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  • Zalando Hauptsitz
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  • 1. Preis: HENN GmbH, München
    Copyright: ©HGEsch / HENN
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Zalando Hauptsitz , Berlin Friedrichshain-Kreuzberg/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2019340
Tag der Veröffentlichung
07.12.2015
Aktualisiert am
02.07.2019
Verfahrensart
Einladungswettbewerb
Auslober
Preisgerichtssitzung
17.11.2015
Fertigstellung
2019

Fertigstellung des Projekts - Juni 2019

27.06.2019 – Pressemitteilung zur Eröffnung

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Fotos: ©HGEsch / HENN
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Fakten

Architekt: HENN München, Berlin, Peking
Bauherr: Zalando SE

Bauzeit: 2016 - 2019

Programm: Office, Showroom, Kantine, Cafe, Schulungsräume, Auditorium, Terrasse, Kita, Sporträume

Fläche
BGF 59.000 m²
Bürofläche 43.000 m²
2.500 Arbeitsplätze

Nachhaltigkeit: DGNB Vorzertifikat in Gold

Projektbeteiligte
Tragwerksplanung: BuroHappold Engineering
TGA: BuroHappold Engineering
Brandschutz: hhpberlin
Lichtplanung: Bartenbach LichtLabor
Freianlagenplanung: Atelier Loidl
Bauphysik: Müller-BBM
Innenraumkonzept: KINZO


„Wir sind in vielen europäischen Ländern tätig. Berlin ist aber ganz klar unsere Heimat und soll es auch bleiben – Ausdruck dafür ist der Zalando-Campus.“
Raimund Paetzmann, VP Corporate Real Estate Zalando

Zalando ist ein Teil von Berlin und Berlin ist ein Teil von Zalando. So stand schnell fest, dass das neue Headquarter in Berlins neuer Mitte, zwischen Spree und Ostbahnhof, in Laufweite zu Universal Music und MTV Europe entstehen sollte. Das von der Hauptstadt inspirierte Designkonzept des Headquarters spiegelt Berlins Flair – von der Offenheit bis zur Kreativität – wider. Wie eine Stadt im Allgemeinen – und Berlin im Besonderen – funktioniert, so sollte das neue Headquarter von Zalando im Kleinen aufgebaut sein: mit Orten fürs Denken, Wegen zum Treffen und Plätzen zum Austauschen.

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Stadt in der Stadt

„Wir wollen ein Haus, das wir selber besetzen können“ – so lautete das Briefing an HENN im Wettbewerb für das neue Headquarter von Zalando im Jahre 2015. Wenn dieser Tage der Neubau feierlich eröffnet wird, zeigt sich ein Gebäude, das viel mehr ist als eine neue Bürowelt für 2.500 Mitarbeiter von Europas führender Onlineplattform für Mode. Sondern eine Architektur, die den Geist des Start-ups atmet, die flexibel bleibt und Bereiche vereint, die zuvor auf verschiedenen Standorten in der Stadt verteilt waren.

Das neue Zalando Hauptquartier besteht aus einem Ensemble aus zwei Neubauten, die das Herzstück des Unternehmenscampus in Berlin-Friedrichshain, am neuen Standort in Nachbarschaft zur „Mercedes-Benz-Arena“ und der East Side Gallery, bilden. Anstelle eines geschlossenen Areals setzen die siebengeschossigen Volumen mit insgesamt rund 43.000 m² Bürofläche einen markanten Punkt, der die Unternehmensidentität im Stadtbild offen und transparent in Erscheinung treten lässt. Die umlaufende Glashülle, die die Bauvolumen mit ihren Einschnitten wie eine Klammer zusammenfasst, ist elementarer Bestandteil des Entwurfs. Denn mit der Reinterpretation des Berliner Blocks durch die Drehung der Gebäudegrundrisse diagonal zum Bebauungsplan, konnte eine gestalterische Lösung gefunden werden das Gebäude zur Stadt zu öffnen. So rücken die Innenhöfe an die Außenkanten der Grundstücke, wodurch Übergänge zwischen den Büros und dem öffentlichen Raum entstehen, die durch die Kombination aus transparenten und transluzenten Fassaden weitere Ein- und Ausblicke gewähren.

Herzstück des Hauptgebäudes ist das vertikale Atrium, welches sich über die gesamte Gebäudehöhe öffnet und Tageslicht bis auf die öffentlichen Flächen im Erdgeschoss lenkt. Die zentrale Lobby wird von einer Treppe mit Sitz- und Loungebereichen flankiert, die auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Zusammenschluss mit dem angrenzenden Auditorium entsteht ein Raumkontinuum über mehrere Etagen, was die Flexibilität der Nutzungen erhöht. Konferenz- und Schulungszonen schließen sich neben einem Café und der Kantine daran an. Der lebendige Marktplatz ist nicht zufällig die Analogie zur digitalen Netzwerkgesellschaft. Von Küchen, Sporträumen bis Kitaflächen – hier finden die Nutzer des Gebäudes alles, was flexibles Leben und Arbeiten möglich und angenehm macht.

Die spezielle räumliche Konfiguration des Innenraumes ergibt durch die Verschneidung der verschiedenen Ebenen mit dem Luftraum reizvolle Raumsituationen. Ungleichmäßig verteilt ergeben sich so mehrgeschossige Lufträume oder intimere Rückzugsbereiche, die alle ein Ziel verfolgen: die Durchmischung der Arbeitszonen zugunsten einer agilen, kommunikativen Atmosphäre.

Schon im Wettbewerb war klar, dass die Architektur eine Bühne für eine vielfältige „Besetzung“ und wandelbare Nutzung des Gebäudes schaffen muss. Nicht das Büro oder der einzelne Arbeitsplatz ist das raumbildende Kriterium, sondern der Weg dorthin ist entscheidend.

Bürowelten mit Zukunft bieten flexibel nutzbare Flächen, die Kreativität und Kommunikation fördern. Die räumliche Organisation der Büros in den Obergeschossen ist gezielt darauf ausgerichtet, sowohl mit Konzentrations- als auch Interaktionszonen auf die wechselnden Bedürfnisse der Mitarbeiter und auf differenzierte Nutzungsoptionen einzugehen. Die enorme Gebäudetiefe wird durch die geschickte Schichtung der Flächenangebote aufgebrochen. In Form einer Doppelhelix lagern sich verschiedene Funktionen von der Lobby bis zur Dachterrasse rund um das Atrium an.

In den sogenannten Livingrooms wird die soziale Interaktion durch Begegnungsorte in vielen Ausprägungen gefördert: Sitzlandschaften in Coworking-Optik, Kitchenetts mit Holztischen und Barhockern, eine Balustrade mit Platz für das Laptop und einen freien Blick durch den ganzen Campus. Der Austausch und die Vernetzung zwischen diesen Gemeinschaftsbereichen in den einzelnen Geschossen wird durch Freitreppen zusätzlich gefördert.

„Wir verstehen den neuen Zalando Campus als integralen Bestandteil der Stadt. Die Architektur schafft dabei eine Bühne für eine vielfältige ‚Besetzung‘ und wandelbare Nutzung des Gebäudes. Der zentrale vertikale Marktplatz macht das Unternehmen und seine unterschiedlichen Identitäten spürbarer und ermöglicht Austausch über die Grenzen der eigenen Disziplin hinaus.“
Martin Henn, Partner & Design Director Henn


  • 1. Preis: HENN GmbH, München
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  • Lageplan
  • Grundriss Erdgeschoss
  • Grundriss 1. Obergeschoss
  • Grundriss 3. Obergeschoss
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    Copyright: ©HGEsch / HENN
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1. Preis

HENN GmbH, München
Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin
Tragwerk/TGA: Happold Ingenieurbüro, Berlin
Interior Concept: KINZO, Berlin
Bauphysik: Müller-BBM GmbH, Berlin
Fassade: Kucharzak Fassaden Engineering, Berlin
  • 1. Preis: HENN GmbH, München
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2. Preis

HPP Architekten GmbH, Düsseldorf
Verfahrensart
Einladungswettbewerb

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