Verfahrensart
Nicht offener einphasiger Architekturwettbewerb nach RPW 2013
Wettbewerbsaufgabe
Das Museum Wiesbaden befindet sich in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und gehört zu einem der fünf Hessischen Landesmuseen. Das Museum verbindet Kunst und Natur und spannt den Bogen von naturkundlichen Objekten bis zur Gegenwart. Auf einer Ausstellungsfläche von 7.400 Quadratmetern vereint das Landesmuseum die Kunstsammlungen, unter anderem Ausstellungsstücke der Alten Meister, der Klassischen Moderne, der Moderne sowie der Zeitgenössischen Kunst und die Dauerausstellung der Naturhistorischen Sammlungen. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Raumbedarfs, insbesondere von Ausstellungs- und Depotfläche sowie bestehender funktionaler Inkongruenzen im Museumsbetrieb ist die Erweiterung des Landesmuseums in Planung. Der Flächenbedarf der Erweiterung wurde auf etwa 3.000 qm NUF 1-6 festgelegt. Vor dem Hintergrund der besonderen Lage, der erforderlichen sensiblen Integration in den denkmalgeschützten Bestand und der kompakten zur Verfügung stehenden Baufläche wurden im Vorfeld mit den beteiligten Akteuren intensive Untersuchungen und Abstimmungen zu möglichen Bebauungsoptionen durchgeführt. Unter Einbezug aller Erkenntnisse konzentriert sich die Entwurfsaufgabe auf ein Baufeld im Südhof des Bestandsgebäudes. Der Erweiterungsneubau soll an diesem Standort als eigenständiger Anbau an das bestehende Museumsgebäude errichtet werden und sich unter Berücksichtigung von Denkmalschutz und städtebaulichen Restriktionen in die Umgebung einfügen. Die Konzeption erfordert eine durchdachte vertikale und horizontale Verteilung der Nutzungen, präzise Anbindungen und Vernetzungen mit dem Bestand sowie eine geschickte Organisation der Flächen.
Fachpreisrichter*innen
Prof. Gesine Weinmiller, Berlin (Vorsitz)
Prof. Zvonko Turkali, Frankfurt
Prof. Anett-Maud Joppien, Frankfurt
Prof. Dr. Michael Koch, Berlin / Zürich
Prof. Kirsten Schemel, Berlin
Roland Schmidt, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden (HMdF)
Fachpreisrichter*innen Überarbeitungsphase
Prof. Gesine Weinmiller, Berlin (Vorsitz)
Philipp Schiffer, Darmstadt (für Prof. Zvonko Turkali, Frankfurt)
Susanne Wartzeck, Dipperz (für Prof. Anett-Maud Joppien, Frankfurt)
Mirjam Niemeyer, Zürich (für Prof. Dr. Michael Koch, Berlin / Zürich)
Prof. Andreas Garkisch, München (für Prof. Kirsten Schemel, Berlin)
Roland Schmidt, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden (HMdF)
Sachpreisrichter
Frank Müller, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK)
Jörg Radloff, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden (HMdF)
Camillo Huber-Braun, Amtsleitung Stadtplanung Landeshauptstadt Wiesbaden
Dr. Andreas Henning, Direktor Museum Wiesbaden
Thomas Platte, Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Zentrale, Wiesbaden
Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig den 1. Preis zur Grundlage der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung zu machen.
Ausstellung
Alle 19 Wettbewerbsbeiträge werden vom 11. bis 30. November 2025 in der Alten Bibliothek des Museum Wiesbaden gezeigt. Besucherinnen und Besucher können sich während der regulären Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr) über die eingereichten Arbeiten informieren, der Zugang zur Ausstellung ist kostenfrei. (über kleine Einschränkungen der Besuchszeiten informiert die Website des Museums Wiesbaden).
Weitere Informationen zum Ergebnis unter:
wissenschaft.hessen.de/presse/der-architekturwettbewerb-fuer-den-erweiterungsbau-des-museums-wiesbaden-ist-entschieden
museum-wiesbaden.de/erweiterungsbau