- wa-ID
- wa-2040892
- Aktualisiert am
- 12.02.2026
- Auslober
- Bank Frick AG, Balzers
- Bekanntgabe
- 15.01.2026
Pressemitteilung von Bernardo Bader Architekten | Bregenz, am 9. Februar 2026
Campus Bank Frick in Unterbendern
1. Rang im Studienauftrag für Bernardo Bader Architekten
Mit dem Neubau des Hauptsitzes in Unterbendern realisiert die Bank Frick den ersten Baustein eines neuen Quartiers. Der im Rahmen eines Studienauftrags prämierte Entwurf von Bernardo Bader Architekten interpretiert den Bankstandort als offenen Campus zwischen Ort und Landschaft - mit hoher Nutzungsflexibilität, klarer städtebaulicher Setzung und konsequenter Holz-Beton-Verbundbauweise.
Ein Campus als Quartiersbaustein
Die Bank Frick hat den Studienauftrag für ihren neuen Hauptsitz in Unterbendern (Gemeinde Gamprin) abgeschlossen. Aus sieben geladenen Teams ging der Entwurf von Bernardo Bader Architekten in Zusammenarbeit mit Vogt Landschaftsarchitekten und Merz Kley Partner Ingenieure, einstimmig als Siegerprojekt hervor. Der Neubau bündelt künftig bis zu 700 Arbeitsplätze und markiert den ersten Baustein eines neuen Quartiers. Der Baustart ist ab 2028 vorgesehen, der Bezug für 2031.
Städtebau: Campus zwischen Ort und Landschaft
Das Projekt versteht sich als Vermittler zwischen Siedlungsraum und Landschaft der Rheinebene. Drei unterschiedlich hohe Baukörper - Casa Prima, Casa Banca und Casa Giardino - gruppieren sich um eine gemeinsame, parkartige Mitte. Die Staffelung der Volumen verleiht dem Ensemble Massstäblichkeit und Offenheit und übersetzt urbane Dichte in eine durchlässige Campusstruktur.
Der Neubau reagiert bewusst auf die Körnung des Ortes und verzichtet auf eine abgeschlossene Solitärfigur. Stattdessen entsteht ein Ensemble mit hoher Adressbildung und selbstverständlicher Einbindung in den Masterplan von Unterbendern. Arkaden entlang der grünen Mitte schaffen gedeckte Übergangszonen und stärken die öffentliche Qualität des Campus.
Architektur und Nutzung
Die Casa Prima bildet den Auftakt des Ensembles und liegt zwischen zwei Piazette – Piazetta Café und Piazetta Banca. Im Erdgeschoss ist das öffentlich zugängliche Businesscenter angesiedelt, darüber flexible Büroflächen mit modularem Aufbau. Ein mehrgeschossiges Atrium verbindet die Ebenen visuell und fungiert als kommunikativer Kern.
Die Casa Banca, an der Schnittstelle von Industrieweg und Neuer Strasse gelegen, beherbergt die Hauptnutzungen von Bank Frick. Der Zugang erfolgt über eine kleine Piazetta, die den Übergang zwischen öffentlichem Raum und Gebäude präzise inszeniert. Die Casa Giardino, in die grüne Mitte eingebettet, nimmt mit dem sogenannten „Magnet“ einen multifunktionalen Bereich für Fitness, Workshops und informelle Begegnungen auf.
Allen Gebäuden gemeinsam sind offene Grundrisse, zentrale Atrien und eine hohe Nutzungsflexibilität. Mobile Trennwände und kombinierbare Raumstrukturen ermöglichen unterschiedlichste Arbeitsformen – von klassischen Büros über projektorientierte Cluster bis hin zu Co-Working-Szenarien.
Freiraum und Klima
Das Freiraumkonzept denkt über das eigentliche Baufeld hinaus und bindet Topografie, Wege und landschaftliche Strukturen der Rheinebene in das Quartier ein. Fliessende Übergänge ersetzen harte Parzellengrenzen. Innerhalb des Campus entsteht eine parkartige Mitte, die als Ort der Begegnung und Erholung fungiert.
Die Atrien in allen drei Baukörpern sind als begrünte Wintergärten konzipiert.
Sie dienen nicht nur als soziale Mittelpunkte, sondern auch als Klimapuffer, verbessern die Belichtung und unterstützen die natürliche Belüftung der Gebäude.
Konstruktion und Nachhaltigkeit
Die Baukörper sind in Holz-Beton-Verbundbauweise konzipiert. Sockel und erdberührte Bauteile werden in Stahlbeton ausgeführt, die Obergeschosse bestehen aus vorgefertigten Holzkonstruktionen mit hohem Vorfertigungsgrad. Diese Bauweise ermöglicht eine etappierte Realisierung, kurze Montagezeiten und langfristige Anpassungsfähigkeit. Der Campus folgt einem bewusst zurückhaltenden Low-Tech-Ansatz. Eine kompakte Volumetrie, eine hochwertige Gebäudehülle sowie robuste, wartungsarme Systeme reduzieren den Energiebedarf und die graue Energie. Lokale Ressourcen wie Sonnenenergie, Regenwassermanagement, natürliche Lüftung und Nachtauskühlung werden gezielt genutzt. Das Projekt ist auf eine Zertifizierung nach SNBS Gold ausgerichtet.
Jurybeurteilung
Das Beurteilungsgremium würdigte insbesondere die klare städtebauliche Setzung, die einfache und wirtschaftliche Gebäudestruktur sowie die hohe Flexibilität der Grundrisse. Die unterschiedlichen Innenhöfe ermöglichen eine ausgezeichnete Belichtung und tragen zu einem nachhaltigen Arbeitsklima bei. Die Arkaden schaffen einen gemeinsamen Umgang um den Innenhof, die Fassaden überzeugen durch Plastizität und konstruktive Konsequenz. Insgesamt attestiert die Jury dem Projekt eine langlebige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Infrastruktur mit grossem Entwicklungspotenzial.
Projektinformation:
Projekt: Neubau Hauptsitz Bank Frick - Campus Unterbendern
Ort: Unterbendern, Gemeinde Gamprin (FL)
Bauherrschaft: Bank Frick AG
Verfahren: Studienauftrag
1. Rang: Bernardo Bader Architekten, Bregenz
Landschaftsarchitektur: Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich
Tragwerksplanung: Merz Kley Partner, Dornbirn
Gebäude: Drei Baukörper (Casa Prima, Casa Banca, Casa Giardino)
Nutzung: Bank, Büros, Businesscenter, Café, Auditorium sowie Multifunktions- und Fitnessbereiche, gesamt bis 700 Arbeitsplätze
Konstruktion: Holz-Beton-Verbundbauweise
Nachhaltigkeit: Low-Tech-Ansatz, Nutzung lokaler Ressourcen
Zertifizierungsziel: SNBS Gold
Bauzeit: 2028 - 2031
Weitere Informationen unter:
www.bernardobader.com/projekt/campus-bank-frick
www.bankfrick.li/de/bank-frick-vergibt-architektur-auftrag-fuer-neuen-hauptsitz
Campus Bank Frick in Unterbendern
1. Rang im Studienauftrag für Bernardo Bader Architekten
Mit dem Neubau des Hauptsitzes in Unterbendern realisiert die Bank Frick den ersten Baustein eines neuen Quartiers. Der im Rahmen eines Studienauftrags prämierte Entwurf von Bernardo Bader Architekten interpretiert den Bankstandort als offenen Campus zwischen Ort und Landschaft - mit hoher Nutzungsflexibilität, klarer städtebaulicher Setzung und konsequenter Holz-Beton-Verbundbauweise.
Ein Campus als Quartiersbaustein
Die Bank Frick hat den Studienauftrag für ihren neuen Hauptsitz in Unterbendern (Gemeinde Gamprin) abgeschlossen. Aus sieben geladenen Teams ging der Entwurf von Bernardo Bader Architekten in Zusammenarbeit mit Vogt Landschaftsarchitekten und Merz Kley Partner Ingenieure, einstimmig als Siegerprojekt hervor. Der Neubau bündelt künftig bis zu 700 Arbeitsplätze und markiert den ersten Baustein eines neuen Quartiers. Der Baustart ist ab 2028 vorgesehen, der Bezug für 2031.
Städtebau: Campus zwischen Ort und Landschaft
Das Projekt versteht sich als Vermittler zwischen Siedlungsraum und Landschaft der Rheinebene. Drei unterschiedlich hohe Baukörper - Casa Prima, Casa Banca und Casa Giardino - gruppieren sich um eine gemeinsame, parkartige Mitte. Die Staffelung der Volumen verleiht dem Ensemble Massstäblichkeit und Offenheit und übersetzt urbane Dichte in eine durchlässige Campusstruktur.
Der Neubau reagiert bewusst auf die Körnung des Ortes und verzichtet auf eine abgeschlossene Solitärfigur. Stattdessen entsteht ein Ensemble mit hoher Adressbildung und selbstverständlicher Einbindung in den Masterplan von Unterbendern. Arkaden entlang der grünen Mitte schaffen gedeckte Übergangszonen und stärken die öffentliche Qualität des Campus.
Architektur und Nutzung
Die Casa Prima bildet den Auftakt des Ensembles und liegt zwischen zwei Piazette – Piazetta Café und Piazetta Banca. Im Erdgeschoss ist das öffentlich zugängliche Businesscenter angesiedelt, darüber flexible Büroflächen mit modularem Aufbau. Ein mehrgeschossiges Atrium verbindet die Ebenen visuell und fungiert als kommunikativer Kern.
Die Casa Banca, an der Schnittstelle von Industrieweg und Neuer Strasse gelegen, beherbergt die Hauptnutzungen von Bank Frick. Der Zugang erfolgt über eine kleine Piazetta, die den Übergang zwischen öffentlichem Raum und Gebäude präzise inszeniert. Die Casa Giardino, in die grüne Mitte eingebettet, nimmt mit dem sogenannten „Magnet“ einen multifunktionalen Bereich für Fitness, Workshops und informelle Begegnungen auf.
Allen Gebäuden gemeinsam sind offene Grundrisse, zentrale Atrien und eine hohe Nutzungsflexibilität. Mobile Trennwände und kombinierbare Raumstrukturen ermöglichen unterschiedlichste Arbeitsformen – von klassischen Büros über projektorientierte Cluster bis hin zu Co-Working-Szenarien.
Freiraum und Klima
Das Freiraumkonzept denkt über das eigentliche Baufeld hinaus und bindet Topografie, Wege und landschaftliche Strukturen der Rheinebene in das Quartier ein. Fliessende Übergänge ersetzen harte Parzellengrenzen. Innerhalb des Campus entsteht eine parkartige Mitte, die als Ort der Begegnung und Erholung fungiert.
Die Atrien in allen drei Baukörpern sind als begrünte Wintergärten konzipiert.
Sie dienen nicht nur als soziale Mittelpunkte, sondern auch als Klimapuffer, verbessern die Belichtung und unterstützen die natürliche Belüftung der Gebäude.
Konstruktion und Nachhaltigkeit
Die Baukörper sind in Holz-Beton-Verbundbauweise konzipiert. Sockel und erdberührte Bauteile werden in Stahlbeton ausgeführt, die Obergeschosse bestehen aus vorgefertigten Holzkonstruktionen mit hohem Vorfertigungsgrad. Diese Bauweise ermöglicht eine etappierte Realisierung, kurze Montagezeiten und langfristige Anpassungsfähigkeit. Der Campus folgt einem bewusst zurückhaltenden Low-Tech-Ansatz. Eine kompakte Volumetrie, eine hochwertige Gebäudehülle sowie robuste, wartungsarme Systeme reduzieren den Energiebedarf und die graue Energie. Lokale Ressourcen wie Sonnenenergie, Regenwassermanagement, natürliche Lüftung und Nachtauskühlung werden gezielt genutzt. Das Projekt ist auf eine Zertifizierung nach SNBS Gold ausgerichtet.
Jurybeurteilung
Das Beurteilungsgremium würdigte insbesondere die klare städtebauliche Setzung, die einfache und wirtschaftliche Gebäudestruktur sowie die hohe Flexibilität der Grundrisse. Die unterschiedlichen Innenhöfe ermöglichen eine ausgezeichnete Belichtung und tragen zu einem nachhaltigen Arbeitsklima bei. Die Arkaden schaffen einen gemeinsamen Umgang um den Innenhof, die Fassaden überzeugen durch Plastizität und konstruktive Konsequenz. Insgesamt attestiert die Jury dem Projekt eine langlebige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Infrastruktur mit grossem Entwicklungspotenzial.
Projektinformation:
Projekt: Neubau Hauptsitz Bank Frick - Campus Unterbendern
Ort: Unterbendern, Gemeinde Gamprin (FL)
Bauherrschaft: Bank Frick AG
Verfahren: Studienauftrag
1. Rang: Bernardo Bader Architekten, Bregenz
Landschaftsarchitektur: Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich
Tragwerksplanung: Merz Kley Partner, Dornbirn
Gebäude: Drei Baukörper (Casa Prima, Casa Banca, Casa Giardino)
Nutzung: Bank, Büros, Businesscenter, Café, Auditorium sowie Multifunktions- und Fitnessbereiche, gesamt bis 700 Arbeitsplätze
Konstruktion: Holz-Beton-Verbundbauweise
Nachhaltigkeit: Low-Tech-Ansatz, Nutzung lokaler Ressourcen
Zertifizierungsziel: SNBS Gold
Bauzeit: 2028 - 2031
Weitere Informationen unter:
www.bernardobader.com/projekt/campus-bank-frick
www.bankfrick.li/de/bank-frick-vergibt-architektur-auftrag-fuer-neuen-hauptsitz