Wettbewerbs-Ausschreibung
- wa-ID
- wa-2040902
- Tag der Veröffentlichung
- 13.02.2026
- Abgabetermin
- 04.09.2026 12:00
- Preisgerichtssitzung
- 07.10.2026
- Verfahrensart
- Award
- Fachbereich
-
Architektur
Landschaftsgestaltung
Stadtplanung - Teilnehmer
- Student*innen und Absolvent*innen der Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
- Auslober
- Große Kreisstadt Radebeul
Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung 2026
Auslober
Die Große Kreisstadt Radebeul, vertreten durch den Oberbürgermeister, dieser vertreten durch den Ersten Bürgermeister als Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bau, lobt den Wettbewerb aus.
Wettbewerbsaufgabe
Die Stadt Radebeul hat zwei historische Zentren, Radebeul-Ost und Radebeul-West. Die Mitte dazwischen hat mit ihren Kultur- und Sporteinrichtungen zwar gesamtstädtische Bedeutung und ist mit Bahn und Auto sehr gut erreichbar. Sie gibt aber kein Bild einer Mitte ab. Verkehrsanlagen und Brachflächen zerteilen den Stadtraum, es fehlt an öffentlichen Räumen, der Rad- und Fußverkehr stößt auf Barrieren. Hier soll eine sportlich-kulturelle und grüne Mitte für Alle entstehen. Durch neue Verbindungen soll ein Raum erschlossen werden, der mit einer starken sozialen Infrastruktur sein Potential als Stadtmitte zum ersten Mal entfaltet.
Die Wettbewerbsaufgaben beziehen sich auf drei Vertiefungsbereiche oder „Lupenräume“, die hier kurz vorgestellt werden:
(1) Umgestaltung einer Industriebrache für Sport und Kultur
(2) Öffentlicher Fitness- und Freizeitpark für alle Altersgruppen
(3) Inklusions-Jugendherberge im neuen städtischen Umfeld
Lupenraum 1
Der erste Lupenraum ist eine große Brachfläche, aus der das Laborgebäude von 1985 als Solitär aufragt. Hier soll einmal das „Haus der Kultur und Geschichte“ mit Stadtarchiv und kulturellen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Arbeitsräumen entstehen, ein Kellereigebäude des stadteigenen Weinguts Hoflößnitz, und auf den weiteren Flächen Spielfelder.
Lupenraum 2
Der zweite Lupenraum ist eine zusammenhängende Brachfläche, die aktuell für Speerwurf und Kugelstoßen genutzt und regelmäßig gemäht wird. An den Rändern gibt es einen größeren Baumbestand, im Norden grenzt Wohnbebauung an.
Lupenraum 3
Der dritte Lupenraum besteht überwiegend aus dem Gelände der Jugendherberge. Die Aufgabenstellung für diesen Bereich erfolgt in Kooperation mit dem Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Sachsen e.V.. Zwischen Jugendherberge und S-Bahn- Halt Radebeul-Weintraube soll ein neuer Stadtplatz entstehen, mit Zufahrt auf die angedachte Rad- und Fußwegbrücke über die Weintraubenstraße.
Wettbewerbsart und Teilnahmebedingungen
Der Moritz-Ziller-Preis ist ein offener Ideenwettbewerb. Am Wettbewerb können Studenten und Absolventen der Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung teilnehmen, als Einzelpersonen und Arbeitsgemeinschaften von maximal 4 Personen (mit Angabe einer Ansprechperson). Der für die Teilnahme qualifizierende Studienabschluss darf bei Einreichungsfrist der Unterlagen maximal zwei Jahre zurückliegen.
Termine
Offizieller Starttermin, Bereitstellung der Wettbewerbsunterlagen: 06.04.2026
Anmeldung: ab Veröffentlichung, keine Frist
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: bis 04. September 2026, 12.00 Uhr
Preisgerichtssitzung: 07. Oktober 2026
Fachpreisrichter
Volker Giezek, Geschäftsführender Gesellschafter, CODE UNIQUE Architekten, Dresden
Anja Heckmann, Abteilungsleiterin Stadtplanung Innenstadt, Dresden
Katja Karbstein, Prokuristin, Knerer und Lang Architekten, München/Dresden
Till Rehwaldt, Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden
Annegret Stöcker, Geschäftsführerin, QUERFELDEINS Landschaft Städtebau Architektur, Dresden
Sachpreisrichter
Uwe Brösel, Geschäftsführender Vorstand, Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Sachsen e.V.
Oliver Lange, Amtsleiter Tiefbauamt, Große Kreisstadt Radebeul
Dr. Jörg Müller, Erster Bürgermeister der Großen Kreisstadt Radebeul
Dr. Michael Steinbusch, Stadtentwicklungsamt, Große Kreisstadt Radebeul
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