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  • Urban Mining Student Award Architektur 2021/2022 - Re-Use Karstadt am Hermannplatz Berlin
  • Anerkennung Pascal Lange, TU Kaiserslautern

Urban Mining Student Award Architektur 2021/2022 - Re-Use Karstadt am Hermannplatz Berlin , Wuppertal/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2034266
Tag der Veröffentlichung
09.06.2022
Aktualisiert am
10.05.2022
Verfahrensart
Studentenwettbewerb
Beteiligung
29 Arbeiten
Auslober
Koordination
agn Niederberghaus + Partner GmbH, Ibbenbüren
Preisgerichtssitzung
21.04.2022

Wie lautet der letzte Buchstabe von "aktuell"?

1. Preis

Marie Beppler · Max Rückert
Frederike Forh · Luca Perekrestenko

1. Preis

Monika Pusch

3. Preis

Lennart Becker · Moritz Laininger

Anerkennung

Florian Beer

Anerkennung

Loana Stamm · Aurélie Pha
Margaretha Gestrich · Nina Hasenfuß

Anerkennung

Pascal Lange, TU Kaiserslautern
  • Anerkennung Pascal Lange, TU Kaiserslautern
  • Anerkennung Pascal Lange, TU Kaiserslautern

Anerkennung

Carolin Zimmer · Donata Rumpf
Verfahrensart
Award für Student*innen

Auslober
SIGNA Holding GmbH / SIGNA Real Estate
agn Niederberghaus & Partner GmbH
Bergische Universität Wuppertal

Aufgabe
Re-Use Karstadt am Hermannplatz Berlin

Der diesjährige Urban-Mining-Student-Award prämiert den künstlerisch-innovativen bis experimentellen Umgang mit Re-Use-Bauteilen aus der urbanen Mine Karstadt am Herrmannplatz in Berlin.

Der Ursprungsbau des Karstadt wurde im Krieg zerstört. Nun wird das Grundstück und das 1951 wieder aufgebaute und bis 1998 erweiterte bis 2000 überformte Warenhaus „Karstadt am Hermannplatz“ in einem gesamtheitlichen Konzept von SIGNA Real Estate und David Chipperfield Architects umgenutzt und weiterentwickelt. Dazu wird das historische Erscheinungsbild von 1929 von David Chipperfield Architects für den repräsentativen Bau adaptiert. Die Hülle und der Ausbau des Karstadt-Bestandes wird rückgebaut, während das Stahlbetonskelett als Grundstruktur erhalten bleibt. Dieses wird saniert und mit einer Aufstockung in Holzbauweise zur historischen Kubatur ergänzt. Ein großes Projekt mit einem vorausblickenden Nachhaltigkeitskonzept.

Re-Use
Neuartig im Prozess ist hierbei, dass die zu demontierenden Baustoffe und Elemente von der Firma CONCULAR digital erfasst und für die Wieder- und Weiterverwendung bewertet und in digitalen Materialpässen dokumentiert werden. Und genau hier greift die Idee des Urban Mining Designs und bildet die Grundlage für die Aufgabenstellung des UMSA 21/22: Für die angrenzende Blockrandbebauung liegt bislang nur eine städtebauliche Massenstudie vor. Die Teilnehmer sind gefragt, Konzepte für Fassaden und Konzepte für Innenraumelemente zu entwerfen und zu detaillieren und so baukonstruktive Lösungsansätze zum zukunfts-orientierten Prozess des „Re-Use Bauens“ zu entwickeln. Ziel ist, möglichst viel „Alt“- Material aus dem Bestand wieder- und weiterzuverwenden.

Re-Use Kommunikation / Vermittlungskonzept
Die Wiederverwendung (Re-Use) von Bauteilen ist in der Bevölkerung teilweise noch unbekannt, hier muss ggf. „Überzeugungsarbeit“ geleistet werden. Die Sichtbarkeit der Verwendung von Gebraucht-Bauteilen soll nachvollziehbar gemacht werden und auch über Jahre hinweg erhalten bleiben. Dazu wird ein „Narrativ“, ein „Storytelling“ erwartet, das sich mit dem Gebäude verbindet.

CONCULAR
Die Einbindung der Re-Use-Bauteile soll unter Zuhilfenahme des von CONCULAR erstellten Materialkatasters geschehen.
CONCULAR hat über 40.000 m² des Karstadt-Rückbaupotenzials digitalisiert, damit die Baustoffe wieder in den Umbau oder in andere Bauprojekte im Umkreis von Berlin eingebracht werden können.
Bei ihrem Re-Use-Assessment (Bestandsaufnahme) digitalisiert und bewertet CONCULAR Materialien und Bauteile. Die Wettbewerbsteilnehmer erhalten einen Zugang zum Materialkataster.

Entwurfsaufgabe Grundstück

Das zu bearbeitende Grundstück befindet sich nördlich-westlich angrenzend an das Karstadtgebäude und ist von David Chipperfield Architects als städtische Nachverdichtung im Prinzip der „Berliner Höfe“ geplant.
Der städtebauliche Vorschlag teilt sich bislang in einen Bereich für hauptsächlich Wohnnutzung und einen für hauptsächlich gewerbliche (EG/1.OG) und Büronutzung (ab 1./2.OG) und bildet die vordefinierte Grundlage für die Entwurfsaufgabe.

Fassadenentwurf
Unter der vorwiegenden Verwendung der Re-Use-Bauteile des teilweise zurück zu bauenden Karstadt-Bestands und möglicher neuer Materialien sollen Fassaden entwickelt werden. Diese sollen eine hohe Flexibilität für zukünftige Umnutzungen zulassen und daher mindestens den drei Nutzungen Wohnen, Büro und Gewerbe gerecht werden.
Zu berücksichtigende Kriterien:
• Wärmedämmung
• Tageslichtausbeute/ -streuung
• Sommerlicher Wärmeschutz / Vermeiden von Blendung bei Büroarbeitsplätzen
• Ausblickslenkung
• Schallschutz (straßenseitig)
• Brandschutz
Die Fassadengestaltung muss auf die angrenzende Nachbarbebauung – neuer Karstadt von David Chipperfield Architects und die gründerzeitlichen Bauten – Bezug nehmen. Sie soll auch Lösungen für die geplanten (Tor-)Durchwegungen der Höfe abbilden.

Neben der maximalen und intelligenten Wieder- und Weiterverwendung von Bauteilen steht die architektonische Qualität im Fokus. Gesucht wird eine Planung, die der gesamten Gebäudehülle eine außergewöhnliche Ästhetik des Re-Use (Re-Beauty) verleiht. Dabei spielen Fügungen, Aufbereitung von Re-Use-Bauteilen und Realisierbarkeit eine wichtige Rolle. Hierfür ist in einem Übersichtsplan darzustellen, welche Teile aus dem Bestand rekrutiert werden können und welche ggf. aggregiert werden müssen.

Es wird ein Entwurf mit räumlichen Darstellungen und konstruktiver Durcharbeitung für die Außenhülle (Fassaden und Dächer – auch der sich unter dem gesamten Gebiet befindlichen Tiefgarage, also Böden/Außenanlagen der Höfe) erwartet.
Dafür werden exemplarische Grundrisslösungen (Teilausschnitte) für die Nutzungen Wohnen, Büro, Gewerbe gesucht. Dabei soll die Fassadengestaltung auf das gewählte Tragwerk und Konstruktionsraster abgestimmt und dargestellt werden.
Außerdem sind Konzeptlösungen für den Re-Use von Bauteilen im Innenausbau und für das Interieur anzubieten. Diese sollen als Standarddetails – losgelöst von einem direkten Bezug auf Grundrisse der späteren Nutzungen – entwickelt werden. Dasselbe gilt für die Außenanlagen/ weiteren Hüllflächen: auch hier werden Konzeptlösungen für die Nutzung und Gestaltung von Hof- und Dachflächen erwartet.

Urban Mining Design
Besonderes Augenmerk ist auf die Fügung der Re-Use-Bauteile zu legen hinsichtlich:
• Lösbare Befestigungen
• Aufnahme von Maßtoleranzen
• Dichtigkeit (Wind, Wasser, Dampf)

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