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Just Burgeff Architekten GmbH

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Kaiserstraße 68
DE 60329 Frankfurt am Main

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Architektur | Stadtplanung | Landschaftsarchitektur | Innenarchitektur | Ingenieurwesen/Fachplanung | Studenten/Absolventen | Modellbau | Kunst/ Design

Die hochfrequentierte Stadtbahnverbindung zwischen der Frankfurter Innenstadt und dem Stadtteil Preungesheim ist barrierefrei: Der Entwurf für den Ausbau der Station „Glauburgstraße" der Linie U5 war 2010 aus einem Realisierungswettbewerb der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) hervorgegangen. Aus der besonderen städtebaulichen Situation entstand eine Idee, die über einen Hochbahnsteig mit Wetterschutz für Wartende hinausgeht. Zur Fahrbahn hin funktional geschlossen, öffnen sich die stadtein- und stadtauswärts versetzt angeordneten Bahnsteige der Umgebung: Treppen und Rampen falten sich aus der Enge des Stadtraums zu einer urbanen Landschaft auf und lassen die Bewegungen querender Fahrgäste, Fußgänger und Anwohner zu einem dynamischen Miteinander verschmelzen. Analog setzt sich in den weich in die Höhe geschichteten Plattformen der Belag des Gehwegs fort, Grünflächen und ein taktiles Leitsystem ergänzen ihn. Die zäsurlosen, fließenden Übergänge der Haltestelle münden in den filigranen Überdachungen, die sich über den Wartenden auffalten. Im Zusammenspiel mit der triangulär gefalteten Außenhaut aus lackiertem Stahlblech funktioniert die Stahlkonstruktion nach dem Prinzip zweier Trichter auf Stützen. Die Faltdächer leiten das Regenwasser im Stüt-zeninnern ab, im Bereich der Sitzflächen bildet ein eingespanntes Sicherheitsglas den Wetterschutz. Die Entmaterialisierung löst das klassische Verhältnis von Vorder- und Rückseite einer Haltestelle auf, in ihrer skulpturalen Anmutung sind die Bahnsteige als identitätsstiftende Stadtmöbel weithin sichtbar. Von allen Seiten aus zugänglich, werden sie zugleich Teil des neu modulierten, öffentlichen Raums – sie sind Haltestelle, Bürgersteig und urbaner Platz gleichermaßen.
Das Areal des neuen ZOB Leverkusen befindet sich städtebaulich am Übergang der eher dörflich anmutenden Werkssiedlung mit Grünflächen im Westen und der urban geprägten, kleinteiligen Innenstadt von Leverkusen im Osten. Direkt eingefasst wird es von zwei markanten linearen Strukturen: die Gleistrasse des Bahnhofs Leverkusen zur einen, der vierspurige Europaring zur anderen Seite. Querverbindungen für Fußgänger und Radfahrer schaffen der Rialto Boulevard in Verlängerung des Bahnhofs und die weiter nördlich liegende Y-Brücke. Auf diese drei Faktoren reagiert der Entwurf: Mit einer großflächigen, rechteckigen Überdachung als zentraler Mittelbussteig begegnet er der Linearität des Ortes. Seine Dynamiken übersetzt er in markante Faltungen, die mit bewusst gesetzten, öffnenden Gesten in Dialog mit der Umgebung treten. Zudem vermittelt die in trianguläre Formen aufgelöste Dachfläche zwischen den Maßstabssprüngen des städtebaulichen Kontexts. Von zwei großen Stützen getragen und mit einer schmalen Ansichtskante versehen, scheint die Überdachung zu schweben. Auf angemessene Weise interagiert der Entwurf mit den städtebaulichen Randbedingungen und wird als repräsentatives Eingangstor zur Stadt erlebbar.
Wie entsteht aus einem grauen und gedrungenen Betonskelettbau aus den 60er-Jahren ein zeitgemäßes und repräsentatives Bürogebäude? Just/Burgeff Architekten haben das im Frankfurter Westend-Süd gelegene Gebäudeensemble Wöhlerstraße 6-10 dafür einer umfassenden architektonischen und energetischen Sanierung unterzogen. Die ursprüngliche Verkleidung aus Betonfertigteilen ersetzt eine helle und fein differenzierte Natursteinfassade aus großformatigen Kanfanar-Platten. Bodentiefe Fenster mit schmalen, anthrazitfarbenen Profilen – von der Fassadenebene zurückversetzt – zeichnen das markante Raster nach und geben dem rationalen Erscheinungsbild Tiefe. Das schlichte, als Kragplatte ausschwingende Vordach mit Lichtdecke und die goldfarbene Zugangstür leiten elegant in das Foyer hinein. Über die Fortführung des Natursteins wird die neue Repräsentativität von Außen in das Innere übersetzt. Zugunsten einer großzügigen Raumaufteilung in den Büroetagen eher kompakt gehalten, entfaltet das Foyer seine Wirkung im Detail: die in Nero Tempesta verkleidete Portalwand des Aufzugs, das durchdachte Lichtkonzept sowie der Umgang mit den Büro- und Treppenhauszugangstüren. Lichtdurchflutet und durch ein flexibles Achsraster variabel im Zuschnitt, bieten die Büroräume in Verbindung mit einem Niedrigenergie- und Low-Tech-Konzept zeitgemäße Arbeitsplätze. Das Raumangebot bietet – neben der Tiefgarage und dem in drei Wohnapartments umgewidmeten Pavillon – im Erdgeschoss auch einen Fahrradraum mit E-Bike-Ladestation.
Die Idee für das „Baltique Deli", ein Pankúka-Restaurant mit französischer Raffinesse, entstand auf Reisen nach Frankreich und ins Baltikum. Räume, in denen die Einzigartigkeit der Küche erfahrbar wird, fanden sich in einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus der Gründerzeit, mitten in Frankfurt. Die vorgefundenden Elemente und Oberflächen wurden aufgearbeitet und ergänzt; mit ihrer ganz eigenen Geschichte bereichern sie die Atmosphäre – ebenso wie das Konzept des Frontcookings, das sich im bestehenden Grundriss mit wenigen Eingriffen umsetzen ließ. Zwei Zugänge ermöglichten, im vorderen Bereich den Verkauf der Delikatessen zu organisieren. Die Speisekarte – wie das gesamte Brand Concept eigens mitentwickelt – ist dabei in die Bildercollage an der Wand integriert. Der große Tresen ist dem Nebenraum zur Teig- und Speisenzubereitung vorgelagert. Parallel zum Schaufenster und in den Gastraum hineinragend, kann hier die Zubereitung der Pankúkas inszeniert werden. Das monolithische Möbel in Betonoptik mit Linoleumoberfläche setzt bewusst einen Kontrast zu den beiden freigelegten gusseisernen Säulen. Der Tresen harmoniert zugleich mit dem Estrichboden, der bereits seine eigene Patina besitzt. Die darüber installierten Pendelleuchten greifen in ihrer feinen Faltung das filigrane Relief der Stuckdecke auf, als spielerisches Ensemble lenken sie zugleich die Blicke von Außen in das Restaurantinnere. Das Rot der Kabel findet sich im Rot der Barhocker wieder, auf denen die Gäste mit Blick auf die Straßenszenerie ihre Pankuka verzehren können. Inspiriert von dem vorhandenen Holzparkett sind die Stühle und Tische im Gastraum, der sich seitlich anschließt, auch in Eiche gewählt. Um auch hier die besondere Beziehung zum Gast zu halten, entwickelt sich aus dem Wandregal ein Rahmen für das Fenster, das Einblicke in die Küche freigibt. Das Blau der Polster der Sitzbank erinnert an die Ostsee und akzentuiert das gebrochene Weiß und helle Grau der Wände. In dem kleinen, hinteren Raum kehrt sich das Verhältnis um, das Blau wird zur vorherrschenden Wandfarbe. Benannt nach den französischstämmigen Ahnen des Hauseigentümers, entsteht im Salon de Neufville eine sehr familiäre Atmosphäre – und doch lässt sich spätestens dort in die Ferne schweifen. Just/Burgeff Architekten haben für das Baltique Deli sowohl das Interior als auch das Brand Concept entwickelt.

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