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„ungewöhnlich wohnen III - Kinder in der Stadt“: Konzeptstudien zu drei Bremer Standorten , Bremen/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2031096
Tag der Veröffentlichung
02.03.2021
Aktualisiert am
02.03.2021
Verfahrensart
Sonstiger Wettbewerb
Teilnehmer
Architekt*innen
Auslober
Koordination
Architekten_FSB, Bremen
Preisgerichtssitzung
15.12.2020

Standort Rübekamp

1. Anerkennung

Muck Petzet Architekten

1. Anerkennung

Leon Hidalgo · Felix Schuschan

2. Anerkennung

Praeger Richter Architekten GmbH

Standort Lüssumer Heide

1. Anerkennung

Dr. Giulia Andi

2. Anerkennung

die Baupiloten BDA
Paula Kandzia

Standort Bürgermeister-Reuter-Straße

1. Anerkennung

Francisca Jahn · Leo Masching

2. Anerkennung

CITYFÖRSTER architecture + urbanism
Verfahrensart
Parallelbeauftragung von drei Konzeptstudien

Verfahrensaufgabe
Konzeptstudien zu drei Bremer Standorten:
- Bürgermeister-Reuter-Straße, Neue Vahr
- Lüssumer Heide, Lüssum
- Rübekamp, Walle

3 Quartiere/ Grundstücke
Universale Aufgabenstellung
Städtebau - Hochbau - Wohnumfeld

Bürgermeister-Reuter-Straße, Bremen-Vahr
Wohnquartier beidseitig der Bürgermeister-Reuter-Straße mit Geschosswohnungsbauten der Nachkriegsmoderne.

Lüssumer Heide, Bremen-Lüssum
Wohnquartier der siebziger Jahre mit rd. 220 Wohneinheiten in drei- bis viergeschossiger Zeilenbauweise beidseitig der Ringstraße Lüssumer Heide in Bremen-Nord.

Rübekamp, Bremen-Walle
Optionale Schulerweiterungsfläche zwischen Schulzentrum, Geschoßwohnungsbauten und Bahntrasse, die für eine städtebauliche Entwicklung zur Verfügung steht.

Bei dem Verfahren handelt es sich um Parallelbeauftragungen von drei Konzeptstudien. Es werden neun Planungsbüros und die Preisträger*innen, des von der GEWOBA für Studierende der Architektur ausgelobten Alvar-Aalto-Wettbewerbs 2019 eingeladen, sich zu beteiligen. Jeweils vier der eingeladenen Teilnehmer*innen werden mit der Aufgabe beauftragt, in Form eines Stegreifs auf einem der drei vorgesehenen Grundstücke einen geeigneten konzeptionellen Beitrag vor dem Hintergrund der Aufgabenstellung „uw Kids“ auszuarbeiten.

Die Lebensbedingungen von Kindern in der Stadt, in Wohnumfeld wie Stadtraum, ist dramatischen Veränderungen unterworfen. Einfluss darauf haben unterschiedliche Faktoren, wie ein verstärkter Medienkonsum, der Verlust von Frei- und Bewegungsflächen in verdichteten städtischen Räumen, aber auch die Ängste von Eltern. Dies hat weitreichende Folgen für die Lebensqualität und für die Entwicklungschancen von Kindern: Bewegungsmangel, wenig Orientierung im und Identifikation mit dem Wohnumfeld oder fehlende soziale Erfahrungen mit Gleichaltrigen. Demgegenüber wird der Wert des freien Spiels von vielen Fachrichtungen betont. So ist etwa der Zusammenhang zwischen motorischer und kognitiver Entwicklung von der Umweltpsychologie nachgewiesen worden.

Wo spielen Kinder und bewegen sich, welche Anforderung an Sicherheit sind zu gewährleisten, welche Spielangebote aber auch Rückzugsmöglichkeiten müssen im Wohnumfeld, im Hausnahbereich, in Gebäuden und in der Wohnung geschaffen werden?

Im Rahmen der Wettbewerbsverfahren sollen Antworten auf die Fragestellungen nach Ort und Lage von kindgerechten Spiel- und Bewegungsräumen, also Kinderräumen, ebenso beantwortet werden, wie deren qualitative Eigenschaften sowohl im Wohnumfeld, in der Hausgemeinschaft aber auch in der Wohnung selbst. Die städtebauliche und freiraumplanerische Betrachtung soll ebenso Gegenstand des Verfahrens werden, wie auch die Konzeption besonderer Wohnungsangebote bzw. -zuschnitte.

Kinderräume sind vielfältig und vielschichtig, sie reichen beispielsweise von normierten Spielplätzen bzw. -orten bis hin zu unbekannten, verwunschenen Plätzen oder Räumen.

Kinderräume können dabei vereinfacht in „Räume für Kinder“ und „Räume der Kinder“ differenziert werden. Das Thema „Räume für/ der Kinder“ ist ein wesentlicher Teil der Aufgabenstellung. Räume für/ der Kinder sollen auf Freiräume, sowohl im Wohnumfeld, also Nahbereich, wie auch im Quartier bzw. Stadtteil, also im peripheren Raum, wie auch auf Gebäude bzw. die eigene Wohnung bezogen werden.

Neben der qualitativen Auseinandersetzung mit dem Thema Räume für/ der Kinder sieht die GEWOBA es als Quartiersanbieterin und Bauherrin, als eine ihrer Kernaufgabe an, Familien und Kindern geeignete Wohn- und Lebensräume anzubieten. Das Spektrum der von Familien nachgefragten Wohnungen hat sich in den letzten Jahren gemäß der sich diversifizierenden Familienformen aufgefächert. Einpersonenhaushalte nehmen zu und es finden vermehrt auch größere Familien zusammen. Patchwork-Familien zum Beispiel mit mehr als zwei Kindern, aber auch Alleinerziehende mit Kindern, für die spezielle Angebote geschaffen werden müssen, bilden ein spezielles Nachfrageangebot.

Im Rahmen der Konkurrenzen/ Wettbewerbe soll das Wohnangebot der GEWOBA für Familien fortgeschrieben werden. Darüber hinaus werden Vorschläge für neue „ungewöhnliche“, besonders auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtete Wohnmodelle erwartet, die auf Gemeinschaft und informelle, gegenseitige Unterstützung abzielen. Modelle, die im genossenschaftlichen Bauen oder von Baugemeinschaften im Eigentumssektor bereits erfolgreich umgesetzt werden, im Segment des Mietwohnungsbaus aber noch Pioniercharakter haben und einer spezifischen Herangehensweise bedürfen.

Jury
Prof. Christa Reicher (Vorsitz), Dirk Christiansen, Prof. Katja-Annika Pahl,
Martin Paßlack, Prof. Dr. Iris Reuther, Peter Stubbe, Sebastian Tischendorf,
Corinna Bühring, Julia Lossau, Heike Binne, Manfred Corbach

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