss mussten wir einen großen quadratischen, nach allen Seiten transparenten Raum strukturieren und seine Nutzung definieren. Die Gestaltung soll Möglichkeiten eröffnen, nicht beschränken. Der Raum wird immer wieder unterschiedlich genutzt – mal für Vorträge, mal für Ausstellungen, mal als Ort der lockeren Zusammenkunft von Studenten. Insofern war es nicht sinnvoll, ihn durch fixe Einbauten oder Möblierung zu strukturieren. Stattdessen haben wir drei große Leuchtobjekte gebaut und an die Decke gehängt. Sie geben dem Raum eine warme Atmosphäre, haben eine raumgreifende Präsenz und geben dem Raum eine Struktur. Die Grundkonstruktion der Objekte ist eine Multiplex-Rippenkonstruktion, die mit einer semitransparenten Projektionsfolie bespannt wurde. Diese ist dafür ausgelegt, mit Projektionen bespielt zu werden, so dass die Objekte auch als Informationsmedien genutzt werden könnten.

Wo andere Unis mit Professorenbildnissen oder Universitätssammlungen prunken, repräsentiert man sich hier mit einem „modernen, ingenieurwissenschaftlichen Meisterstück“ (TU Darmstadt): Eine von der Decke abgehängte, scheinbar schwebende Platte aus Beton ist der spektakuläre Blickfang der von uns realisierten Dauerausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Hochschule.

Das Betondisplay verkörpert wissenschaftliche Innovation: Was am Ende leicht und ästhetisch aussieht, konnte nur dank Erfindergeist, technischem Know How und handwerklicher Erfahrung entstehen.

Der Tisch ist nur eines von zwei Elementen der Ausstellung: Dahinter hängt an der Wand eine Tafel, auf der mit Kreide die Leitbegriffe der Lehre an der TU Darmstadt visualisiert sind. Auf dem Betontisch werden jetzigen und zukünftigen Studenten, Mitarbeitern und Besuchern schnell und eingängig 130 Jahre Universitätsgeschichte vermittelt.
  • Kanzlei in der Brauerei
  • Kanzlei in der Brauerei
  • Kanzlei in der Brauerei
  • Kanzlei in der Brauerei
  • Kanzlei in der Brauerei
Die Aufgabe: Neue Räume für eine Anwaltskanzlei in einem historischen Industriebau. Der Ort: Die Kanzlei JBB hat eine Etage im historische Brauereigelände des Pfefferberg angemietet. Der Pfefferberg, ursprünglich die Brauerei des bayerischen Braumeisters Joseph Pfeffer, wird seit etwa 2001 in ein gemischtes Quartier mit Ateliers, Galerien, privaten Museen und Gastronomie entwickelt. Im Jahr 2006 bauen wir in ein langgestrecktes, etwa 500 qm großes, entkerntes Geschoss der einstigen Brauerei das Büro ein. Die stählernen Pfeiler mit angedeutetem Kapitell und die darauf auflastenden Träger aus dem 19. Jahrhundert sind das einzige sichtbare historische Überbleibsel in den Räumen.

Platz und Geld sind knapp. Die historischen Elemente sollen integriert werden. Und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen vertraulich-abgeschlossenen und kommunikativ-offenen Raumbereichen muss entwickelt werden. Zwei Grundelemente prägen unseren Entwurf: Der große Raum wird in zahlreiche Büros unterteilt, wobei die neuen Wände zugleich als Regale genutzt werden. Und die historische Raumstruktur mit den charakteristischen Eisensäulen bleibt sichtbar. So öffnet sich z.B. das Besprechungszimmer nach drei Seiten mit einer Glasfuge auf Kopfhöhe. So bleibt die durch die historischen Stützen vorgegebene Struktur trotz des Einbaus erhalten. Zugleich spielt das Fensterband mit Offenheit und Abgeschlossenheit: Solange man in dem Raum steht, sieht man und wird gesehen, wenn man sich hinsetzt, ist man unter sich.

Der Raum wirkt trotz der Einbauten – acht in sich abgeschlossene Rechtsanwaltsbüros, offene Arbeitsplätze für die Referendare, für die Bibliotheksarbeit und für Sekretariat und Empfang – nach wie vor großzügig. Bücher und Akten können durch Schiebetüren aus HPL verdeckt werden. Die ausgewählten vier Rottöne stammen aus dem lieferbaren Standardfarbspektrum. Das ist günstig und ästhetisch.

2016
Kantine École Voltaire
Architekturpreis Berlin 2016 – Publikumspreis

2015
Kantine École Voltaire
Iconic Award – winner architecture

2015
Springer - Neugestaltung einer Vorstandsetage
Iconic Award – winner interior

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