Verfahrensart
Nicht offener einphasiger Architekturwettbewerb nach RPW 2013 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren zur Auswahl von 15 Teilnehmer*innen sowie fünf Zuladungen
Wettbewerbsaufgabe
Das Landesmuseum Wiesbaden (von Theodor Fischer) mit seiner markanten Fassadenabwicklung ist einer der schönsten Museumsbauten Deutschlands. Unter den drei Landesmuseen Hessens ist Wiesbaden der profilierteste Ort für die Kunst des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, seine Sammlungen stehen damit auch für die geschichtliche Gegenwart des 1946 gegründeten Bundeslandes Hessen. Es ist zugleich
ein Zweispartenhaus, in dem Naturhistorische Sammlungen und Kunstsammlungen in einer abgestimmten Präsentationsästhetik ausgestellt werden.
Die Depots des Museums sind überfüllt. Die bedeutende Sammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts kann nicht gezeigt werden, ebenso wenig die großen Rauminstallationen wichtiger Documentakünstler der vergangenen 30 Jahre (etwa Arbeiten von Christian Boltanski, Thomas Huber, Jochen Gerz und Franz Erhard Walther). Jährlich zwischen 10 und 16 Ausstellungen haben auch die Besuchszahlen des Hauses in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich von 30.000 im Jahr 2009 auf mittlerweile über 100.000 Besuche im Jahr anwachsen lassen.
Das Museum Wiesbaden plant seit einigen Jahren die Erweiterung der Flächen, um entsprechende Bedarfe an Depot- und Ausstellungsfläche umzusetzen. Dazu wurden die erforderlichen Flächenbedarfe konkretisiert und mit ca. 2.945 m2 NUF 1-6 beziffert. Vor dem Hintergrund der Erfordernisse an adäquaten Flächen ist eine Ergänzung und Erweiterung des Bestandsgebäudes von Theodor Fischer geplant. Ziel ist es die Architektur Theodor Fischers durch eine Gegenwartsarchitektur zu akzentuieren.
Competition assignment
For several years now, the Museum Wiesbaden has been planning to expand its premises in order to meet its storage and exhibition space requirements. The necessary space requirements have been specified and estimated at approximately 2,945 m2 NUF 1-6. In view of the need for adequate space, an addition and extension to Theodor Fischer‘s existing building is planned. The aim is to accentuate Theodor Fischer‘s architecture with contemporary architecture.
Fachpreisrichter*innen
Prof. Gesine Weinmiller, Berlin (Vorsitz)
Prof. Zvonko Turkali, Frankfurt
Prof. Anett-Maud Joppien, Frankfurt
Prof. Dr. Michael Koch, Berlin / Zürich
Prof. Kirsten Schemel, Berlin
Roland Schmidt, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden (HMdF)
Fachpreisrichter*innen Überarbeitungsphase
Prof. Gesine Weinmiller, Berlin (Vorsitz)
Philipp Schiffer, Darmstadt
Susanne Wartzeck, Dipperz
Mirjam Niemeyer, Zürich
Prof. Andreas Garkisch, München
Roland Schmidt, HMdF, Wiesbaden
Sachpreisrichter
Frank Müller, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK)
Jörg Radloff, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden (HMdF)
Camillo Huber-Braun, Amtsleitung Stadtplanung Landeshauptstadt Wiesbaden
Dr. Andreas Henning, Direktor Museum Wiesbaden
Thomas Platte, Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Zentrale, Wiesbaden
Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt, die Arbeiten die mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurden überarbeiten zu lassen.
Empfehlung des Preisgerichts Überarbeitung
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig den 1. Preis zur Grundlage der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung zu machen.
Weitere Informationen zum Ergebnis unter:
wissenschaft.hessen.de/presse/der-architekturwettbewerb-fuer-den-erweiterungsbau-des-museums-wiesbaden-ist-entschieden
museum-wiesbaden.de/erweiterungsbau