Wettbewerbe für Architekten und Ingenieure, Landschaftsarchitekten, Architektur Studenten Wettbewerbe für Architekten und Ingenieure, Landschaftsarchitekten, Architektur Studenten
X

NEU: Bitte beachten Sie, dass Sie sich ab sofort mit E-Mail und Passwort einloggen.

Passwort erneuern
Neu registrieren

blocher partners

WA-Expertenprofil

blocher partners

blocher partners

Herdweg 19
DE 70174 Stuttgart

+49 (0)711 224 82-0
info@blocherpartners.com
https://blocherpartners.com/

Architektur | Innenarchitektur

  • Quartier an der Schäferlinde in Herrenberg
  • Quartier an der Schäferlinde in Herrenberg
  • Quartier an der Schäferlinde in Herrenberg
Städtebauliches und architektonisches Konzept

Unweit des historischen Herrenberger Altstadt entsteht im Bereich der angrenzenden Nagolder Straße, Mühlstraße und Schäferlinde ein attraktives, verdichtetes Wohnquartier mit 166Wohneinheiten und Parkgarage für alle Bevölkerungsgruppen.

Auf die im Süden und Westen angrenzenden, stark frequentierten Straßen (Nagolder- und Mühlstraße) reagiert der Entwurf mit einer 4-6 geschossigen Bockrandbebauung, die die auftretenden Immissionen von der ruhigen Innenbebauung abhält. Der ruhige Innenbereich des neuen Quartiers wird durch drei lineare Baufelder mit 4-5 Vollgeschossen in Nord / Südorientierung und privaten Gärten zoniert.

Zwischen den Gebäuden entstehen halböffentliche, klar strukturierte Grünräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die an die angrenzenden Straßen und Wohngebiete sowie die Altstadt anbinden. An der Nahtstelle der beiden Plangebiete wird ein gut proportionierter, topographisch gestaffelter Wohnhof als grüne Mitte für alle Anwohner ausgebildet. In einer städtebaulichen Vision werden die im Süden und Osten angrenzenden Wohnbebauungen überplant – das Konzept des urbanen Blockrandstruktur wird dann entlang der Nagolder Straße weitergeführt und ergänzt, das Quartier wächst Richtung der östlich angrenzenden Straße Schäferlinde.

In Summe entsteht so ein urbanes , identitätsstiftendes Wohnquartier mit hoher Aufenthaltsqualität und dem Potential der logischen Erweiterbarkeit Richtung Osten.

Gebäudetypen, Wohnformen, Erschließung

Das neue Wohnquartier Schäferlinde wird in zwei Plangebiete gegliedert. Im westlichen Plangebiet 1 wird eine 4-geschossige Blockrandstruktur entwickelt, während das Plangebiet 2 durch drei lineare Baukörper in Nord-Süd Ausrichtung mit vorgelagerten privaten Gärten gegliedert wird. Am Übergang zwischen den beiden Plangebieten entsteht ein gemeinsamer Wohnhof mit hoher Aufenthaltsqualität, der die natürliche Topografie des Grundstücks aufnimmt und die begrünten Freiräume in verschieden gestaltete Niveaus gliedert.

Aufgrund der hohen Lärmimmissionen, die von den im Westen und Süden des Grundstücks angrenzenden Straßen ausgehen, reagieren wir hier baulich mit einer differenziert gestalteten Blockrandstruktur. Insgesamt werden an der Mühl- und Nagolder Straße 6 kompakte Treppenhäuser erschlossen. Alle Gebäude sind über Flure mit dem ruhigen Quartiersinneren barrierefrei erreichbar und direkt an die Quartiersgarage angebunden. Wir planen hier kompakte 3-Spänner mit unterschiedlichen, zweiseitig belichteten Wohnungstypen bzw. kompakten Wohnungen mit Blick in das grüne Quartiersinnere. Die Wohnungstypen sind modular

entwickelt, kompakt und effizient geschnitten und bieten den Bewohnern ein hohes Maß an Qualität.

Aufgrund der hohen Lärmbelastung von der Nagolder- und Mühlstraße werden in der Blockrandstruktur Schlafräume an der lärmabgewandten Seite zum Innenhof angeordnet werden und alle Wohnräume mit einer fensterunabhängigen Lüftung ausgestattet werden. Wohn- und Essbereiche werden auch an den straßenzugewandten Seiten geplant. Um bei diesen ebenfalls schutzbedürftigen Räumen einen ausreichenden Schallschutz zu gewährleisten, sieht der Entwurf eine schalltechnische Pufferzone vor den Fenstern vor. Diese werden in Form von Loggien in die Gebäudekubatur integriert.

Neben der Schutzfunktion für den Innenraum wird auf diese Weise die Loggia als Außenwohnbereich nutzbar gemacht ohne die Grenzwerte der 16. BImSchV (Bundesimmissionsschutzverordnung/Verkehrslärmschutzverordnung) für ein Mischgebiet zu überschreiten, welche den Grenzfall für eine Nutzung als Außenwohnbereich darstellen.

Umgesetzt wird dies durch eine öffenbare Verglasung, die durch schallgedämmte Zuluftöffnungen eine Dauerlüftung der Loggia ermöglicht. In Kombination mit einem außenliegenden Sonnenschutz können so Überhitzungen der Loggia im Sommerfall deutlich reduziert werden, so dass eine Nutzung der Loggia bei einer Vielzahl von Witterungsverhältnissen möglich wird.

Die Dachlandschaft der Blockrandstruktur wird als zusammenhängendes, übergeordnetes Gestaltungselement herausgearbeitet; die durch Rücksprünge und unterschiedliche Höhen gestaffelte Dachfigur wird dabei zusätzlich mit einer vertikalen Holverschalung verkleidet und setzt sich damit gut von der verputzten Fassade ab.

Im inneren Planbereich 2 entwickeln wir drei zeilenförmige Baukörper mit 4-5 Vollgeschossen in Nord-Süd Ausrichtung. In dem Zusammenspiel von Gebäudevolumen und Grün-/ Außenanlagen entsteht eine klare Struktur mit eindeutiger Orientierung. Über leichte Versprünge des Geländes werden private Gärten und Vorgärten von halböffentlichen Wegen getrennt. Alle Wege münden im

gemeinschaftlichen Quartiersplatz, binden aber auch an die übergeordneten Wege an.

Alle Wohnungen werden barrierefrei von Norden erschlossen, Wohn- und Aufenthaltsräume orientieren sich nach Süden und werden durch vorgehängte Balkone mit Staketengeländer zusätzlich aufgewertet. Die Staffelgeschosse verfügen zudem über großzügige Terrassen.

Das Verhältnis von Wohnfläche (12.895m²) zu BGF (R) (16.517m²) ist mit 0,81 sehr kompakt und wirtschaftlich. Der gewünschte Wohnungsmix sowie das Verhältnis von freifinanzierten, förderfähigen und Sozialmietwohnungen wird erfüllt.

Die Zufahrt zur kompakten, flächeneffizienten Quartiersgarage mit 166 Stellplätzen erfolgt zentral von Norden über die Straße Schäferlinde.

Kinderwagenabstellräume werden im Eingangsbereich der einzelnen Häuser nachgewiesen. Fahrradstellplätze sowie Müllaufstell- und Sammelflächen werden dezentral in kompakten Räumen an den Rändern des Quartiers verteilt.

Der Innenbereich des Quartiers wird autofrei geplant, zur Entfluchtung der zum Quartiersinneren orientierten Wohnungen werden zwei Aufstellflächen für Feuerwehrfahrzeuge nachgewiesen, die von Norden und Osten angefahren werden können.

Freiraumkonzept

Die Freianlagen sehen eine einheitliche Gestaltung vor, welche ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität und Grünflächen im Quartier schaffen. Die Wohnbebauung wird durch Grünflächen und Gehölze umfasst und bildet durch eine strukturierte Wegeführung eine einfache Orientierung. Die Gebäudezugänge liegen an den äußeren Grenzen des Planungsgebietes, sodass im Zentrum eine möglichst große zusammenhängende Freifläche für die Anwohner geschaffen wird. Die Außenanlagen gehen auf die bestehende Topografie ein und nutzen diese bspw. zur konzentrierten Ableitung von Regenwasser in Richtung der geplanten Retentionsmulden.

Das Quartier wird durch zusammenhängende Grünflächen aus Rasenflächen, Stauden und Blühwiesen, sowie Gehölzstrukturen verbunden. Ein Rahmen aus bestehenden und geplanten Gehölzen schirmt die Wohnbebauung von den beiden Bundesstraßen ab und schafft eine ablesbare Grenze zwischen den öffentlichen Gehwegen und dem nachbarschaftsbezogenen Quartierszentrum. Gehölze außerhalb der geplanten TG werden wo möglich erhalten und durch Neupflanzungen ergänzt. Weiterhin werden die Gehölzstrukturen hin zum Quartiersplatz geführt, wo sich lineare Formen in Grüninseln und kleine Gehölzgruppen verwandeln. Hier wird der Ort durch eine Vielzahl an Blühwiesen, Stauden- und Rasenflächen, sowie Sträuchern und Bäumen geprägt, sodass inmitten der umliegenden Bundesstraßen ein Ruheort für die Anwohner geschaffen wird.

Im östlichen Bereich des Quartiers sind zudem großflächig Retentionsmulden zum Einstau des anfallenden Regenwassers geplant, welche das Wasser auf nachhaltige Art und Weise zurückhalten und gedrosselt durch Verdunstung und Versickerung an die Umgebung abgegeben. Hierdurch wird ein Kühleffekt im Quartier angestrebt. Die angrenzenden Grünflächen sind durch Pfade erschließbar, um auch introvertierte Räume zu fördern.

Innerhalb des Planungsgebietes werden diverse Spiel-, Aufenthalts- und Ruheplätze angeboten. Der Quartiersplatz bildet hierbei das Zentrum der Wohnbebauung und ist mit einem Spielplatz, sowie einer Boulle Fläche ausgestattet. Weiterhin dienen modellierte Grüninseln mit Staudenpflanzungen und Sitzgelegenheiten als attraktive Orte zum Aufenthalt und Verweilen. Der Quartiersplatz kann zudem für kleine Nachbarschaftsfeste oder Geburtstage genutzt werden. Weitere introvertiertere Plätze sind innerhalb der Grünflächen angedacht. Hier wird der Aufenthalt unter einem Blätterdach durch Kleinkinder-Spiel im Norden und Süden sowie durch das Angebot von bspw. Tischtennisplatten und Sitzbänken gefördert.

Das Quartier bleibt innerhalb der Wohnbebauung frei von motorisiertem Verkehr und fängt diesen durch die TG-Zufahrt im Norden ab. Lediglich die den Gebäuden zugeordneten Fahrradstellplätze im Außenbereich sind über die Zuwege in das Quartier zu erschließen. In der Tiefgarage sind zudem weitere abschließbare Fahrrad-Stellplätze mit E-Ladestationen vorhanden. Der südlich angrenzende Radweg wird im Bereich der Nagolder Straße mit dem Gehweg verbunden, um den Baumbestand entlang der Straße größtmöglich erhalten zu können.

Der Entwurf greift den Bestand auf und ergänzt diesen durch die Verwendung nachhaltiger Bausteine im freiraumplanerischen Gefüge. Eine geringe Flächenversiegelung, die Neupflanzung artenreicher heimischer Gehölze und der Umgang mit anfallendem Regenwasser charakterisieren das Quartier und zielen auf eine zukunftsorientierte Planung ab.

Konstruktion, Erscheinungsbild und Materialität

Wir schlagen für das neue Wohnquartier eine Gliederung der Bauweise nach Planbereichen vor. Der Planbereich 1 (Blockrandbebauung wird in konventioneller Massivbauweise mit Wärmedämmverbundsystem mit Strukturputzoberfläche geplant. Die Quartiersgarage wird ebenfalls in Massivbauweise umgesetzt. Die oberirdischen Bauteile im Planbereich 2 planen wir in innovativer Holzbauweise mit Brettsperrholzdecken und vorfabrizierten Holzrahmenbaufassaden. Der Holzbau ist elementarer Bestandteil des durchdachten Energiekonzeptes und erfüllt die Vorgaben des KfW-55-Effizienzhaus-Standards (NEU: BEG Effizienzhaus 55).

Die Fassade wird verputzt, die Erdgeschoss- und Staffelgeschossbereiche werden mit einer vorbehandelten vertikalen Stülpschalung verkleidet. Raumhohe Fenster und Metallgeländer in Staketenform bei Balkonen runden das hochwertige Erscheinungsbild des Quartiers ab. E kommen Kunststofffenster mit 3-fach Isolierverglasung zum Einsatz, für den Sonnenschutz werden außenliegende Jalousien angebracht.

Es sind Flachdächer mit extensiver Begrünung vorgesehen, um das Mikroklima zu verbessern und um das Regenwasser zu speichern.

Energetisches Konzept, Nachhaltigkeit, Gesundes Wohnen

Für die Wärme- und Warmwasser-Versorgung ist eine Luft-Wärmepumpe mit Gasheizung zur Spitzenlast-Abdeckung, ggf. in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage, vorgesehen. Der über die PV-Anlage erzeugte Strom wird entweder sofort im Haus verbraucht oder für einen späteren Zeitpunkt gespeichert. Hierbei werden insbesondere die Elektroautos in der Tiefgarage über Nacht aufgeladen. Der übrige Strom wird in das Netz eingespeist. Die Wohnungen im Planbereich 1 werden wie beschrieben mit einer fensterunabhängigen Lüftungsanlage ausgestattet.

Die abschließende Auswahl des für die Wohnanlage optimalen Systems erfolgt nach Abstimmung mit Fachplanern (Energieberater und HLS-Planer) unter der Berücksichtigung von ökologischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten zu einemspäteren Zeitpunkt. So trägt die Wärme- und Warmwasserversorgung ebenfalls zu einem sinnvollen ökologischen Gesamtkonzept bei.

Das gesunde Wohnen wird, wo immer möglich, durch die Verwendung von natürlichen oder naturnahen heimischen Baustoffen unterstützt. Dabei kommt überwiegend Holz als natürlicher, regenerativer und CO2-neutraler Baustoff zum Einsatz.

Darüber hinaus werden Oberflächen weitgehend „offen“ gestaltet: Wände werden nur verputzt, auf Tapeten wird verzichtet. Echtholz-Parkettböden werden naturbelassen, geölt bzw. gewachst, aber nicht versiegelt. Diese offenen Oberflächen schaffen ein gutes Raumklima, indem sie feuchtigkeitsregulierend „arbeiten“. Bei hoher Luftfeuchtigkeit wird diese teilweise ins Material aufgenommen, bei trockener Luft wieder in den Raum abgegeben.

Somit ist diese Bauweise nicht nur gesund für die Umwelt, sondern vor allem auch gesund und darüber hinaus ökonomisch sinnvoll für die Menschen, die in dem Quartier leben werden.
  • „Landratsamt der Zukunft“ in Würzburg
  • „Landratsamt der Zukunft“ in Würzburg
  • „Landratsamt der Zukunft“ in Würzburg
Im Sinne der Nachhaltigkeit zu planen und den Bestand zu würdigen sind die zentralen Gedanken des Wettbewerbsbeitrags von blocher partners für das „Landratsamt der Zukunft“ in Würzburg, der mit einer 2. Anerkennung ausgezeichnet wurde.

Der Erweiterungsbau reagiert mit seiner Figur aus vier ineinandergreifenden Riegeln auf den historisch geprägten und geschützten Stadtraum. Seine Gliederung durch präzise ausgerichtete Vor- und Rücksprünge verbindet den Baukörper wie selbstverständlich mit seinem Kontext. Zugleich strukturiert er die zu unterschiedlichen Zeiten entstandenen Bausteine und fügt sie zu einem großen Ganzen, lässt ihn als Campus erscheinen. Durch die städtebauliche Setzung definiert der Baukörper verschiedene Platz-, Garten- und Hofsituationen. Unterstützt wird die Neuordnung des Stadtareals durch eine diagonale Durchwegung durch das gesamte Gelände.

Die rot-braune Metallfassade auf dem scharrierten Main-Sandstein-Sockel vermittelt farblich zwischen der Pfarrkirche „Unsere-Liebe-Frau“ und dem historischen Hauptgebäude des Landratsamtes und setzt nachhaltig die regionalen Materialien in Szene. Durch den Erweiterungsbau für das „Landratsamt der Zukunft“ entsteht kein massiver Solitär, vielmehr trägt die ausbalancierte Gliederung und die fein abgestimmte Maßstäblichkeit dazu bei, dass der Neubau als moderner und dennoch vertrauter Stadtbaustein erscheint. Der Bestand wird ausdrücklich als weiterhin identitätsprägendes Merkmal für das Grundstück erachtet.

Insofern es sich um ein öffentliches Gebäude handelt, das namentlich für die Zukunft gebaut werden sollte, legten die Planer ihrem Entwurf höchste Nachhaltigkeitsaspekte zugrunde. Die tragende Struktur ist in Holzhybridbauweise geplant. Holzbalken und Holzstützen minimieren gegenüber konventioneller Bauweise die Lasten, den Betonanteil und somit CO2. Darüber hinaus wird der Rahmen für ein besonders gutes Raumklima durch die Eigenschaften unversiegelter Holzoberflächen geschaffen.

In ihrer Beurteilung hebt die Jury hervor: „Der viergeschossige Baukörper ordnet [sich] wohltuend in den Kontext ein und tritt in einen positiven Dialog mit dem Bestand (…) Die Fassaden wirken durch das Spiel aus Enge und Weite lebendig. Loggien lockern das Fassadenbild auf und erzeugen auch zum Innenraum in diesen Bereichen interessante Beziehungen von innen nach außen.“
  • HOMAG Campus Schopfloch
  • HOMAG Campus Schopfloch
  • HOMAG Campus Schopfloch
Für den in Schopfloch im Schwarzwald ansässigen Weltmarktführer im Bereich Maschinen für die holzverarbeitende Industrie haben wir im Rahmen eines Wettbewerbs einen neuen Campus an der Unternehmenszentrale geplant: Eine Hauptverwaltung mit 16.500 Quadratmetern Fläche und 550 Arbeitsplätzen, ein Mitarbeiterrestaurant sowie ein Kundencenter werden das Werksgelände neu gestalten.

Die Gebäude werden Maßstäbe im Bereich der nachhaltigen Architektur setzen. Bis auf die erdberührenden Elemente und die Gebäudekerne ist die gesamte Gebäudestruktur als Holzskelettbau mit Brettsperrholzdecken ausgeführt. Auf diese Weise ist der Vorfertigungsgrad hoch und der Rückbau wird bereits im Entwurfsprozess berücksichtigt. Ziel ist es, während des gesamten Baus nach Cradle-to-Cradle-Standards zu planen.

Das innovative Bürogebäude zeichnet sich durch zwei sich überschneidende Höfe aus, die in die Topographie integriert sind und eine durchgehende Verbindung zwischen dem oberen Teil des Campus, in dem sich das Hauptwerk befindet, und dem unteren Teil, in dem sich die neue Hauptadresse des Campus befinden wird, bieten. Dadurch werden alle Mitarbeiter auf einem integrierten Campus mit Blick auf den umliegenden Schwarzwald arbeiten.
  • New 7 Mannheim
  • New 7 Mannheim
  • New 7 Mannheim
  • New 7 Mannheim
  • New 7 Mannheim
Der Umbau und die Aufstockung des früheren Galeria Kaufhofs in der Mannheimer Innenstadt ist ein herausragendes Beispiel für innerstädtische Transformation und nachhaltige Nachverdichtung: Werden die unteren Geschosse zu maximal flexiblen Büro- und Handelsflächen umgebaut, entsteht vom 2. OG bis zum 6. OG neuer, teilweise als Holzbau ausgeführter, urbaner Wohnraum in Holz-Hybridbauweise.
  • Entwicklung Masterplan für das neue Stadtquartier Pankower Tor in Berlin
  • Entwicklung Masterplan für das neue Stadtquartier Pankower Tor in Berlin
  • Entwicklung Masterplan für das neue Stadtquartier Pankower Tor in Berlin
  • Entwicklung Masterplan für das neue Stadtquartier Pankower Tor in Berlin
  • Entwicklung Masterplan für das neue Stadtquartier Pankower Tor in Berlin
Die Städtebauliche Setzung verbindet Pankow Nord und Süd über den von Grün begleiteten Gleisfluss. Hier entstehen ein Trockenbiotoppark in den die Schnellradstrecke Panke-Trail eingebettet ist. Sie verbinden das neue Stadtquartier mit der Metropole Berlin und den durchgrünten Nachbarschaften in Heinersdorf und der angrenzenden Brandenburgischen Landschaft.

Wohnen in Pankows ‘Sommerfrische’ - exzellent angebunden an Berlins Zentrum. Zwei Vorderseiten, umspülen das neue Quartier, an der Granitzstraße urban, am Gleisraum ein sich immer wieder ausweitender Freiraum, ein grüner Fluss in der Stadtlandschaft der an drei markanten Stelen eine Aufweitung erfährt und Pankow Nord und Süd großzügig verbindet.

Die Abfolge der öffentlichen Freiraumangebote bieten räumlich wie programmatisch ein Pendant zum historischen Zentrum Alt-Pankow.

Re-Knitting the Network: Diverse Beziehungen über die Gleistrasse, teils physisch teils visuell vernähen die bis dato getrennten Stadtteile. Ein Dreiklang von großzügigen Frei- und Platzräumen verbinden Pankow Nord und Süd an den strategischen Gelenkpunkten des Kiez-Foyers am S + U-Bahnhof Pankow, den Kiez-Terrassen an der Passage Neumannstraße – Hadlichstraße und dem großzügigen Kiez-Garten an der Tramschlaufe, der den Retzbacher Weg mit der Klaustalerstraße verbindet.

An diesen wesentlichen Knotenpunkten werden neue Destinationen ausgebildet: Am Kiez-Foyer ein urbaner multimodaler Knoten, an den Kiez-Terrassen eine das Gleisfeld terrassenartig unterwandernde Passage, an der Tramschlaufe Richtung S-Bahnhof Pankow Heinersdorf der Kiez-Garten, ein Treffpunkt für gesamt Pankow am Panke Trail, sowie für Schule- Hort und KiTa Nutzungen. Hier treffen sich Kiez- und Stadtquartiersbewohner mit Laubenpiepern und via den sich sägezahnartigen immer wieder ausweitenden Grün- und Biotopverbund des Panke Trails, gelangt man zum S-Bahnhof Heinersdorf und zum ‘Feuchten Winkel’.

Am Kiez-Foyer mit dem in den Gleispark Baufeld A eingebetteten Fahrradmobilitätshub kulminieren sich die publikumsattraktiven Nutzungen der Bibliothek, Sport- und Fachgeschäfte, die offen durchwegbar die beiden Erdgeschosse Berliner Platz und Niveau Panke Trail beidseitig der Berliner Straße miteinander verbinden. Ein freigestellter Hochpunkt wird an diesem hochfrequentierten Ort elegant durch Fußgängerströmen umspült, die zwischen Innen- und Stadtwelten gut einsehbar verknüpfen. Nach Osten schliesst sich eine verdichtete offene Hofstruktur, die hauptsächlich dem Wohnen verpflichtet ist aber im Erdgeschoss eine ‘Berliner Mischung’ erlaubt.

Angrenzend findet man im Baufeld C, in großzügigen durchgrünten Hofstrukturen eine Mischung aus unterschiedlichen Wohntypologien, je Lage, Ausrichtung und Exponierung: Außen urban, innen, ruhig, wohnlich, grün, beinahe idyllisch. Die Wohnquartier im Baufeld C zeichnet sich durch seine urbane städtische, mit teils Lärmpuffernden begrünten Laubengängen nach Außen und seiner im Innern kleinteiligen, Typologie durchmischten und durchgrünten Wohnqualität aus. Ein grüne Oase innerhalb der rundherum pulsierenden Stadt, die zur großen Überraschung durchgrünte, bodennahe Wohnqualitäten auf allen Ebenen anbietet für diverse Bewohnergruppen und soziale Schichten. Der Fokus liegt auf Familienwohnen, die innere Durchwegung erlaubt es Kindern, wie Bewohnern sich innerhalb des Quartiers sicher, autofrei auf Wohnstraßen und Spiel- sowie diversen begrünten Freiflächen zu bewegen.

Die unterschiedlichen Höfe, erhalten jeweils einen eigenen Charakter, Vielfalt im Einzelnen aber Kohärenz im Ganzen sorgt für ein ausgewogenes Miteinander zwischen Eigenidentität und Gesamtheit.

Bei der Ausgestaltung der Fassaden wird dementsprechend grossen Wert daraufgelegt, dass einerseits eine Zusammengehörigkeit der Ensembles ablesbar ist, um einen Ort zu schaffen, mit dem man sich gerne identifiziert und der eine Eigenidentität und Gemeinschaft bilden kann. Zugleich unterscheiden sich die einzelnen Höfe subtil, die jeweilige Fassade ist Ausdruck der jeweiligen Typologie und des Wohnungsmix bzw. der Nutzergruppe.

Natürliche authentische und nachhaltige Materialien wie Backstein und Holz, in unterschiedlichen Sortierungen und Farben sorgen für qualitativ hochwertige Fassaden und garantieren den Zusammenhang wie die Integration in den Kontext. Ein Spiel aus dem Farbenspektrum der Klinker, Strukturputz-, Holz-, Beton- sowie Metallelementen bildet einen Material- und Farbenkanon, der Vielfalt zulässt und gleichzeitig einen ästhetischen Zusammenhalt des Gesamten garantiert.

Urbane Struktur
  • Bründl Kaprun Erweiterung Flagship Store
  • Bründl Kaprun Erweiterung Flagship Store
  • Bründl Kaprun Erweiterung Flagship Store
  • Bründl Kaprun Erweiterung Flagship Store
  • Bründl Kaprun Erweiterung Flagship Store
Das österreichische Unternehmen Bründl zählt zweifelsohne zu den großen Namen im Sporthandel. Seit 2008 arbeitet der Pionier am Berg mit blocher partners zusammen. Den Auftakt machte 2008 der visionär geplante Flagship-Store in Kaprun, 30 Standorte folgten bis heute. Und jetzt ein neues Statement für Innovation: Die Erweiterung des Flagships um mehr als 1100 Quadratmeter für Verkauf und Gastronomie, die ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht.

Bauherr Christoph Bründl versteht es wie wenige Unternehmer, Identität und Unternehmenskultur zu verknüpfen, um Orte der Kommunikation zu schaffen. Stores, die mehr sind als Verbindung von Einkauf und Erlebnis. Die auf dem basieren, was er mal so beschrieben hat: „Bewegung ist Begegnung“.

Ein Leitsatz, der für die Architekten, Innenarchitekten und Grafikdesigner von blocher partners seit ihrem ersten Pinselstrich für Bründl auf sämtlichen Ebenen maßgebend ist. Dazu gehört nun auch, die visionäre Architektur des 2008 eröffneten und mit dem österreichischen Staatspreis ausgezeichneten Flagship-Stores weiter fortzuschreiben; die Philosophie dieser Skulptur der alpenländischen Idylle zu respektieren und gleichzeitig zu erneuern. Die markante Architektursprache der beiden nahtlos aneinandergeschlossenen Baukörper bezieht die Landschaft wie selbstverständlich ein und stellt einen städtebaulichen Zusammenhang her. Und das, obwohl die traditionelle Bauweise des Bergdorfs kontrastiert wird.

Im Mittelpunkt der Erweiterung steht der Gedanke der Nachhaltigkeit. Das Gebäude wird insgesamt klimazertifiziert und eine ÖGNI-Zertifizierung angestrebt. Ziel dieser Auszeichnung ist u. a. der schonende Umgang mit Ressourcen sowie der Einsatz schadstoffarmer Produkte. Dazu zählen Photovoltaik-Anlagen, auf die Recycling-Freundlichkeit der Baustoffe zu achten, natürliche Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen zu verwenden und Bestandsmöbel zu recyceln.

Wie im Altbau fungiert im Neubau eine rohe Sichtbeton-Base als Hülle. Die Naturverbundenheit wird durch Blickbezüge in Berge und Natur unmittelbar erlebbar, die Wirkung durch den Einsatz von Holz sowohl Innen als auch Außen verstärkt. Bekleidet von Lamellen und Brettern aus vergrauter, heimischer Weißtanne, kombiniert mit großflächigen Fensterflächen entsteht eine natürliche Rhythmisierung der beiden Baukörper. Dabei erhält der Neubau seine besondere Raffinesse durch die unterschiedliche Breite und Stärke der Bretter. Verschiebt sich der eigene Standort, ändert sich das Bild, ermöglicht mal mehr, mal weniger Einblick. Über einen neuen, weiteren Eingang gelangen die Kunden auch nach Ladenschluss in die Gastronomie im vierten Obergeschoss. Hier erwartet die Besucher nicht nur eine wunderschöne Aussichtsterrasse, sondern als besonderer Clou ein Glassteg, der zehn Meter weit in die Landschaft ragt und einen eindrucksvollen Blick auf das Kitzsteinhorn bietet.

Die Wirkung des Sichtbetons wird im Innern durch offene Decken und einen Kautschuk-Boden in hellem Grau unterstrichen. Das Interior Design liest sich als Transformation des Markenkerns; der Store wird zur dreidimensionalen Markenkommunikation. Future und Tradition werden ebenso wie Emotionen über Storytelling in der Customer Journey sicht- und erlebbar.

Sind die Freiflächen als Tal interpretiert, ist der Erschließungskern als Gletscherspalte ausgebildet. Höhlen, die sich auf allen vier Verkaufsgeschossen finden, fungieren als Raum in Raum und bieten Flächen für Kassen oder Pop-ups. Eine Rutsche verbindet das dritte mit dem zweiten Geschoss und macht den Store nicht allein hier zum Abenteuerplatz für Kids.

Metallische Oberflächen und Farbakzente in Stahlblau greifen die CI des Unternehmens auf, orangefarbene Elemente kontrastieren das großflächig eingesetzte Holz. Media Walls unterstützen die Inszenierung der Ware und die Bründl-Experience ebenso wie die Raumgrafiken und das Leitsystem, das von typenraum, der hauseigenen Kommunikationsagentur von blocher partners, entwickelt und gestaltet wurde.

Sind die oberirdischen vier Geschosse Schuhen und Accessoires sowie der Damen-, Herren- und Kinderwelt vorbehalten, befindet sich im Untergeschoss sozusagen das Herz des Stores: die Ski-Abteilung mit Lab-Charakter. In einer gläsernen Werkstatt wird die Kernkompetenz von Bründl, der professionelle Ski-Service, für den Kunden erlebbar gemacht.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit wird auch im Gastro-Bereich fortgeführt, die den Besuchern eine gesunde, sportliche Küche von regionalen Zulieferern bietet. Als moderne Skihütte interpretiert, erinnern die blauen Fliesen im Bar- und Küchenbereich an einen Kachelofen und verbinden modernes mit traditionellem Design für eine einladende Atmosphäre.

Im Zusammenspiel von Architektur, Innenarchitektur und Grafikdesign ist so ein Markenerlebnis entstanden, das die Leidenschaft Bründls für Natur, Berge und den alpinen Sport mit allen Facetten widerspiegelt und von unternehmerischem Mut ebenso berichtet wie von dem Anspruch, die Kunden immer neu zu überraschen, den Mitarbeitern einen ganz besonderen Arbeitsplatz zu bieten und allem achtsam zu begegnen. Das schließt selbstverständlich die Natur mit ein und wird mit dem Label „b green“, entwickelt von typenraum, eigens herausgestellt. Das eingangs erwähnte Zitat darf also durchaus wörtlich genommen werden: Bewegung ist Begegnung.
  • Kathrin-Türks-Halle Dinslaken
  • Kathrin-Türks-Halle Dinslaken
  • Kathrin-Türks-Halle Dinslaken
  • Kathrin-Türks-Halle Dinslaken
  • Kathrin-Türks-Halle Dinslaken
Einer in die Jahre gekommenen Stadthalle neues Leben einzuhauchen und sie auf zeitgemäße wie künftige Bedürfnisse auszurichten, ist den Architekten und Innenarchitekten von blocher partners, Stuttgart, mit der komplexen Sanierung und Erweiterung der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken gelungen.

Sie ist identitätsprägend für die Stadt, wenn auch in die Jahre gekommen. Die Struktur ist nicht dem heutigen Standard entsprechend, ihre Nutzung dennoch wie eh und je von großer Bedeutung: Nach der ersten Intendantin der Burghofbühne benannt, zählt die Kathrin-Türks-Halle seit ihrer Errichtung in den 70er Jahren zu den identitätsstiftenden Gebäuden der Stadt im Nordwesten des Ruhrgebiets. Als prägnanter Solitärbau erhebt sie sich in unmittelbarer Nähe des historischen Rathauses. Mit einer Theaterbühne mit 17 Prospektzügen ausgestattet, fungierte sie Zeit ihres Lebens als Gastspielhaus sowie als Ort für verschiedene Feierlichkeiten oder Freizeitaktivitäten.

Nach dem erfolgreichen VGV-Verfahren 2015 haben die Architekten und Innenarchitekten von blocher partners die Halle nun komplett saniert und erweitert, technisch und auch hinsichtlich des Brandschutzes auf den neusten Stand gebracht und barrierefrei zugänglich gemacht. Die Aufgabe war eine Revitalisierung, die die räumlichen Qualitäten des Bestands würdigt und gleichzeitig die Funktionalität des Hauses neu denkt und von außen sichtbar macht. Die Idee: Zwei gestalterische Klammern mit Metallvorhangfassade auszubilden, die einerseits das Volumen des Solitärs fassen, andererseits die Halle um weitere, multifunktional nutzbare Räume zu erweitern, sodass nun bis zu drei Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden können.

Durch einen Sprung in der Fassade entsteht der Eindruck, das Gebäude neige sich in Richtung des gegenüberliegenden Rathauses. Fast scheint es als würden sie miteinander in einen Dialog treten. Die vertikalen, rotbraunen Lamellen der Fassade nehmen dabei die Kleingliedrigkeit sowie die Farbgebung des städtischen Kontexts auf.

Das verbindende Moment der Lamellen findet sich auch an anderer Stelle: Als Verkleidung des Bühnenturms kristallisieren sie das Herzstück der Halle heraus. Betont wird die Bedeutung durch die dunkle Farbgebung, die sich vom rötlichen Schimmer der Klammer abhebt.

Vollverglast und zweigeschossig macht auch die neue Eingangshalle Eindruck. Ihre Offenheit vermittelt Transparenz und lädt ein. Sie unterstricht damit die Funktion einer Stadthalle, ein Ort für alle Bürger zu sein. Mit einem klugen Kniff erreichen die Architekten, die Großzügigkeit im Innern fortzuführen: Die Infrastruktur und Sanitäranlagen haben sie im Foyer im Untergeschoss mit ebenerdigem Zugang zur Tiefgarage integriert, sämtliche Bereiche werden barrierefrei erschlossen.

Den Bühnenturm im Innern über alle Ebenen hinweg spürbar werden zu lassen, ist auch den Innenarchitekten gelungen. Setzt sich der Baukörper bereits von außen deutlich ab, wird er im Innern sichtbar: Durch Anschlussdetails, Material, Farbe und Haptik ist der Gebäudekern herausgearbeitet und zwei Raumwelten sind entstanden. Die dramaturgische Anordnung der Holzlamellen erinnert an ein Getreidefeld im Wind, die Flächen muten ruhig und gleichzeitig spannungsvoll an. Durch die wechselvolle Anordnung wird außerdem eine ausgezeichnete Raumakustik geschaffen. Gelungen ist den Innenarchitekten überdies, die Technik unauffällig in den Wand- und Deckenfläche zu integrieren.

Schon auf der Eingangsebene entfaltet der Theatersaal die neue räumliche Freiheit: ein abgesetzter Boden zeichnet dort seine Silhouette nach. Verstärkt wird dieser Effekt wiederum durch den Einsatz von Lamellen: aus heimischer Eiche gefertigt bekleiden sie die Wände und verbinden visuell Innen und Außen sowie die Ebenen innerhalb der Halle. Die Lamellen ziehen sich vom Eingang bis zum Bühnenturm hinauf, wo das harmonische Zusammenspiel von Architekten und Innenarchitekten in gewisser Weise seinen Höhepunkt erfährt: Das helle, warme Eichenholz kleidet die Wände des Theatersaals und bildet einen schönen Kontrast zur ebenfalls neugestalteten und gänzlich in Schwarz gehaltenen Theaterbühne und Saaldecke.

Weil es den Gestaltern fernlag die Vergangenheit des Gebäudes zu leugnen, sind als Reminiszenz an die Entstehungszeit die von Sichtbeton geprägten Oberflächen des Bestands größtenteils unverändert. Die Treppen blieben ebenfalls erhalten, lediglich die Stufen haben einen neuen Belag erhalten. Kleine, behutsame Eingriffe machen den ursprünglichen Charme der Halle spürbar und lassen die Materialien die Geschichte des Ortes erzählen.

Entstanden ist eine Halle, die eine formale Klarheit ausstrahlt und dabei durch ihre vielfältige Funktionalität, der Flexibilität und durch ihr attraktives Erscheinungsbild ihrer Bedeutung für die Bürger in Dinslaken und darüber hinaus gerecht wird.
  • Hotel EmiLu Stuttgart
  • Hotel EmiLu Stuttgart
  • Hotel EmiLu Stuttgart
  • Hotel EmiLu Stuttgart
  • Hotel EmiLu Stuttgart
Mitten im Herzen Stuttgarts, am Übergang von Innenstadt und Altstadt, hat blocher partners ein Verwaltungsgebäude aus den 60er Jahren in ein Designhotel mit 4.000 Quadratmetern transformiert. Stand das Gebäude mit seiner funktional ausgerichteten Architektur und seinen horizontalen Fensterbändern bislang in Kontrast zur Umgebung und bildete einen stilistischen Bruch zur angrenzenden, kleinteiligen Altstadt, avanciert es nun zum eleganten Auftritt mit höchsten Aufenthaltsqualitäten. Gleichzeitig fungiert die Transformation als Paradebeispiel für innerstädtische Verdichtung und nachhaltiges Bauen: Vorhandene Substanz wurde beibehalten und damit der Einsatz grauer Energie weit möglich reduziert. Neben der Fassadengestaltung zeichnet blocher partners für das Interior Design verantwortlich, das in enger Abstimmung mit der Bauherrin Petra Bräutigam entwickelt wurde.

Der Leitgedanke der Architekten: Eine Fassade zu gestalten, die den strukturellen Bestand des Gebäudes mit seiner künftigen Funktion als Designhotel in Übereinstimmung bringt und sich wie selbstverständlich in ihren städtebaulichen Kontext einfügt. Hierfür strebten die Planer eine ruhige Ordnung der Fassade an, die gleichzeitig durch klassische Details den Bezug zur Umgebung aufnimmt und so die Funktion bereits ablesbar macht. Durch bodentiefe Öffnungen verliehen sie der Fassade Leichtigkeit, Lochbleche in den Fensterleibungen vermitteln nach außen einen schönen Eindruck, im Innern erzeugen sie je nach Tageslichteinfall ein sinnliches Lichtspiel. Durch die Aufstockung bildet die Fassade nun einen prägnanten städtischen Rücken zu dem vorgelagerten Platzraum und verdichtet im Sinne der Nachhaltigkeit den wertvollen Stadtraum an dieser prominenten Stelle Stuttgarts.

Auch das Interior Design zeugt von einer Planung, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist: In der Hotellobby empfängt die Besucher ein kraftvolles Farbkonzept, das eine Symbiose eingeht mit den Midcentury-Möbeln, die von der Bauherrin über die Jahre sorgfältig gesammelt und kuratiert wurden. Der erste Blick fällt dabei unweigerlich auf den Empfangstresen aus Kunststein, der in seiner kräftigen, grünen Erscheinung einem Kunstobjekt gleichkommt. Die Lobby erweitert sich auf der rechten Seite zum Frühstücksrestaurant Fritz. Mit feinen Möbeln aus den 60er Jahren und inspirierenden Designermöbeln sowie einer modernen Lichtinstallations- bzw. Betondecke wird das Konzept abgerundet.

Die Designhandschrift prägt auch die 90 Zimmer und Suiten: Mutige Farben treffen auf Vintagemöbel und Designklassiker. In einer der Suiten etwa erzeugt ein intensives Korallrot eine eher energetische Stimmung, während das subtile, tiefe Blau einer anderen Suite zum Abtauchen in die kraftvolle Farbigkeit verleitet. Findet sich im Erdgeschoss ein geschliffener Estrich, wurde in den Zimmern ein geölter Nussbaum-Parkett aus Echtholz verlegt. Die besondere Wohnlichkeit ergibt sich nicht zuletzt durch das gemeinsam mit Candela entwickelte Beleuchtungskonzept. Designerlampen in Kombination mit eigens angefertigten Leuchten sind dabei fein abgestimmt auf den Midcentury-Stil des Hotels.

Im Untergeschoss warten im Wellnessbereich mit Sauna Momente der Entspannung, sportlicher Ausgleich ist im angrenzenden Fitnessbereich mit verschiedenen Sportgeräten und Yogaequipment möglich. Coworking-Spaces durften bei dem Konzept für die urbane Designoase natürlich auch nicht. Die drei hierfür vorgesehenen Besprechungsräume im ersten Obergeschoss können angemietet und für Konferenzen ebenso genutzt werden wie für Workshops. Sicherlich das Highlight des Hotels: Die Rooftopbar Lennarts im sechsten Obergeschoss. An zwei Seiten komplett verglast, lässt sich hier bei einem Drink der spektakuläre Blick über die Stuttgarter Innenstadt genießen. Abgerundet wird der umfassende Service durch eine Boutique im Erdgeschoss sowie eine Café-Bar.
  • AOK Projekthaus Ludwigsburg
  • AOK Projekthaus Ludwigsburg
  • AOK Projekthaus Ludwigsburg
  • AOK Projekthaus Ludwigsburg
  • AOK Projekthaus Ludwigsburg
Im Süden der Barockstadt Ludwigsburg, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof gelegen, befindet sich das von Industriecharme geprägte GETRAG Areal. Für die AOK Gesundheitskasse schufen die Innenarchitekten von blocher partners in dem bestehenden Areal einen Workspace-Prototyp, der sich an der Projektarbeit orientiert und maximalen Gestaltungsraum sowie höchste räumliche Flexibilität bietet.

Als größte Krankenkasse Baden-Württembergs ist die AOK eine feste Größe im Gesundheitswesen. Getreu ihrem Motto »gesundnah« setzt sie sich für ein zukunftsorientiertes und mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld ein. Das Ziel: Ein Büro, das einseitige Belastungen am Arbeitsplatz vermeidet und Ausgleich schafft. Durch die Integration natürlicher Elemente soll die Nähe zur Natur in der jeweiligen Arbeitsumgebung gestärkt werden und so zum Wohlbefinden der Mitarbeiter beitragen.

Das innenarchitektonische Konzept von blocher partners sieht ein Wechselspiel von Kommunikation, Austausch und Privatsphäre vor oder mit anderen Worten: von Arbeiten, Austausch und Vernetzung, Bewegung, Freiraum und Rückzug – der Mensch steht stets im Mittelpunkt. Der Mix ermöglicht die freie Gestaltung des Umfelds, zudem können die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz täglich frei und ganz nach Bedarf wählen. Durch die lichtdurchflutete AOK-Fläche hinter der großzügigen Glasfassade ziehen sich Objekte, Materialien, Farben und Formen, die Analogien zur Natur schaffen – ob grüne Teppiche, Wandverkleidungen aus Holz und Pappröhren oder Hängepflanzen, die neben dem Wohlbefinden auch die Produktivität fördern. In Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur typenraum, einer Schwestergesellschaft von blocher partners, wurde ein Orientierungssystem entwickelt, das den Mitarbeitern eine übergeordnete und intuitive Raumerfahrung ermöglicht.

Das Konzept orientiert sich an der Einteilung in Projektgruppen. Feste Arbeitsplätze werden durch offene, kreative Zonen und Lounges ergänzt. Verschiedene Besprechungsräume mit flexibel gestaltbaren Wandelementen laden zu vertraulichen Gesprächen oder offenen Workshops ein. Sogenannte Moving Spaces mit großflächigen, verstellbaren Whiteboards schaffen Raum für kreative Arbeitsphasen.

Im offen gestalteten Essbereich zwischen den Arbeitsstationen treffen sich die Kollegen zum Austausch; ein Sportbereich als Zone für Gesundheit und Bewegung ermöglicht neue Energie zu tanken. Mit dem Entdeckerwald schufen die Innenarchitekten von blocher partners einen von dichtem Grün umgebenen Rückzugsort.

Um das mobile Arbeiten so unkompliziert wie möglich zu machen, entwarfen die Produktdesigner von blocher partners eine Toolbox, die als individuelles Aufbewahrungssystem die klassische Aktentasche ersetzt. Neben der Eingangshalle bieten Schließfächer Stauraum für die Aufbewahrungssysteme und den Bürobedarf.

Als Testfläche für neue Arbeitswelten soll sich das Projekthaus in einem kontinuierlichen Prozess weiterentwickeln, um daraus ein tragfähiges Konzept für das optimale Arbeitsumfeld von morgen abzuleiten. Dieses soll später auf weitere Projekthäuser übertragen werden. Die hohe Akzeptanz und das positive Feedback zeugen bereits jetzt vom Erfolg des Konzepts.
  • Wohnquartier Hermann-Dorner-Allee Berlin
  • Wohnquartier Hermann-Dorner-Allee Berlin
  • Wohnquartier Hermann-Dorner-Allee Berlin
Bislang vor allem als Heimatort von Wissenschaftszentren und Unternehmen bekannt, soll in den nächsten Jahren die Entwicklung von Berlin-Adlershof zu einem urbanen attraktiven Ortsteil vorangetrieben werden – unter anderem mit dem neuen Quartier »Hermann-Dorner-Allee«. Der Entwurf für die städtische Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH vereint auf einer Grundstücksfläche von knapp 27.000 Quadratmetern einen hochwertigen, nachhaltigen Städtebau mit einer ansprechenden

nachhaltigen Architektur sowie bezahlbarem, zum Teil gefördertem Wohnraum mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen.
  • Glückstein V Stadthäuser Mannheim
  • Glückstein V Stadthäuser Mannheim
  • Glückstein V Stadthäuser Mannheim
  • Glückstein V Stadthäuser Mannheim
In Mannheim, in direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof, der Innenstadt und dem beliebten Stadtteil Lindenhof entsteht das Glückstein-Quartier, in dem rund 1.500 Menschen leben und mehrere Tausend Menschen arbeiten werden. Ein wichtiger Baustein des neuen Stadtteils ist der namensgebende Hanns-Glückstein-Park, an dessen Peripherie fünf Stadthäuser gebaut werden. Die Grundstücke haben eine Fläche von zirka 8.900 Quadratmetern. Bereits seit 2007 war blocher partners mehrfach für die Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe tätig, unter anderem für Q 6 Q 7 Mannheim Neubau eines gemischt genutzten Stadtquartiers.

Der Gewinnerentwurf des architektonischen Wettbewerbs, ausgelobt von der Stadt Mannheim, sieht fünfgeschossige Stadthäuser mit insgesamt 100 Wohnungen vor. Wegen der exponierten Lage direkt an der öffentlichen Grünfläche war es besonders wichtig, eine sehr hochwertige und architektonisch anspruchsvolle Bebauung zu entwickeln. Das Konzept von blocher partners zeichnet sich durch seine weiche Kante zum Park hin aus. Die fünf Gebäude sind unregelmäßig polygonal angelegt - und lassen doch eine gemeinsame Architektursprache erkennen. Zugleich gewährleistet ihre Anordnung, dass ein breiter öffentlicher Übergang zwischen dem Hanns-Glückstein-Park und dem denkmalgeschützten Lokschuppen-Ensemble frei bleibt.
  • Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 Mannheim
  • Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 Mannheim
  • Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 Mannheim
  • Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 Mannheim
  • Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 Mannheim
Das Haus ist eine kleine Stadt. Die Stadt ist ein großes Haus. So betrachtete es der Architekt und Architekturtheoretiker Andrea Palladio. Der brillante Mediator zwischen Renaissance und Barock im 17. Jahrhundert -

Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 in Mannheim ist ein Wettbewerbserfolg aus dem Jahre 2007. Es nimmt Bezug auf die Äußerungen Palladio‘s und zeigt, wie sich heute Städte neu erfinden. „Das von uns entwickelte Gesamtkonzept verbindet die verschiedensten Bereiche mustergültig miteinander“, sagt Dieter Blocher, der Gründer von „blocher partners. „Denn nicht nur für die Architektur und Innenarchitektur waren wir verantwortlich, sondern auch für das namensgebende Branding und das Leitsystem. Bei der Gestaltung des Hotels haben unsere Innenarchitekten viel Wertschätzung erfahren“.

Die Mannheimer Innenstadt ist so angeordnet, dass nicht wie üblich die Straßen Namen haben, sondern die Häuserblocks einen Buchstaben und eine Zahl. Dieses Projekt mit 155.150 qm Brutto-Grundfläche (BGF) entspricht architektonisch und gestalterisch dem für Mannheim typischen Quadrate-Grundriss und strukturiert sich damit zu einem Ensemble aus Gastronomie, Gewerbe, Freizeitangeboten, Wohnen und einem Hotel. Die prägnanten Vorgaben, die jedes Areal aufweist verdeutlicht die unterschiedliche Nutzung und zeigt wie Idee und Konstruktion zu einer Einheit verschmelzen.

Mit Q 6 Q 7 entstand in der Mitte Mannheims eine Antwort auf die für städtisches Leben charakteristischen Herausforderungen des 21.Jahrhunderts, nämlich ein multifunktionales Gebäudeensemble. Der entwickelte urbane Kristallisationskern, der auch nach Ladenschluss noch belebt bleibt, weil sich in der Erdgeschosszone Geschäfte und Restaurants befinden, sowie Büros und großzügige Wohnungen, ist trendweisend.

Die Besucher zeigen sich überrascht von der Vielfältigkeit des Planquadrates Q 6 Q 7. In der Mitte der beiden, differenziert gestalteten, aber optisch verbundenen Baukörper öffnet sich der Münzplatz, ein neuer zentraler Platz, den eine gläserne Brücke im ersten Obergeschoss überspannt. Es ist hier nicht unbedingt nur für Shopping gedacht, denn auf der Straßenebene beginnt die Flaniermeile. Es existiert kein Haupteingang, sondern verschiede Zugänge, Passagen und Verbindungen.

Die Reflexion Freizeitgestaltung, sich mit Freunden und Bekannten treffen, um sich den sozialen Belangen des täglichen Lebens zu widmen, ist hier vordergründig, aber doch ist „der Ortsbezug für den innerstädtischen Einzelhandel hier das Entscheidende“, pointiert

Dieter Blocher, dies ermöglichen die verschiedensten Bezüge nach außen. Die einzelnen, bis zu 3.000 qm großen Geschäfte sind direkt

an den Straßenraum angebunden. Die Besucher können zwanglos hineingehen und so die zentrale Passage erreichen.

Zwischen Konkordienstrasse und Fressgasse wuchs eine vertikale Stadt. Über der Tiefgarage mit 1.376 Stellplätzen liegen drei Etagen Einzelhandel und Restaurants. Eine Stadtgalerie von Fashion bis Food dient als besonderer Anziehungspunkt, deren mäandrierendes Netz aus Passagen zum Flanieren einlädt. In Q6 wirkt die zweite Etage mit Fitness- und Gesundheitseinrichtungen wie eine Membran, sie teilt den öffentlichen Raum ab von einem privaten, der darüber liegt. Hier öffnet sich ein großzügiger, ca. 2.000 Quadratmeter großer, grüner Wohnhof, umgeben von viergeschossigen Wohnbauten mit 78 Wohneinheiten, durchbrochen von Einschnitten, die im Sommer Hitzestau durch Querlüftung verhindern. Dieses Refugium bietet das, was man sonst nur am Stadtrand findet: Weite und Erholung, Gemeinschaft und Ruhe.

Diese im Inneren der Quadrate entstandenen Innenhöfe, besser bekannt als „Mannheimer Gartenstadt“ stammen eigentlich aus der Zeit der Industrialisierung und wurden hier wieder aufgenommen. Die den Innenhöfen zugeneigten Bereiche entschädigen für die wachsende Unwirtlichkeit des städtischen Außenraums, der vor allem lautstarker Verkehrsraum ist. Das Konzept, Architektur und Innenhofgestaltung zu einer Einheit werden zu lassen, wird von Fachleuten als geglückt bezeichnet und trägt nicht nur in diesen Punkten zu einer Urbanisierung Mannheims bei.

In der Architektur und im Städtebau der Moderne ist ein solch‘ angelegter Wohnhof ein heikles, aber auch besonders reizvolles Motiv. Mies van der Rohe hat diese urbane Ambivalenz des modernen Städtebaus auszugleichen versucht durch die Rückbesinnung auf das griechisch-römische Atriumhaus. Der Barcelona-Pavillon (1929) von Mies und andere Hofhausentwürfe dieses Architekten kompensieren ihre kistenhafte Simplizität, wo an der Außenhaut die Stadtbewegung gleichsam ab- und vorüber gleitet, durch fast luxuriöse Wohnhöfe, die so schön sind, das die lärmende hektische Stadt fast vergisst.

In Q 7 variiert über einem im zweiten OG befindlichen Ärzte- und Gesundheitszentrum das Konzept um einen konzentrierteren Innenhof mit dem Hotel, welches in einem Restaurant- und Cafégeschoss samt Skylounge und großzügigem Seminarbereich mündet. Daneben, im Bereich der früheren kleinen Fressgasse ist wiederum ein Mix von Handel, Dienstleistung, Büronutzung und Wohnen enthalten.

„Dachbegrünung ist bei innerstädtischer Nachverdichtung ein wichtiges Thema“, erklärt Dieter Blocher, sie verbessert nicht nur die Luftqualität, sondern verringert vor allem den innerstädtischen Hitzestau. „Solche Dächer weisen eine um bis zu 40 Grad geringere Oberflächentemperatur auf als konventionelle Dächer.“ Bäume spenden Schatten, Wasserflächen kühlen durch Verdunstung. Dazu kommt das Prinzip Querlüftung - im sonnigen Mannheim eine schlichte Notwendigkeit. Gezielte Luftströme transportieren warme Luft hinaus und sorgen für Kühlung.

Vor geraumer Zeit dominierten monolithische Einkaufshäuser die Innenstädte, deren Fassaden Teil einer Corporate Identity waren. Inzwischen hat sich einiges verändert. Die Details der lebendigen Fassade bei Q 6 Q 7 geben Aufschluss darüber, was sich jeweils dahinter befindet – von der einladenden Glasfassade der Erdgeschosszone bis zur klassischen Lochfassade als schützende Wand der Wohnungen und Hotelzimmer. Die steinerne Struktur der Fassade eint den individuellen Ausdruck. Die Gebäudehülle kommuniziert stets die

Bodenhaftung trotz der weitgehenden gläsernen, zweigeschossigen Sockelzone, die klar die vom Handel geprägten Bereiche definiert.

Im Block Q 7, wo die Quadratstruktur eigentlich nicht mehr gegeben ist, wird mit dem in Gebäudetiefe und -struktur abgesetzten Hotelbaukörper ein imaginäres Quadrat ergänzt. Der zweieiige Zwillingsbruder zu Q 6 schafft Maßstäblichkeit. Weiter in Richtung Wasserturm, im Bereich der ehemaligen Kleinen Fressgasse, löst sich dann die Blockstruktur auf und wird differenzierter und kleinteiliger in der Fassadenabwicklung wie auch in der Maßstäblichkeit der steinernen Hülle, sprich im Steinformat. Schützend schwebt der Hauch eines Daches, eine gläserne seilgetragene Membran, darüber. Ihre über die Gebäudeflucht der Fressgasse hinausragende Erscheinung markiert von weitem den für die Mannheimer Quadratstruktur städtebaulich so einzigartigen Platzraum, der an der kreisförmigen Linie, wo ursprünglich die Stadtgärten in südlicher Richtung lagen, die Blöcke Q 6 und Q 7 verknüpft.

Charaktervoll wird die Zimmerstruktur des Hotels durch Wechsel von auskragenden Fensterkuben mit traditionellen Lochfenstern akzentuiert, Formate wechseln, nicht aber das zugrunde liegende Prinzip der Einheit in der Vielfalt.

Eindeutig markiert ein 2-geschossig auskragender Glaskubus das Entree des Hotels. Ein 3-geschossiger Luftraum prägt die dahinterliegende Lobby, die mit einer Lichtinstallation der Mannheimer Künstlerin Christina Stihler eindrucksvoll bespielt wird. Ein ähnlich gestalteter Glaskubus markiert den Zugang ins Gesundheitszentrum. So bewahren und kultivieren die Architekten die innerstädtische Kleinteiligkeit und bieten dem Passanten Kurzweile, eine Überlagerung von Wegen und unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten.

Beim Eingang führt eine Rolltreppe hinauf in den ersten Stock, wo die gläserne Verbindungsbrücke zum jeweils anderen Bauteil leitet. Hier, an der Schnittstelle des Stadtquartiers, zeigt sich, wie die Flaniermeile in die Innenstadt verwoben ist. Die Fassade beider korrespondierender Baukörper öffnet sich zu einer zweigeschossigen Glasfront, die sich nach Norden verjüngt. Über ihnen die gläserne Verbindungsbrücke, zwei Geschosse höher schwebt eine filigrane Konstruktion aus Glas – als Wetterschutz darunter und Lärmschutz für Hotelgäste und Wohnungsinhaber darüber.

Das multifunktionale Stadtquartier Q 6 Q 7 ist nicht weniger als ein innovatives Instrument zur Revitalisierung unserer Kommunen. Mannheim führt überdeutlich vor Augen, was es heißt, die Elemente der Stadtgesellschaft - Arbeit, Wohnen und Erholung - in einem Punkt zu verdichten. Was die Charta von Athen künstlich trennte und zu separaten Sphären ausbaute, findet wieder zusammen. Und zwar so, wie Städte historisch organisiert waren: in der Erdgeschosszone Geschäfte, Austausch und Leben. Darüber Wohnen. Mannheim treibt dieses Konzept einen Schritt weiter.

Das Ensemble wurde mit dem Nachhaltigkeitszertifikat DGNB in Platin ausgezeichnet.

Jetzt Abonnent werden um alle Bilder zu sehen

jetzt abonnieren

Schon wa Abonnent?
Bitte einloggen