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Städtebauliche Entwicklung Deutzer Hafen , Köln/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2020763
Tag der Veröffentlichung
24.09.2016
Aktualisiert am
24.09.2016
Verfahrensart
Sonstiger Wettbewerb
Beteiligung
5 Arbeiten
Auslober
Preisgerichtssitzung
24.09.2016

Gewinner

COBE Copenhagen, Copenhagen K
Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen
Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart
Bauphysiker: knp. bauphysik GmbH, Köln
Verfahrensart
Mehrfachbeauftragung mit 5 Teilnehmern

Wettbewerbsaufgabe
Der Deutzer Hafen liegt im rechtsrheinischen Innenstadtbereich im Stadtteil Deutz zwischen Rhein und Siegburger Straße. Der eigentliche Hafenbereich grenzt an das rund 1.000 Meter lange Hafenbecken an. Zum Rhein vorgelagert befinden sich in Tieflage die Freiräume der Poller Wiesen. Zwischen Poller Kirchweg und Siegburger Straße grenzt ein 2,1 Hektar großes Gewerbegebiet, der sogenannte „Annexbereich“, an.
In den letzten Jahren haben sich die Nutzungen im Hafengebiet grundlegend verändert: Hafenfremde Betriebe haben immer mehr Teilflächen übernommen, erhebliche Leerstände und Mindernutzungen sind offenkundig. Gleichzeitig entstanden im Umfeld vor allem neue innerstädtische Büro- und Dienstleistungs-, aber auch Wohnstandorte. Sie sind Zeichen eines zunehmenden Versorgungs- und Nachfragedrucks in der Stadt.
Der städtebauliche Masterplan Innenstadt Köln von 2009 nimmt mit dem Interventionsraum Rechte Rheinseite unter anderem den Mülheimer und den Deutzer Hafen als städtebauliche Reserve in den Fokus. Hier besteht die Chance in Innenstadtlage die Silhouette der Stadt entlang des Rheines neu zu konturieren und integriert ein neues Quartier zu entwickeln. Aus dem Masterplan entstammt darüber hinaus die Idee, die Kölner Ringstraße über den Rhein mittels Fußgängerverbindungen zu verlängern. Die Umsetzung des Masterplans wird durch die Stadt Köln intensiv betrieben und durch die Lenkungsgruppe Masterplan aktiv betreut.
Vor diesem Hintergrund soll der Deutzer Hafen in den kommenden Jahren als eines der zentralen städtebaulichen Entwicklungsprojekte Kölns zum Wohn- und Arbeitsort umgenutzt werden. Hier sollen innerstädtisch künftig 4.500 Einwohner leben und 5.000 Arbeitsplätze neu entstehen. Das Projekt gibt damit einen wichtigen Impuls für die rechtsrheinische Entwicklung im südlichen Stadtgebiet. Geplant ist ein dichtes, gemischtes Stadtquartier am Rhein, das neue Akzente setzt und sich gleichsam mit den angrenzenden Stadtteilen Deutz und Poll vernetzt. Bei der gesamten Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass das Hafengebiet im gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegt. Ein gesicherter Hochwasserschutz sowie eine positive Retentionsraumbilanz sind die Grundvoraussetzung dafür, hier überhaupt eine städtebauliche Entwicklung zu erwägen – mit weitreichenden Auswirkungen auf die künftige Bebauungsstruktur und die Freiraumgestaltung.
Die weitere Entwicklung des Deutzer Hafens ist Teil einer Innenentwicklung der wachsenden Stadt Köln.
Durch Nachverdichtung soll die heutige Insellage des Gebietes aufgehoben werden. Ein neuer Stadtbaustein soll entstehen, in dem in einem lebendigen Quartier zeitgemäße Formen des Wohnens möglich sind und wo an attraktiven Orten gearbeitet wird. Erste Umnutzungsüberlegungen gab es bereits in den 1990er-Jahren. Auf Grundlage einer städtischen Standortuntersuchung im Jahr 2009 wurden nachfolgend erste Planungs- und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung formuliert. Verkehrliche Belange, Lärmentwicklung, Altlastenproblematik, landschaftsschutzrechtliche Belange, baurechtliche Vorgaben aus Landesentwicklungsplan, Regionalplan und Flächennutzungsplan wurden geprüft. Von besonderer Bedeutung waren die Erfordernisse des vorbeugenden Hochwasserschutzes.
Aus vier alternativen Entwicklungsszenarien wurde letztlich für die weitere Entwicklung eine Umnutzung des Hafens für Wohnen und Dienstleistungen bei Verbleib der Großmühle als Leitbild favorisiert. Aufbauend darauf wurde im Jahr 2013/14 eine Machbarkeitsstudie (s. Anlage 2) erarbeitet, in der die Möglichkeiten einer baulichen Entwicklung unter Einbeziehung der Hochwasserschutzproblematik detailliert überprüft wurden. Im Juni 2015 hat der Rat der Stadt Köln auf Grundlage dieser Erkenntnisse eine Grundsatzentscheidung zur Umnutzung des Deutzer Hafens zu einem neuen innerstädtischen Quartier für Wohnen und Arbeiten bei Erhalt der Großmühle getroffen (vgl. Ratsinformationssystem der Stadt Köln, Vorlagen-Nr. 0255/2015, s. Anlage 1). Diese Entscheidung wurde flankiert durch ein Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Planen und Bauen in gesetzlichen Überschwemmungsgebieten aus dem Jahr 2014. Demgemäß entstehen durch die geplante Umnutzung der seit 1907 bestehenden Industrie- und Gewerbeflächen des Deutzer Hafens keine im Sinne des Wasserhaushaltsrechts unzulässigen „neuen Baugebiete“.


Weitere Teilnehmer
- d.n.a trint + kreuder, Köln
greenbox Landschaftsarchitekten, Köln

- scheuvens + wachten, Dortmund
WES LandschaftsArchitektur
Schatz Betz Kaschke Wehberg-Krafft, Hamburg

- Lorenzen Architekten GmbH, Berlin
becht landscape architecture, Kopenhagen

- Diener & Diener Architekten, Berlin
Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

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