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Internationaler Strafgerichtshof , Den Haag/ Niederlande

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2010309
Tag der Veröffentlichung
31.10.2008
Aktualisiert am
01.04.2016
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Beteiligung
19 Arbeiten
Koordination
ANP – Architektur- und Planungsges. mbH, Kassel
Bewerbungsschluss
01.04.2008
Abgabetermin Pläne
25.08.2008
Preisgerichtssitzung
31.10.2008

April 2016 – Kommentar der Architekten

Der Ausgangspunkt des Entwurfs des neuen Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag ist es, das Vertrauen, die Hoffnung und – am wesentlichsten – den Glauben an Gerechtigkeit und Fairness zu vermitteln: Das Gebäude soll zum Botschafter für die Glaubwürdigkeit des ICC werden. Das Projekt und seine Architektur sollen zugleich eindrucksvoll und großartig sein, dabei zugleich das menschliche Maß nicht außer Acht lassen. Denn eine formelle Institution wie der ICC soll dezidiert keine Barrieren für Menschen bilden, sondern im Gegenteil die Quintessenz demokratischer Architektur darstellen.
Das Grundstück liegt nahe an der Nordsee – zwischen Natur und Stadt. Die Verbindung zwischen Dünenlandschaft und Stadtrand birgt ein beeindruckendes Potenzial: Denn durch den Entwurf eines kompakten Gebäudes mit einer kleinen Grundfläche wird die Landschaft gleichsam wieder in die Stadt zurückgeführt, sodass die offenen Räume, der Himmel und der Horizont zum Bestandteil der architektonischen Komposition werden. Leichtigkeit und Einfachheit des architektonischen Entwurfs vermitteln die Werte von Offenheit und Transparenz. Das Gebäude ist als skulpturale Abstraktion entworfen – eine Komposition aus sechs Volumina, die fest am Standort verankert sind und aus der umgebenden....

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

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Juli 2013 – Zwischenstand des Projekts

Das neue Gerichtsgebäude des ICC ist nahe an der Nordsee gelegen und in der Dünenlandschaft am Stadtrand von Den Haag platziert. Das Konzept sieht eine skulpturale Anordnung von Gebäuden inmitten der Landschaft vor. Der Komplex wirkt als Landmarke, die die Eminenz und Autorität des ICC vermittelt und gleichzeitig den menschlichen Maßstab nicht außer Acht lässt. schmidt hammer lassen Architekten haben den angesehenen Architekturwettbewerb zur Gestaltung des ICC an seinem neuen Standort im März 2010 nach Überarbeitung gewonnen. Seit damals wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und der Stadt Den Haag entwickelt. Im Rahmen dieses Entwicklungsprozesses wurden auch Befragungen von verschiedenen Nutzergruppen durchgeführt. Die Grundidee bei den Entscheidungen, die während dieses Prozesses gefallen waren, war, dass die Werte des ICC – Transparenz und Zugänglichkeit – als integrierte Bestandteile des Gebäudeentwurfs umgesetzt wurden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklung eines neuen, spezial angefertigten Fassadensystems gerichtet, hergestellt aus einem Verbundstoff, der in der Luftfahrt und in der Windturbinenindustrie verwendet wird. Der ständige Sitz des Internationalen Strafgerichtshofs wird im Sommer 2015 fertiggestellt werden.

1. Preis

Ingenhoven Architects, Düsseldorf
Mitarbeit: Michael Reiß · Peter Pistorius
Clara Gerhardt · Christopher Waddell
Dominic Black · Rudolf Jonas
Hinrich Schumacher · Peter Georg Vahlhaus
Ulf Meyer · Kristian Andresen · Darko Cvetuljski
Patrick Eßer · Ahmad Hakami · Andrzej Latos
Yahya .zütürker · Alexander Schmitz
Tessa Zaune
Tragwerk/Sonderfassaden:
Werner Sobek, Stuttgart
Green Building Design/TGA/Bauphysik:
DS-Plan, Stuttgart
Fassade: DS-Plan, Stuttgart
Freiraum: Ingenhoven Architects mit
Prof. Gustav Lange
Sicherheit: von zur Mühlen’sche GmbH, Bonn
Brandschutz: BPK Brandschutz Planung
Klingsch, Düsseldorf
Tages- u. Kunstlicht: Tropp Lighting Design,
Weilheim
Verkehr: Durth Roos Consulting, Darmstadt
Fördertechnik: Jappsen Ingenieure, Berlin

2. Preis

Schmidt Hammer Lassen Architects, Aarhus
Morten Schmidt · Bjarne Hammer
John Lassen · Kim Holst Jensen
Morten Holm · Stephen Willacy
CEO: Bente Damgaard
Mitarbeit: Jens-Erik Thøgersen · Per Kruse
Victoria Jessen-Pike · Robert Søndergård
Jeppe Stouby Mortensen · Eske Vind Ramvad
Tina Lind · Kåre Christensen
Cornelia Kalmlage · Chris Hardie
Lars Dithmer · Bram Andersen
Beteiligte: Carsten Hyldebrandt · Lars Beier
Lena Baden
Modell: Behrooz Jalayer
Fachberater: Bosch & Fjord, Kopenhagen
Rosan Bosch
Haskoning Nederland B.V., NL-Nijmegen

3. Preis

Wiel Arets Architects & Associates B.V., Amsterdam
Prof. Wiel Arets · Bettina Kraus
Mitarbeit: Bruno Ebersbach · Jos Beekhuijzen
Tobias Gehrke · Gwendolyn Kerschbaumer
Julius Klatten
Fachberater: Cauberg Huygens Raadgevende
Ingenieurss B.V., NL-Maastricht
Prof. Hans Cauberg · Jos Leenders
Verfahrensart
Begrenzt offener Wettbewerb mit vorgeschaltetem EWR-offenen Bewerbungsverfahren zur Auswahl von 20 Teilnehmern

Auslober
The Assembly of States Parties (ASP)
vertreten durch
The International Criminal Court – ICC
unterstützt durch
The Host State
The Ministry of Foreign Affairs – MFA
und
The Municipality of The Hague,
City Development Department

Wettbewerbsmanagement
Government Building Agency – RGD
in Kooperation mit
ANP Architektur und Nutzungsplanung, Kassel

Wettbewerbsaufgabe
Die Wettbewerbsaufgabe besteht aus dem Entwurf des neuen Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in Den Haag auf einer Bebauungsfläche von ca. 73.000 m². Diese auf Dauer an gelegten Gebäude werden für 1.200 Arbeitsplätze Raum bieten, bei einer BGF von 46.000 m² (Parkbereiche ausgenommen). Zuzüglich müssen noch zwei Erweiterungsbauten für je 150 Arbeitsplätze für zukünftige Vergrößerungen geplant werden. Das Raum- und Funktionsprogramm umfasst Anforderungen an Flexibilität und Skalierbarkeit. Das Projekt ist in jeder Hinsicht äußerst komplex.
Zur Zeit wird das Baugelände militärisch genutzt (Alexanderkaserne). Es wurde 2001 von der Regierung der Niederlande für den Internationalen Strafgerichtshof als Dauerniederlassung ausgewiesen und steht ab Januar 2010 zur Verfügung. Das Grundstück liegt an der Hauptstraße nach Den Haag und 900 m entfernt vom Scheveninger Gefängnis. Es liegt an der Grenze zu „Natura 2000“, einem Dünennaturschutzgebiet, das beim Entwurf miteinbezogen werden soll, z.B. durch Schaffung von Aussichten zwischen den Gebäuden und durch die Nutzung der natürlichen unterschiedlichen Ebenen bei der Verbindung der Tiefgeschosse.
Als Wettbewerbsfläche stehen 73.000 m² zur Verfügung, 50.000 m² für Gebäude. Die maximale Bauhöhe ist 25 m, ca. 5% können 40 m hoch sein. Es darf nicht mehr als 9 m tief gebaut werden.
Das Raumprogramm mit einer Gesamtbruttogeschossfläche von 45.552 m² gliedert sich in:
Judikative 2.247 m²
Büro der Staatsanwaltschaft 4.564 m²
Registratur 12.287 m²
Eingang 419 m²
Öffenlicher Gerichtsbereich 1.441 m²
Gastronomie 1.340 m²
Konferenzbereich 1.104 m²
Gerichtssäle 1.629 m²
Beratungszimmer 416 m²

Competition assignment
The project comprises the construction of the new permanent accommodation for the Inter national Criminal Court (ICC) on a site of 73,000 sqm in The Hague. The permanent premises will initially house 1,200 workstations with a total GFA of 46,000 sqm (parking not included); plus 2 extensions of 150 workstations each. The spatial and functional programme integrates requirements such as flexibility and scalability. The project is highly complex in all its aspects.
The site will be available in January 2010 and shall integrate the strip of dunes of the Nature 2000 area, a protected natural reserve.
The spatial programme with total 45,552 sqm GFA is divided into:
Judiciary 2,247 m²
Office of the Prosecutor 4,564 m²
Registry 12,287 m²
Entrance 419 m²
Public Court Area 1,441 m²
Catering 1,340 m²
Conference 1,104 m²
Courtrooms 1,629 m²
Holding 416 m²

Jury
Liesbeth van der Pol, Chief Government
Architect of The Netherlands (Vors.)
Mirjam Blaak, ASP, Africa States Embassy of Uganda
Kiyokazu Ota, ASP, Asian States, Embassy of Japan
Calin Fabian, ASP, Eastern European States, Embassy of Romania
Allan Wagner, ASP, Embassy of Peru
Mikko Jokela, ASP, West European & Other States, Embassy of Finland
Hans Peter Kaul, ICC, Germany
Thomas Schuster, ICC, Germany
Silvana Arbia, ICC, Italy
Paul W.J. Wilke, The Host State
Jozias van Aartsen, Municipality of The Hague
Maarten Schmitt, Municipality of The Hague
Herman Hertzberger, Architect, The Netherlands
Ricardo Legorreta, Architect, Mexico
Julia B. Bolles-Wilson, Architect, Germany
José Forjaz, Architect, Mozambique
Dominique Perrault, Architect, France
Deyan Sudjic, Architect, United Kingdom

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