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Strafjustizzentrum , Nürnberg/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
wa-ID
wa-2012783
Tag der Veröffentlichung
19.07.2013
Aktualisiert am
01.10.2016
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Zulassungsbereich
EU /EWR
Teilnehmer
Architekten
Beteiligung
26 Arbeiten
Auslober
Koordination
eisenreich.kummert.partner architekten/ingenieure, Regensburg
Bewerbungsschluss
24.01.2013
Abgabetermin Pläne
05.06.2013
Abgabetermin Modell
12.06.2013
Preisgerichtssitzung
19.07.2013

Oktober 2016 – Zwischenstand des Projekts

ZILA Freie Architekten aus Leipzig haben den europaweiten Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Anteil im Juli 2013 gewonnen und im Anschluss an den Wettbewerbssieg den Auftrag für die Umsetzung des 1. Bauabschnitts des Strafjustizzentrums erhalten. Gegenüber dem Wettbewerbsbeitrag wurde der Entwurf optimiert, ohne die inhaltlichen Qualitäten zu verändern. Die Entwurfsplanung wurde bereits im April 2014 abgeschlossen, im Anschluss an das Zustimmungsverfahren startete im Juli 2014 die Detailplanung. Der feierliche Spatenstich fand im Juli 2015 statt, die Fertigstellung wird derzeit für Ende 2017 angestrebt.

1. Preis

ZILA, Leipzig
Clemens Zirkelbach · Peter Ille · Dirk Lämmel
Mitarbeit: Alexej Kolyschkow
Anna-Sophia Eppstein
L.Arch.: Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin
Leonard Grosch · Stefan Grieger

2. Preis

HASCHER JEHLE Architektur, Berlin
Prof. Rainer Hasche · Prof. Sebastian Jehle
Mitarbeit: Philipp Quarck · Claudia Lüth
Fleur Keller · Frank Piehler
L.Arch.: Weidinger Landschaftsarchitektur, Berlin

3. Preis

Pussert Kosch Architekten, Dresden
Dirk Pussert · Achim Kosch
Mitarbeit: Susanne Wittker

4. Preis

SSP Architekten Schmidt-Schicketanz + Partner GmbH, München
Christoph Nagel-Hirschauer
Mitarbeit: David Wolfertstetter · Daniel Dell
Alexandra Frank

5. Preis

Bez + Kock Architekten GmbH, Stuttgart
Martin Bez · Thorsten Kock
Mitarbeit: Tilman Rösch

Anerkennung

Eßmann Gärtner Nieper Architekten GbR, Leipzig
Thomas Gärtner
Mitarbeit: Konrad Meichsner

Anerkennung

berger röcker gork, Stuttgart
Daniel Berger · Peter Röcker
Mitarbeit: Michael Riedel

Anerkennung

Schaltraum Architekten, Hamburg
Timo Heise · Christian Dirumdam
Christian Dahle
Mitarbeit: Lisa Erlenhof · Mark Streich
Gereon Töpper · Marco K. Gärtner
L.Arch.: Hinnenthal · Schaar Landschaftsarchitekten, München
Michel Hinnenthal · Daniel Schaar

Anerkennung

léonwohlhage Ges. von Architekten mbH, Berlin
Prof. Hilde Léon · Siegfried Wernik
Baum-Kappler Architekten GmbH, Nürnberg
Mitarbeit: Tilman Fritzsche · Vanni Sacconi
Ahmend Abd Allah · Maria Mosquera Escirbano
Carsten Sgraja · Lisa Effing
Verfahrensart
Nicht offener Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil und vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren nach RPW 2008

Wettbewerbsaufgabe
Die Justiz in Nürnberg ist in dem 1909 – 1916 errichteten denkmalgeschützten Justizgebäude an der Fürther Straße 110 – 112 (Justizpalast) untergebracht. Im Ostbau des Justizgebäudes an der Fürther Straße befindet sich der Saal 600, in dem 1945 bis 1946 die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse stattfanden. Im Jahre 2010 wurde hier das Memorium Nürnberger Prozesse eröffnet. Da der Saal 600 parallel sowohl von der Justiz als auch museal vom Memorium genutzt wird, ist er für die Museumsbesucher nur in sitzungsfreien Zeiten zugängig. Zukünftig soll der Saal 600 nur noch rein musealen Zwecken zugeführt werden. In einem Erweiterungsbau müssen daher als Ersatz neue Sitzungssäle und Büroräume geschaffen werden. Zum anderen soll die auf verschiedenen Standorten verteilte Nürnberger Justiz an dem Standort Fürther Straße zusammengeführt werden. Direkt angrenzend zum bestehenden Justizgebäude hat der Freistaat Bayern im Westen ein Grundstück mit einer Fläche von insgesamt 20.000 m² von den Nürnberger Verkehrsbetrieben (VAG) erworben. Im Realisierungsteil/1. Bauabschnitt sowie auch im städtebaulichen Ideenteil sollen die Dienststellen der gesamten Nürnberger Strafjustiz zusammengeführt und auf dem Wettbewerbsgelände untergebracht werden.
Nutzfläche Realisierungsteil (BA 1) 3.800 m²
Nutzfläche Ideenteil (weitere BAs) 14.200 m²
Nutzfläche Gesamt 18.000 m²
Der 1. Bauabschnitt beinhaltet neben dem zentralen Haupteingang die Räume und Funktionen, die im Wesentlichen bisher im bestehenden Ostbau untergebracht sind. Eine Anbindung an den bestehenden Westbau ist aus funktionalen Gründen erforderlich. Die weiteren Bauabschnitte sollen aus funktionalen Gründen in einem zusammenhängenden Gesamtkomplex vorgesehen werden. Im 2. Bauabschnitt ist eine unterirdische Anbindung von der nördlich des Westbaus gelegenen Erweiterungsfläche der JVA an den Vorführbereich des neuen Strafjustizzentrums vorzusehen.
Das Raumprogramm für den Realisierungsteil
gliedert sich in:
- Allgem. Einrichtungen 2.261 m²
- Vorführdienst 234 m²
- Landgericht 690 m²
- Wachtmeisterei 78 m²
- Sonstiges 114 m²

Competition assignment
The judiciary in Nuremberg is located in the courthouse at Fürther Straße 110-112 with the courtroom 600, where the Nuremberg Trials were held, situated in the east wing. In 2010 the ”Memorium Nuremberg Trials“ had been opened here, but is still used as courtroom. In the future the courtroom 600 shall only be used as museum. New courtrooms, offices and other courts, which are currently spread across Nuremberg shall be housed in the new extension.
The Free State of Bavaria has purchased an adjoining property with 20.000 m², where all criminal courts shall be joined. The floor space of 18.000 m² is divided in: 3.800 m² realisation part (stage 1), for general facilities 2.261 m², custody area 234 m², district court 690 m², police 78 m², other 114 m². 14.200 m² ideas part (further stages), for an underground connection to create a coherent building complex.

Fachpreisrichter
Prof. Gesine Weinmiller, Berlin (Vors.)
Prof. Andreas Emminger, Nürnberg
Prof. Hartmut Fuchs, Stuttgart
Prof. Franz Pesch, Stuttgart
Siegfried Dengler, Stadt Nürnberg
Friedrich Michael Geiger, Oberste Baubehörde München

Sachpreisrichter
Robert Saliter, Staatsministerium der Finanzen
Dr. Thomas Dickert, Bayerisches Staatsmin. der Justiz und für Verbraucherschutz
Horst Förther, Bürgermeister, Stadt Nürnberg
Peter Küspert, Oberlandesgericht Nürnberg
Dr. Rainer Gemählich, Landgericht Nürnberg-Fürth

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die Arbeit des 1. Preises, unter Einarbeitung von Kritik und Anregungen, der weiteren Bearbeitung zu Grunde zu legen und dieses Votum im VOF-Verfahren mindestens mit dem von der Bayrischen Architektenkammer empfohlenen Prozentsatz einzubringen.

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