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Landmarke Halde Duhamel , Ensdorf/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2011573
Tag der Veröffentlichung
04.05.2011
Aktualisiert am
01.01.2017
Verfahrensart
Offener Wettbewerb
Teilnehmer
Landschaftsarchitekten und Architekten sowie interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaften mit Bauingenieuren und/oder Künstlern in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten oder Architekten
Beteiligung
147 Arbeiten
Auslober
Koordination
agl - Hartz, Saad, Wendl, Saarbrücken
Bewerbungsschluss
10.02.2011
Abgabetermin
16.04.2011
Preisgerichtssitzung
04.05.2011
Fertigstellung
09/2016

Oktober 2010 – Zwischenstand des Projekts

Nachdem Katja Pfeiffer und Oliver Sachse aus Berlin im Mai 2011 den 1. Preis im offenen Wettbewerb gewonnen haben, erfolgte die Beauftragung zur Planung im Dezember 2011 durch den neu gegründeten Förderverein BergbauErbeSaar e.V., der sich – neben der Errichtung und dem Betrieb der Landmarke – der Pflege der langen Bergbau-Tradition und dem Erhalt von Bergbau-Zeugnissen widmet. Es schloss sich eine Ausarbeitungsphase der Treppenkonstruktion und des Tragwerks an, in dessen Zuge das Trägerraster optimiert wurde. Die Baugenehmigung wurde im August 2012 erteilt. Im Herbst 2012 wurden Pfeiffer und Sachse mit Ausführungsplanung und Ausschreibung beauftragt. Die Ausschreibung erfolgte als zweiphasiges VOF-Verfahren und befindet sich aktuell in der Auswertung. Die Wettbewerbsplanung ist im Wesentlichen beibehalten worden. Neben der beschriebenen Optimierung des Tragwerks (Raster, Ausbildung der Knotenpunkte) im Rahmen der bereits im Wettbewerb entwickelten Tragwerksidee waren die Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und die Entwicklung des Beleuchtungssystems wesentliche Themen im Ausarbeitungsprozess. Durch die Verzahnung von Tragwerk und Gestalt war eine enge Zusammenarbeit mit dem Tragwerkspläne, selbstverständlich. Zudem wurde gemeinsam mit Lichtvision als Lichtplaner ein eigenes Beleuchtungssystem entwickelt, das als maßgeschneiderte Lösung aus Standardkomponenten aufgebaut ist; die Lösung wurde in einem 1:1 Mockup umgesetzt. Es gibt außerdem es einen virtuellen Rundflug, den der Bauherr hat erstellen lassen: www.bergbauerbesaar.de/rundflug/

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Juni 2017 – Fertigstellung des Projektes

Kommentar der Architekten
Der Steinkohlebergbau und die mit ihm verbundenen Industrien haben seit über 250 Jahren die Kulturlandschaft des Saarlandes entscheidend geprägt. Diese Epoche endete mit der Einstellung der Kohleförderung im Sommer 2012.
Das Saarpolygon ist ein Symbol des tiefgreifenden Wandels der saarländischen Industrielandschaft nach dem Ende der Bergbauära. Es erinnert an die jahrhundertelange Tradition des Kohlebergbaus und verweist zugleich auf die zukünftige Entwicklung der Region. Als Landmarke auf der Halde Duhamel ist sie aus mehreren Kilometern Distanz sichtbar und ist zugleich ein Aussichtsturm mit Panorama-Blick in das umgebende Saartal....

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

1. Rang

pfeiffer sachse architekten, Berlin
Tragwerk: TU Berlin, Dr. J. Liess
Licht: TU Darmstadt, M. Haverland
Visualisierung: StudioAida Wiesbaden
G. Leber

2. Rang

Florian Kirfel, Weimar
Mitarbeit: Anika Gründer · Johanna Meibohm
Licht: Kreuz+Kreuz Architekten, Stuttgart
Urban Kreuz

3. Rang

Hackl · Hofmann Freiraumplanung GmbH, Eichstätt
Mitarbeit: Regina Bauer
Verfahrensart
Offener Ideenwettbewerb

Wettbewerbsaufgabe
Die Beendigung des Bergbaus im Saarland stellt hohe Anforderungen an eine kommunikative Begleitung des Stilllegungsprozesses. Dieser wird darauf ausgerichtet sein, 250 Jahre Bergbau an der Saar entsprechend zu würdigen. Es gilt, die technischen und sozialen Leistungen des Saarbergbaus zu dokumentieren und das „Erbe des Bergbaus“ weiterzugeben. Die RAG Aktiengesellschaft möchte bei der
Identitätsfindung für die Zeit nach dem aktiven Bergbau mitwirken. In diesem Zusammenhang soll nun auf der Halde Duhamel eine Landmarke entstehen, die eine Referenz an 250 Jahre Bergbau an der Saar darstellt und gleichzeitig auf die Zukunft der Region verweist. Sie soll ein Symbol des Abschieds vom Bergbau sein, aber auch als Zeichen für den Aufbruch in die Nachbergbauära stehen. Gedacht ist an einen weithin sichtbaren Baukörper auf dem Haldenplateau, der gegebenenfalls auch in der Dunkelheit durch entsprechende Beleuchtungs-/Lichteffekte auffällt. Ziel ist es, in gestaltersicher und funktionaler Hinsicht einen Identifikationspunkt zu schaffen, der über die Grenzen des Saarlandes hinaus seine Wirkung entfaltet. Höhe, Form, Material und Konstruktion sind frei wählbar. Da die Landmarke dauerhaft auf dem Haldenplateau installiert werden soll, ist die Frage einer effizienten Unterhaltung bzw. Betreibung der Landmarke von Bedeutung. Im Hinblick auf Nutzung und Funktion der Landmarke bestehen keine konkreten Vorgaben oder Erwartungen. Die Landmarke könnte als Aussichtspunkt dienen und/oder für Besucher- bzw. touristische Information genutzt werden, beispielsweise über Aspekte der Bergbaugeschichte, Landschafts- und Stadtentwicklung oder die Planungen für die Tagesanlage. Es sollte ein nachhaltiges und integratives Konzept, das unterschiedliche Nutzergruppen (Spaziergänger, Sportler, Touristen etc.) berücksichtigt, entwickelt werden. Die Kosten für die Landmarke einschließlich eventuell vorgesehener Modellierungsmaßnahmen sollten 500.000 € nicht übersteigen. Ziel ist, die Landmarke mit Schließung des Bergwerks am 30. Juni 2012 einzuweihen.

Competition assignment
The decommissioning of mine sites in Saarland has to be conducted with a communication system, which focuses on the appreciation of 250 years of mining at the Saar. The technical and social merits of mining have to be documented and the ”Heritage of Mining“ has to be passed on. The RAG AG wants to be involved in this process of identity shaping for the time after the mining’s closure. In this context a landmark shall be designed at the waste rock pile Duhamel referring to 250 years of mining at the Saar and to the region’s future. The landmark shall represent a symbol of farewell, but shall also be a sign of a new start into the era after mining. It shall be a structure which can been seen from afar, perhaps even in darkness by respective lighting effects. The aim is the creation of a landmark unfolding its effects far beyond Saarland’s borders. Height, form, material and construction can be freely chosen. It shall be permanently installed at the pile’s plateau, thus an efficient maintenance is important. The landmark could be used as lookout and/or for information for visitors/tourists, e.g. mining topics, landscape and urban development etc. A sustainable and integrative concept shall include different user groups (walkers, athletes, tourists etc.) The costs for the landmark and future modelling shall not exceed €500.000. The aim is the landmark’s inauguration on June 30th 2010 when the mine is closed down.

Fachpreisrichter
Prof. Dr. Jörg Dettmar, TU Darmstadt (Vors.)
Prof. Rolf Kuhn, IBA Fürst-Pückler
Dr. Reimar Molitor, Regionale 2010 Agentur
Delf Slotta, Institut für Landeskunde im Saarland
Dr. Rena Wandel-Hoefer, LH Saarbrücken
Prof. Georg Winter, HBK Saarbrücken

Sachpreisrichter
Friedrich Breinig, Bergwerk Saar in Ensdorf
Hans-Jürgen Becker, Regionalausschuss Saar des Gesamtbetriebsrates der RAG
Prof. Hans Berger, Industriegewerkschaft Bergbau und Energie
Bernd Tönjes, RAG Aktiengesellschaft
Eugen Roth, DGB Saar

Preisgerichtsempfehlung
Die Jury empfiehlt einstimmig die Weiterbearbeitung des 1. Rangs.

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