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Städtebauliche Aufwertung Wohnsiedlung Grünau , Düsseldorf/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2021064
Tag der Veröffentlichung
26.09.2016
Aktualisiert am
26.09.2016
Verfahrensart
Sonstiger Wettbewerb
Beteiligung
3 Arbeiten
Auslober
Preisgerichtssitzung
26.09.2016

Gewinner

Gatermann + Schossig Bauplanungsges. mbH & Co.KG, Köln
urbane gestalt l johannes böttger landschaftsarchitekten, Köln

Weiterer Teilnehmer

HGMB Architekten GmbH + Co. KG, Düsseldorf
KLA kiparlandschaftsarchitekten GmbH, Duisburg

Weiterer Teilnehmer

Winking Froh Architekten, Berlin
POLA, Berlin
Verfahrensart
Gutachterverfahren

Wettbewerbsaufgabe
Die Siedlung „Grünau“ im Stadtbezirk 4 ist ein für Düsseldorf typisches Wohnungsbauprojekt der 1950er Jahre. Der heutige Bestand mit rund 35.000 qm Wohnfläche liefert einen wertvollen Beitrag für das Wohnsegment der unteren Einkommensschichten in der Landeshauptstadt.
Charakteristisches städtebauliches Merkmal der „Grünau“ sind die Ost-West belichteten Zeilen mit unterschiedlichen Gebäudehöhen von II bis V Vollgeschossen und Satteldächern. Beginnend im Süden an der Heerdter Landstraße erstreckt sich das Zeilenensemble parallel zur Kevelaerer Straße bis zur Brüsseler Straße (A 52) im Norden. Als besondere städtebauliche Pointierung wurde ein fünfgeschossiger „Wohnturm“ im Übergang zur Autobahn realisiert.
Heute sind Teile der Gebäudebestände „in die Jahre gekommen“ und es gibt Nachverdichtungspotentiale z.B. durch die Schließung von „Lücken“, das „Aufstocken“ von Gebäuden bzw. den Ausbau von Dachgeschossen und die bauliche Nutzung von untergenutzten Flächen wie z.B. Garagenhof-Arealen.
Zudem leidet die Siedlung an den enormen Belastungen der umgebenden Hauptverkehrsadern der Landeshauptstadt (Brüsseler Straße/A 52 sowie Kevelaerer Straße). Bisher existiert eine Lärmschutzwand südlich der Brüsseler Straße.
Der notwendige Lärmschutz gegenüber der Kevelaerer Straße ist ein wesentliches Thema zur Sicherstellung einer guten Wohnqualität innerhalb des Plangebietes der „Grünau“, dabei sind die bereits weit fortgeschrittenen Planungen zu einer Lärmschutzwand an der Kevelaerer Straße zu würdigen und vor allem im südlichen Abschnitt zu integrieren. Allerdings sind auch die Belastungen von Norden (Brüsseler Straße/A 52) nicht unerheblich, sämtliche Neubau- und Arrondierungsabsichten müssen sich an einem höchstmöglichen Lärmschutz messen lassen.
Neben den städtebaulichen Aufgabenstellungen wird dieser Aspekt zu einem Hauptbearbeitungspunkt des Verfahrens. Passive Maßnahmen können eine Verbesserung unterstützen (Gebäudekonfigurationen mit Lärmschutzfunktion), dennoch werden auch aktive Maßnahmen mit in die Aufgabenstellung einfließen. Eine Beratung von Lärmschutzexperten innerhalb der Bearbeitungsteams ist daher obligatorisch. Prägend ist der zwischen den Zeilen und in der Randkontur befindliche Baumbestand, auch hier gilt es, den Erhalt der Altbäume zu prüfen.
Denkbare städtebauliche Perspektiven können nur im Rahmen eines qualitätssichernden Verfahrens und den daraus erwachsenden Erkenntnissen rund um Chancen und Probleme einer möglichen Aufwertung erarbeitet werden. Die SWW Städt. Wohnungswirtschaftsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG führt daher in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt und der BV 4 dieses ergebnisoffene städtebaulich-freiraumplanerische Qualifizierungsverfahren mit 3 interdisziplinären Entwurfsteams (Städtebauer / Architekten mit Wohnungsbauhintergrund und Freiraumplanern sowie Lärmschutzberatern) zur Vorbereitung des Planungsrechtes durch.
Ziel dieses Verfahrens ist herauszufinden, wie und unter welchen Regeln und Vorgaben eine städtebauliche Qualifizierung erreicht werden könnte. Auch eine bessere Durchmischung des Wohnungsangebotes in der Grünau für unterschiedliche Ansprüche ist ein Thema der städtebaulichen Qualifizierung. Sowohl strukturell, gestalterisch als auch energetisch könnte die „Grünau“ bei einer entsprechenden Qualifizierung und städtebaulichen Aufwertung einen zeitgemäßen und in die Zukunft gerichteten Beitrag für den Düsseldorfer Wohnungsmarkt leisten.

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