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  • Texoversum – Neubau des Ausbildungs- und Innovationszentrums für den Arbeitgeberverband Südwesttextil | © Hörmann KG / Laura Thiesbrummel
  • Texoversum – Neubau des Ausbildungs- und Innovationszentrums für den Arbeitgeberverband Südwesttextil | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Texoversum – Neubau des Ausbildungs- und Innovationszentrums für den Arbeitgeberverband Südwesttextil | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Texoversum – Neubau des Ausbildungs- und Innovationszentrums für den Arbeitgeberverband Südwesttextil | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Texoversum – Neubau des Ausbildungs- und Innovationszentrums für den Arbeitgeberverband Südwesttextil | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Außen ein Statement aus robotisch gefertigten Fasern: Die Sekundärfassade des Texoversums in Reutlingen ist mehr als ungewöhnlich. Im Inneren sorgen Hörmann Tür- und Torlösungen für den erforderlichen Brandschutz.
    Copyright: Hörmann KG / Laura Thiesbrummel
  • Pausen können die Lernenden auf der Dachterrasse verbringen. Dabei immer im Blick: Die vorgesetzte textile Fassade.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die mithilfe von Robotik gewickelte Fassade bildet mit etwas Abstand zur inneren Fassade die Haut des Texoversums.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Kleine Aussparungen im Gewebe gewähren einen freien Blick in die Umgebung.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die hölzerne Werkbank erscheint in dem modernen Gebäude fast schon als eklektischer Akzent.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel

Texoversum – Neubau des Ausbildungs- und Innovationszentrums für den Arbeitgeberverband Südwesttextil , Reutlingen/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2029847
Tag der Veröffentlichung
18.09.2020
Aktualisiert am
12.01.2026
Verfahrensart
Sonstiger Wettbewerb
Beteiligung
5 Arbeiten
Preisgerichtssitzung
08.08.2020
Bekanntgabe
10.08.2020
Fertigstellung
2023

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Fotos: Hörmann KG / Laura Thiesbrummel


Architektur/Generalplanung
allmannwappner, München

Wettbewerb:
Philipp Vogeley (Leitung), Valerio Calavetta (Projektleitung), Timm Traxler

Realisierung:
Manfred Sauer, Sabrina Bergman (Teamleitung), Sebastian Thomas (Projektleitung),  Juae Kim, Simon Köppl, Maurizio Maggi Timm Traxler, Roswitha Allmann (Farbraum)

Entwurfsverfasser
allmannwappner, München,
Menges Scheffler Architekten, Frankfurt
Jan Knippers Ingenieure, Stuttgart

Bauherrschaft
Südwesttextil – Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., Stuttgart

Projektdaten
Leistungsphasen: 1–8
Brutto-Grundfläche: 4112 m²
Fertigstellung: 2023

Standort
Alteburgstraße 160, Reutlingen

Projketbeteiligte
Tragwerk: bwp Burggraf + Reiminger Beratende Ingenieure GmbH, München
Architekt Sekundärfassade: Menges Scheffler Architekten, Frankfurt
Tragwerk Sekundärfassade: Jan Knippers Ingenieure, Stuttgart
Projektsteuerung: Kubus 360 GmbH, Stuttgart
Landschaftsplanung: Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart
Brandschutz: hhpberlin, München
Energietechnik: Transsolar Energietechnik GmbH, München
Bauphysik: Müller-BBM Building Solutions GmbH, Planegg
Ausführung der äußeren Hülle: FibR GmbH, Kernen
 

Hörmann Produkte
1- und 2-flüglige Stahlobjekttüren STS in T30-, T90- und RS-Ausführung
1- und 2-flüglige Aluminium-Rohrrahmenobjekttüren HE 311, 321
Feuerschutz-Schiebetor FST T90-1 OD

 

Bildung braucht mehr als schulische Quadratmeter. Bildung braucht vor allem Inspiration. Das Ausbildungs- und Innovationszentrum Texoversum in Reutlingen bietet davon eine Überfülle. Hörmann lieferte für das Projekt Brandschutzlösungen, die sich harmonisch in die Innenarchitektur integrieren und im Falle eines Feuers für Sicherheit sorgen.

Ist das nun gestrickt, gehäkelt, gestickt, gewoben oder gewirkt? Wer hinter dieser mehr als ungewöhnlichen Fassade studiert weiß spätestens im zweiten Semester, mit welcher Technik die Fassade des Reutlinger Texoversums hergestellt wurde.
Deutsche Hochschul-Architektur der Nachkriegszeit ist vor allem durch die zahlreichen Neubauten der 1970er-Jahre als Folge der großen Bildungsreform geprägt – und entspricht architektonisch dem seinerzeit vorherrschenden Funktionalismus. Egal ob Bielefeld, Kassel oder Duisburg – ob in den Bauten Biologie vermittelt wird oder Vor- und Frühgeschichte, ist von außen kaum zu erkennen. Der Campus der Hochschule Reutlingen ist jedoch eine Ausnahme. Denn seit Kurzem steht dort ein „Ausbildungs- und Innovationszentrum“, in dem der Nachwuchs für die Textil- und Bekleidungsindustrie ausgebildet wird. Hier geht es um textiles Ingenieurswesen, International Fashion Business, Fashion und Textildesign oder Transportation Interior Design.

Zentrum der Textilwirtschaft
Geschaffen wurde dieses Hochschulgebäude durch den Verband Südwesttextil, und dass es in Reutlingen am Fuß der Schwäbischen Alb entstand, ist nicht überraschend. Schließlich ist die Region ein Zentrum der Textilwirtschaft mit international bekannten Modemarken wie BOSS im benachbarten Metzingen oder technischen Weltmarktführern und „Hidden Champions“ wie Groz-Beckert in Albstadt. Dass die Büros allmannwappner, Menges Scheffler Architekten und Jan Knippers Ingenieure den Wettbewerb gewannen, ist ein Geschenk an die Architektur und noch weniger verwunderlich. Schließlich gaben sie dem Anspruch des Verbands und den Zielen der Fakultät die geeignete bauliche Hülle. Denn das Texoversum ist nichts weniger als das Paradebeispiel einer „architecture parlante“ – eines Gebäudes, das seiner Funktion in einer Weise gestalterischen Ausdruck verleiht, die auch dem Laien sofort vermittelt, wozu es dient. Was die Revolutionsarchitekten Claude-Nicolas Ledoux oder Étienne-Louis Boullée im 18. Jahrhundert versuchten und Robert Venturi und Denise Scott Brown in ihrem Standardwerk „Learning from Las Vegas“ theoretisch griffig zusammenfassten, wurde in Reutlingen in einer neuen, zeitgemäßen Form grandios realisiert. 

Gespannt
Das Material der Bauherrschaft zu verwenden ist nicht ohne Risiko. Allzu leicht schrammen derartige Entwürfe am Kitsch entlang. Und unter „textiler Architektur“ verstand die Fachwelt bislang zumeist die Nutzung beschichteter Gewebe in Form von Flächen. Die bautechnische und gestalterische Innovation in Reutlingen ist aber gerade die Auflösung der Flächen in einzelne Fasern. Es gibt fünf verschiedene selbsttragende Basismodule, die damit – je nach Einsatzort – unterschiedlich umwickelt wurden und zu einer dreidimensionalen Fassadenskulptur werden.
Obwohl es von Weitem betrachtet gar nicht so wirkt, handelt es sich beim Texoversum um ein sehr transparentes Gebäude. Neben dem transluzenten Geflecht entsteht der Eindruck vor allem im Innenraum, der weitläufige Blickbeziehungen herstellt. Auch die Brandabschnitte sollen in den meisten Geschossen möglichst transparent bleiben, und so wurde bei den T30 Brandschutztüren auf vollverglaste Aluminium-Rohrrahmenobjekttüren von Hörmann gesetzt. Sie lassen den Blick weiter schweifen und natürliches Licht ins Innere. Dort, wo Sicht und Licht einmal keine große Rolle spielen, wählten die Architekten stumpf einschlagende Stahl-Objekttüren von Hörmann. Auch sie lassen sich gut in anspruchsvoll gestaltete Architektur eingliedern, da ihr Türblatt bündig mit der Zarge abschließt. Ebenfalls nicht transparent ist das Feuerschutz-Schiebetor im Souterrain. Es separiert den Lastenaufzug von der großen Halle. In den oberen Geschossen ist der Aufzug lediglich durch Gitter vom Raum getrennt. Im Normalzustand ist das Tor geschlossen. Wird der Lastenaufzug genutzt, schiebt es sich vor eine Nische, in der sich Technik und Lagerfläche befinden – jedoch nicht vollständig, sodass man den Raum noch betreten kann.

Sitzkojen und Gobelins
Im Inneren gibt es vielfältige Sichtbeziehungen zwischen den Split-Leveln und über das zentrale Atrium hinweg. Und wenn zwischen Seminaren und Vorlesungen Zeit bleibt, bieten die großen Sitzkojen ausreichend Platz für die studentische Kommunikation in – natürlich – textilem Ambiente. Die grellbunten Farbverläufe sollen dabei an die Tradition der Gobelins anknüpfen, jene Bild-Gewirke aus der hohen Zeit textiler Innenarchitektur, die dem französischen Adel des 17. und 18. Jahrhunderts zur Ausstattung ihrer Palais diente.
So umgeben von einer sinnstiftenden Architektur sollte es für die jungen Menschen, die hier lernen, kein Problem sein, in ein textiles Universum aus Technik, Mode und Textilwirtschaft hineinzuwachsen.
(PM Hörmann, 12/25)

 

  • Außen ein Statement aus robotisch gefertigten Fasern: Die Sekundärfassade des Texoversums in Reutlingen ist mehr als ungewöhnlich. Im Inneren sorgen Hörmann Tür- und Torlösungen für den erforderlichen Brandschutz. | © Hörmann KG / Laura Thiesbrummel
  • Das Texoversum ist Teil des Campus der Hochschule Reutlingen. In dem Ausbildungs- und Innovationszentrum wird der Nachwuchs für die Textil- und Bekleidungsindustrie ausgebildet. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Pausen können die Lernenden auf der Dachterrasse verbringen. Dabei immer im Blick: Die vorgesetzte textile Fassade. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die mithilfe von Robotik gewickelte Fassade bildet mit etwas Abstand zur inneren Fassade die Haut des Texoversums. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Kleine Aussparungen im Gewebe gewähren einen freien Blick in die Umgebung. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  •  Labore, Werkstätten, Lehr- und Besprechungsräume – im Texoversum wird der Umgang mit Textilem unterrichtet und erforscht. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die hölzerne Werkbank erscheint in dem modernen Gebäude fast schon als eklektischer Akzent. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Im mittleren Bereich der Split-Level hängt eine textile Lichtinstallation von Ettlin Lux mit luftreinigendem Effekt. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die Haustechnik ist im Texoversum sichtbarer Teil des Gebäudes und wird nicht versteckt. Die Farbverläufe in den Sitzkojen erinnern an traditionelle Gobelins. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die verglasten Aluminium-Rohrrahmenobjekttüren von Hörmann sorgen für Brandschutz und zeitgleich für Transparenz. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die stumpf einschlagenden Stahl-Objekttüren STS von Hörmann sorgen für eine homogene Fläche und ebenso für einen entsprechenden Brandschutz. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die Stahl-Objekttüren STS von Hörmann sind farblich unauffällig in die Wände mit Sichtbeton integriert. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Geschützter Brandabschnitt: Hinter dem Hörmann Feuerschutz-Schiebetor befindet sich der Lastenaufzug. | © Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Außen ein Statement aus robotisch gefertigten Fasern: Die Sekundärfassade des Texoversums in Reutlingen ist mehr als ungewöhnlich. Im Inneren sorgen Hörmann Tür- und Torlösungen für den erforderlichen Brandschutz.
    Copyright: Hörmann KG / Laura Thiesbrummel
  • Das Texoversum ist Teil des Campus der Hochschule Reutlingen. In dem Ausbildungs- und Innovationszentrum wird der Nachwuchs für die Textil- und Bekleidungsindustrie ausgebildet.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Pausen können die Lernenden auf der Dachterrasse verbringen. Dabei immer im Blick: Die vorgesetzte textile Fassade.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die mithilfe von Robotik gewickelte Fassade bildet mit etwas Abstand zur inneren Fassade die Haut des Texoversums.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Kleine Aussparungen im Gewebe gewähren einen freien Blick in die Umgebung.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Labore, Werkstätten, Lehr- und Besprechungsräume – im Texoversum wird der Umgang mit Textilem unterrichtet und erforscht.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die hölzerne Werkbank erscheint in dem modernen Gebäude fast schon als eklektischer Akzent.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Im mittleren Bereich der Split-Level hängt eine textile Lichtinstallation von Ettlin Lux mit luftreinigendem Effekt.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die Haustechnik ist im Texoversum sichtbarer Teil des Gebäudes und wird nicht versteckt. Die Farbverläufe in den Sitzkojen erinnern an traditionelle Gobelins.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die verglasten Aluminium-Rohrrahmenobjekttüren von Hörmann sorgen für Brandschutz und zeitgleich für Transparenz.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die stumpf einschlagenden Stahl-Objekttüren STS von Hörmann sorgen für eine homogene Fläche und ebenso für einen entsprechenden Brandschutz.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Die Stahl-Objekttüren STS von Hörmann sind farblich unauffällig in die Wände mit Sichtbeton integriert.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel
  • Geschützter Brandabschnitt: Hinter dem Hörmann Feuerschutz-Schiebetor befindet sich der Lastenaufzug.
    Copyright: Hörmann / Laura Thiesbrummel

1. Preis

Allmann Sattler Wappner Architekten, München
In Kooperation mit Menges Scheffler Architekten, Frankfurt /
Jan Knippers Ingenieure, Stuttgart
Realisierung: Timm Traxler · Maurizio Maggi
Simon Köppl
Sebastian Thomas (Projektleitung)
Wettbewerb: Philipp Vogeley (Leitung)
Timm Traxler
Valerie Calavetta (Projektleitung)
Fachplaner:
Tragwerk: bwp Burggraf + Reiminger Beratende Ingenieure GmbH, München
Projektsteuerung: Kubus 360 GmbH, Stuttgart
L.Arch.: Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart
Brandschutz: hhpberlin, München
Energietechnik: Transsolar Energietechnik GmbH, München
Bauphysik: Müller - BBM GmbH, Planegg
Ausführung: FibR GmbH, Kernen
Visualisierung: Grauwald Studio, Berlin
  • © Grauwald Studio Berlin
  • © Grauwald Studio Berlin
  • © Grauwald Studio Berlin
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Verfahrensart
Gutachterverfahren

Bauherr
Südwesttextil e.V. Stuttgart

Projektbeschreibung:
Auf dem Campus der Hochschule Reutlingen entsteht das Texoversum, ein Lehr-, Forschungs- und Innovationszentrum für die Querschnittstechnologie Textil. Als Teil eines Ensembles wird der Neubau im Rahmen des Masterplanes für die Erweiterung des Campus Reutlingen entwickelt und umgesetzt. Das Texoversum setzt sich als kraftvoller und gleichzeitig kommunikativer Baustein in das städtebauliche Gefüge der Hochschule. Allmann Sattler Wappner Architekten, Menges Scheffler Architekten und Jan Knippers Ingenieure sind als Team für den Entwurf verantwortlich. Das Texoversum umfasst fast 3.000 Quadratmeter Fläche für unterschiedliche Nutzergruppen. Es beinhaltet Werkstätten, Labore, die international renommierte Sammlung historischer Stoff- und Gewebeproben der Hochschule Reutlingen, multifunktionelle Flächen für Forschung und Entwicklung sowie diverse Unterrichtsräume.
Das architektonische Konzept basiert auf einer vielfältigen Auseinandersetzung mit dem Thema textiles Bauen. So spiegelt sich das Entwurfsthema sowohl strukturell in der internen Verwebung der Funktionen wieder als auch in der indentitätsstiftenden repräsentativen Gebäudehülle. Die einzigartige, erstmalig so umgesetzte, Fassade aus Kohlenstoff- und Glasfasern repräsentiert die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit faserbasierter Werkstoffe und textiler Techniken. In einem an den Instituten von Achim Menges (ICD) und Jan Knippers (ITKE) an der Universität Stuttgart entwickelten, robotischen Wickelprozess kann jedes einzelne Fassadenelement individuell an die Erfordernisse der Nutzung angepasst werden. Ausgehend von drei Basismodulen transformieren sich die Elemente entsprechend dem Sonnenverlauf und bilden ein einzigartiges, vielschichtiges Erscheinungsbild. Die Elemente sind komplett selbsttragend und benötigen keine unterstützende Tragstruktur. Ihre versetzte Anordnung erlaubt freie Durchblicke. Neben funktionalen Anforderungen der Absturzsicherung und des außenliegenden Sonnenschutzes, erfüllt die Fassade ästhetische und repräsentative Ansprüche und schafft ein identitätsstiftendes Gebäude als Impulsgeber für die Technologie Textil.
Das Entwurfsthema Durchlässigkeit und Vernetzung setzt sich in der Konzeption des Baukörpers fort. In der inneren Struktur ist das Texoversum als offenes, transparentes Gebäude mit Split-Leveln gestaltet. Die halbgeschossig versetzten Ebenen, die über das Atrium auch visuell miteinander verwoben sind, verbinden die unterschiedlichen Nutzungsbereiche miteinander und bilden ein räumliches Kontinuum, das in einer großzügigen Dachterrasse seinen Abschluss findet. Die einzelnen Ebenen sind in ihrem Erscheinungsbild geprägt von einem robusten Werkstattcharakter mit robusten Industrieestrich- und Sichtbetonflächen sowie offen installierten Technikdecken. Als verbindende Elemente zwischen den Ebenen fungieren die als textile Räume gestalteten Sitzstufen. Einzelne Bereiche können bei Bedarf flexibel über Vorhänge abgetrennt werden. Das offene Raumkonzept schafft für die unterschiedlichen Nutzergruppen eine gemeinschaftliche Arbeitsatmosphäre, fördert die Kommunikation und bietet Plattformen für einen lebendigen Austausch.

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