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  • 1. Preis: CODE UNIQUE Architekten, Dresden
  • 2. Preis: Schulz und Schulz Architekten GmbH, Leipzig
  • 3. Preis: Guillermo Vasquez Consuegra Arquitecto, Sevilla

Deutscher Bundestag – Neubau Dorotheenstraße 85/Schadowstraße 4-6 , Berlin/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
wa-ID
wa-2013638
Tag der Veröffentlichung
21.08.2014
Aktualisiert am
01.10.2016
Verfahrensart
Nicht offener Wettbewerb
Zulassungsbereich
EU /EWR
Teilnehmer
Architekten
Beteiligung
28 Arbeiten
Auslober
Bewerbungsschluss
06.01.2014
Abgabetermin Pläne
27.06.2014
Preisgerichtssitzung
21.08.2014

Oktober 2016 – Zwischenstand des Projekts

Auf der Liegenschaft Dorotheenstraße 85/ Schadowstraße 4-6 im Berliner Stadtbezirk Mitte soll für den Deutschen Bundestag ein neues Bürogeb.ude zur Unterbringung verschiedener Fachbereiche der Verwaltung errichtet werden: Dieser Wettbewerb wurde Ende 2013 ausgelobt, im August 2014 haben Code Unique Architekten aus Dresden den ersten Preis gewonnen. Danach wurde das formelle VOF-Vergabeverfahren durchgeführt. Daraufhin wurden Code Unique Architekten zügig mit den Leistungsphasen 2-4 (HU-Bau) beauftragt. Wie die Architekten berichten, wurden äußerst umfangreiche Abstimmungen mit dem Bauherren (BBR) und Nutzer (Bundestagsverwaltung) zu Nutzungsspezifikationen, Technik und Sicherheit geführt und die Vorplanung im September 2015 erstellt; die HU-Bau wurde im März 2016 abgegeben. Eine große Bedeutung innerhalb der Planung nimmt die Besonderheiten zu Statik und Wasserhaltung im Tiefbaubereich im Zuge des Bestandsrückbaus ein. Für vorgezogene Maßnahmen des Bestandsabbruches wurden Anfang 2016 die Leistungsphasen 5, 6 und 7 beauftragt. Ende 2016 wird der Baubeginn mit dem Rückbau eingeleitet. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 eingeplant. Generelle Gebäudestruktur, Erscheinung und Fassaden werden wie im Wettbewerbsentwurf umgesetzt.

1. Preis

CODE UNIQUE Architekten, Dresden
Martin Boden-Peroche · Volker Giezek Mitarbeit: Paul Schmelzer · Mathias Lange Stefan Truntschka · Peter Jarisch
Zoltan Magyari · Alberto Villa del Campo Manuel Kuck · Jinwoo Kim
  • 1. Preis: CODE UNIQUE Architekten, Dresden

2. Preis

Schulz und Schulz Architekten GmbH, Leipzig
Ansgar Schulz · Benedikt Schulz
Mitarbeit: Matthias Hönig · Karsten Liebner Philip Dörge · Daniel Esser
  • 2. Preis: Schulz und Schulz Architekten GmbH, Leipzig

3. Preis

Guillermo Vázquez Consuegra Arquitecto, Sevilla
Guillermo Vasquez Consuegra
Mitarbeit: Martina Chiara Maria Pozzi
Ellen Mekiffer · Davide Fuser
Jose de la Pena Gomez-Millan
Jose Antonio Pavon Gonzalez
Borja Navarro Ibanez de Aldecoa
Technik: Vincent Baretti
Ing.: Stefan Loebens
  • 3. Preis: Guillermo Vasquez Consuegra Arquitecto, Sevilla

Anerkennung

bof Architekten bücking, ostrop & flemming Architekten, Hamburg
Bert Bücking · Patrick Ostrop · Ole Flemming Mitarbeit: Sebastian Zell
L.Arch.: Breimann & Bruun Landschaftsarchi- tekten, Hamburg
TGA: IGS Institut für Gebäude- und Solartechnik, Braunschweig
  • Anerkennung: bof Architekten, Hamburg

Anerkennung

Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin
Fuensanta Nieto · Enrique Sobejano
Mitarbeit: Patricia Grande Andueza
Lorna Hughes · Mariana Varela · Claudio Fragoso L.Arch.: Frank Kiessling
Statik: B+G Ing. Bollinger und Grohmann GmbH
  • Anerkennung: Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin

Anerkennung

Patrik Dierks Norbert Sachs Architekten, Berlin
Norbert Sachs · Patrik Dierks
Mitarbeit: Thiele Nickan · Cazina Kitzenmaier Lukas Specks
TGA: b.i.g. Bechtold Ingenieurges.,Berlin Brandschutz/Statik: Krebs und Kiefer, Berlin
  • Anerkennung: Patrik Dierks Norbert Sachs Architekten, Berlin

Anerkennung

Knoche Architekten, Leipzig
Christian Knoche
Mitarbeit: Johannes Fietze · Liesa Schiecke
  • Anerkennung: Knoche Architekten, Leipzig
Verfahrensart
nicht offener Realisierungswettbewerb

Wettbewerbsaufgabe
Auf der Liegenschaft Dorotheenstraße 85/Schadowstraße 4-6 im Berliner Stadtbezirk Mitte soll für den Deutschen Bundestag ein neues Bürogebäude zur Unterbringung verschiedener Fachbereiche der Verwaltung errichtet werden. Zusätzlich sind eine Arztpraxis für den Betriebsärztlichen Dienst sowie eine Kantine mit 200 Sitzplätzen unterzubringen. Insgesamt besteht ein Raumbedarf von 471 Nutzungseinheiten à 18 m2, zuzüglich Lagerflächen und Kantine. Dies entspricht einer Nutzfläche von zusammen ca. 9.900 m2. Zurzeit befindet sich auf der Liegenschaft noch ein zu DDR-Zeiten üblicher Fertigteilbau, der 1973-1974 als Verwaltungsgebäude von Architekt Roland Korn erbaut wurde. Das Gebäude befindet sich in Bundesbesitz und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), dem Deutschen Bundestag und der Landespolizei genutzt.
Das Gebäude selbst ist Teil des Denkmalensembles Dorotheenstadt und steht damit unter Ensembleschutz. Im Einvernehmen mit dem Landesdenkmalamt ist ein Abbruch des Bestandgebäudes
vorgesehen.

Competition assignment
A new office building for various administration departments shall be designed for the German Parliament on the site Dorotheenstraße 85/Schadowstraße 4-6 in Berlin’s district Mitte. A floor space of approx. 9.900 m2 shall accommodate 471 functional units with 18 m2, storage areas, a canteen with 200 seats and a medical practice for the company medical service

Fachpreisrichter
Prof. Ulrike Lauber, München/Berlin (Vors.)
Ferdinand Heide, Frankfurt
Wallie Heinisch, Stuttgart
Gerhard Lieb, Freudenstadt
Prof. Angela Mensing-de Jong, Dresden

Sachpreisrichter
Eva Schievelbusch, Deutscher Bundestag, ZT1
Günther Hoffmann, BMUB
Frank Schuppel, BBR
Annalie Schoen, SenStadtUm Berlin
Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt einstimmig die Arbeit des 1. Preisträgers der Realisierung zugrunde zu legen.


Kommentar der Vorsitzenden des Preisgerichtes „Prof. Ulrike Lauber“

Wer hätte das gedacht? Der Wettbewerb für die Erweiterung des Deutschen Bundestags
Wer hätte das gedacht? Dass aus einer so eng gefassten Aufgabenstellung, einem so klar abgesteckten Grundstück und einer sich immer wiederholenden Nutzung eine solche Bandbreite von Entwürfen resultieren würde? Die Wettbewerbsaufgabe für die Erweiterung des Deutschen Bundestages an der Dorotheen-Ecke Schadowstraße im Berliner Regierungsviertel basierte auf der Organisation von 500 gleichen Raumeinheiten à 18 m2 und wenigen Sonderräumen. Und es wurde doch nicht nur ein Fassadenwettbewerb, vielmehr gab es ein sehr differenziertes Ergebnis: Die 28 beteiligten Büros haben deutlich unterschiedliche Konzepte und Gebäudecharaktere entwickelt. Wer hätte das gedacht: Es lebe der Architektenwettbewerb!
Der Auslober hat das richtige Verfahren gewählt; es steht aber nicht nur dem Bund sehr gut zu Gesicht, seine Planer über Architektenwettbewerbe zu finden; nicht nur der öffentliche Bauherr hat die Chance und auch die Verpflichtung, mit vorbildlichen Verfahren einen Beitrag zu leisten, dass Baukultur entstehen kann. Ein Lob gehört den Architekten, die wieder einmal mit viel Herzblut und Engagement versucht haben, auch aus dieser Aufgabe das Spezielle, das Besondere zu destillieren und herauszustellen.
Dem ersten Preis ist dies bestens gelungen: Code Unique aus Dresden überzeugen durch eine moderate und funktionale Blockrandbebauung mit großem Innenhof, die die Gebäudemasse sehr gut gliedert und die Anschlüsse der Nachbarbebauung respektvoll auf nimmt. Aber eine Erkenntnis, nicht nur aus diesem Wettbewerb, brennt mir geradezu unter den Nägeln: Es geht um die Darstellung. Den Teilnehmern war eine perspektivische Darstellung erlaubt, und, mit Verlaub, das war wohl nichts! Diese modischen Renderings, die ja doch eigentlich zur Verdeutlichung der Planungsidee beitragen
sollen, all diese schönen und teuren Bilder haben das Ergebnis eher verwässert und verschlechtert. Sie machen sich selbstständig, diese Renderings, sie übertrumpfen die Zeichnungen, sie drängen sich unangemessen in den Vordergrund – und verdrängen so jede Fantasie der Betrachter mit ihren doch nur scheinbar realistischen Images. So haben sie geschadet, denn sie waren eher schlecht für das Verständnis der Konzepte und Ideen – und um genau die geht es doch bei einem Wettbewerb, nicht um Realität vorgaukelnde Bilder! Dies wurde so einhellig vom Preisgericht gesehen und auch in das Protokoll aufgenommen. Wir wollten die Ideen sehen, nicht mehr oder weniger professionelle Images von spezialisierten Mitarbeitern oder Fremdfirmen, die mit dem Entwurf nichts oder
nur wenig zu tun hatten. Das Bedürfnis nach einem einprägsamen Bild, das man auch veröffentlichen kann, ist durchaus verständlich. Aber lassen Sie uns doch in Zukunft bei Wettbewerben wieder verstärkt auf die Kraft der Skizzen und der Linien-Zeichnung setzen. Und natürlich auf Modelle.

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