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  • Luftaufnahme Juli 2020
    Copyright: wa wettbewerbe aktuell
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Strafjustizzentrum , Nürnberg/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2012783
Tag der Veröffentlichung
19.07.2013
Aktualisiert am
28.05.2021
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Zulassungsbereich
EU /EWR
Teilnehmer
Architekten
Beteiligung
26 Arbeiten
Auslober
Koordination
EISENREICH. DRECHSEL. PARTNER. ARCHITEKTEN, Regensburg
Bewerbungsschluss
24.01.2013
Abgabetermin Pläne
05.06.2013
Abgabetermin Modell
12.06.2013
Preisgerichtssitzung
19.07.2013

Luftfotos: © wa wettbewerbe aktuell (Kauf auf Anfrage möglich)
Die Luftaufnahmen zeigen den Stand des Projektes im Juli 2020.

Bauherr/Client: Freistaat Bayern

Architektur/Architecture
ZILA Freie Architekten, Leipzig
Mitarbeiter: Diana Felber · Carolin Sämisch · Per-Christian Schultze · Peter Wohlwender
Bauleitung: ganzWerk GmbH, Nürnberg

Freianlagen
Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin

Projektdaten/Technical Data
Planungs- und Bauzeit: 2013 – 2020
Nutzfläche (NF): 3.900 m2
Bruttogrundfläche (BGF): 9.300 m2
Brutto-Rauminhalt (BRI): 39.400 m3

Standort/Location: Fürther Straße 114, 90429 Nürnberg

Fachplanung/Engineering
Tragwerk: Seeberger Friedl Planungsges. mbH, Erlangen
Technische Ausrüstung: Rücker + Schindele Ber. Ing. GmbH, München
Energieberater: Ingenieurbüro Leiser, Würzburg
Bauphysik: Messinger + Schwarz Bauphysik Ing. Ges. mbH, Röthenbach a.d. Pegnitz
Brandschutz: Oehmke + Herbert Planungsesellschaft im Bauwesen mbH, Nürnberg

Im Nürnberger Justizpalast, dem größten Justizgebäude Bayerns, sind seit 1916 die wichtigsten Institutionen der Nürnberger Justiz untergebracht. Zu weltweiter Berühmtheit gelangte das denkmalgeschützte Gebäude durch die zwischen 1945 und 1946 im Saal 600 stattfindenden Kriegsverbrecherprozesse des 2. Weltkrieges. Seit 2010 ist der Saal Teil des „Memorium Nürnberger Prozesse“ und damit nur noch eingeschränkt als Schwurgerichtssaal nutzbar. Um das Dokumentationszentrum im Ostbau weiter entwickeln zu können, wurde am anderen Ende des Justizpalastes, im Anschluss an den u-förmigen Westbau, ein Erweiterungsbau mit einem neuen großen Schwurgerichtssaal und weiteren Sitzungssälen und Verwaltungsflächen errichtet. Der Neubau bildet den ersten Bauabschnitt und den Haupteingang des neuen Strafjustizzentrums, dem schrittweise weitere Bauabschnitte zur Bündelung der Nürnberger Justizbehörden am traditionsreichen Standort an der Fürther Straße folgen sollen. Zum 75. Jahrestag des Beginns der Nürnberger Prozesse wurde im Saal 600 das letzte Urteil gesprochen und anschließend der Betrieb in den neuen Sitzungssälen des Strafjustizzentrums aufgenommen.
Der bestehende Justizpalast bildet ein Ensemble kompakter, zueinander versetzter und miteinander vernetzter Blockstrukturen. Mit dem neuen Strafjustizzentrum wird diese städtebauliche Struktur fortgeschrieben. Zwei parallel gelagerte, abgestufte Gebäuderiegel ergänzen die offene Blockstruktur des benachbarten Westbaus strukturell und funktional. Das Zurückziehen der Treppenhalle schafft auf dem schmalen Grundstück einen kleinen, über eine Freitreppe erreichbaren, angehobenen Vorplatz und bildet gemeinsam mit dem zeichenhaften Giebel des bündig abschließenden zweiten Gebäuderiegels die neue Adresse der Nürnberger Strafjustiz. Entlang des Neubaus verknüpft eine öffentliche Durchwegung die Ost-West-Achse der Fürther Straße mit der Pegnitzaue.
Sowohl die Höhe der Geschosse wie auch die horizontale Gliederung des Neubaus mit Sockel, Hochparterre und Traufgesims orientieren sich am angrenzenden Bestandsgebäude. Durch das Wechselspiel unterschiedlicher Pfeilerbreiten bilden sich die unterschiedlichen Funktionsbereiche in der Fassade ab. Auf einem geschlossenen Sockel öffnet sich das Eingangsgeschoss, die anschließenden jeweils identischen Sitzungssaal und Verwaltungsgeschosse sind mittels geschossübergreifender Fensterformate zusammengefasst. Großformatige Fassadenfertigteile aus hellem Beton mit Zuschlägen aus farbigem Donaukies schaffen ein Gegengewicht zur Massivität des sandsteinverkleideten Justizpalastes. Das Fassdadenraster zeigt einerseits die konsquente Abbildung des zugrunde liegenden Konstruktionsrasters des Gebäudes, andererseits verweisen differenzierte Bauteilgeometrien und Fassadentiefen sowie feine Unterschiede in der Oberflächenbehandlung in abstrahierter Form auf Elemente und Typologien der historischen Nachbarschaft.
Das als Hochparterre angelegte Erdgeschoss ist neben den dienenden Bereichen des Haupteingangs vor allem dem neuen großen Schwurgerichtssaal vorbehalten. Dieser öffnet sich ebenso wie die Sitzungssäle in den Obergeschossen zum neu gestalteten Innenhof. Großzügige Wartebereiche in der vorgelagerten Treppenhalle werden mittels mehrgeschossiger Lufträume miteinander verbunden. Die dadurch ermöglichten wechselseitigen Blickbeziehungen zwischen den Geschossen schaffen für Verfahrensbeteiligte und Besucher eine Atmosphäre der Transparenz und sorgen für eine einfache und barrierefreie Orientierung im Haus. Die filigrane Skulptur „Dikaä“ von Martin Wöhrl, die sich in Form, Material und Größe elegant in den Luftraum über dem Haupteingang einfügt, steigert die Identifikationskraft der Institution und bildet einen Fixpunkt im Gebäude. In den beiden Verwaltungsgeschossen oberhalb des öffentlichen Sitzungssaalbereiches sind die Arbeitsplätze der Richter untergebracht, das Sockelgeschoss mit verschiedenen infrastrukturellen Nutzungen bildet die gesicherte Basis des Neubaus.
Die Tragstruktur des Gebäudes besteht bis auf wenige Wände aus den Bauteilen Pfeiler, Balken und Platte. Diese proportionieren und rhythmisieren die Räume und zeigen die konstruktive Ordnung des Gebäudes. Der Rohbau bleibt weitgehend unverkleidet und wird ausgefacht, Ausbauschichten und -elemente fügen sich ablesbar ein. Die Logik der robusten Eleganz der Struktur und die Nachvollziehbarkeit der Fügung setzen sich in der Detaillierung der einzelnen Bauelemente sowie deren Materialisierung fort. Dem kühlen Grau des Sichtbetonskeletts werden Ausbaumaterialien in natürlichen warmen Farben, wie das klassisch verlegte Eichenparkett der Sitzungssäle oder der geschliffene Terrazzoboden der Treppenhalle, gegenübergestellt. Schwarze Möbel und Geländerbrüstungen sowie dunkel lasiete Eichenholztüren bilden einen graphischen Kontrast zur durchgehenden Helligkeit der verwendeten Materialien.

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Oktober 2016 – Zwischenstand des Projekts

ZILA Freie Architekten aus Leipzig haben den europaweiten Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Anteil im Juli 2013 gewonnen und im Anschluss an den Wettbewerbssieg den Auftrag für die Umsetzung des 1. Bauabschnitts des Strafjustizzentrums erhalten. Gegenüber dem Wettbewerbsbeitrag wurde der Entwurf optimiert, ohne die inhaltlichen Qualitäten zu verändern. Die Entwurfsplanung wurde bereits im April 2014 abgeschlossen, im Anschluss an das Zustimmungsverfahren startete im Juli 2014 die Detailplanung. Der feierliche Spatenstich fand im Juli 2015 statt, die Fertigstellung wird derzeit für Ende 2017 angestrebt.

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Planmaterial des fertigen Projekts:

  • Grundriss EG
  • Grundriss OG 1
  • Grundriss OG 3
  • Schnitt
  • Grundriss EG
  • Grundriss OG 1
  • Grundriss OG 3
  • Schnitt

1. Preis

ZILA, Leipzig
Clemens Zirkelbach · Peter Ille · Dirk Lämmel
Mitarbeit: Alexej Kolyschkow
Anna-Sophia Eppstein
L.Arch.: Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin
Leonard Grosch · Stefan Grieger
  • 1. Preis: ZILA, Leipzig
  • 1. Preis: ZILA, Leipzig
  • Lageplan mit allen Bauabschnitten
  • Lageplan 1. Bauabschnitt
  • Sicherheitskonzept
  • 1. Untergeschoss
  • Erdgeschoss
  • 1. Obergeschoss
  • 2. OG/ 3. OG / 4. OG
  • Ansicht Süd Fürther Straße / Schnitt A-A / Schnitt B-B
  • Ansicht West Durchwegung Justizzentrum / Ansicht Ost Innenhof
  • Fassadendetail
  • 1. Preis: ZILA, Leipzig
  • 1. Preis: ZILA, Leipzig
  • Lageplan mit allen Bauabschnitten
  • Lageplan 1. Bauabschnitt
  • Sicherheitskonzept
  • 1. Untergeschoss
  • Erdgeschoss
  • 1. Obergeschoss
  • 2. OG/ 3. OG / 4. OG
  • Ansicht Süd Fürther Straße / Schnitt A-A / Schnitt B-B
  • Ansicht West Durchwegung Justizzentrum / Ansicht Ost Innenhof
  • Fassadendetail

2. Preis

HASCHER JEHLE Architektur, Berlin
Prof. Rainer Hasche · Prof. Sebastian Jehle
Mitarbeit: Philipp Quarck · Claudia Lüth
Fleur Keller · Frank Piehler
L.Arch.: Weidinger Landschaftsarchitektur, Berlin
  • 2. Preis: HASCHER JEHLE Architektur, Berlin
  • Eingangsperspektive/Blick von der Fürther Straße
  • Lageplan Realisierungsteil
  • Lageplan Ideenteil
  • Grundriss UG 1
  • Grundriss Erdgeschoss
  • Grundriss Zwischengeschoss
  • Grundriss 1. Obergeschoss
  • Grundriss 3. OG und Dachgeschoss
  • Ansicht Nord
  • Schnitt A-A
  • Schnitt C-C
  • Fassadendetail
  • 2. Preis: HASCHER JEHLE Architektur, Berlin
  • Eingangsperspektive/Blick von der Fürther Straße
  • Lageplan Realisierungsteil
  • Lageplan Ideenteil
  • Grundriss UG 1
  • Grundriss Erdgeschoss
  • Grundriss Zwischengeschoss
  • Grundriss 1. Obergeschoss
  • Grundriss 3. OG und Dachgeschoss
  • Ansicht Nord
  • Schnitt A-A
  • Schnitt C-C
  • Fassadendetail

3. Preis

pussert kosch architekten, Dresden
Dirk Pussert · Achim Kosch
Mitarbeit: Susanne Wittker
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • Vorplatz mit Haupteingang
  • Lageplan Ideenteil
  • Lageplan Realisierungsteil
  • Untergeschoss – Archiv/Technik
  • Sockelgeschoss – Eingang 0,00
  • 1. OG – Sitzung  4,50
  • 2. OG – Sitzung  8,00
  • 3. OG – Büros  12,50
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • Ansicht Süd – Schnitt Quer – Ansicht West
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • Fassadendetail
  • Schnitt Längs
  • Ansicht von Osten
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • Vorplatz mit Haupteingang
  • Lageplan Ideenteil
  • Lageplan Realisierungsteil
  • Untergeschoss – Archiv/Technik
  • Sockelgeschoss – Eingang 0,00
  • 1. OG – Sitzung 4,50
  • 2. OG – Sitzung 8,00
  • 3. OG – Büros 12,50
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • Ansicht Süd – Schnitt Quer – Ansicht West
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • 3. Preis: pussert kosch architekten, Dresden
  • Fassadendetail
  • Schnitt Längs
  • Ansicht von Osten

4. Preis

SSP Architekten Schmidt-Schicketanz + Partner GmbH, München
Christoph Nagel-Hirschauer
Mitarbeit: David Wolfertstetter · Daniel Dell
Alexandra Frank
  • 4. Preis: SSP Architekten  Schmidt-Schicketanz   Partner GmbH, München
  • 4. Preis: SSP Architekten  Schmidt-Schicketanz   Partner GmbH, München
  • Lageplan
  • Lageplan Ideenteil
  • Grundriss EG
  • Grundriss 1. OG
  • Grundriss 2. OG
  • Grundriss 5. OG
  • Ansicht Südwest
  • Ansicht Nordost
  • Schnitt Südwest
  • Fassadendetail
  • 4. Preis: SSP Architekten Schmidt-Schicketanz Partner GmbH, München
  • 4. Preis: SSP Architekten Schmidt-Schicketanz Partner GmbH, München
  • Lageplan
  • Lageplan Ideenteil
  • Grundriss EG
  • Grundriss 1. OG
  • Grundriss 2. OG
  • Grundriss 5. OG
  • Ansicht Südwest
  • Ansicht Nordost
  • Schnitt Südwest
  • Fassadendetail

5. Preis

Bez + Kock Architekten GmbH, Stuttgart
Martin Bez · Thorsten Kock
Mitarbeit: Tilman Rösch
  • 5. Preis: Bez   Kock Architekten GmbH, Stuttgart
  • Perspektive Haupteingang
  • Lageplan 1. BA
  • Lageplan Ideenteil
  • Grundriss Haupteingang
  • Grundriss EG
  • Grundriss 1. OG
  • EG  bis 4. OG
  • Ansicht Süd
  • Schnitt A-A
  • Ansicht Nord
  • Ansicht West
  • Fassadendetail
  • 5. Preis: Bez Kock Architekten GmbH, Stuttgart
  • Perspektive Haupteingang
  • Lageplan 1. BA
  • Lageplan Ideenteil
  • Grundriss Haupteingang
  • Grundriss EG
  • Grundriss 1. OG
  • EG bis 4. OG
  • Ansicht Süd
  • Schnitt A-A
  • Ansicht Nord
  • Ansicht West
  • Fassadendetail

Anerkennung

Eßmann Gärtner Nieper Architekten GbR, Leipzig
Thomas Gärtner
Mitarbeit: Konrad Meichsner
  • Anerkennung: Eßmann Gärtner Nieper Architekten GbR, Leipzig
  • Anerkennung: Eßmann Gärtner Nieper Architekten GbR, Leipzig

Anerkennung

röcker gork architekten, Stuttgart
Daniel Berger · Peter Röcker
Mitarbeit: Michael Riedel
  • Anerkennung: röcker gork architekten, Stuttgart
  • Anerkennung: röcker gork architekten, Stuttgart

Anerkennung

Schaltraum Architekten Dahle-Dirumdam-Heise mbH, Hamburg
Timo Heise · Christian Dirumdam
Christian Dahle
Mitarbeit: Lisa Erlenhof · Mark Streich
Gereon Töpper · Marco K. Gärtner
L.Arch.: Hinnenthal · Schaar Landschaftsarchitekten, München
Michel Hinnenthal · Daniel Schaar
  • Anerkennung: Schaltraum Architekten Dahle-Dirumdam-Heise mbH, Hamburg
  • Anerkennung: Schaltraum Architekten Dahle-Dirumdam-Heise mbH, Hamburg

Anerkennung

léonwohlhage Ges. von Architekten mbH, Berlin
Prof. Hilde Léon · Siegfried Wernik
Baum-Kappler Architekten GmbH, Nürnberg
Mitarbeit: Tilman Fritzsche · Vanni Sacconi
Ahmend Abd Allah · Maria Mosquera Escirbano
Carsten Sgraja · Lisa Effing
  • Anerkennung: léonwohlhage Ges. von Architekten mbH, Berlin
  • Anerkennung: léonwohlhage Ges. von Architekten mbH, Berlin
Verfahrensart
Nicht offener Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil und vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren nach RPW 2008

Wettbewerbsaufgabe
Die Justiz in Nürnberg ist in dem 1909 – 1916 errichteten denkmalgeschützten Justizgebäude an der Fürther Straße 110 – 112 (Justizpalast) untergebracht. Im Ostbau des Justizgebäudes an der Fürther Straße befindet sich der Saal 600, in dem 1945 bis 1946 die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse stattfanden. Im Jahre 2010 wurde hier das Memorium Nürnberger Prozesse eröffnet. Da der Saal 600 parallel sowohl von der Justiz als auch museal vom Memorium genutzt wird, ist er für die Museumsbesucher nur in sitzungsfreien Zeiten zugängig. Zukünftig soll der Saal 600 nur noch rein musealen Zwecken zugeführt werden. In einem Erweiterungsbau müssen daher als Ersatz neue Sitzungssäle und Büroräume geschaffen werden. Zum anderen soll die auf verschiedenen Standorten verteilte Nürnberger Justiz an dem Standort Fürther Straße zusammengeführt werden. Direkt angrenzend zum bestehenden Justizgebäude hat der Freistaat Bayern im Westen ein Grundstück mit einer Fläche von insgesamt 20.000 m² von den Nürnberger Verkehrsbetrieben (VAG) erworben. Im Realisierungsteil/1. Bauabschnitt sowie auch im städtebaulichen Ideenteil sollen die Dienststellen der gesamten Nürnberger Strafjustiz zusammengeführt und auf dem Wettbewerbsgelände untergebracht werden.
Nutzfläche Realisierungsteil (BA 1) 3.800 m²
Nutzfläche Ideenteil (weitere BAs) 14.200 m²
Nutzfläche Gesamt 18.000 m²
Der 1. Bauabschnitt beinhaltet neben dem zentralen Haupteingang die Räume und Funktionen, die im Wesentlichen bisher im bestehenden Ostbau untergebracht sind. Eine Anbindung an den bestehenden Westbau ist aus funktionalen Gründen erforderlich. Die weiteren Bauabschnitte sollen aus funktionalen Gründen in einem zusammenhängenden Gesamtkomplex vorgesehen werden. Im 2. Bauabschnitt ist eine unterirdische Anbindung von der nördlich des Westbaus gelegenen Erweiterungsfläche der JVA an den Vorführbereich des neuen Strafjustizzentrums vorzusehen.
Das Raumprogramm für den Realisierungsteil
gliedert sich in:
- Allgem. Einrichtungen 2.261 m²
- Vorführdienst 234 m²
- Landgericht 690 m²
- Wachtmeisterei 78 m²
- Sonstiges 114 m²

Competition assignment
The judiciary in Nuremberg is located in the courthouse at Fürther Straße 110-112 with the courtroom 600, where the Nuremberg Trials were held, situated in the east wing. In 2010 the ”Memorium Nuremberg Trials“ had been opened here, but is still used as courtroom. In the future the courtroom 600 shall only be used as museum. New courtrooms, offices and other courts, which are currently spread across Nuremberg shall be housed in the new extension.
The Free State of Bavaria has purchased an adjoining property with 20.000 m², where all criminal courts shall be joined. The floor space of 18.000 m² is divided in: 3.800 m² realisation part (stage 1), for general facilities 2.261 m², custody area 234 m², district court 690 m², police 78 m², other 114 m². 14.200 m² ideas part (further stages), for an underground connection to create a coherent building complex.

Fachpreisrichter*innen
Prof. Gesine Weinmiller, Berlin (Vors.)
Prof. Andreas Emminger, Nürnberg
Prof. Hartmut Fuchs, Stuttgart
Prof. Franz Pesch, Stuttgart
Siegfried Dengler, Stadt Nürnberg
Friedrich Michael Geiger, Oberste Baubehörde München

Sachpreisrichter*innen
Robert Saliter, Staatsministerium der Finanzen
Dr. Thomas Dickert, Bayerisches Staatsmin. der Justiz und für Verbraucherschutz
Horst Förther, Bürgermeister, Stadt Nürnberg
Peter Küspert, Oberlandesgericht Nürnberg
Dr. Rainer Gemählich, Landgericht Nürnberg-Fürth

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die Arbeit des 1. Preises, unter Einarbeitung von Kritik und Anregungen, der weiteren Bearbeitung zu Grunde zu legen und dieses Votum im VOF-Verfahren mindestens mit dem von der Bayrischen Architektenkammer empfohlenen Prozentsatz einzubringen.

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