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Science Center experimenta (…für Naturwissenschaft und Technik im Hagenbucher) , Heilbronn/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2009128
Tag der Veröffentlichung
29.03.2007
Aktualisiert am
01.03.2010
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Teilnehmer
Architekten, Landschaftsarchitekten und Innenarchitekten
Beteiligung
31 Arbeiten
Auslober
Bewerbungsschluss
05.01.2007
Abgabetermin Pläne
09.03.2007
Abgabetermin Modell
16.03.2007
Preisgerichtssitzung
29.03.2007
Fertigstellung
11/2009

März 2010 – Fertigstellung des Projekts

Kommentar der Architekten
Das Berliner Büro studioinges konnte im Jahr 2007 den Wettbewerb für den Umbau und die Erweiterung eines alten Ölsaatspeichers aus den 1930er Jahren in Heilbronn zu einem Science Center für Naturwissenschaften und Technik gegen namhafte Konkurrenz für sich entscheiden. Auf dieser Grundlage realisierte studioinges den Umbau des unter dem Namen „Hagenbucher“ bekannten Speichers und ergänzte ihn um einen schlanken Neubau. Inzwischen wurden die Tore der „experimenta“ als erstes Science Center dieser Art in Süddeutschland für das Publikum geöffnet.
Als „gemeinsame Haut“ erhielt der neue Anbau dieselbe Klinkerschale wie das bestehende Lagergebäude und stärkt so die solitäre Wirkung ...

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

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Juli 2008 – Zwischenstand des Projekts

studioinges Architektur und Städtebau wurden unmittelbar nach der Wettbewerbsentscheidung mit den Leistungsphasen 2-9 beauftragt. Nach der Überarbeitung der Vorplanung im direkten Anschluss an den Wettbewerbsgewinn wurde bis Oktober 2007 die Entwurfsplanung erarbeitet. Im Januar wurde der Bauantrag eingereicht und Ende März die Baugenehmigung erteilt. Der offizielle Spatenstich war am 06. Mai. 2008. Die Eröffnung ist für den 24.September 2009 geplant. Das Wettbewerbskonzept wurde in allen wesentlichen Punkten umgesetzt.
Gegenstand des Wettbewerbs war eine Bauwerksplanung für die Erweiterung und den raumbildenden Ausbau eines 7-geschossigen Lagergebäudes „Hagenbucher“ zu einem Science Center für Naturwissenschaft und Technik sowie die Gestaltung der direkt anschließendenFreiflächen. Während das hochbauliche Konzept von dem Architekturbüro studioinges zur Realisierung empfohlen worden war, wurde die Freianlagenplanung vom Grünflächenamt der Stadt Heilbronn an das Büro Wiedemann + Schweizer vergeben.
Ungefähr zeitgleich mit dem Wettbewerb wurde die experimenta - Science Center für die Region Heilbronn-Franken - gGmbH gegründet, die den Betrieb des Science Centers und somit auch die Planung und Kosten der Ausstellungseinrichtung übernimmt. In Ihrem Auftrag zeichnet sich das Büro Petri & Tiemann für das Ausstellungskonzeptn zuständig, die Planung der Ausstellung wurde von Petri & Tiemann an das Büro GfG aus Bremen vergeben.
In Abstimmung mit dem Hochbauamt, experimenta, Petri & Tiemann, GfG wurde auf Basis des Wettwerbergebnisses die Entwurfsplanung erstellt.
Der Entwurf schafft durch die nördliche Erweiterung des bestehenden Lagergebäudes einen kompakten Baukörper, der in der Gesamtheit seiner Erscheinung, in Volumen und Materialität an die historische Industriearchitektur des Hagenbuchers erinnert. Die Klinkerhaut des Lagergebäudes wird um den Neubau herumgezogen. Nur an der Schnittstelle der beiden Baukörper, der gläsernen Fuge, gibt das Gebäude in schillernden Grün- und Gelbtönen etwas von seinem spannenden Innenleben preis. Dieser Blick eröffnet sich dem Ankommenden aus Richtung Altstadt, der über die neue Adolf-Cluss-Brücke den Hagenbucher betritt. Von Norden, vom Neckarpark, dem künftigen BUGA-Gelände, und vom Parkhaus kommend öffnet sich dem Besucher das Foyer des Gebäudes mit den vorgelagertenFreiluftexponaten. Aus Richtung Süden vom ÖPNV kommend, ziehen die großen Exponate des Ausstellungsgartens die Aufmerksamkeit der Ankommenden auf sich.
Die großflächigen Ausstellungsräume werden vorwiegend im ehemaligen Kornspeicher „Hagenbucher“ angeordnet, somit bleibt der offene Charakter der Lagerräume im Hagenbucher weitgehend erhalten. Lediglich für das Veranstaltungszentrum wird das bestehende Dachgeschoss umgebaut.
Wie ein Murmelspiel zieht sich die zentrale Erschließungstreppe für die Ausstellung entlang der Schnitt stelle zwischen Alt- und Neubau undinszeniert sich als eingeschnittenes Element in der „Schnittfassade“ entlang der Fuge. Die räumliche Fuge zwischen Alt- und Neubau symbolisiert auch das wissenschaftliche Entdecken, den Blick tief ins Innere freilegend. Die bedruckten Glaspaneele als modernes Gegenüber der alten Backsteinfassade, die Treppeneinschnitte und die Verbindungsbrücken geben dem zentralen Raum seine architektonische Gestalt.

1. Preis

STUDIOinges Architektur und Städtebau, Berlin
Francesca Saetti · Stefan Schwirtz
Thomas Bochmann
Mitarbeit: Elmar Khan

2. Preis

Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt am Main
Mitarbeit: Frank Heinen
Modell: Stefan Hirschfelder

3. Preis

joachim schürmann architekten, Köln
mit Valeska Zohm
Mitarbeit: Dominik Weigel · Birgit Spengler
Tragwerk: Krebs und Kiefer, Karlsruhe
Energie: Transsolar Inc., New York
Modell: Herbert Goertz, Meerbusch
Planungsbüro Drecker, Bottrop-Kirchhellen

4. Preis

HASCHER JEHLE Architektur, Berlin
Mitarbeit: Lars Gebhardt · Moritz Müller-Werther
Thomas Kummer
TGA: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart
hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin

Ankauf

Brückner & Brückner Architekten und Ingenieure, Tirschenreuth
Christian Brückner · Peter Brückner
Mitarbeit: Kristin Heurich · Stephanie Gengler
Stephanie Sauer · Norbert Ritzer · Lukas Neuner
Sebastian Frank · Stefan Dostler · Robert Reith
Tobias Lippert · Sebastian Berbner
realgrün Landschaftsarchitekten, München
Wolf D. Auch
Mitarbeit: Ute Andreas

Ankauf

Max Dudler, Berlin
Mitarbeit: Gesine Gummi · Anna Meyer
Malte Meyer · Ayshin Soydan
Statik: Leonhardt · Andrä und Partner GmbH
Verfahrensart
Begrenzt offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem EWR-offenen Bewerbungsverfahren

Wettbewerbsaufgabe
Der Hagenbucher wurde 1937 als Speichergebäude für Ölsaaten am alten Neckar errichtet und trägt den Namen des damaligen Firmeninhabers Carl Hagenbucher. Das Gebäude, das als einziges auf den Neckarinseln die Zerstörung des 2. Weltkriegs überstanden hat, steht heute als Monument einer vergangenen Heilbronner Industrieepoche mitten in der Stadt. Der Hagenbucher wurde schon seit den 50er Jahren nicht mehr als Speichergebäude genutzt. Nahezu jeder neu gewählte Gemeinderat hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der Nutzung dieses Gebäudes beschäftigt. Geplant ist nun ein Science Center mit Phänomenen aus Naturwissenschaften und Technik mit einer Nutzfläche von ca. 5.191 m².
Science Center präsentieren naturwissenschaftliche Phänomene anhand von Experimenten und regen dazu an, sich aktiv mit diesen Phänomenen auseinander zu setzen.
Die Ausstellungsfläche unterteilt sich in 2 Bereiche:
– permanenter Experimentalbereich ca. 1.950 m²
– Sonderausstellungsbereich ca. 930 m².
Die Grenze zwischen Ausstellungsfläche und Fläche für Sonderausstellungen ist fließend. Der permanente Experimentalbereich ist nicht weitgehend fixiert, sondern in periodischen Abständen durch den Austausch und/oder eine Neukombination der ca. 150 Experimentierstationen, die 3 Themenkreisen zugeordnet sind, einer Veränderung unterworfen.
Das Raumprogramm gliedert sich u.a. in:
– Ausstellungsfläche 3.000 m²
– Wissenschaftstheater (Auditorium) 150 m²
– Veranstaltungsfläche/Vortragssaal 275 m²
– Laborräume 300 m²
– Servicefunktionen 435 m²
– Gastronomie 225 m²
– Verwaltung 230 m²
– Technik 576 m²

Fachpreisrichter
Prof. Fritz Wilhelm, Lörrach (Vors.)
Karl Frey, Diözesan-/Universitätsbaum., Eichstätt
Prof. Jo Frowein, Freiburg
Wilfried Hajek, Baubürgermeister, Heilbronn
Prof. Bü Prechter, Nürtingen
Folker Trostdorf, Stuttgart

Sachpreisrichter
Helmut Himmelsbach, OB, Heilbronn
Harry Mergel, Bürgermeister, Heilbronn
Alexander Throm, Stadtrat
Martin Haag, Stadtrat
Heiner Dörner, Stadtrat

Preisgerichtsempfehlung
Die Jury empfiehlt einstimmig den Entwurf des 1. Preises zur weiteren Bearbeitung.

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