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  • Haus der Europäischen Geschichte
  • Haus der Europäischen Geschichte
  • Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel - 1. Preis JSWD Architekten, Köln
    Copyright: Christian Fabris
  • Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel - 1. Preis JSWD Architekten, Köln
    Copyright: Didier Boy de la Tour

Haus der Europäischen Geschichte , Etterbeek, Brüssel/ Belgien

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

wa-ID
wa-2010703
Tag der Veröffentlichung
01.08.2009
Aktualisiert am
09.05.2017
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Auslober
Bewerbungsschluss
01.09.2009
Abgabetermin Pläne
29.09.2009
Preisgerichtssitzung
02.03.2011
Fertigstellung
05/2017

Mai 2017 - Fertigstellung des Projekts

Brüssel, 06.05.2017 Museum „Haus der Europäischen Geschichte“ eröffnet

Anfang Mai wurde mitten im Brüsseler EU‐Viertel das „Maison de l’Histoire européenne“ eröffnet. Das Anfang der 30er Jahre als Zahnklinik errichtete Gebäude wurde saniert und mit einem gläsernen Implantat ergänzt. Durch die Verortung des Museums im „Leopold Park“ wird dessen historische Bedeutung als Ort der Wissenschaft mit der europäischen Aktualität zusammengeführt.

Aufgesattelt
Die vom amerikanischen Geschäftsmann George Eastman, dem Begründer der Firma Kodak, gestiftete Zahnklinik wurde im Jahr 1935 im „Léopold‐Park“ erbaut, welcher seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Ort der Wissenschaft und der Erholung ist. Der 6 Hektar große „Leopold Park“ liegt im Herzen des Europäischen Viertels von Brüssel. Gerahmt von den Straßen rue Belliard, chaussée d#39Etterbeek und rue du Maelbeek sowie die rue Wiertz ist der Park eine grüne Insel inmitten des sich seit 20 Jahren stetig wandelnden Stadtteils. Das Europäische Parlament mietete das Gebäude, das einst als öffentliche Klinik, dann als Unterrichtsort und später als Pflegeheim genutzt wurde, ab dem Jahr 1985 an. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude durch verschiedene europäische Einrichtungen genutzt. Im Jahr 2009 entschied das EU‐Parlament, einen Wettbewerb zur Sanierung, Erweiterung und Umnutzung als Museum der Europäischen Geschichte auszuloben. Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft aus Chaix & Morel, Paris und JSWD, Köln ging daraus im Jahr 2011 als Siegerkonzept hervor.

Die Vereinigung des sanierten Bestands und der zeitgenössischen Erweiterung stellt eine besondere Verbindung zwischen dem Museum, der Parklandschaft und dem europäischen Zeitgeist des Viertels her. Der neugeschaffene, gläserne Kubus füllt den bestehenden Innenhof des U‐förmigen Altbaus und überragt diesen um drei Etagen. Das mit einer schimmernden Glashülle bekleidete Implantat stärkt die Präsenz des neuen Museums und ergibt eine neue Identität mit Fernwirkung.
Die freie Anordnung der Ausstellungsboxen innerhalb des Glashauses ergibt eine lebendige Asymmetrie, die im Kontrast zum symmetrischen Bestandsgebäude steht. Tagsüber rahmt die mit weißen Linien bedruckte Glashülle das bewegte Innenleben und filtert das Sonnenlicht; die schlichte Form des Gesamtvolumens überwiegt. In der Nacht wendet sich die Wahrnehmung: die Hülle löst sich auf, die Gebäudeskulptur wird zu einem Lichtpunkt im nächtlichen Park.

Der Eingang mit Café und Museumsshop befindet sich im Sockelgeschoss und ist von der Parkseite des Gebäudes zugänglich. Im Inneren entwickeln sich alle Funktionsbereiche (Empfang, Auditorium, Ausstellung, Verwaltung etc.) um den zentralen Luftraum mit Freitreppe, der durch sein Glasdach als Lichtfuge fungiert.
Auf Ebene 1 ist die Wechselausstellung untergebracht. Im historischen Wartesaal der ehemaligen Zahnklinik wurden die Wandfresken des belgischen Malers Camille Barthélémy restauriert, die entlang eines Zierstreifens einige Szenen der berühmtesten Fabeln von La Fontaine darstellen.
Auf den übrigen 5 Ebenen befinden sich die Exponate der Dauerausstellung und das Auditorium. Die Verteilung der Exponate folgt dabei einer chronologisch‐thematischen Reihenfolge. Mithilfe von Objekten, visuellen und audiovisuellen Elementen sowie erklärenden Texten in den 24 Amtssprachen der EU soll für Erlebnisse gesorgt werden, die alle Sinne ansprechen.

Projektdaten
Objekt Haus der Europäischen Geschichte
Projektadresse Maison de l’Histoire Européenne (Bâtiment Eastman)
Rue Belliard, 135, 1040 Etterbeek (Brüssel), Belgien

Bauherr
EU‐Parlament Brüssel

Architektur
JSWD Architekten, Köln
Chaix & Morel et Associés, Paris

Ausstellungskonzept
ACCIONA Producciones y Diseño, Sevilla

Verfahrensart
Realisierungswettbewerb, 1. Preis Juni 2011

BGF
ca. 11.600 m²

Eröffnung
Mai 2017

Fotos Christian Richters, Christa Lachenmaier, Christian Fabris, Didier Boy de la Tour
www.jswd‐architekten.de
www.chaixetmorel.com/fr/aacma/p1/

  • Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel - 1. Preis JSWD Architekten, Köln
    Copyright: Christian Fabris
  • Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel - 1. Preis JSWD Architekten, Köln
    Copyright: Didier Boy de la Tour

1. Preis

JSWD Architekten, Köln
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel, Paris und TPF Engineering, Brüssel
Wettbewerbsaufgabe

Das Haus der Europäischen Geschichte soll ein moderner, attraktiver und interaktiver Ort der Begegnung und des Dialogs sein, um die Kenntnisse der Europäer aller Generationen und Klassen über die jüngere Geschichte zu vertiefen und so zu einem besseren Verständnis der Entwicklung Europas in Gegenwart und Zukunft beizutragen.
Das Präsidium des Europäischen Parlaments hat beschlossen, das Haus der Europäischen Geschichte am Standort des Eastman-Gebäudes einzurichten, das sich am Léopold-Park in Brüssel befindet, der unter Denkmalschutz steht.
In diesem 1935 erbauten (selbst nicht denkmalgeschützten) Gebäude befand sich ursprünglich eine Zahnklinik für benachteiligte Kinder. Bis heute wurde das Gebäude für verschiedene Zwecke genutzt. Der Entwurf muss den Besonderheiten des Gebäudes Rechnung tragen.
Zu den Leitlinien des Entwurfs soll die Anwendung der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung, der Zugänglichkeit und Flexibilität gehören.

Es ist geplant, das Haus der Europäischen Geschichte im Frühjahr 2014 zu eröffnen. Das vorhandene Gebäude umfasst etwa 6.600 m² bebaute Fläche gemäß DINNorm 277.
Die jährliche Zahl der Besucher wird auf 500.000 geschätzt.
Das veranschlagte Budget für die Arbeiten beträgt 18.000.000 €.

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