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Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH

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Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH

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Helmholtzstr. 42
DE 10587 Berlin

030 3997790
030 399 779 77
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Architektur

  • Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design, Oslo, Norwegen
  • Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design, Oslo, Norwegen
  • Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design, Oslo, Norwegen
  • Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design, Oslo, Norwegen
  • Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design, Oslo, Norwegen
Das Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design tritt in zwei Ebenen mit der existierenden Struktur der Stadt in Beziehung: Das Museum erzeugt mit den zwei dort bestehenden Gebäuden ein neues Eingangsforum, das sowohl das Museum mit Skulpturen und anderen Kunstobjekten vorstellt als auch als äußerer Bereich für das Café dienen soll. Das Museum besitzt hier eine ähnliche Traufhöhe wie seine Nachbargebäude. Vom Pier zum Gebäude hin gesehen sind die verschiedenen Teile des Gebäudes zum horizontalen Element der Alabasterhalle versetzt angeordnet. Auf dieser zweiten Ebene tritt das Museum in Beziehung mit den in diesem Bereich existierenden Monumenten, das mächtige Rathaus und die Akershus Festung.

Der Besucher betritt das Museum über ein großzügiges Foyer. Dort bestehen direkte Verbindungen zu den Ausstellungen sowie zum Café und der Buchhandlung. Die Bibliothek und der Mediensaal/Auditorium sind zum Haupteingang und dem Seiteneingang geschlossen und sind um einen ‘reflektierenden Pool’ herum angeordnet, der den Lesesaal beleuchtet. Breite Stufen führen vom Foyer in die erste Etage. Die Hallen und kleinen Räume sind um ein zentrales Skulptur-Atrium angeordnet, verbunden mit der Terrasse und den vertieften Gärten auf dem Dach. Die letzte Etage ist die Alabasterhalle, die auf das Steingebäude der ersten zwei Etagen aufgesetzt zu sein scheint. Mit ihrem magischen Licht ist die Halle kein gewöhnlicher Ausstellungsbereich, sondern ein herausfordernder Raum für Künstler und das Symbol des neuen Museums.

Architekt : Klaus Schuwerk; Büro : Kleihues + Schuwerk
  • Kudamm Karree Berlin
Zwischen dem Kurfürstendamm, der Uhland- und der Lietzenburger Straße tritt das Kudamm Karree in Erscheinung. Der Entwurf fügt sich harmonisch in das städtebauliche Umfeld und setzt dennoch einen neuen Akzent. Horizontal und vertikal gegliederte Fassaden auf denen sich ein feines und lebendiges Spiel entwickelt, lassen die Struktur der statischen Konstruktion vage erahnen. Die gewählte Materialität erzeugt sowohl Anmut als auch eine bessere Energieeffizienz. Der zum, einst von Sigrid Kressmann-Zschach geplanten, Hochhaus gehörige Sockelbau wird zurückgebaut, wodurch der neugestaltete Turm markanter wirkt. Im Blockinneren entsteht gleichwohl ein lebendiger, begrünter Stadtplatz der zum Verweilen und Entspannen einlädt. Von diesem Platz aus, auf dem sich der Theaterpavillon mit Café befindet, vernetzten neu angelegte Passagen das Karree mit der umgebenden Stadt. Neben Büroflächen sind Handelsnutzungen zum Kudamm und eine Hotelnutzung zur Lietzenburger Straße hin vorgesehen. Darüber hinaus steigern gastronomische und kulturelle Einrichtungen, wie das Theater oder die Ausstellung „Story of Berlin“ sowie Dachterrassen die Aufenthaltsqualität. Ein umfassendes Angebot von Nahversorgern, Stellflächen, ein Kindergarten und Sportangebote ergänzen das Nutzungskonzept. Die durch Umstrukturierungen erlangte städtebauliche Klarheit und Präsenz des Karrees ist der Ursprung eines vitalen Stadtquartiers.
  • Fassadensanierung der Bettentürme des Zentralklinikums des UK Münster
  • Fassadensanierung der Bettentürme des Zentralklinikums des UK Münster
  • Fassadensanierung der Bettentürme des Zentralklinikums des UK Münster
Die Bettentürme sind ein fester Bestandteil der Münsteraner Skyline und zugleich Wahrzeichen des Universitätsklinikums. Aus diesem Grund soll die optische Identität der Bettentürme erhalten werden und lediglich energetisch und gestalterisch im Sinne ihrer ursprünglichen Entwurfsidee unserer Zeit angepasst werden. Die vertikale Gliederung des Bürotraktes hingegen soll zukünftig die horizontale Bänderung der Bettentürme aufgreifen. Auf diese Weise wird der formale Zusammenhang zum Sockelbaukörper gewahrt und ein formal wahrnehmbarer Gesamtkomplex geschaffen.

Durch die formale Reduktion und Konzentration auf die exakte Ausformulierung der wenigen Fassadenbestandteile entsteht ein Bild von Eleganz und Feinheit, das – unterstützt durch die Materialwahl von poliertem Aluminium und hochweißem Glasfaserbeton – medizinische Präzision vermittelt.
  • Hochhaus am Nordhafen, Berlin
  • Hochhaus am Nordhafen, Berlin
  • Hochhaus am Nordhafen, Berlin
  • Hochhaus am Nordhafen, Berlin
Das Hochhaus am Nordhafen tritt als städtebauliche Dominante in Erscheinung und bildet den Auftakt der Europacity von Norden. Der Entwurf ist charakterisiert durch die in der Höhe abgestufte Form und die drei schwungvoll ausgebreiteten, sternförmigen Gebäudeabschnitte. An der Straße entsteht dadurch eine Folge von unterschiedlich langen Flächen, die die ca. 120 Meter lange Fassade rhythmisieren. Dieses weiche Antlitz, das durch die Gliederung in Sockel, Mittelteil und Abschluss noch unterstützt wird, verleiht dem markanten Gebäude gleichzeitig Maßstäblichkeit und Eleganz ohne den vorhandenen Kontext zu ignorieren. Verstärkt wird die Wirkung durch das schlanke Fassadenraster, eine vorgelagerte Ziegelstruktur, die wie ein Netz über dem Gebäude liegt und die fließende Bewegung des Baukörpers wesentlich unterstützt. Diese formale Gleichmäßigkeit lässt nach außen hin ein wohlproportioniertes und vor allem hierarchieloses Gebäudeensemble entstehen, das sowohl bei Multi-Tenant als auch Single-Tenant Vermietung den einzelnen Nutzer immer eine klare Identität zuweist.

Mit dem neuen Gebäude sollen neben dem Repräsentationsanspruch des künftigen Nutzers auch alle funktionalen Aspekte eines zeitgemäßen und dynamischen Bürogebäudes vollauf bedient werden. Durch den Entwurf eines monolithischen Baukörpers können maximale zusammenhängende Flächen von 1.000 m² bis zu 2.500 m² bei nur zwei Erschließungskernen eingerichtet werden, wodurch ein Höchstmaß an Flexibilität garantiert wird. Da es keine Rückseiten gibt – ein weiterer Vorzug der sternförmigen Volumina – entsteht ein dynamisches Gebäude, das sich von allen Seiten zeigen kann und attraktive Platzsituationen in Form von Innenhöfen bzw. Vorplätzen ausbildet, die den Eingang markieren und eine klare Adressbildung erlauben. Insgesamt entsteht das Bild eines kraftvollen Baukörpers, der sich trotz einer ruhigen, unaufgeregten und zeitlos-sachlichen Architektursprache als selbstbewusster Solitär nicht nur im städtischen Kontext behauptet, sondern auch Teil eines Ensembles bildet.
  • Bürogebäude am Kunstcampus, Berlin
  • Bürogebäude am Kunstcampus, Berlin
  • Bürogebäude am Kunstcampus, Berlin
  • Bürogebäude am Kunstcampus, Berlin
  • Bürogebäude am Kunstcampus, Berlin
Die Bebauung der Europacity an der südlichen Heidestraße wird durch das neue Bürogebäude weiter verdichtet. Das rund 60 ha große Projektgebiet der Europacity liegt in zentraler Stadtlage direkt nördlich des Berliner Hauptbahnhofs und verfügt über eine optimale infrastrukturelle Anbindung. Das Umfeld wird vor allem durch prominente politische, kulturelle und wirtschaftliche Institutionen geprägt. Rund 70% der Gebäudefläche werden von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) genutzt, die verbleibenden 30% des südlichen Gebäudeabschnitts wurden in Gänze an eine Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft vermietet.

Das L-förmige, 8-geschossige Bürogebäude orientiert sich an der westlichen und nördlichen Grundstücksgrenze entlang der Heidestraße, der aktuell zum Boulevard ausgebauten Magistrale des Quartiers. Es wird unter Beachtung strenger Nachhaltigkeitskriterien als Green Building geplant und realisiert. Die gleichmäßige und reliefierte Fassade mit dem großen Fensterflächenanteil, der durch vertikal anmutende und doch quadratische Fenster erreicht wird, ermöglicht helle und freundliche Arbeitsplätze im Gebäudeinneren. Ein ruhiger, begrünter Hof, zu den Rieckhallen des Hamburger Bahnhofs hin ausgerichtet, eine Kantine mit Café sowie ein 300 m² großer Plenarsaal und großzügige Konferenzflächen mit angrenzenden Dachterrassen erzeugen eine hohe Aufenthaltsqualität.
  • Pergamonmuseum Berlin Grundinstandtsetzung und Ergänzung 1. BA
  • Pergamonmuseum Berlin Grundinstandtsetzung und Ergänzung 1. BA
  • Pergamonmuseum Berlin Grundinstandtsetzung und Ergänzung 1. BA
Das Pergamonmuseum wurde in den Jahren 1910 bis 1930 nach Plänen von A. Messel und L. Hoffmann erbaut. Weltweit einzigartige Großarchitekturen ( z.B. das Ischtartor, der Pergamonaltar) sind räumlich hervorragend in die Museumsarchitektur integriert. Das Museum wurde jedoch nie vollendet. Bis 2025 soll nun nach dem Entwurf von Prof. O.M. Ungers eine umfassende Grundinstandsetzung und Ergänzung des Pergamonmuseums realisiert werden. Neben dem schlechten Zustand der Bausubstanz und einer unzureichenden technischen Ausstattung gibt es dafür auch konzeptionelle Gründe. Hier sollen die Sammlungen der einst geteilten Stadt mit den Großarchitekturen des ägyptischen Museums, die derzeit noch in Charlottenburg gezeigt werden, zu einem großen Panorama der Weltarchitektur zusammengeführt werden.

Geplant ist eine grundlegende Neuordnung der Sammlungen des Museums. Durch die Realisierung des bereits von Messel geplanten, jedoch nie fertiggestellten vierten Flügels als Verbindungsbau zwischen Nord- und Südflügel wird ein Hauptrundgang geschaffen, der sämtliche Großarchitekturen des Pergamonmuseums in annähernd chronologischer Reihenfolge präsentiert. Nach dem ursprünglichen Entwurfsgedanken Alfred Messels wird die Idee des Museumsforums wiederbelebt und weiterentwickelt. Es entsteht ein städtischer Raum, von dem aus alle drei Museen sowie Museumscafé, Restaurant und Museumspädagogik erschlossen werden, mit offenen Durchgängen zu Kolonnadenhof und Stadtbahnbögen. Die Werkgemeinschaft Pergamonmuseum wird den Entwurf von Prof. O.M. Ungers sowohl in der Ausführungs-, Detailplanung als auch in der Objektüberwachung realisieren.
  • Future City West - Neues Stadtteilzentrum Freiham Nord, München
  • Future City West - Neues Stadtteilzentrum Freiham Nord, München
  • Future City West - Neues Stadtteilzentrum Freiham Nord, München
  • Future City West - Neues Stadtteilzentrum Freiham Nord, München
Für die im Entstehen begriffene Future City West in München sollte ein Stadtteilzentrum entworfen werden. Dabei galt es eine Vielzahl von Funktionen in den Komplex zu integrieren. Das städtebauliche Konzept des neuen Stadtteilzentrums basiert auf einer Komposition von Großformen, zwischen denen sich klar definierte öffentliche Räume aufspannen. Diese Räume sind jeweils maximal dreiseitig gefasst, wodurch eine Verzahnung mit den benachbarten Wohngebieten entsteht. Den Kontrast zu den öffentlich genutzten Straßenund Platzräumen bilden die oberhalb der Gebäudesockel liegenden privaten Hofräume, die den Bewohnern vorbehalten sind. Die Herausforderung besteht darin, aus den für innerstädtische Bereiche eher untypischen Großformen ein Bild von Stadt zu entwickeln, das auf Akzeptanz stößt und Identifikationsmöglichkeiten bietet.

Die Fassadenentwürfe tragen den unterschiedlichen Nutzungsszenarien Rechnung. Sie basieren jeweils auf einem Grundmotiv, das der Funktion entsprechend variiert wird. Durch große Schaufensteranlagen im Erdgeschoss verzahnen sich die Flächen für frequenzwirksame Nutzungen maximal mit dem Außenraum. Sowohl durch die plastische Ausformulierung als auch eine „Rahmung“ heben sich die Wohnungseingänge deutlich von den Schaufensteranlagen ab, wodurch eine eindeutige Adressbildung gegeben ist. Das Zusammenspiel aus flächigem Sockel und aufgelöster Wohnzone erzeugt ein spannungsvolles und zugleich ausbalanciertes Bild von Stadt. Nach dem Vorbild europäischer Metropolen wird mittels eines einheitlichen Farb- und Materialkonzeptes eine Ensemblewirkung erzielt.

Der neue Stadtplatz bildet die räumliche Mitte des neuen Stadtteilzentrums. Er ist umgeben von Einzelhandels- und Gastronomieflächen, die sich über große Schaufensterflächen zum Platz hin öffnen. Die Wohnungen sind 32 bis 110 m² groß und verfügen zumeist über eine Loggia, ein Teil besitzt darüber hinaus einen Vorgarten auf den privaten Höfen. So treten sie in Beziehung zum umgebenden Stadtraum bzw. dem Innenhof und ermöglichen ein Leben in der Stadt mit der Stadt.
  • B&B Hotel Charlottenburg, Berlin
  • B&B Hotel Charlottenburg, Berlin
Das neue B&B Hotel mit einem Fassadenentwurf von Kleihues + Kleihues liegt eingebettet zwischen einem der schönsten Gründerzeitbauten in Charlottenburg, dem Wohn- und Geschäftshaus Kaiserdamm 118 von Hermann Heider aus dem Jahr 1908, und dem Gründerzeit-Wohnhaus Witzlebenstraße 4. Die offene Baulücke an dieser repräsentativen Ecke wurde mit dem 6-geschossigen Hotelneubau geschlossen.

Der Entwurf ist aufgebaut in einen Sockel mit horizontal gegliedertem Naturstein, plastisch gegliederten Putzfassaden und einem Satteldach mit dunkler Zinkeindeckung. Die klare und rationale Architektursprache verbindet sich mit der dynamisch geschwungenen Fassade zu einem gleichsam zurückhaltenden und expressiven Gesamtbild.
  • Neubau der Sparkassen-Hauptstelle, Bocholt
  • Neubau der Sparkassen-Hauptstelle, Bocholt
  • Neubau der Sparkassen-Hauptstelle, Bocholt
Die Sparkasse Bocholt beabsichtigt den Neubau ihrer Hauptstelle in der Innenstadt von Bocholt zu verwirklichen. Das Grundstück erstreckt sich entlang der sehr belebten Neustraße/ Neutorplatz und wird im Norden durch den innerstädtischen Freiraumkorridor der Bocholter Aa begrenzt. Nach dem Abriss des Hertie-Gebäudes sollen auf dem ca. 10.000 m² großen Grundstück zudem auch Einzelhandelsgeschäfte, Flächen für Dienstleistungen und Wohnungen entstehen.

Der Entwurf sieht eine Bebauung mit drei solitären Baukörpern vor. Diese – sich in unterschiedliche Richtungen öffnenden, U-förmigen Bausteine – leiten von der innerstädtischen Blockstruktur in die offene Bauweise des Entwicklungsgebietes über. Durch eine großzügige Aufweitung der Neustraße im Bereich der Aa-Brücke entsteht vor dem Sparkassensolitär eine großzügige Platzsituation, die eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die neue Hauptstelle öffnet sich zu diesem Platz und positioniert die Sparkasse prägnant im öffentlichen Raum. Die Kundenhalle mit dem Haupteingang wie auch das Verbundcenter sind so exponiert präsentiert. Im südlichen, fünfgeschossigen Baustein sind zwei Einzelhandelsflächen und Dienstleistungsflächen in den darüber liegenden Geschossen vorgesehen. Die Wohnbebauung bildet den östlichen Baustein und Abschluss des Quartiers, das Erdgeschoss ist Dienstleistungsflächen vorbehalten.
  • Gerontopsychiatrisches Zentrum, Großschweidnitz
  • Gerontopsychiatrisches Zentrum, Großschweidnitz
  • Gerontopsychiatrisches Zentrum, Großschweidnitz
  • Gerontopsychiatrisches Zentrum, Großschweidnitz
  • Gerontopsychiatrisches Zentrum, Großschweidnitz
Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz wurde mit einem Neubau für den Bereich Gerontopsychiatrie erweitert, der einer zeitgemäßen Behandlung psychischer Störungen mit größeren Stationsgrößen und allen notwendigen baulichen Einrichtungen gerecht wird. Auf dem 3.950m² großen Gelände wurde eine zweigeschossige Station der Gerontopsychiatrie, zwei geschlossenen Suchtstationen sowie eine Tagesklinik errichtet.

Die zwischen 1989 und 1902 als Villenkolonie nach englischem Vorbild konzipierte Einrichtung bietet ein einheitliches Bild mit hohem architektonischem und städtebaulichem Wert. Die Herausforderung, eine harmonische Ergänzung des Ensembles und keinen Fremdkörper entstehen zu lassen, kann am ehesten mit dem Wort „Anverwandlung“ umschrieben werden, sie bettet die funktionalen, ökologischen und ästhetischen Anforderungen an den Neubau in das Kulturdenkmal ein.

Seine Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit erhält das Gebäude trotzdem durch ein klare Ablesbarkeit der inneren Gebäudestruktur anhand der Fassaden, großzügige, bodentiefe Fensterformate mit einem „Blick ins Grüne“ sowie helle, natürliche Materialien für Fassade und Innenraumgestaltung. Die Verwendung zweifarbiger Klinker versteht sich als Reminiszenz an die Materialität der Gründungsbauten. Der Entwurf sucht die modernen technischen und funktionalen Anforderungen einer solchen Einrichtung mit denen einer natürlichen Wohnumgebung zu verbinden und stellt auf diese Weise die gestalterischen Qualitäten gänzlich in den Dienst der Patienten, Ärzte und Pfleger.

Der Zugang zu den Stationen erfolgt über den offenen nördlichen Hof in eine großzügige und helle zweigeschossige Eingangshalle. Die Aufteilung der Geschosse sowie die Grundrisse sind so geplant, dass sie eine Zonierung der Stationen in öffentliche Bereiche (Besucher, Therapie, usw.) und den geschützten Bereich mit den Patientenzimmern ermöglichen.
  • iCampus Rhenania, München
  • iCampus Rhenania, München
  • iCampus Rhenania, München
Der iCampus Rhenania übernimmt eine Schlüsselrolle für die Gesamtentwicklung des Werksviertels. Er bildet die Fortführung der geplanten städtebaulichen Figur und definiert darüber hinaus eine Entréesituation zum Campus. Die Setzung der Baukörper schafft ideale Voraussetzungen für eine Verzahnung des iCampus mit dem Stadtraum. Der Entwurf unterstützt die Bewegungsflüsse, indem einzelne Gebäudeecken „rundgeschliffen“ sind. Das gleiche Prinzip wird auch auf die Eingänge des Neubaus angewandt, um die Adressbildung zu stärken. Zwischen Alt- und Neubau spannt sich ein länglicher Platz auf, der sowohl zum Verweilen einlädt, als auch die Funktion eines Vorplatzes hat. Folglich befinden sich die Eingänge und Foyers jeweils an den Stirnseiten des Platzes. Ein zweigeschossiges Portal bildet die Überleitung zum zentralen „Boulevard“ des iCampus.

Das Gestaltungskonzept basiert im Wesentlichen auf dem Gedanken, ein Ensemble aus Alt- und Neubau entstehen zu lassen, wobei dem Altbau die Rolle des Akteurs und dem Neubau die des Hintergrundes zukommt. Diese Idee schlägt sich in der zwar charaktervollen aber unaufgeregten Fassadengestaltung des Büroneubaus nieder. Der Massivität und Geschlossenheit des Altbaus wird die Transparenz und Eleganz einer auf die wesentlichen Elemente – den konischen Pfeiler und das konkave Gesims – reduzierten Form entgegengesetzt.

Der iCampus Rhenania soll gestalterischer Ausdruck eines zukunftsweisenden und wandlungsfähigen Arbeitslebens sein. Die Gebäudestruktur bietet ein Höchstmaß an Flexibilität und kann alle modernen Bürokonzepte optimal abbilden. Sie basiert auf einem Multi-Tenant- Konzept, ergänzt durch ein zusätzliches Angebot an gemeinschaftlich genutzten Flächen. Diese konzentrieren sich um das zentrale Hauptfoyer und sind somit für alle Mieter gut erreichbar. Genauso lässt die Gebäudestruktur aber auch die Nutzung durch größere Unternehmen bis hin zum Single-Tenant zu, da die einzelnen Nutzungseinheiten koppelbar sind.
  •   Revolution of Dignity Museum, Kiew, Ukraine
  •   Revolution of Dignity Museum, Kiew, Ukraine
  •   Revolution of Dignity Museum, Kiew, Ukraine
  •   Revolution of Dignity Museum, Kiew, Ukraine
  •   Revolution of Dignity Museum, Kiew, Ukraine
Der für das Museum vorgesehene Ort, gelegen auf einer Anhöhe, gilt als einer der zentralen Orte der „Revolution der Würde“. Der Entwurf für das neue Museumsgebäude auf der Kuppe des Hügels symbolisiert den entscheidenden Moment des Ansturms und transportiert dieses Bild in das Konzept für ein „begehbares Haus“. Gleichzeitig werden dem Nationaldenkmal, welches als Abfolge differenzierter Räume entlang eines gekurvten Pfades angelegt ist, weitere Sequenzen hinzugefügt. Unterschiedlich breite Rampen sind um das Gebäude herum organisiert und zeichnen die Hügelerstürmung in konzentrierter Form nach. Gleichzeitig setzen sie den Weg vom Maidan herauf am Gebäude fort. Dieser mündet von beiden Seiten her in einer Terrasse, welche wiederum einen (reflektierenden) Blick zurück zum Maidan bietet.

Durch die umlaufenden Rampen wird der Baukörper gegliedert und tritt so in einen differenzierten Dialog mit der heterogenen Maßstäblichkeit der Umgebung. Der Besucher ist eingeladen, seinen Weg in das Gebäude fortzusetzen und wird durch die verschiedenen Ausstellungsräume zurück auf das Straßenniveau geführt. Anschließend kann der Weg entlang eines kontemplativen Wasserbeckens zum Denkmal-Garten vor dem Internationalen Zentrum für Kultur und Kunst fortgesetzt werden.

Die Fassaden gliedern sich analog der Entwicklung der Außenrampen in einen massiven Sockelbereich und einen pavillonartigen Aufsatz, welche durch schlanke Säulen an den Außenkanten verbunden sind. Die Familien der „Heavenly Hundred Heroes“ (Hundert Himmlischen Helden) schufen ihre eigenen Gedenkstätten in geschwungenen Ziegelnischen auf einer niedrigen Mauer entlang der Straße. Das Fassadenkonzept greift das Thema der geschwungenen Nischen für den Sockel des Museums auf und entwickelt es zu einer strukturierenden Ordnung, welche nach oben hin sukzessive in den Rhythmus der schlanken Säulen übergeht. Durch deren engen Abstand erscheint das Gebäude aus verschiedenen Betrachtungswinkeln offener oder geschlossener, ähnlich der Wirkung eines Vorhangs. Dieser Eindruck verändert sich zudem bei der Bewegung entlang des Gebäudes oder um dieses herum. Der so entstehende Wechsel von „Verhüllen“ und „Enthüllen“ referenziert auf einer weiteren Bedeutungsebene die Geschehnisse um die „Revolution der Würde“.
  • Prinzenhof, Berlin
  • Prinzenhof, Berlin
  • Prinzenhof, Berlin
  • Prinzenhof, Berlin
Der Prinzenhof in Berlin-Kreuzberg bietet eine räumliche Struktur an, die so robust und zugleich flexibel ist, dass sich unterschiedlichste Unternehmen darin optimal entfalten können. In den 5 Obergeschossen werden pro Ebene jeweils 8 frei bespielbare Nutzungseinheiten angeboten. Exemplarisch wurden sowohl offene Grundrisslayouts sowie Zellenbürostrukturen entwickelt, deren Einzelbausteine jedoch frei kombinierbar sind. Die Einheiten können bei Bedarf bis hin zu einem vollständigen Ringschluss je Geschoss zusammengeschlossen werden.

Das Entwurfskonzept basiert auf dem Gedanken, einen unverwechselbaren architektonischen Ausdruck zu entwickeln, der sowohl mit dem Ort im Speziellen aber auch mit der Berliner Bautradition im Allgemeinen verknüpft ist. Die Analyse führt zu herausragenden Gewerbebauten – wie zum Beispiel dem Werk S von Osram – die sich in ähnlicher Form im gesamten Stadtgebiet finden und Beispiele einer quasi universellen Architekturform sind. Das plastische Ornament wird dabei mit dem Mittel der Abstraktion auf ein prägnantes Bild reduziert.

Der Ausdruck des neuen Gebäudes entsteht im Wesentlichen aus der Wahl des Materials – einem hellroten Klinker -, aus einer plastisch gegliederten Fassade, sowie aus den großzügigen Fensteröffnungen, die eine optimale Belichtung der Innenräume gewährleisten. Insgesamt entsteht das Bild eines in sich ruhenden kraftvollen Baukörpers, der sich trotz einer zurückhaltenden, sachlichen Architektursprache im städtischen Kontext behauptet. Mit dem Konzept wird konsequent das Ziel verfolgt, einen öffentlichen Raum in Form eines großzügig dimensionierten Innenhofes zu schaffen.
  • Alsterhaus Hamburg
  • Alsterhaus Hamburg
  • Alsterhaus Hamburg
  • Alsterhaus Hamburg
  • Alsterhaus Hamburg
1912 wurde das Alsterhaus im Zentrum Hamburgs an der Binnenalster errichtet und seitdem mehrfach umgebaut. Die bauliche Qualität des Hauses wird zum Thema gemacht, in dem die unter Denkmalschutz stehende Kaufhausfassade von den nicht denkmalgerechten Veränderungen befreit wird und im Inneren eine nunmehr einheitliche und übergeordnete Gestaltung zum Tragen kommt. Die Balkone im zweiten Obergeschoss werden künftig für ein großzügiges Café mit Blick auf die Binnenalster genutzt. Zusammen mit der neuen Fassaden-Illumination entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das in die Stadt ausstrahlt. Nach historischem Vorbild rückt der Eingang am Jungfernstieg wieder in die Mittelachse. Die klare Wegeführung im Inneren ermöglicht eine bessere Übersicht für die Besucher. Auch der Eingang an der Poststraße wird von der Ecke in die entlang des Boulevards laufende Fassadenflucht verlegt. Die Besucher können somit auf geradem Weg zum anschließenden Luxus-Boulevard durch das Haus flanieren. Der architektonische Raum wird gefasst durch profilierte Decken und Wände. Hinter dem neu gestalteten Eingang am Jungfernstieg erwartet die Besucherinnen und Besucher eine eindrucksvolle zweigeschossige Halle gleich eines Stadtplatzes, die sogenannte Luxury-Hall. Sie bildet den Auftakt zum groß angelegten Luxus-Boulevard, der die Eingänge an den Straßenseiten Jungfernstieg und Poststraße miteinander verbindet. Mit der Reduzierung der Rolltreppenanzahl von vier auf zwei wird die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert. Dem Kunden eröffnet sich dadurch ein besserer Überblick und ein großzügigeres Raum- und Einkaufserlebnis. Das Gestaltungskonzept aus Terrazzo und Werkstein folgt einer Grundhaltung, die perfekt zu Hamburg und der baulichen Historie des Hauses passt.
  • HOWOGE Typenhochhaus
  • HOWOGE Typenhochhaus
Die Besonderheit der Aufgabe besteht darin, den Entwurf nicht aus einem spezifischen städtebaulichen Kontext zu entwickeln, sondern ihn so vorzudenken, dass er auf ganz unterschiedliche örtliche Gegebenheiten und Grundstückszuschnitte anwendbar ist. Das Raumkonzept ist darauf ausgerichtet, Erschließungsflächen zu minimieren, um dem eigentlichen Wohnen ein Maximum an Fläche bereitzustellen. Gleichzeitig wird durch das Grundrisslayout eine optimale Belichtung der Wohnräume geschaffen. Bei der Entwicklung eines Typenhochhauses stehen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Flexibilität, und Wirtschaftlichkeit im Fokus. Dies führt zwangsläufig zu der Überlegung, Holz als Baustoff einzusetzen.

Neben Holzhybrid-Deckenelementen, die auf Holz-Doppelstützen, sowie einem Stahl-Beton-Verbundmittelträger aufliegen, sind für die Fassaden vorgefertigte Module in Holzrahmenbauweise vorgesehen, die zusammen mit den Stützen eine Montageeinheit bilden. Durch die Vorfertigung in wettergeschützten Produktionsstätten werden nicht nur Fehlerquellen minimiert, sondern auch die Bauphasen vor Ort verkürzt. Zunächst wird der massive Erschließungskern in Stahlbeton errichtet. Anschließend werden die Stützen-, Decken-, und Außenwandelemente montiert, wobei die Bauzeit eines Geschosses jeweils nur einen Tag beträgt.

Innerhalb der bestehenden Grundstruktur können unterschiedlichste Wohnungslayouts realisiert werden, da sämtliche Trennwände nichttragend sind. Die maximale Flexibilität setzt sich außen fort, indem Loggien/ Balkone/ Wintergärten je nach Grundrisszuschnitt, Himmelsrichtung oder städtebaulicher Situation in jedem Fassadenfeld angeordnet werden können.
  • Hotel- und Bürohochhaus am Güterplatz, Frankfurt am Main
  • Hotel- und Bürohochhaus am Güterplatz, Frankfurt am Main
  • Hotel- und Bürohochhaus am Güterplatz, Frankfurt am Main
  • Hotel- und Bürohochhaus am Güterplatz, Frankfurt am Main
Auf Grundlage des Masterplans sucht der Entwurf sich als selbstverständlicher Bestandteil der Frankfurter Skyline zu integrieren. Das bereits bestehende städtebauliche Konzept wurde respektiert und für den Turm aufgegriffen – sowohl Kubatur als auch Höhe des Turms sind städtebaulich folgerichtige Setzungen. In der Überformung der Kubatur hält sich der Entwurf zurück, um seine eigene Identität ausdrucksstark über die Fassade zu entfalten. Der herausragenden Lage wird mit dem Entwurf einer Skulptur Rechnung getragen, die dem Betrachter durch ihre Geometrie, aber vor allem durch ihre unverwechselbare kristalline Struktur in Erinnerung bleiben wird. Die unterschiedlichen Nutzungen – Hotel und Büro – erfordern eine entsprechende Gliederung. Anstelle einer sichtbaren Stapelung der Funktionen, die der vertikalen Eleganz widersprechen würde, wird der Bedeutung des Gebäudes entsprechend eine Fassade mit einer durchgängigen, übergeordneten Gestaltung ausgebildet.

Das Fassadenkonzept lässt Erker entstehen, die den Nutzern Ausblicke von fast 180° ermöglichen. Der Fassadenrythmus ist dabei so angelegt, dass in jedem Hotelzimmer eine Erkersituation entsteht. Die Erker sind großzügig verglast und stellen insbesondere im Hotel ein Alleinstellungsmerkmal dar. In den Büros entstehen, je nach Einteilung, eine oder mehrere Erkersituationen pro Raum. Auf jeder Turmseite bildet die Fassade zudem mehrgeschossige Stadtbalkone aus. Die Außenwirkung der Faltung ergibt sich im Zusammenspiel mit seiner Materialität. Die Faltung bringen den Turm zum Funkeln. Um die Schlankheit des Baukörpers zu steigern, wird im 28. Geschoss eine Dachterrasse ausgebildet. Die zugehörige Büroetage ist im nördlichen Teil doppelgeschossig angelegt. Ihre repräsentativen Empfangs- und Besprechungsräume beeindrucken mit einer Raumhöhe von ca. 7 Metern und haben direkten Zugang zu den vorgelagerten Terrasse mit ihrem fantastischen Blick auf die Hochhäuser von Messe- und Bankenviertel.
  • Dienstgebäude und Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, Berlin
  • Dienstgebäude und Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, Berlin
  • Dienstgebäude und Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, Berlin
  • Dienstgebäude und Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, Berlin
  • Dienstgebäude und Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, Berlin
Auf einem ca. 10 ha großen Gelände in Berlin-Mitte soll ein Neubau von ca. 260.000 qm BGF für rund 4.000 Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes errichtet werden. Hierfür sollte ein der städtebaulichen Lage und dem Anspruch des Bundesnachrichtendienstes angemessenes Konzept gefunden werden. Den funktional sehr komplexen Baukörper mit seiner gigantischen Baumasse unter Berücksichtigung der besonderen Sicherheitsanforderungen auf dem Grundstück an der Chausseestraße einzufügen und dabei den Maßstab der Stadt und des Ortes zu respektieren und auf diesen einzugehen, stellt die besondere Herausforderung dieser Aufgabe dar. Hoher Wert wird darauf gelegt, dem Projekt mittels einer durchgängigen Gestaltung aller Bauteile eine eigene Identität zu verleihen.

Die Torhäuser sind im Erdgeschoss über Brücken mit dem Hauptgebäude verbunden und nehmen die Eingangsbereiche sowie Sonderfunktionen auf. Zwischen den Torhäusern entwickelt sich eine repräsentative Vorfahrt von der Chausseestraße zum Hauptgebäude. Die Komposition der Fassade beruht auf der stringenten Einhaltung eines konstanten Rhythmus. Durch minimale Variationen im Material und in dessen Zuschnitt changieren die Ansichten zwischen den einzelnen Flügeln. Der innere Aufbau des Komplexes, Erschließung, funktionelle Zuordnung der Räume und die Organisation der Raumeinheiten selbst sind klar und einfach.
  • Garden Campus Vaihingen, Stuttgart
  • Garden Campus Vaihingen, Stuttgart
  • Garden Campus Vaihingen, Stuttgart
  • Garden Campus Vaihingen, Stuttgart
Der Pavillonstruktur der IBM-Gebäude von Egon Eiermann liegt ein Prinzip zugrunde, welches sich in der Moderne wie auch bereits in antiken Strukturen finden lässt: der fließende Raum. Diese Struktur wird in dem städtebaulichen Konzept für das neue Quartier aufgegriffen und zu einer Abfolge von Räumen weiterentwickelt, die mit der umgebenden Landschaft verbunden werden. Neubau und Bestand bilden eine Einheit indem sie sich in ihren Dimensionen am Maßstab der Eiermann-Bauten orientieren. Der bestehende Wald wird als eine der großen Qualitäten des Gebiets verstanden. Folglich sind die Baufelder in den umgebenden Waldsaum eingebettet und lassen ihn unmittelbar bis an die Gebäude heranreichen. Der Campus erhält so eine unverwechselbare Identität.

In Anbetracht der akustischen Beeinträchtigung durch die das Gebiet umgebenden Straßen werden verschiedene Hoftypen ausgebildet. Die Gebäude erhalten eine größtmögliche Fassadenfläche zum Inneren und orientieren sich zudem mit allen Aufenthaltsräumen, Loggien und Terrassen zu diesen ruhigen Räumen. Alle Wohnungen sind zudem nach mindestens zwei bis drei Seiten ausgerichtet. Der Lärmschutz der Hofränder wird an je vier Stellen ergänzt durch vertikale Wintergärten. In der Nutzung als Büro ergeben sich durch horizontale und vertikale Schaltbarkeit vielfältige Möglichkeiten zur Dimensionierung von Einheiten. Ein innovatives und umfassendes Mobilitätskonzept ist integraler Bestandteil der städtebaulichen Gesamtkonzeption. Der Smart Garden Campus Vaihingen soll in seinem energetischen Konzept einen hohen Nachhaltigkeitsgrad bei maximalen Komfort für die Nutzer aufweisen sowie zukunftsweisende Technologien wie bspw. ein intelligentes Stromnetz, Smart Grid, integrieren.
  • Bürogebäude Pappelallee, Potsdam
  • Bürogebäude Pappelallee, Potsdam
  • Bürogebäude Pappelallee, Potsdam
  • Bürogebäude Pappelallee, Potsdam
  • Bürogebäude Pappelallee, Potsdam
Auf einem Baugrundstück an der Pappelallee in Potsdam wurde ein Büro-und Verwaltungsgebäude für die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) entwickelt. Der Baukörper fasst den Straßenraum der Georg-Herrmann-Allee, in dem er in einer Flucht mit der nördlich anschließenden Bebauung ausgerichtet ist. Davon abgesehen ist er als freistehender Solitär konzipiert, der in einen parkartig gestalteten Außenraum mit altem Baumbestand, eingebettet ist. Der durch zwei geschlossene Innenhöfe und einen, zur Straße geöffneten Eingangshof gegliederte Baukörper zeichnet sich durch seine Kompaktheit aus. Im Erdgeschoss lagert sich ein Konferenzbereich um eine zentrale 2-geschossige Halle, die über eine große „Dachlaterne“ von oben belichtet ist. Ohne den Konferenzbetrieb zu tangieren, gelangen die Mitarbeiter über ein zentrales, dem Haupteingang zugeordnetes Treppenhaus in die Bürogeschosse. Fast raumhohe und jeweils zwei oder drei Ausbauraster breite Fensteröffnungen erzeugen ein großzügiges Fassadenbild, das Ausdruck eines offenen und zeitgemäßen Verwaltungsbetriebs ist. Durch die Verwendung eines hellen Muschelkalks entsteht ein Bild im Geiste der Potsdamer Bautradition. Als quasi abstraktes Bild eines Astwerks vollzieht sich durch das sich geschossweise ändernde Verhältnis von vorne und hinten liegenden Pfeileransichtsflächen ein schrittweiser Übergang von leicht zu schwer. Dieser Logik folgend, wird das Sockelgeschoss flächig ausgebildet und über eine Schattenfuge von den Obergeschossen abgesetzt.
  • Verwaltungsgebäude Osterstraße, Hannover
  • Verwaltungsgebäude Osterstraße, Hannover
  • Verwaltungsgebäude Osterstraße, Hannover
  • Verwaltungsgebäude Osterstraße, Hannover
Auch wenn der existierende Block zwischen Markt-, Karmarsch-, Oster- und Röselerstraße nur noch in Teilen den alten Stadtgrundriss widerspiegelt, erinnert er zumindest an den organischen Verlauf der alten Straßenräume und bildet im Sinne eines Stadtmoduls ein gutes Fundament für künftige städtische Konzepte. Der neue Baukörper nimmt in seiner Höhenentwicklung Bezug auf die anschließende Bebauung, die in der Osterstraße ungefähr ein Geschoss höher als in der Röselerstraße ist. Mit der unterschiedlichen Höhen­entwicklung wird die jeweilige Bedeutung der Straßen unterstrichen. Über eine Höhe von vier bzw. fünf Geschossen erfolgt ein vollständiger Lückenschluss.

Außerhalb der Kontur der anschließenden Bauten staffelt sich der Baukörper nicht nur zur Straße hin, sondern auch zu den Nachbarbauten zurück und entfaltet so eine eigenständige skulpturale Wirkung. Um diese zu stärken, werden die Staffelgeschosse nicht auf den Hauptbaukörper aufgesetzt, sondern verschmelzen mit diesem, in dem deren Fassadenebenen im Eckbereich fließend in jene des Hauptbaukörpers übergehen. So wird dem Anspruch Rechnung getragen, eine Form zu finden, die sich einerseits dem Block un­terordnet, andererseits eine angemessene und prägnante Erscheinung hat. Die runde Eckausbildung schafft eine klare Adressbildung.
  • Hafentor Münster
  • Hafentor Münster
  • Hafentor Münster
  • Hafentor Münster
Am östlichen Ende des Kreativkais im Stadthafen Münster soll ab 2019 rund um den „Kuhr-Speicher“ ein neues Gebäudeensemble entstehen. Das „Hafentor“ besteht aus drei solitären Baukörpern, die über die Schillerstraße erschlossen werden. Die vorhandenen Kamm- und Riegelstrukturen des Areals werden aufgegriffen und enden in der Vertikalen des Turms, der den markanten Anfangs- und Endpunkt der neuen Kanalbrücke bildet.

Die Leitidee ist die Fortführung und Transformation einer klassischen Hafenarchitektur in eine moderne und zugleich zeitlose Gestaltung. Einfache geometrische Grundformen und kraftvolle Stereometrien alter Speicher sind Vorbild für die drei neuen Baukörper.

Die solitären Baukörper beherbergen künftig eine Büro- und Wohnnutzung mit Blick über den Stadthafen. Die Büroflächen können geschossweise in zwei Mieteinheiten geteilt werden, es lassen sich aber auch größere, geschossübergreifende variable Nutzungseinheiten bilden. Als räumlicher Abschluss des Hafenweges entwickeln sich zwei 8 bzw. 12 Geschosse hohe, ineinander verschränkte Turmscheiben. Insgesamt werden rund 10.000m² Bürofläche und 7.000 m² Wohnfläche entstehen. Um der Fahrradstadt Münster gerecht zu werden ist im Sockelgeschoss ein Fahrradparkhaus mit 370 Stellplätzen vorgesehen. Die Tiefgarage bietet 276 PKW-Stellplätze.
  • Kröpcke Center Hannover
  • Kröpcke Center Hannover
  • Kröpcke Center Hannover
Der Kröpke ist Hannovers zentralster Platz im Stadtzentrum. An dieser exponierten Lage wurde mit der radikalen Überformung eines vorhandenen Gebäudes aus den 1970er Jahren der Stadtraum wieder hergestellt und ein Gebäude geformt, welches sich in Maßstab und Proportion als wohltuend ruhiger Baustein der Stadt präsentiert, ohne auf ein ausdrucksstarkes Erscheinungsbild zu verzichten. Die klare Ausbildung der Straßen- und Platzräume und die dem Maßstab der Stadt angemessene Konturierung verleihen dem Gebäude eine qualitätvolle Selbstverständlichkeit, welche von der präzisen Ausgestaltung der Fassaden unterstützt wird. Der Umbau des Gebäudekomplexes bezieht auch die im städtischen Besitz befindliche Passerelle mit ein, die sich zum zentralen Untergrundplatz, Kreuzungspunkt vieler U-Bahnlinien, öffnet.

Die nach oben offene Passerelle wird an ihrem Endpunkt im Bereich des U-Bahnhofs mit dem nördlichen Teil des Kröpcke Centers überbaut. Die unteren Ebenen werden im Zuge der Baumaßnahmen mit neuen Einzelhandelsflächen umgebaut. Die Staffelung des Gebäudes in seiner Höhen- und Tiefenentwicklung korrespondiert mit dem stadträumlichen Umfeld. Überzeugend ist die wertige Ausführung der rhythmisierten Fassade aus glattem und profiliertem Kalkstein, wodurch dem Gebäude eine zeitlose Eleganz verliehen wird, die die Qualität des Gebäudes unterstützt und zur Identität der Stadt beiträgt. Der Entwurf für das Kröpcke- Center zeichnet sich durch eine moderne und vor allen Dingen zeitlose Architektur aus. Glas und Naturstein ersetzen den rauen Beton des Vorgängerbaus.
  • Quartier am Zoo Berlin
  • Quartier am Zoo Berlin
  • Quartier am Zoo Berlin
Berlins City West ist wieder gefragt. Es wird geplant, investiert und gebaut: das Bikini-Haus, die Renovierung des Zoo-Palastes und das so genannte Zoo-Fenster bringen Leben in den fast vergessenen Westen der Stadt. Auch das Berliner Architekturbüro Kleihues + Kleihues beschäftigt sich seit Jahren mit der städteplanerischen Weiterentwicklung der City West. Im Fokus steht für Jan Kleihues das bisher wenig beachtete und teils brachliegende Gelände hinter dem Bahnhof Zoo. Auf dem über 119.000 m² großen Grundstück zwischen Hardenberg- und Müller-Breslau-Straße sowie Jeben- und Fasanenstraße stehen derzeit unter anderem Gebäude der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), der Technischen Universität zu Berlin und der Berliner Bank.

Nach den Entwürfen von Kleihues + Kleihues könnte hier zukünftig ein modernes Stadtquartier mit Wohn-, Büro- und Geschäftsflächen entstehen, das sich harmonisch in das bestehende Umfeld eingliedert und die gründerzeitlichen Quartiere Charlottenburgs ergänzt. „Wir haben auf dem Areal die Chance ein städteplanerisches Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen, welches viele Interessen bedient und zur Wiederbelebung des westlichen Stadtzentrums beiträgt.
  • Projektstudie Hotel- und Kongresszentrum ICC, Berlin
  • Projektstudie Hotel- und Kongresszentrum ICC, Berlin
Das ICC ist ein Gebäude mit Geschichte. 1979 wurde der Veranstaltungskomplex, entworfen von dem Architektenpaar Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte, eröffnet. Bis heute fanden in dem Gebäude insgesamt 8.786 Kongresse und Veranstaltungen mit rund 11 Mio. Besuchern statt. Aufsehen erregte das Gebäude damals insbesondere durch seine neuartige, futuristische Architektur aus Beton, Stahl und Aluminium.

Der Entwurf von Jan Kleihues sieht den Erhalt des Gebäudeensembles sowie eine Erweiterung mit einem 106 Meter hohen Hotelturm vor. Mit dem Vorschlag würdigt er die Funktion des ICC als Wahrzeichen der City West und ist sich dessen bewusst, dass jeder Eingriff, der im Inneren oder an der äußeren Erscheinung etwas ändern würde, dem Gebäude auch gleichzeitig seine Seele entreißen würde. Der kreisrunde Turm soll aus der bestehenden Tiefgaragenspindel am Ende des Gebäudes erwachsen. Hierbei wird als „tragendes Element“ der alte Lüftungsschacht des ICCs genutzt. Gestaltung und Materialität orientieren sich an dem Bestandsgebäude: Der Turm ist mit einer silbrig schimmernden Fassade aus Aluminium verkleidet. Die runde Form findet sich in den außenliegenden, fast schwebend wirkenden, Treppenhäusern des ICC wieder. In der Ausführung ist der Turm jedoch filigraner. Das gleichmäßige, feine Raster, verleiht ihm ein dezentes Antlitz und unterstreicht die Wahrnehmung des Ensembles als Wahrzeichen der City West. Schon aus der Ferne ist der Turm mit einer Gesamthöhe von 137 Metern als Orientierungspunkt zu erkennen. Der Zugang zum Hotel erfolgt über den Dachgarten, der mit Aufzügen zu den Veranstaltungsbereichen des ICC und des Parkhauses verbunden ist. Der Dachgarten bietet sich hervorragend für Veranstaltungen oder als Frühstücksbereich an: Speisen und feiern mit Blick auf das Treiben der City West. Insgesamt erstrecken sich 32.000 qm Bruttogeschossfläche (BGF) über 29 Etagen mit knapp 520 Hotelzimmern.
  • Wohnhochhaus am Alexanderplatz Berlin
  • Wohnhochhaus am Alexanderplatz Berlin
  • Wohnhochhaus am Alexanderplatz Berlin
  • Wohnhochhaus am Alexanderplatz Berlin
Im Rahmen des Wettbewerbs um ein Wohnhochhaus am Alexanderplatz, sollte ein 150 Meter hoher Wohnturm entworfen werden, der als neue, für Berlin untypischer und bisher nicht existenter Bautyp gilt und ein neues Wahrzeichen im Stadtzentrum stellt.

Der Entwurf berücksichtigt die Qualitäten der unterschiedlichen Architekturen des Ortes und lässt diese in die Gestaltung einfließen. Er vervollständigt die Nachkriegsmoderne mit den Behrensbauten zu einem harmonischen Ensemble. Der neue Turm und der vorhandene Sockelbau sollen als eigenständige Bauten erkennbar sein, gleichwohl bilden Sockel und Turm eine harmonische Gesamtfigur.

Im Gegensatz zu dem einfachen, skulpturalen Baukörper entwickelt die Fassade eine komplexe, vielschichtige, dreidimensionale Struktur. Hierbei geht es darum, jeder Wohnung einen individuellen Außenraum zu bieten, der geschossig alternierend angeordnet ist und den Blick in zwei Himmelsrichtungen ermöglicht. Insgesamt sieht das Konzept bis zu 300 Wohnungen in den oberen Geschossen mit Größen ab 35 m² sowie ein Design-Hotel in den unteren Geschossen vor.
  • Haus am Max-Reinhardt-Platz, Berlin
  • Haus am Max-Reinhardt-Platz, Berlin
  • Haus am Max-Reinhardt-Platz, Berlin
Das Haus am Max-Reinhardt-Platz in Berlin befindet sich direkt vis à vis dem Deutschen Theater. Das städtebauliche Ziel des Entwurfes ist, den Platz erkennbar zu fassen, entsprechend an die bestehende Bebauung anzuschließen und den Block zu vervollständigen. Die neue Bebauung respektiert dabei die repräsentative klassizis­tische Fassade des relativ kleinen Theaters, indem bewusst auf eine Angleichung verzichtet wird. Viel­mehr wird durch die Verwendung von Naturstein ein gleichmäßig homogener Rahmen geschaffen durch den das Theater hervorge­hoben wird. Gleichzeitig verhält sich die neue Bebauung selbstbe­wusst modern gegenüber der his­torisch gewachsenen Umgebung. Die streng kubistisch anmutende Fassadenabwicklung erinnert an das Berlin Max Reinhardts der 20ziger Jahre und vermittelt zwi­schen Tradition und Moderne. Um dem Maßstab der Nachbar­schaft Rechnung zu tragen, ist für den aus mehreren Bauteilen bestehenden Block ein durchge­hendes Gestaltungskonzept ent­wickelt worden, dass zunächst das Bild einer zusammenhängenden Großform vermittelt.

Die Variationen dieses Grundthe­mas gibt den unterschiedlichen Häusern eine eigene Identität. Unterstützt wird dies durch die subtile Differenzierung der einzel­nen Bereiche, eine feine Nuancie­rung des Jura Muschelkalksteins, welche die Zusammengehörigkeit der Häuser dennoch veranschau­licht. Die insgesamt 51 Wohnungen mit Größen zwischen 43 qm und 214 qm sind über die Schumann­straße und den Platz erreichbar. Der Großteil der Wohnungen verfügt über Terrassen, Loggien oder Balkone. Sowohl von dem Bürogebäude als auch von den Wohnhäusern gibt es einen di­rekten Zugang zur gemeinsamen Tiefgarage und einem begrünten Innenhof. Die Eingangsbereiche der unterschiedlichen Wohn- und Gewerbebereiche sind hingegen voneinander getrennt und un­terstützen so zusammen mit der Fassadengestaltung die eigene Identität jeder Einheit. Das ausgeklügelte städtebauliche Konzept und die feine Ausarbei­tung im Detail erzielen eine an­gemessene elegante Erscheinung, die der Besonderheit des Ortes Rechnung trägt.
  • St. Josef Gymnasium, Bocholt
  • St. Josef Gymnasium, Bocholt
  • St. Josef Gymnasium, Bocholt
  • St. Josef Gymnasium, Bocholt
Das für bis zu 1000 Schüler Platz bietende St.-Josef-Gymnasium liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Hemdener Weg in Bocholt (Westfalen) in fußläufiger Entfernung zum zentralen innerstädtischen Knotenpunkt des Öffentlichen Verkehrs. Nachdem im Jahre 2000 das Kapuzinerkloster und in 2001 die Pfarrkirche St. Laurentius geschlossen wurden, sollten diese beiden im Zuge einer energetischen Gebäudesanierung dem 5-zügigen Gymnasium in 7 Bauabschnitten zugeführt werden. Die Kirche und das Kapuziner-Gymnasium bildeten eine in 90 Jahren gewachsene bauliche Struktur.

Das heterogene Gebäudeensemble aus unterschiedlichsten Epochen und ungleichen Nutzungen, wie Pfarrkirche, Kloster, Internat und Gymnasium, hatte lediglich in seiner Materialität, dem westfälischen Backstein, einen formalen Zusammenhang. Der Kerngedanke der Entwurfsidee bestand darin, einen zentralen Ort der Begegnung zu schaffen, der alle Gebäudeteile miteinander verbindet. So wurde der Innenhof, der bislang nur von den Wohnräumen der Patres als Rückzugs- und Ruheort genutzt wurde, als neues Zentrum des Schullebens geplant. Die bis dahin geschlossenen Fassaden der Schule wurden ebenfalls zu dieser neuen Mitte hin geöffnet.
  • H10 Hotel Berlin
  • H10 Hotel Berlin
  • H10 Hotel Berlin
  • H10 Hotel Berlin
Unweit des Berliner Kurfürstendamms, im Bezirk Charlottenburg, entstand das neue Hotel H10 an der Joachimstaler Straße. Auf einem ca. 3100m² großen Grundstück galt es, einen denkmalgeschützten Altbau umzubauen und mit einem Neubau für die Hotelnutzung zu erweitern. Der Klinkerbau aus dem Jahr 1889, der sich direkt an der Straße befindet, dient dem neuen Ensemble als identitätsstiftendes Hauptgebäude. Wegen seines gut erhaltenen Zustands blieb sein äußeres Erscheinungsbild nahezu erhalten. Dieses wird durch seine klare horizontale und vertikale Gliederung geprägt. Als Hintergrund für dieses „Schmuckkästchen“ entstand ein achtgeschossiges Quergebäude, welches durch eine Halle im Erdgeschoss mit dem Hauptgebäude verbunden ist.

Der Neubau, der sich gegenüber dem Altbau bescheiden in den Hintergrund schiebt, soll einen solchen auch darstellen. Er ist mit seiner regelmäßigen Lochfassade sehr einfach gehalten. Diese Einfachheit wird oberhalb des Sockels durch die dem Zufallsprinzip folgender Oberflächenstruktur aufgelöst. Unterschiedlich tiefe Steine wurden bündig zur Gebäudeinnenseite vermauert, so dass nach außen eine sehr lebendige Oberfläche mit Anklängen an die historische Backsteinarchitektur entstanden ist. Dreifach versetzt, verleihen die kopfvermauerten Klinker der großflächigen Seitenwand sowie der schlichten Lochfassade eine haptische, beinahe organische Struktur.
  • Humboldt-Forum im Schlossareal Berlin
  • Humboldt-Forum im Schlossareal Berlin
  • Humboldt-Forum im Schlossareal Berlin
  • Humboldt-Forum im Schlossareal Berlin
Die Leitidee für den Entwurf ist auf den Begriffen Geist des Ortes und Entdeckungslust aufgebaut. Folgende Prämissen wurden herausgearbeitet: die Weiterentwicklung auf Grundlage der ehemaligen Strukturen, also Geschosshöhe und Kubatur; die klare Trennung zwischen historisch rekonstruierten und neuen Bauteilen und die Fuge zwischen der Kubatur des ehemaligen Eosanderhofes und dem eingestellten Volumen des Museums. Im Einzelnen bedeutet dies: die Komplettierung der historischen Figur des Schlüterhofs mit der neuen Fassade des Mittelflügels, dem Eingangsbauwerk für das Humboldt-Forum. Der Ostflügel oder auch Apothekerflügel erhält eine zur Spree hin gestaffelte Fassade, eine Entwicklung aus der Überlagerung der historischen Gliederung des Baukörpers und der schräg zum Gebäude verlaufenden Uferkante. In den Eosanderhof werden mit einer Fuge von vier Metern Breite zwei neue Museumsflügel eingestellt. An dieser Stelle findet die stärkste Setzung gegenüber der historischen Raumfigur statt. Die Fuge zwischen der historischen Raumgrenze des Eosanderhofes und den neuen Ausstellungskuben dient der Belichtung und Orientierung im Haus. Unter der Kuppel wird die Galerie der Weltkunst präsentiert. Aus dem Rundgang der Ausstellung im 3. OG tritt der Besucher in den beeindruckenden 35 m hohen Kuppelraum, von der er den Blick über die Dächer der Stadt schleifen lassen kann.
  • House of Finance, Campus Westend
  • House of Finance, Campus Westend
  • House of Finance, Campus Westend
  • House of Finance, Campus Westend
Das House of Finance auf dem Campus Westend in Frankfurt am Main greift mit den betonten Fassadenrisaliten, den geschlossenen Gebäudeecken und der plastischen Herausarbeitung der Öffnungen aus dem monolithischen Körper das Leitbild des IG-Farben-Ensembles von Hans Poelzig auf. Die Öffnung des Baukörpers in den Obergeschossen zum Grunebergpark und die Materialwahl unterstreichen diese Idee. Zum tiefer liegenden Grunebergpark hin entwickelt sich ein betont hervorstehender Sockel. Die Parkarchitektur fließt hier zwischen dem House of Finance und dem Körper der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bis an den zentralen Campusplatz. Auf einer Hauptnutzfläche von 7.000 qm bietet es 300 Mitarbeitern und 900 Studenten der Institute Platz. Die erdgeschossige Nutzung des Executive-Teaching mit Theaterstyle-Hörsälen und dem Informationszentrum bilden den Sockel. Im Kopfbau der Obergeschosse befinden sich alle allgemein zugänglichen Lehrbereiche, wohingegen sich die Institute in die Seitenflügel entwickeln. Der variable Grundriss ermöglicht offene transparente und zukunftsfähige Bürostrukturen.
  • Tower at Suk Al Thalath Al Gadeem in Tripolis, Libyen
  • Tower at Suk Al Thalath Al Gadeem in Tripolis, Libyen
  • Tower at Suk Al Thalath Al Gadeem in Tripolis, Libyen
Libyen ist ein Land im Wandel. Aufbruch, Tradition und eine jahrtausend alte, vielfältige Kultur sind die bestimmenden Qualitäten. Der Entwurf für einen Hotel-, Appartement-, Büro- und Einzelhandelskomplex vereint hochwertige Ingenieurbaukunst, eine poetische Vision und Beziehungen zu typisch arabischer und libyscher Tradition. Entgegen der üblichen Solitärstellung von Hochhäusern ist eine Teilung der Bauaufgabe in verschiedene Bereiche vorgesehen: der Büroturm, der Sockel mit zwei Höfen, der Hotel- und Appartementturm, die Untergeschosse. In den Sockelgeschossen, das verbindende Element zwischen den beiden Türmen, sind die Einzelhandelsflächen und der Konferenzbereich angeordnet.

Wie im traditionellen Haustypus erfolgen in dem „Tower of Falling Water“ die Haupterschließungen vom Hof aus, abgeschirmt von den Hauptstrassen. Aus der vorhandenen Geometrie des Grundstücks wurde eine Struktur entwickelt. Wie auf Schnittmusterlinien werden die verschiedenen Volumina geformt. Die unterschiedlich abgestuften Baukörper sind durch das geometrische Grundgerüst miteinander wie in einem dreidimensionalem Ornament verbunden. Einige islamische Architekturelemente sind im Entwurf wieder zu erkennen: In der Mandara, der großen Eingangshalle des Hotels, befindet sich im Zentrum die Durka´a mit der im Boden eingelassenen Wasserfläche. Die rautenförmige Gitterstruktur der Fassaden erinnert an the grating of a Mashrageja.
  • Galeria Kaufhof Berlin
  • Galeria Kaufhof Berlin
  • Galeria Kaufhof Berlin
  • Galeria Kaufhof Berlin
Der Ursprung des Warenhauses am Alexanderplatze geht auf das am Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Warenhaus Hermann Tietz zurück, das an ähnlicher Stelle wie der jetzige Baukörper stand. Nach Enteignung der Gründerfamilie Tietz, der Beschädigung im Zweiten Weltkrieg und schließlich des Abrisses in den sechziger Jahren wurde auf neuem Stadtgrundriss der Gesamtkomplex Alexanderplatz mit dem Centrum-Warenhaus im Zeitgeist der 70´er Jahre errichtet. Das Centrum-Warenhaus wurde nach der deutschen Einheit Teil der Kaufhof AG, und es begannen die ersten Umbaumaßnahmen. Der Charakter des Hauses wird durch die neue Fassade bestimmt, einer modernen Interpretation klassischer Warenhaus Architektur, mit großen Eingängen, einem zweigeschossigen Sockel und plastisch gegliederten Natursteinflächen. Obwohl im Innern in erster Linie Wandflächen für die Präsentation der Waren benötigt werden, konnten zu allen Seiten hin große Fensterflächen realisiert werden. Mit dem Entwurf für den Kaufhof erhält der Alexanderplatz ein Stück Stadt zurück, ein großes modernes Warenhaus, das selbstbewusst zwischen seinen Nachbarn steht.
  • Maritim Kongresshotel, Berlin
  • Maritim Kongresshotel, Berlin
  • Maritim Kongresshotel, Berlin
  • Maritim Kongresshotel, Berlin
In unmittelbarer Nähe zum Kulturforum und Potsdamer Platz entstand das neue Hotel und Kongresszentrum der Maritim-Gruppe an der Stauffenbergstraße im Berliner Bezirk Mitte-Tiergarten. Das ca. 12.000qm große Grundstück befindet sich im so genannten „Shellhaus-Quartier“, eingebettet zwischen dem denkmalgeschützten Shellhaus am Landwehrkanal, dem Verteidigungsministerium mit der nationalen Gedenkstätte „Bendlerblock“, dem Wissenschaftszentrum, Botschaften und der Gemäldegalerie. Der Hotelneubau fügt sich als ordnendes Element in dieses Umfeld ein, indem das Gebäude zusammen mit dem bestehenden Shellhaus des Architekten Emil Fahrenkamp einen Block, ein Ensemble bildet. Das heterogene Umfeld stellt dabei die Besonderheit des Ortes dar.

Die Gestaltung der Natursteinfassaden orientiert sich am hochwertigen Vorbild des benachbarten Shellhauses. Die plastische Ausformulierung der Fassaden erfolgt nach zwei Prinzipien, unterstützt so die Gliederung des Baukörpers. Das so genannte „Nutprinzip“ umschließt den Turm und die dreigeschossige Sockelzone. Es wird aus einer vorderen, flächigen Steinebene gebildet, die von horizontalen, tieferliegenden Nuten durchzogen wird. Die Gebäudeecken werden rund ausgeführt. Einen Kontrast dazu bilden die zurückspringenden Zimmergeschosse mit dem so genannten „Federprinzip“. Hier liegt die flächige Steinebene zurück und doppelte horizontale Gesimsbänder stehen vor und bilden „Federn“ aus. Die Gebäudeecken werden rechtwinklig ausgeführt.
  • Sofitel Hotel Berlin
  • Sofitel Hotel Berlin
  • Sofitel Hotel Berlin
  • Sofitel Hotel Berlin
Für ein Baugrundstück an der Augsburger Straße in Berlin, am Schnittpunkt von Kurfürstendamm und Joachimstaler Straße, war ein 5 Sterne Plus Hotel zu entwickeln. Das Grundstück weist eine konträre städtebauliche Situation auf: Einerseits ist das Gebiet durch die für Berlin typische Blockrandbebauung mit einer Traufhöhe von 22,5 m geprägt, andererseits durch die um den Joachimstaler Platz gruppierten, solitärartig aus dem Block wachsenden, hohen Baukörper des Allianzgebäudes, des Viktoriaareals und des Swisshôtels. Das Äußere des Neubaus bringt diese Diskrepanz in ein kompositorisches Gleichgewicht: Der Entwurf reagiert auf die beiden gegensätzlichen Größen mit der Weiterführung des Blocks, als dessen Bestandteil sich der Bau versteht, und der auf die Gebäudespitze bezogenen Symmetrie, die dem Baukörper eine seiner Größe angemessene Eigenständigkeit verleiht. Die skulpturale Eigendynamik des Gebäudes entwickelt sich innerhalb dieses „Korsetts“ des Blockes und der durch die Solitärbauten vorgegebenen Gesamthöhe. Der gleichmäßige Rhythmus der Fassaden unterstreicht die skulpturale Wirkung des Baukörpers. Wie Höhenlinien umfahren die profilierten Brüstungsbänder das Gebäude. Das Thema der horizontalen Brüstungsbänder wird innen wieder aufgenommen und als einzelnes Band in den öffentlichen Bereichen weitergeführt, um sich schließlich als räumliches, dreidimensionales Mäander in Teilen der Möbel aufzulösen.
  • Wohn- und Geschäftshaus Leipziger Platz
  • Wohn- und Geschäftshaus Leipziger Platz
  • Wohn- und Geschäftshaus Leipziger Platz
Die städtebaulichen Vorgaben sehen eine Wiederherstellung der historischen Form des Leipziger Platzes vor, in der sich die einzelnen Gebäude der klaren Geometrie des Platzes unterordnen. Für den Entwurf des Wohn- und Geschäftshauses wurden diese Vorgaben als Chance begriffen, ein Stück öffentlichen Raum zu schaffen, dessen Fassadenvielfalt sich für den genau Hinschauenden eröffnet. Die Fassade zeichnet sich durch eine stringente, der Funktion auf unkapriziöse Weise entsprechenden Proportion geöffneter und geschlossener Flächen aus. Das Relief der Fassade und die Größe der einzelnen Elemente bewirken einen großstädtischen Charakter, der durch die Solidität der Materialien und die Details untermauert wird. Die Fassade gehorcht streng dem Prinzip der Grundgeometrie, der Symmetrie über die Diagonale und einem daraus entwickelten Motiv des Geflechtes. Das Flechtwerk wird durch das Fugenbild sichtbar gemacht. Die Eingangshalle auf der Seite des Leipziger Platzes entspringt der oben genannten Geometrie und hat infolgedessen in Grund- und Aufriss identische Dimensionen; es entsteht ein Kubus. Die Differenzierung Sockel/Schaft/Staffelgeschosse findet Deckung in der Funktionsverteilung Einzelhandel und Eingang/Büro/Wohnung.
  • Museum für Gegenwart – Hamburger Bahnhof
  • Museum für Gegenwart – Hamburger Bahnhof
  • Museum für Gegenwart – Hamburger Bahnhof
  • Museum für Gegenwart – Hamburger Bahnhof
Ein Aspekt des Projektes betrifft die angemessene (nicht nostalgische, sondern rationale) Auseinandersetzung mit der historischen Bausubstanz des Hamburger Bahnhofs und der Erinnerung seiner architekturgeschichtlichen Bedeutung. Dementsprechende Erinnerungsbereitschaft darf nicht nur bezogen werden auf das was war, sondern muss das einbeziehen, was sein könnte oder sein sollte. Daher wurde in dem vorliegenden Entwurf einer Bestandssicherung primär auf die Aura der durch die architektonische Geometrie vermittelten „Identität Hamburger Bahnhof“ Wert gelegt und bei dessen Ausbau und baulichen Erweiterungen ein Dialog zwischen Tradition und Moderne angestrebt.

Das, was im guten Sinne die Architektur der Aufklärung und des Humanismus in Berlin stets war, erschließt sich als „bestandssichernde Erinnerung“ in dem historischen Gebäudeensemble und den hinzugefügten Neubauten am ehesten in deren Geometrie. Dies betrifft deren Grundriss, deren räumliche Ordnung und deren Baukörpergeometrie gleichermaßen. Ein weiterer Aspekt gründet sich entsprechend dem zuvor gesagten auf der Absicht, durch geometrisch klare und einfache Grundrisse, Räume und Raumfolgen eben das zu erfüllen, was das Programm als Offenheit des inhaltlichen wie architektonischen Konzeptes unabdingbar gefordert hat.
  • Museum of Contemporary Art, Chicago
  • Museum of Contemporary Art, Chicago
  • Museum of Contemporary Art, Chicago
  • Museum of Contemporary Art, Chicago
  • Museum of Contemporary Art, Chicago
Einfachheit, Offenheit, Ruhe ebenso wie das Zusammenspiel zwischen Transparenz und Geschlossenheit – dies sind die Schlüsselelemente des Entwurfs. Entweder betritt man das Gebäude von der Michigan Avenue und blickt direkt durch die Gebäudeachse auf den See; oder man nähert sich von der gegenüberliegenden Seite, vom Skulpturengarten, und blickt durch die Achse in Richtung Water Tower und Michigan Avenue – damit ist das Gebäude transparent. Aber sobald man die Ausstellungsräume betritt, ist man davon losgelöst, eingeschlossen, isoliert mit der Kunst. Es ist wichtig, Ausstellungsräume zu konzipieren, in denen nichts außer die Kunst selbst den Betrachter fesselt.

„… Gebäude sind von Natur aus körperlich begrenzt: durch das Gelände, durch ihre Ausmaße, durch ihre Mauern. (…) Nichtsdestotrotz haben sie als visuell expressive Objekte in einem öffentlichen, städtebaulichen Kontext die Kraft, sich an diesen Fesseln zu reiben. Chicagos neues Museum nutzt diese Kraft. Es bringt die Kunst zurück in eine Hülle, an die Spitze der Treppe zum Parnass, und schmeichelt so unzweifelhaft den Künstlern, so wie es die zeitgenössische Kunst unterminiert. Die Treppe ist stattlich, und so ist auch die Hülle. In seiner Bedachtheit und Makellosigkeit erinnert der Kleihues’sche Entwurf an das Goldene Zeitalter der Architektur Chicagos.”

Herbert Muschamp, In: The New York Times, 30.06.1996
  • Kant Dreieck, Berlin
Von welchem Genius loci könnte an diesem Ort die Rede sein, wo Tingeltangel, Banken und die Berliner Börse nebeneinander existieren: Landgericht und Haus der Kaufmannschaft, Kempi und Trödelmarkt, Jüdisches Gemeindehaus und das Künstlerhaus Fasanenstraße 13, Paris Bar und Theater des Westens. Der große „Hahnen-Kamm“ aus genietetem Blech, der das Haus bekrönt und sich im Winde dreht, grüßt in die verschiedenen Richtungen und auch in die Vergangenheit: grüßt Schriftsteller im Romanischen Café‚ und die Künstler der Sezession. Diesem Ort, an dem sich Melancholie und Heiterkeit die Waage halten, soll das Kant-Dreieck bildhaft entsprechen.

Die bewußt eingesetzte spielerische Attitüde beim Haus „Kant-Dreieck“, die deutlich sich in der vom Wind bewegten Wetterfahne zu erkennen gibt, ist so nur an diesem Ort denkbar: und das, in der bildhaften Symbolik erlebbare Maß unkonventionellen Verhaltens, erinnert das ungebunden Individuelle, auch das die Alltagsrealität relativierend Tänzerische, welches uns das Leben der Josephine Baker so bewundernswert erscheinen läßt, der das Kantdreieck gewidmet wurde.

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