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Bundestag und Bundesrat (Plenarbereich Deutscher Bundestag) , Bonn/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

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wa-ID
wa-2028271
Tag der Veröffentlichung
16.01.2020
Aktualisiert am
14.01.2020
Verfahrensart
Offener Wettbewerb
Teilnehmer
Architekten
Beteiligung
36 Arbeiten
Auslober
Preisgerichtssitzung
01.06.1974
Fertigstellung
06/1992

Juni 1992 – Fertigstellung des Projektes

Behnisch & Partner, Stuttgart
Günter Behnisch · Winfried Büxel
Manfred Sabatke · Erhard Tränkner
Projektarchitekt: Gerald Staib

Kommentar der Architekten
Das ist eine lange Geschichte. Sie begann zu einer Zeit, als im Bereich der Politik das Provisorium „Hauptstadt Bonn“ längerfristig gedacht wurde. Das mag Ende der 60er Jahre gewesen sein, zur Zeit der s.g. neuen Ostpolitik.
Nach längeren Vorbereitungen lief zunächst ein städtebaulicher Wettbewerb, an dem wir teilgenommen, und danach ein Bauwettbewerb (1973) für die Parlamentsbauten. Seinerzeit ging man davon aus, dass in der Rheinaue, südlich des bestehenden Abgeordneten-Hochhauses, ein neuer Gebäudekomplex entstehen sollte. Nach mehreren Wettbewerbs- und Planungsstufen blieben 2 Architekturbüros, Unmengen von Plänen und Modellen (bis zum Modell im M.1:50) und viele Schriftstücke .....

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

1. Stufe 1. Rang
2. Stufe 1. Rang

Behnisch Architekten, Stuttgart
Prof. Günter Behnisch · Fritz Auer · Winfried Büxel · Manfred Sabatke · Erhard Tränker · Karlheinz Weber
Mitarbeit: Horst Stockburger · Frohmut Kurz · Dieter Hermann · Rüdiger Kramm · Hans Beier · Monika Wintergerst
in Zusammenarbeit mit Prof. Günther Grzimek, München
Landschaftsökologie: Dr. F. Wilhelm Dahmen · Gisela Dahmen, Siegburg
Konstruktion: Dr. Jörg Schlaich · Rudolf Bergermann · Leonhard+Andrä, Stuttgart
Klima: Dr. Otto Heinrich Brandi, Rosenheim
Licht: Prof. Dr. Jürgen Krochmann, Berlin
Bauphysik: Hans W. Bobran, Nürtingen
Verkehr: Ralf Dieter, Stuttgart

1. Stufe 1. Rang
2. Stufe 1. Rang

Wilhelm von Wolff · Friederike von Wolff Eugen Schneble, Konstanz

1. Stufe 1. Rang
2. Stufe 2. Rang

ap plan mory · osterwalder · vielmo architekten- und ingenieurges. mbh, Stuttgart
Mitarbeit: Harke Feddersen · Bozidar Bajt } Gabriele Remppis · John Waldron

1. Stufe 1. Rang
2. Stufe 2. Rang

Herr Dipl.-Ing. Hans-Dieter Hecker, Freiburg
Hans Dieter Hecker · Fred Wolff · Dieter Poppe
Mitarbeit: Eberhard Kampmann · Arno Exner · Helfried Dietkron · Jorge Bennewitz · Jürgen Schurt

1. Stufe 2. Rang

Eike Rollenhagen · Gerd Lindemann Günetr Grossmann, Braunschweig
Mitarbeit: M. Hakala-Wiechers · W. Geipel · I. Rollenhagen · K. Gollnick

1. Stufe 2. Rang

Rudolf Spellenberg · Axel Spellenberg Bernd Spellenberg, Stuttgart
Mitarbeit: Angelika Leix } Keiichi Irie · Peter Sauter

1. Stufe 3. Rang

Denninger & Jann, Bonn
mit Dietmar Klose
Mitarbeit: Herbert Mylenbusch · Jürgen Heinen · Günther Grobe · Rainer Schlauwitz · Nils Lauersen · Gabi Dünker
Techn. Beratung: K. Peschuel-Loesche, Köln

1. Stufe 3. Rang

Prof. Ostertag + Partner, Leonberg
Mitarbeit: Osthus · Jakob · Hoppe · Claussen · Kalmbach · Thiel und Fiedler · Frenkel · Hagenlocher · Rösslein · Stanger · Jäger · Weiner · Holderer · Hoffner

1. Stufe 3. Rang

Novotny · Mähner & Assoziierte GmbH, Offenbach
Jochen Buschmann · Klaus Lindenmeyer · Helmut Mettin · Bernd Raff · Volkhard Weber

1. Stufe 3. Rang

Architekturbüro Paul Böhm, Köln
mit Wagner · Kircher · Kokula · Frings · Burk · Hoffmann
Mitarbeit: Kaintoch · Kilian · Hranko Vicova

1. Stufe 3. Rang

AAT, Berlin/Hamburg
und Borchardt, Berlin
Bearbeiter: Wiehe · Borchardt · Brandner · Dörken
Mitarbeit: Harald Wegener · Hannes Wiens

1. Stufe 3. Rang

Rolf Richard Thies, Hamburg
Mitarbeit: Dr. Wolfgang Sonnenfeld · Andrej Sikorski

1. Stufe 3. Rang

Weber · Brand & Partner, Aachen
Stefan Gerstenberg · Rolf Grigoleit · Jürgen Kunz · Peter Schuck · Paul Tröger · Wolfgang Weber } Jürgen Wucherpfennig

1. Stufe 3. Rang

Dietrich von Beulwitz · Josef Bonn · Thomas Heiß · Rudolf Weichenmayr, Berlin
Mitarbeit: Gianfranco Moltedo · Brigitte Steinkilberg · Martin Riches

1. Stufe 3. Rang

Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Stuttgart
Prof. E. Heinle · R. Wischer
Mitarbeit: Schoeppe · Thyroff · v. Beckerath · Böhmler · Leberecht · Schmitz · Wandel · Wellmann · Surina · Hägele · Lauterbach · Metzger
Verfahrensart
offener Wettbewerb, Zulassungsbereich BRD und West-Berlin

Wettbewerbsaufgabe
Im Wettbewerbsgebiet werden wesentliche Funktionen der Gesamtstadt Bonn als politisches Zentrum der Bundesrepublik Deutschland zusammengefasst: Bundestag, Bundesrat, 2 Ministerien, 2 weitere Ministerien als Reservefläche.
Die Funktionen sonstiger Bundesfolgeeinrichtungen und sonstiger tertiärer Einrichtungen werden von den angrenzenden Gebieten aufgenommen. Mit komplementären Einrichtungen sollen Aktivitätsbereiche geschaffen werden, die den Parlaments- und Regierungsbereich vielfältiger gestalten. Jedoch soll kein neues Zentrum entstehen, das Funktionen übernimmt, die mit denen der Zentren Alt-Bonn, Bad Godesberg und Beuel konkurrieren (Marktfunktionen).
Zusammen mit den Abgeordneten- und Dienstwohnungen für den Ministerienbereich soll ein abgewogener Baukomplex geplant werden, der bei möglicher innerer Verflechtung die Bereiche verschiedener Funktionen deutlich voneinander abhebt: Legislative (Bundestag und Bundesrat); komplementäre Verflechtungszone mit Wohnen; Exekutive (Ministerien).
Bundestag und Bundesrat sollen ihren Standort in der Zone zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Rhein erhalten. Hierbei ist es wesentlicher, dass das heutige Abgeordnetenhochhaus an der Herrmann-Ehlers-Straße baulich eingebunden wird. Ein Heranrücken mit hervorgehobenen Bauteilen (z.B. Plenarbereich) bis an das Rheinufer ist zulässig. Der wertvolle Baumbestand ist dabei nach Möglichkeit zu schonen. Die Bauten von Bundestag und Bundesrat sollen sich von der Baugruppe der Ministerien optisch klar abheben und durch eine Zone mit komlementären Einrichtungen (Verflechtungszone) verbunden werden. Der Beueler Brückenkopf soll für den Standort weiterer Ministerien zumindest im Uferbereich bestimmt werden. Im Anschluss an die Verflechtungszone soll nach Süden eine Ministeriengruppe mir rd. 4.500 Beschäftigten entstehen. Ein erster Abschnitt mit 2.000 Beschäftigten (ein mittleres Ministerium mit 1.400 und ein kleineres mit 600 Beschäftigten) soll mitgeplant werden.

Programmänderung für die 2. Stufe:
Aufgrund der Preisgerichtsempfehlung der 1. Stufe wurde das Planungsprogramm in verschiedenen Bereichen geändert. Die 4.500 Arbeitsplätze umfassende Baumasse der Ministerien entfällt in der ursprünglich vorgesehenen Größe. Für eine verkleinerte Ministeriengruppe wird eine Fläche nördlich der Brückenzufahrt an der Mittelstraße reserviert. Es muss davon ausgegangen werden , dass aus dem Bereich der ehemaligen Verflechtungszone folgende Einrichtungen erhalten bleiben: Café (mit zentraler Küche verbunden); Kindertagesstätte für Bundestag und Bundesrat in Verbindung mit dem Rheinauepark; Gebäude für den WDR. Für die Parlamentarisch Gesellschaft ist im Bereich des Rheinaueparks ein neues Gebäude vorzusehen. Um die fußläufige Verbindung zwischen dem Parlament und der Stadtbahnhaltestelle an der Adenauerallee/Heusallee zu aktivieren, wird als Standort für die Läden die Heussallee und als Schwerpunkt der Bereich Ecke Kurt-Schumacher-Straße/Hermann-Ehlers-Straße empfohlen. Folgende Einrichtungen entfallen: Hotel; eine Kindertagesstätte; Einkaufsmöglichkeiten am Standort der Verflechtungszone.
Nach vergleichender Betrachtung der vorgelegten Arbeiten der 1. Stufe werden folgende Empfehlungen gegeben:
- Alle Bereiche des Bundestages und des Bundesrates sollten jeweils zu einem insgesamt signifikanten Bauwerk zusammengefasst werden. wobei jedoch die Plenarbereiche, vornehmlich im Bereich des Bundestages, baukörperlich gesondert und hervorgehoben dargestellt werden solten.
- Dabei liegt die Lösung des Problems darin, ein angemessenes Verhältnis der wichtigen Handlungsorte zu der quantitativ stark überwiegenden Masse des Fraktionsbereiches herzustellen.
- Der Standortauswahl unter Berücksichtigung der landschaftlichen Situation kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu.
- Es sollte aber vermieden werden, wesentliche Inhalte mittels applizierter gestalterischer Attribute kenntlich zu machen.

Fachpreisrichter
Prof. Dipl.-Ing. Spengelin, Hannover (Vors.)
Dipl.-Ing. von Altenstadt, Leverkusen
Dipl.-Ing. von Busse, München
Prof. Dipl.-Ing. Deilmann, Dortmund
Dipl.-Ing. von Gerken, Hamburg
Prof. Dr. Ing. Grötzebach, Berlin
Prof. Dipl.-Ing. Guther, Darmstadt
Dipl.-Ing. Legge, Bonn
Prof. Dr. Ing. Lehmbruck, Braunschweig
Dipl.-Ing. Leuschner, Präsident, Bonn
Dr.-Ing. Oltmanns, Ministerialdirektor, Bonn
Dipl.-Ing. Schell, Wiesbaden
Reg.-Baumeister von Seidlein, München

Preisgerichtsempfehlung 2. Stufe
Die Verfasser*innen der in der 2. Stufe mit dem 1. Rang ausgezeichneten Entwürfe, sollten mit einer Überarbeitung beauftragt werden, mit dem Ziel, die in der Besprechung aufgeführten Mängel zu beseitigen. Die Ergebnisse der Überarbeitung sollten durch dasselbe Gremium noch einmal beurteilt werden. Es wird ferner empfohlen, die Entwurfsverfasser*innen zu veranlassen, bei einer Überarbeitung die Möglichkeit einer abschnittsweisen Herstellung der Baumaßnahme nachzuweisen.


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