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Umbau Industriedenkmal Tuchfabrik zur Veranstaltungshalle , Finsterwalde/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
wa-ID
wa-2012613
Tag der Veröffentlichung
20.09.2012
Aktualisiert am
01.12.2015
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Teilnehmer
Freischaffende, angestellte und beamtete Architekten
Beteiligung
15 Arbeiten
Auslober
Koordination
DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, Cottbus
Bewerbungsschluss
01.03.2012
Abgabetermin
27.07.2012
Preisgerichtssitzung
20.09.2012

Dezember 2015 – Zwischenstand des Projekts

knerer und lang Architekten GmbH aus Dresden hatten den Wettbewerb im September 2012 gewonnen. Wie uns die Architekten mitteilten, wurde ihnen auf den im Wettbewerbsgewinn folgenden Verhandlungsverfahren ein Vertrag mit einer Beschaffenheitsvereinbarung vorgelegt, die eine unrealistisch niedrige pauschale Kostenobergrenze vorsah. Die Einhaltung dieser Kostengrenze sollte durch den Architekten als Generalplaner verantwortet werden. Die Unterzeichnung dieses Vertrages wurde als Voraussetzung für die weitere Teilnahme am Auswahlverfahren dargestellt. Das offensichtliche erhebliche wirtschaftliche Risiko für ihr Büro wollten knerer und lang Architekten nicht übernehmen und haben schließlich schweren Herzens von einer weiteren Teilnahme am nachgeschalten VOF-Verfahren abgesehen. In Folge dessen kam schließlich der im ursprünglichen Wettbewerb Zweitplatzierte zum Zuge: Die Jürgen Habermann Architektur- und Ing.-Ges. mbH aus Finsterwalde wurde im Frühjahr 2015 bis zur Leistungsphase 3 beauftragt. Wie sie berichteten, haben die Stadtverordneten einen Mehrheitsbeschluss gefasst, die Finanzierung über Eigenkapital und Fördermitteleinwerbung sicher zu stellen. Daran wird derzeit gearbeitet. Zwischenzeitlich gab es außerdem ein Bürgerbegehren gegen den Bau einer Stadthalle, das aber abgelehnt wurde. Habermann Architektur- und Ing.-Ges. mbH gehen davon aus, Anfang des kommenden Jahres 2016 mit dem Bau zu beginnen.

1. Preis

KNERER UND LANG Architekten GmbH, Dresden
Eva-Maria Lang · Prof. Thomas Knerer
Mitarbeit: Alexander Rudolph · Franziska Müller
Andreas Wedde
Fachberater: GESA Ingenieurgesellschaft für Technische Gesamtplanung mbH, Dresden
Uwe Harenberg

2. Preis

Habermann Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH, Finsterwalde
Mitarbeit: Clemens Habermann · Lukas Bartke
Fachberater: Holger Stenzel, Falkenberg

3. Preis

wolf.sedat.architekten GbR, Weikersheim
Martin Wolf · Marco Sedat
L.Arch.: Michael Hink, Schwaigern

Anerkennung

Kuehn Malvezzi Associates GmbH, Berlin
Johannes Kühn
Mitarbeit: Sarah Schäuble
Maxgorzata Zmyseowska · Ninagawa Yu
Tragwerk/Brandsch.: Krone · Hamann · Reinke Ingenieurbüro GmbH, Berlin
Haustechnik: PRG Ing.-Ges. mbH, Berlin
Akustik: Müller – BBM GmbH, Berlin

Anerkennung

Hinrichs Wilkening Architekten, Berlin
Ralf Wilkening
Mitarbeit: Jeanne Françoise Fischer
Michal Sadowski
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb gem. RPW 2008 im Rahmen eines VOF-Verfahrens zur Auslosung von 10 Teilnehmern sowie 5 Zuladungen

Wettbewerbsaufgabe
Die „Sängerstadt“ Finsterwalde verfügt seit über 2 Jahrzehnten nicht mehr über einen der Stadtgröße und der Rolle in der „Sängerstadtregion“ angemessenen Raum für kulturelle Events und sonstigen Veranstaltungen, der für mehr als 300 Gäste geeignet ist. Das Thema „Veranstaltungshalle“ war deshalb bereits Gegenstand mehrerer konzeptioneller Untersuchungen.
Geplant ist eine bedarfsgerechte Veranstaltungshalle für ca. 600 Sitzplätze bzw. ca. 1.000 Stehplätze mit entsprechenden Nebenflächen grundsätzlich auf der Bestands-Grundfläche von ca. 1.950 m² BGF (zuzüglich bis zu 400 m² wieder bebaubare Reservefläche) realisierbar ist.
Als Standort ist das unter Denkmalschutz stehende Areal der ehemaligen Schaeferschen Tuchfabrik in der Leipziger Straße 57 vorgesehen. Die 1889/1890 erbaute Tuchfabrik wurde mehrfach umgebaut und erweitert und bis 1990 zur Textilherstellung, zuletzt als Ausbildungsstätte, genutzt. Die Bausubstanz aller Gebäude weist erheblichen Instandsetzungsbedarf auf, insbesondere die Sheddachkonstruktion. Einzelne Gebäudeteile besonders im nördlichen Abschnitt der Shedhalle sind baufällig und zum Abbruch freigegeben.
Der Auslober erwartet ein Gebäude, welches sich mit der Industriegeschichte, den Elementen des Sheddaches sowie alten noch vorhandenen Strukturen identifiziert und zugleich den Baukörper mit neuen mordernen architektonischen Elementen verbindet und aufwertet. Es soll dabei den multifunktionalen Nutzungsanforderungen einer Veranstaltungs- und Kongresshalle gerecht werden. Dabei sollen durchaus Spuren der industriellen Nutzung und der Historie des Gebäudes sichtbar bleiben und in das Gesamtkonzept integriert werden. Die geplante Realisierung des Bauvorhabens ist u.a. von der Bereitstellung der Fördermittel und der Einhaltung der Baukosten abhängig. Eingestellt wurden rund 4,0 Mio. € für den Bau des Gebäudes. Bei der Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe sollte dabei nicht nur aus ästhetischen, sondern auch aus Kostensparenden Gründen mit der erhaltenen Bausubstanz gearbeitet werden.

Competition assignment
The ”Singers’ Town“ Finsterwalde is developing an event hall with 600 seats and 1.000 standing rooms on 1.950 m² (and up to 400 m² reserve space). The site is on the listed premises of a former cloth mill from 1890. The building is in need of repair, and some parts have to be demolished. The client expects a building that identifies itself with its industrial history, the still existing structures and elements of the saw tooth roof and will be connected and enhanced by new modern architectural elements. 4 mio. € are available for the construction.

Preisrichter
Prof. Heinz Nagler, Cottbus (Vors.)
Prof. Inken Baller, Berlin
Prof. Dr. Volker Droste, Oldenburg
Heidrun Fleege, Brandenburg
Kathrin Kempe, Dresden
Prof. Donatella Fioretti, Weimar
Sebastian Hettchen, Cottbus
Jörg Gampe, Bürgermeister, Stadt Finsterwalde
Dr. Eisenberg, Finsterwalde
Herr Weidemann, Finsterwalde
Herr Wildau, Finsterwalde
Herr Linde, Finsterwalde
Herr Böhmchen, Finsterwalde

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt einstimmig der Ausloberin, den 1. Preis als Grundlage der Weiterbearbeitung heranzuziehen.

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