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Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung , Göttingen/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2011492
Tag der Veröffentlichung
02.09.2010
Aktualisiert am
12.09.2014
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Auslober
Koordination
Hantje Hipp Architektur / Innenarchitektur, München
Bewerbungsschluss
20.05.2010
Abgabetermin Pläne
26.07.2010
Abgabetermin Modell
06.08.2010
Preisgerichtssitzung
02.09.2010

Oktober 2014 – Fertigstellung des Projekts

Kommentar der Architekten
Nach dem von Carpus+Partner im Juni 2010 gewonnen Wettbewerb wurde im Mai 2014 der Neubau des Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung feierlich eingeweiht. In unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden der Physikfakultät auf den Nordcampus der Universität Göttingen entstand eine neue Heimat für über 300 Mitarbeiter. Einziehen durften diese bereits Ende Januar 2014, um pünktlich die Daten auszuwerten, die die Weltraumsonde Rosetta seitdem zur Erde sendet. Auf den Tag genau eingehalten werden konnte der straffe Zeitplan, der durch das Forschungsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation ESA gesetzt war. Seine Vielseitigkeit zeichnet das Gebäude aus, das auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern entstand. Im äußeren Erscheinungsbild und in ihrer Materialität lassen sich die unterschiedlichen Bereiche eindeutig ablesen: In dem zweigeschossigen Sockelbau befinden sich wissenschaftliche Forschungsbereiche und Allgemeinflächen wie Seminar- und Konferenzbereiche, eine Bibliothek, eine Cafeteria und das Foyer. Im aufliegenden dreigeschossigen Glasquader ...

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

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September 2013 – Zwischenstand des Projekts

Carpus+Partner ist nach dem Wettbewerbsgewinn neben der Architektur auch noch für die technische Gebäudeausrüstung (HLS, MSR) von der Max-Planck-Gesellschaft beauftragt worden: inzwischen bis LPH 8. Derzeit brummt die Baustelle mit über 150 Mann, Rohbau und Fassade sind fertig. Fertigstellung des Baus ist im Januar 2014.
Erfreulicherweise gab es keine wesentlichen Änderungen zum Wettbewerbsentwurf. Die Gebäudestruktur und Grundrisse sind nahezu gleich geblieben.
Änderungen gab es allerdings bei der Glasfassade des Büroriegels: Hier wurde aus Kostengründen von einer Doppelfassade auf eine normale Glas-Element-Fassade gewechselt. Die Fassade des Sockels wurde aus Faserbetonplatten hergestellt. Dies entspricht der Wettbewerbsidee.
Außerdem gab es während der Planung folgende Besonderheiten: Aufgrund der Landung der Rosetta-Sonde auf dem Zielkometen im Jahre 2014 und anschließender Auswertung der Daten im MPS unterliegt das Projekt höchster Termintreue. Das Gebäude besticht durch schwingungsentkoppelte Bodenplatten im Reinraumbereich, Ballonhalle mit großem Spezialtor für Testreihen im Außenbereich, Büroriegel als „schwebende“ Konstruktion auf sogenannten Bockträgern. Im Foyer befinden sich große Oberlichter und ellipsenförmige Abhangdecken. Dahinter steckt der Bezug zum Institut, nämlich die Idee einer Planetenbahn. Außerdem ein umfassendes Planungsspektrum von Reinräu- men, Laboren, Werkstätten, Büros, Bibliothek, KiTA und Cafeteria.

1. Preis

Carpus + Partner AG, Aachen
Thomas Habscheid-Führer
Mitarbeit: Kristina Polaszek
Christoph Backmann · Mira Draeger
Anna Pluskota · Arthur Schadyn
L.Arch./Innenarch.: EGL Entwicklung und Gestaltung von Landschaft GmbH
Eckart Emmel
Tragwerk: Arup Deutschland,
Torsten Wilde-Schröter
Baudynamik: Dr. Dieter Heiland
Fassade: Rache Engineering GmbH, R. Rache
Reinraum: Carpus Prozess Experten
Thomas Lischke
TGA/Energie: Carpus + Partner AG, Aachen
Reza Koochaki · Johannes Weitzel

2. Preis

weinbrenner.single.arabzadeh ArchitektenWerkgemeinschaft, Nürtingen
Afshin Arabzadeh
Mitarbeit: Giang Le Minh
Energie/Technik: EFG Engineering Facility Group, Ditzingen
Hr. Jäger
Tragwerk: Furche + Zimmerman, Köngen

3. Preis

Bogle · Flanagan · Lawrence · Silver, London
Ian Bogle · Holm Bethge
Mitarbeit: Peter Znasik · Luigi Simione
Robert Torday
L.Arch.:/Innenarch.: Gillespies LLP
Jim Diggie · Armel Mourgue
Fachplaner: Arup, London/Berlin
Oliver Schwabe · Carsten Hein · Andrew Jones
Visualisierung: Visual Arch
Modell: Vladimir Jenik

4. Preis

Nickl & Partner Architekten AG, München
Prof. Hans Nickl · Prof. C. Nickl-Weller
Mitarbeit: Nina Gjorgon · Anne Sievert
Huibiao Wu · Anja Naumann · Olga Borkowska
Fachplaner: Dr. Heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH, Berlin
Krebs und Kiefer, Ber. Ing. GmbH, Darmstadt
ZWP Ingenieur-AG, Köln
Verfahrensart
Nicht offener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren zur Auswahl von 10 Teilnehmern

Wettbewerbsaufgabe
Für das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) soll auf dem Campus Nord der Georg-August-Universität in Göttingen ein Neubau mit physikalischen Laboratorien, hochinstallierten Mess- und Reinräumen sowie Labor- und Feinmechanikwerkstätten entstehen. Erwartet wird ein kompaktes Gebäude bzw. ein Gebäudeensemble mit funktional optimierten Wegebeziehungen, bestehend aus drei wissenschaftlichen Abteilungen, einer Montagehalle mit Kranbahn sowie sozialen Einrichtungen mit Kindertagesstätte, Mitarbeiter-Caféteria und Gästeapartments.
Derzeit ist das Institut mit zwei wissenschaftlichen Abteilungen noch in MPG-eigenem Gebäudebestand in dem von Göttingen 40 km entfernt gelegenen Ort Katlenburg-Lindau untergebracht. Die dort verfügbaren Flächen sind allerdings bereits erschöpft. Im Zuge der sukzessiven Neuorientierung sind außerdem die ursprünglichen Standortvorteile für die wissenschaftliche Forschung nicht mehr gegeben. Durch die Entwicklung des neuen Forschungsgebiets Physik des Inneren der Sonne und sonnenähnlicher Sterne wurde 2009 ein Kooperationsvertrag zwischen der Georg-August-Universität und der Max-Planck-Gesellschaft geschlossen, der die Einrichtung einer weiteren, dritten Abteilung mit einer gemeinsamen Berufung vereinbart und den Umzug der bestehenden Abteilungen auf den Campus Nord ermöglicht.
Infolge dessen sollen mit dem Neubau die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden für die langfristige Etablierung des MPS auf dem Campus Nord in unmittelbarer Nähe zu den Fakultäten für Physik, Chemie und Geowissenschaften, sowie die Nutzung von sich daraus ergebender wissenschaftlicher Synergien und damit die Voraussetzungen für eine international konkurrenzfähige, extraterrestrische Grundlagenforschung.
Aufgrund der Beteiligung des MPS an internationalen Weltraum-Missionen muss der Neubau bis Januar 2014 bezugsfertig sein und spätestens bis zum 31.März 2014 vom Nutzer in Betrieb genommen werden.

Competition assignment
The MPS shall get a new building at the Campus North of the Georg-August University in Göttingen. It will comprise physical laboratories, high tech clean rooms and laboratories with the respective workshops. The compact building ensemble shall offer functionally optimised routes, consisting of three science departments, an assembly hall with crane runway and social facilities with child day-care centre, cafeteria and guest apartments. Currently the institute is unsatisfactorily located 40 km from Göttingen in Katlenburg-Lindau. The new area of solar system research has led to a cooperation agreement between University and Max-Planck Institute. This includes the construction of a further department with joint appointment and the relocation of the existing departments to the Campus North.
The new building shall create the conditions for the MPS s long-term establishment right next to the science faculties using scientific synergies. The MPS is part of the space missions and to be internationally competitive the building has to be ready for use at March 31st 2014.

Fachpreisrichter
Prof. Dr. Jürgen Adam, München (Vors.)
Thomas Dienberg, Stadtplanungsamt
Dieter Grömling, MPG, München
Prof. Klaus Kada, Graz
Hansjochen Schwieger, Göttingen

Sachpreisrichter
Prof. U. Christensen, MPS, Katlenburg-Lindau
Prof. Dr. Kurt von Figura, Universität Göttingen
Prof. Dr. Joachim Münch, Universität Göttingen
Prof. Dr. Gerhard Schwehm, ESA, Madrid
Prof. Dr. S. K. Solanki, MPS, Katlenburg-Lindau

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit der weiteren Bearbeitung zugrunde zu legen.

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