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Deutsche Schule Madrid , Madrid-Montecarmelo/ Spanien

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2010371
Tag der Veröffentlichung
24.07.2009
Aktualisiert am
01.01.2016
Verfahrensart
Offener Wettbewerb
Teilnehmer
Freischaffende, angestellte und beamtete Architekten
Beteiligung
25 Arbeiten
Auslober
Koordination
BBR - Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – Ref. A 2, Berlin
Bewerbungsschluss
13.02.2009
Abgabetermin Pläne
26.05.2009
Abgabetermin Modell
03.06.2009
Preisgerichtssitzung
24.07.2009

Januar 2016 – Fertigstellung des Projekts

Kommentar der Architekten
Der Neubau der Deutschen Schule im Norden Madrids ersetzt die bisherige, beengte Unterbringung in der Innenstadt. Mit ihrem besonderen Bildungsprogramm und abendlichen Theateraufführungen und Konzerten ist diese Schule ein wichtiger Ort des kulturellen Austauschs. Die vielschichtigen Nutzungsbereiche der großen Schule sind in diesem Ensemble als klare Einheiten ablesbar. Die einzelnen Häuser der drei Schulbereiche – Kindergarten, Grundschule und Gymnasium – um schließen jeweils einen Innenhof, der zugleich mit seiner Öffnung zur Landschaft den Blick auf die schneebedeckten Berge rahmt. Die Verschmelzung der Gebäudeteile gleicht einem am Ort organisch gewachsenen Gefüge von hoher bauplastischer Präsenz. Alle Gemeinschaftsbereiche – die Foyerhöfe, die Mensa, die Aula als Konzertsaal mit 750 Sitzplätzen und die Sporthalle – verbinden die Schulhäuser miteinander. In geschützten Foyerhöfen unter perforierten Dächern sammeln und verteilen sich fast .....

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

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Juni 2012 – Zwischenstand des Projekts

Nach Verhandlungen mit allen Preisträgern wurden wir als Generalplaner für die Leistungsphasen 1-9 beauftragt und sind aktuell mit der Vergabe befasst. Baubeginn ist im Juli 2012, die Fertigstellung ist für März 2015 geplant.
Die Grundkonfiguration des Ensembles blieb im weiteren Planungsprozess erhalten. Aufgrund stadtplanerischer Vorgaben wurde die Höhenentwicklung jedoch so angepasst, dass die Oberschule nicht mehr aus dem Ensemble herausragt. Stattdessen entwickelt sich dieser Gebäudeteil mit seiner höheren Geschossigkeit nach unten, was durch eine künstliche Geländemodulation erreicht wird.
Die Rückbesinnung auf traditionelle Einfachheit bei gleichzeitiger technisch-innovativer Raffinesse war bereits in der Wettbewerbsphase Grundlage unserer Entwurfshaltung, die auch Konstruktion und Haustechnik prägt. So wird durch die Wiederentdeckung traditioneller Methoden, wie beispielsweise der natürlichen Kühlung durch Nutzung eines unterirdischen Thermolabyrinths, ein langfristig nachhaltiger Gebäudebetrieb gesichert. Im Planungsverlauf wurde dieses Technikkonzept verfeinert und ergänzt um ein Spektrum weiterer Maßnahmen, die passend zu den klimatischen Gegebenheiten ein ausgefeiltes Gesamtpaket ergeben. Unter anderem ist die indirekte Frischluftvorkühlung durch Verdunstungskälte vorgesehen, ein Blockheizkraftwerk mit Absorptionskältemaschine, Solarthermie, Photovoltaik sowie Regenwasserzisternen zur Gartenbewässerung. Für sein nachhaltiges Technikkonzept wurde das Projekt mit dem BMWi-Preis „Architektur mit Energie 2011“ ausgezeichnet.
Am neuen Standort im Norden Madrids gilt es, die Tradition dieser erfolgreichen Privatschule fortzuführen. Durch vielfältige visuelle und räumliche Bezüge und Begegnungsangebote im Gebäude wird die Gruppenidentifikation und interkulturelle Begegnung gestärkt.
In diesem Ensemble sind die vielschichtigen Nutzungsbereiche als klare Einheiten ablesbar. Die Häuser der unterschiedlichen Schulbereiche umfassen dabei jeweils einen Innenhof, einen Patio, der auch die konzentrierte Atmosphäre eines Kreuzganges modern interpretiert und zugleich die Weite der Sierra durch die Öffnung zur Landschaft erlebbar macht.
Die Verschmelzung der Gebäude gleicht einem organisch gewachsenen Gefüge. Alle Gemeinschaftsbereiche – die Foyerhöfe, die Mensa, ein Konzertsaal mit 1.000 Plätzen, die Bibliothek und die Sporthallerahmen den Vorplatz und verbinden die Schulhäuser miteinander. Unter den perforierten Dächern der geschützten Foyerhöfe sammeln und verteilen sich die Schüler und Kindergartenkinder.

1. Preis

Grüntuch Ernst Planungs GmbH, Berlin
Tragwerk: GTB-Berlin
Gesellschaft für Technik am Bau mbH
TGA: Ing.-ges. Ridder und Meyn mbH, Berlin
Lützow 7 C. Müller · J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin

2. Preis

Staab Architekten GmbH, Berlin
Tragwerk: OSD GmbH & Co. KG
Office of structural Design
TGA: Winter Ingenieure für Gebäudetechnik
Berlin GmbH
Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

3. Preis

Sauerbruch Hutton , Berlin
Tragwerk: fd-ingenieure, F. Dröse
TGA: Reuter · Rührgartner
Planungsges. für Gebäudetechnik mbH
Ecosistema Urbano Arquitectos, Madrid

4. Preis

Moneo Brock Studio, Madrid
L.Arch.: Fonts Retail
Tragwerk: BIS Arquitectes, David Garcia
TGA: AIA Arquitectos

Ankauf

Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Tragwerk: Hartwich · Merlens Ingenieure
Planungsges. für Bauwesen mbH
TGA: Alhäuser + König Ingenieurbüro GmbH
Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Ankauf

Mansilla + Tunón Arquitectos, Madrid
L.Arch.: Benavides Laperche Paisajismo,
Madrid
Tragwerk: Gogaite, Alfonso Gómez Gaite
TGA: Grupo SG, Emilio Gonzáles Gaya

Ankauf

Schilling Planung GmbH, Köln
Tragwerk: Neeb Ingenieure GmbH
TGA: PGH Planungsgem. Haustechnik
Becker · Huke · Hoffmann
Wirtz International N.V., Schoten
Verfahrensart
Begrenzt offener, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfaren zur Auswahl von 25 Teilnehmern.

Wettbewerbsaufgabe
Die Deutsche Schule Madrid (DSM) soll sowohl für deutsche Schüler in Madrid ein Stück Heimat als auch für spanische Schüler in Madrid die Grundlage für ein positives Verhältnis zur deutschen Kultur und Sprache bilden.

Aufgrund der äußerst beengten Platzverhältnisse auf dem derzeitigen Gelände der DSM und einer teilweise getrennten Unterbringung auf einer Mietliegenschaft, ist beabsichtigt, einen Schulneubau zu errichten. Auf einem rund 34.000 m² großen Grundstück im neuen Stadtgebiet Montecarmelo soll ein Neubau entstehen. Die DSM möchte am neuen Standort einen Kindergarten für Kinder ab ca. 3 Jahren, eine vierjährige Grundschule sowie eine achtjährige Sekundarstufe (I und II) mit Orientierungsstufe und einem Zweig für Seiteneinsteiger anbieten. Der überwiegende Teil der Schüler legt die deutsche Reifeprüfung ab, die auch als Zugangsberechtigung für die spanischen Hochschulen anerkannt ist. Ein geringer Teil der Schüler beendet die Schule mit dem Haupt- bzw. Realschulabschluss.
Der künftige Kindergarten wird maximal 300 Kinder in verschiedenen Altersstufen aufnehmen, die Grundschule (gut 440 Schüler) bleibt wie bisher 4-zügig. Die Sekundarstufe (knapp 1.100 Schüler) mit dem E-Zweig bleibt 5-zügig mit regulären Klassenstärken zwischen 22 und 30 Schülern.

Wegen des großen Zuspruchs der DSM soll am geplanten Standort für jeweils einen weiteren Klassenzug die Möglichkeit der Erweiterung der Schulgebäude konzeptionell berücksichtigt werden. Den Außenanlagen kommt eine besondere Bedeutung zu. Zum Einen steht die DSM in Konkurrenz mit anderen internationalen Schulen, die zum Teil über große Campusanlagen mit großzügigen Grünflächen verfügen, zum Anderen steht bei den Schülern mehr Grün an vorderster Stelle der Wunschliste. Die gesamten Sportanlagen sollten eine Fläche von 7.000 m² nicht unterschreiten.

Competition assignment
The German School Madrid (DSM) shall be a home for German students and offer a positive understanding of German culture and language for the Spanish students. The existing building is no longer adequate and the new building shall be developed on a site of 34.000 m² in the district of Montecarmelo. The DSM wants to include a kindergarten for 300 children from 3-vears old, a primary school with 4 years for 440, a secondary school with 1.100 students and 8 years, an orientation stage and classes for transfer students. Most students are doing their A-levels, accepted by the Spanish universities. The DSM is very much in demand and more classes are planned. The out-door grounds shall be designed on a minimum of 7.000 m².

Fachpreisrichter
Jórunn Ragnarsdóttir, Stuttgart (Vors.)
Prof. Ariane Röntz, Berlin
Bettina Georg, Berlin
Prof. Hilde Léon, Berlin
Prof. Dr. Thomas Stark, Stuttgart
Arthur Numrich, Berlin

Sachpreisrichter
Dr. Wolf-Ruthart Born, Dt. Botschaft Madrid
Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, BMVBS
Dr. Peter Kammann, Deutsche Schule Madrid
Herbert Frankenhauser, Bundestag
Dr. Ben Marx, Schulverein der Dt. Schule Madrid

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt einstimmig den 1. Preis zur Realisierung.

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