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Gaus & Knödler Architekten Partnerschaft mbB

WA-Expertenprofil

Gaus & Knödler Architekten Partnerschaft mbB

Gaus & Knödler Architekten Partnerschaft mbB

Nördliche Ringstraße 3
DE 73033 Göppingen

+49 (0)7161 40231-0
+49 (0)7161 40231-99
info@gaus-knoedler.de
http://www.gaus-knoedler.de

Architektur

Die in Göppingen ansässige ATP GmbH koordiniert als Holding eine Unternehmensgruppe im Bereich Automotive mit weltweit rund 5.000 Beschäftigten. ATP erhält ein neues Verwaltungsgebäude für 60 bis 80 Mitarbeiter, das insbesondere eine Arbeitsorganisation der Projektteams nach dem Open-Office-Konzept ermöglicht. Für Heizung und Kühlung ist modernste Gebäudetechnik vorgesehen: Dazu gehören neben der thermischen Aktivierung des Estrichs eine gasbetriebene Brennstoffzelle sowie eine Solewärmepumpe (Wärmeentzug aus Erdreich über Erdwärmesonden).

Hinsichtlich seiner Funktionalität und Bauästhetik zeigt der dreigeschossige Baukörper klare Bezüge zum klassischen Bauhausstil. Eine offene Raumanmutung auf rund 3.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entsteht durch natürliches Tageslicht und eine umfassende bauliche Transparenz. Außen wird eine Pfosten-Riegelfassade mit Dreifachverglasung zur Ausführung kommen. In Kombination mit einem lichtdurchlässigen Dachabschluss über dem innen liegenden Atrium erschließen freie Treppen die einzelnen Ebenen.

Das Erdgeschoss ist über zwei Gebäudeseiten gegenüber den darüber liegenden Geschossen zurückgesetzt. Die Gründung erfolgt als Flachgründung auf Einzel- und Streifenfundamenten. Der Rohbau wird in Stahlbetonbauweise mit punktgestützten Geschossdecken als Flachdecken erstellt. Im Stützraster ist die gewünschte freie Raumeinteilung möglich. Die Geschosshöhen betragen rund drei Meter. Bei den verwendeten Materialien dominieren Naturtöne und gedeckte Farben (Foto).

Projektdaten

Titel: Verwaltungsgebäude der ATP GmbH in Göppingen

Bauherr: ATP GmbH in Göppingen

Aufgabe: Planung und Bau eines Verwaltungsgebäudes (Leistungsphasen 1 bis 9)

Bauzeit: 12 Monate (geplanter Baubeginn: Frühjahr 2017)

Copyright: Gaus & Knödler Architekten (Visualisierung, Foto und Planauszüge)
Grundlage für die planenden Architekten war zunächst ein von der Schulleitung erarbeitetes pädagogisches Konzept. Nach dem Zuschlag für Gaus & Knödler Architekten wurde in einem zweiten Schritt das finale Raumprogramm in enger Abstimmung mit Gemeinderat und Verwaltung entwickelt. Dies schloss auch den Brandschutz mit ein, der beim Bestandsgebäude nicht mehr auf dem neuesten Stand war.

Sämtliche bauliche Veränderungen und Modernisierungsmaßnahmen im Bestandsgebäude zielen darauf ab, offene Lernumgebungen insbesondere für die interaktive Arbeit in Kleingruppen zu schaffen. So wird etwa im Bereich Naturwissenschaften die bisherige Frontalpräsentation ersetzt: Künftig erfolgt die Wissensvermittlung praxisnah an sieben Labortischen, die jeweils für maximal vier Schüler ausgestattet sind.

Im Bestandsgebäude wurden außerdem Flächen und Erschließung von Aula, Lehrküche und Mensa überarbeitet. Die Optimierung von Flächen, Zuschnitten und Mobiliar ist auch konsequent in den Räumlichkeiten für Verwaltung und Schulleitung einschließlich Lehrerzimmer und Bibliothek umgesetzt. Neu gestaltete Aufenthaltszonen werten diese Bereiche auf und verbessern die Nutzungsqualität insgesamt.

Der zweigeschossige Anbau wurde als Massivbau konzipiert und hat eine Gesamtnutzfläche von rund 365 Quadratmetern. Das Flachdach ist bereits für Installation und Betrieb einer PV-Anlage ausgelegt. Der Übergang zwischen Bestandsgebäude und Anbau wurde als verglaster Zwischenbau mit innenliegender Treppenanlage gestaltet. Die offene Architektur des Anbaus ermöglicht zudem eine modulare Erweiterung des Gebäudes ohne weitreichende Eingriffe in die Bausubstanz.

Projektdaten

Titel: Gemeinschaftsschule Lonetal in AmstettenBauherr: Gemeinde Amstetten

Aufgabe: Sanierung einschließlich Brandschutz und Umgestaltung des Bestandsgebäudes sowie Planung und Umsetzung eines Erweiterungsbaus nach Maßgabe der konzeptionellen Vorgaben für Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg

Verfahren: Direktbeauftragung von drei Planungsbüros zur Entwicklung eines Konzepts zur Sanierung und Erweiterung des Gebäudekomplexes (Wettbewerbssieger: Gaus & Knödler Architekten) mit nachfolgender Beauftragung zur Umsetzung

Auftragsvolumen: 5,3 Millionen Euro (davon: 2,0 Millionen Euro Brandschutzsanierung)

Fertigstellung: Voraussichtlich Frühjahr 2019

Besonderheiten: Offenes und modulares Konzept, das bei Bedarf weitere bauliche Umgestaltungen und Erweiterungen ermöglicht

Copyright: Gaus & Knödler Architekten (Visualisierung, Pläne, Foto Bestand vor Sanierung)
Wie in Böblingen werden am Standort Spangdahlem zwei Schulen für Kinder von U.S.-Militärangehörigen gebaut. Wichtigster Unterschied: In Spangdahlem erfolgt die Unterbringung beider Schulen in einem Gebäudekomplex. Die Räumlichkeiten bieten Platz für insgesamt 625 Schüler sowie rund 90 Mitarbeiter. Eine funktionale Gliederung wird innen wie außen deutlich erkennbar sein – wichtig sowohl für die Identifikation der Schüler mit „ihren" Bereichen als auch für die Orientierung insgesamt.

Eine besondere Herausforderung ist die Transformation des anspruchsvollen pädagogischen Konzepts („21th Century School") in Architektur und Gebäudetechnik. Dazu gehört unter anderem, dass Räume durch Lehrer und Schüler schnell und flexibel umgestaltet werden können. Technische Innovationen, insbesondere in den Bereich Medien und IT, dürfen nicht mehr dazu führen, dass größere Umbaumaßnahmen erforderlich werden.

Zentrale Bausteine des „21th Century School"-Konzepts sind die Ermöglichung und Etablierung von Lerngemeinschaften, das Angebot von Orten zum Verweilen und für gemeinsame Aktivitäten sowie ein Ressourcenzentrum mit Medien- und Informationsangeboten. Der Architektur wächst die integrative Aufgabe zu, diese Elemente räumlich und funktional zu verbinden.

Projektdaten

Titel: Middle School and High School in Spangdahlem

Bauherr: Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung in Trier, im Auftrag des U.S. Department of Defence

Aufgabe: Entwurf und Neubau eines gemeinsamen Gebäudekomplexes für zwei Schulen einschließlich Sporthallen, Außenanlagen, Sportplätzen und Zufahrten für insgesamt 625 Schüler sowie 90 Mitarbeiter (HOAI-Leistungsphasen 2 bis 8)

Verfahren: Internationales Auswahlverfahren 2011/2012 in Stufen sowie Auftragsvergabe in Anlehnung an die VOF

Beteiligte Unternehmen: Aldinger Architekten Planungsgesellschaft mbH Stuttgart (HOAI-Leistungsphasen 2 bis 5) und Gaus & Knödler Architekten Partnerschaft (HOAI-Leistungsphasen 6 bis 8) unter dem Dach der Team Gaus & Aldinger Generalplaner und Architekten GmbH Stuttgart; Vorentwürfe: SchenkelShultz Architecture Orlando, USA

Auftragsvolumen: 57 Millionen EuroBauvolumen: 24.000 Quadratmeter Brutto-Geschossfläche bei 123.000 Kubikmetern Brutto-Rauminhalt

Geplante Bauzeit: 2017 bis 2019

Besonderheiten: Energetische Zertifizierung nach LEED Silver (Leadership in Energy and Environmental Design) des U.S. Green Building Council sowie Umsetzung der „Education Facilities Specifications for 21th Century Schools" der Department of Defense Education Activity (DoDEA)

Copyright: Aldinger Architekten Stuttgart (Visualisierung)
Die Göppinger Kreissparkasse erwarb die Mehrzahl der Gebäude des ZUM-Areals und gründete für die weitere Entwicklung eine eigene Projektgesellschaft. Insgesamt sechs Architekturbüros erhielten den Auftrag, im Rahmen einer Planungskonkurrenz für einen Gebäudekomplex mit vier Geschossebenen eine bauliche Lösung zu finden. Dabei soll künftig sowohl Wohnen in den oberen Geschossen als auch eine gewerbliche Nutzung für Handel und Büros im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss möglich sein.

Des Weiteren waren städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen: Vom Göppinger Hauptbahnhof aus erschließt die untere Marktstraße die lokale Innenstadt fußläufig. Gaus & Knödler Architekten interpretierten diese prominente städtebauliche Lage als „modernes Stadttor". Bei diesem konzeptionellen Ansatz wächst den anliegenden Gebäuden ebenfalls eine entsprechende Funktion zu.

Im G&K-Entwurf wird diese Stellung im Stadtbild durch einen zusammenhängenden Baukörper dargestellt, der mit signifikanten Sonderlösungen die Ecksituationen betont. Eine besondere Anordnung der Öffnungen stärkt zudem den Baukörper als Ganzen und bildet subtil einen Sockel für Einzelhandelsflächen aus. Das Gebäude ist dennoch kein Solitär an diesem Ort, vielmehr wird die typische giebelseitige Bebauung durch eine abstrahierte und multiplizierte Form in der Geometrie von Giebeldächern übernommen und durch eine moderne Sprache interpretiert.

Die Jury ging in ihrem Begründung für den 2. Preis an Gaus & Knödler Architekten besonders auf den Verzicht einer Gliederung des Gebäudes zugunsten einer stimmigen Gesamtlösung ein: Das Gebäude zeige sich selbstbewusst in einer unorthodoxen Architektursprache. Die Arbeit stelle insgesamt aufgrund ihrer Interpretation des klassischen Göppinger Giebelhauses eine völlig eigenständige Lösung dar.

Eindeutig ablesbar sei, so die Jury, im Erdgeschoss die Handelszone. „Die angedeuteten Gliederungen im Bereich der Erdgeschosszone und im Dachbereich werden in der Mittelzone des Gebäudes aufgelöst und lassen den Baukörper wieder zu einem Baukörper verschmelzen." Die Qualität der ausgewiesenen Wohnungen sei als sehr hoch einzustufen, jede Wohnung werde „von zwei Seiten optimal belichtet".

Projektdaten

Titel: „Zentrum Untere Marktstraße" in Göppingen

Auslober: ZUM GmbH & Co. KG

Aufgabe: Städtebauliches Konzept zur künftigen Nutzung des Areals „Zentrum Untere Marktstraße" beim Göppinger Hauptbahnhof

Verfahren: Planungskonkurrenz mit sechs ausgewählten Teilnehmern (1. Rang: harris + kurrle architekten bda Stuttgart, 2. Rang: Gaus & Knödler Architekten)

Copyright: Gaus & Knödler Architekten (Visualisierung, Pläne und Modellfotos)
Seit seiner Gründung im Jahr 1859 archiviert Märklin Referenzmodelle einschließlich Prototypen und Handmuster, aber auch Dokumente, Zeichnungen und Werbematerialien. Die aktuell rund 7.000 Objekte und künftigen Neuzugänge benötigen adäquate Präsentationsmöglichkeiten. Das bisherige Märklin-Museum in Göppingen an der Reutlinger Straße entspricht jedoch räumlich und konzeptionell nicht mehr den Ansprüchen des Weltunternehmens.

Die beiden klar umrissenen Ziele der Unternehmensleitung: Erstens die Integration der historischen Sammlungen am Märklin-Stammsitz an der Stuttgarter Straße in Göppingen. Zweitens die Weiterentwicklung des Museumskonzepts, das die historische Sammlung um weitere Elemente wie Seminarräume und Gastronomie ergänzt.

Die besondere Herausforderung besteht in der Vorgabe, das Museum in einem ehemaligen Fabrikgebäude einzurichten. Neben der Raumgestaltung auf rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche war auch die äußere Zugänglichkeit und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum strategisch einzubeziehen. Dies schließt die Erreichbarkeit an der Peripherie der Göppinger Innenstadt mit ein.

Für ein künftiges „MÄRKLINeum" schlagen Gaus & Knödler Architekten und MVRDV nun konkret vor, das Bestandsgebäude durch einen vorgelagerten Anbau in Form eines barrierefrei begehbaren Schaudepots zu ergänzen. Bei einem Schaudepot entfällt die in Museen meist übliche Trennung der Funktionsbereiche Sammlungsarchiv und Ausstellung. Bevor Besucher den eigentlichen Zugang über die oberste Ausstellungsebene erreichen, erhalten sie bereits großzügige und anregende Einblicke in den Museumsbestand.

Für die Ausstellung innerhalb des Gebäudes sehen Gaus & Knödler Architekten und MVRDV eine modulare und flexible Raumgestaltung zur Präsentation der Exponate vor. Ergänzt wird das Konzept durch ein Restaurant im Dachgeschoss über den drei Ausstellungsebenen sowie im Erdgeschoss und Souterrain durch einen Museumsshop.

Projektdaten

Titel: Märklin-Museum in Göppingen

Aufgabe: Standortanalyse und Machbarkeitsstudie zur Einrichtung des neuen Firmenmuseums in einem Bestandsgebäude am Stammsitz des Unternehmens

Beteiligte Unternehmen: Gemeinsame Studie von Gaus & Knödler Architekten mit MVRDV Rotterdam

Veröffentlichung: 2016

Besonderheiten: Das Museum soll in einem ehemaligen Fabrikgebäude mit rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche untergebracht werden. Im Rahmen der Studie waren auch die Aspekte Stadtmarketing, städtebauliche Einbindung sowie verkehrliche Erschließung zu untersuchen.

Copyright: Gaus & Knödler Architekten und MVRDV (Visualisierungen)
„Golfen unter Freunden" – oberhalb des Remstals lockt der großzügige 27-Loch-Kurs auf dem „Hetzenhof" jedes Jahr zahlreiche Gäste an. Für sie und die rund 1.100 Clubmitglieder waren die Räume des seit 1995 baulich kaum veränderten Clubhauses neu zu gestalten. Zu Beginn der Saison Mitte März 2016 mussten die Räume neu möbliert und nutzbar sein.

Bei einer Informationsveranstaltung Ende Oktober 2015 kamen von Mitgliederseite zahlreiche Anregungen, die auch in die Planungen eingingen. Das auf dieser Basis erarbeitete Konzept sieht eine Verlegung der Bar vor. Die bisherige Raumteilung durch die Theke fällt weg, wodurch eine neue Offenheit entsteht. Besondere bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik wie abgehängte Decken im Barbereich isolieren Nebengeräusche. Der neue Kamin ist besonders in der kühleren Jahreszeit ein Magnet zum Verweilen.

Zusätzliche Fenster und ein neues Beleuchtungskonzept definieren durch unterschiedliche Lichtstärken einzelne Bereiche. Im Hauptraum entlang der Glasfassade präsentieren sich für Anlass und Gruppengröße passende Sitzqualitäten und Möbel. Sitzbänke mit hoher Bespannung an der Rückwand des Clubraums bieten besonderen Komfort.

Bei der Möblierung und Materialwahl waren Natürlichkeit und regionale Bezugsquellen entscheidend. Zu den verwendeten Materialien gehören Eichenholz als Bodenbelag sowie Leder für die Sitzpolster. Bei Farben und Stoffen werden Bezüge zum ländlichen Ambiente durch warme und gedeckte Töne hergestellt. Quadratmuster der Stoffbezüge zitieren Schottland als Wiege des modernen Golfsports.

Projektdaten

Titel: Clubhaus des Golfclubs Hetzenhof in Lorch

Bauherr: Golfclub Hetzenhof e.V.

Aufgabe: Sanierung und Neugestaltung des Clubhauses einschließlich Beleuchtung und Möblierung

Beteiligte Unternehmen: Sattler GmbH Göppingen (Beleuchtung)

Bauzeit und Fertigstellung: Dezember 2015 bis März 2016

Copyright: Friedemann Rieker (Fotografie)
Bei diesem Wohnhaus mit zwei Ebenen ist das Basement gewissermaßen im Hang eingegraben. Auf dieser unteren Ebene findet sich eine große Doppelgarage mit zusätzlichem Abstellraum für die Fahrräder. Eine Schleuse bietet Zugang zu den weiteren Bereichen. Dazu gehören mehrere Räume zur Nutzung als Büro, Gästezimmer, Fitnessbereich, Werkstatt oder Lager. Auch die Heizungsanlage und Gebäudetechnik sind auf dieser Ebene untergebracht.

Eine Treppe führt in die obere Ebene. Der Grundriss in L-Form ermöglicht eine funktionale Trennung, wobei ein Flur beide Achsen erschließt. Die Achse zur Straße hin beherbergt die Schlafräume für Eltern und Kinder sowie Bad- und Sanitärbereiche. Die zweite Achse umfasst im Wesentlichen die offenen und großzügig gestalteten Wohn- und Essräume einschließlich Küche.

Der durch beide Achsen verlaufende Flur eröffnet durch bodentiefe Fenster Sichtverbindungen zwischen beiden Achsen sowie in den innen liegenden Garten. Damit ist auch ein direkter Bezug zur umgebenden Landschaft hergestellt. Ein geschwungenes Dach in Sichelform überspannt Terrasse und gebäudenahe Bereiche.

Projektdaten

Titel: Wohnhaus K1 in Rechberghausen

Bauherr: Privat

Aufgabe: Planung und Neubau eines Einfamilienhauses auf zwei Ebenen

Fertigstellung: Herbst 2016

Besonderheiten: Das Haus besitzt keine Unterkellerung. Die komplette Nutzfläche erstreckt sich ausschließlich auf zwei Ebenen.

Copyright: Friedemann Rieker (Fotografie) und Gaus & Knödler Architekten (Visualisierung)
Unterstützend zu den versetzen Baukörpern, kommt eine differenzierte Fassadengestaltung zur Wirkung. Während jeweils ein Gebäudeteil mit heller Putzfassade gestaltet ist, bildet der angebundene Baukörper in dunkler Anmutung ein vergleichbares Pendant. Durch Terrassen, stehende Fensterformate und Balkone erhält die in ihrer Grundstruktur strenge Fassade eine spielerische Leichtigkeit und Individualität.

Jede Ebene beinhaltet drei bis vier Wohnungen, wobei alle Wohneinheiten mindestens von zwei Seiten natürlich belichtet werden. Die Wohnungen verfügen über großzügige und zusammenhängende Wohn-, Ess- und Kochbereiche.

Alle Einheiten haben private Loggien. Grundsätzlich sind alle Wohnungen mindestens zu zwei, größtenteils zu drei Seiten orientiert. Dadurch können Wohnsituationen entstehen, bei denen Bäder und Küchen natürlich belichtet und belüftet werden.

Die Erschließung erfolgt über eine Nebenstraße parallel zum Wohngebiet mit oberirdischen Stellplätzen und Zufahrten zu Tiefgaragen einschließlich Fahrradkellern. Fußläufig sind die Gebäude barrierefrei erreichbar, in Kombination mit unterschiedlichen Wohnungstypen wird intergeneratives Wohnen ermöglicht.

Projektdaten

Titel: Gebäudeensemble „Bahnpark" in Bad Boll Haus A bis C

Bauherr: Kreisbaugesellschaft mbH Filstal Göppingen

Aufgabe: Planung und Bau von drei mehrgeschossigen Wohngebäuden in zwei Bauabschnitten einschließlich Quartiergestaltung und Erschließung (Haus D als viertes Gebäude im Bauabschnitt 3 für überwiegend gewerbliche Nutzung optioniert)

Fertigstellung: Bauabschnitt 1 (Haus A und B): April 2015, Bauabschnitt 2 (Haus C): Juni 2016

Bauvolumen: Zwei Gebäude mit jeweils zehn Wohneinheiten, ein Gebäude mit elf Wohneinheiten, 2,5- bis 5,5-Zimmerwohnungen (60 bis 180 Quadratmeter), Parterr- und Geschosswohnungen mit Terrassen bzw. Loggien sowie Penthouse-Wohnungen mit Dachterrassen

Besonderheiten: Konstruktion mit Wohnungsdecken und -trennwänden aus Stahlbeton, alle Gebäude im „Effizienzhaus plus"-Standard (Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlage)

Copyright: Friedemann Rieker (Fotografie)
Es entsteht ein Quartier, das sich mit maßvollem Ausdruck in das Ortsbild eingliedert und dabei auch mit einer eigenen Identität besticht. Die Topografie der Hanglage eröffnet eine variantenreiche Nutzung mit verschiedenen Wohnebenen, Raumhöhen und flexiblen Grundrissen. Hell verputze Wandflächen, einfache, klare Details sowie ein zurückhaltendes Farb- und Materialkonzept bestimmen eine markante und zeitgemäße Architektur, die auch bei abschnittsweiser Umsetzung zu keinen Brüchen führt.

Die städtebauliche Struktur und baukörperliche Ordnung der neuen Bebauung leitet sich ab aus dem Verlauf der Hangstraße, der Topografie und den umgebenden Strukturen der Nachbarschaft. Die Höhe der Aidenbergsteige bleibt unbebaut und erhält ihr Panorama auf Weissach. Von dort werden neue und direkte Treppenwege entstehen, innere Werte wie der Quartiershof mit Spielbereich können so mit dem öffentlichen Interesse einer Wegelinie ins Tal vereint werden.

Das Energiekonzept kombiniert Blockheizkraftwerk (Biogas) und Luftwärmepumpe. Die entstehende Wärme wird zur Trinkwassererwärmung der einzelnen Häuser verwendet. Die Wärmepumpe ermöglicht das Heizen im Winter und das Kühlen im Sommer. Zur Unterstützung des Systems wird auf den Dachflächen eine Photovoltaikanlage installiert.

Projektdaten

Projekttitel: „Aidenbergquartier" in Weissach

Auslober: Gemeinde Weissach

Aufgabe: Architektonische Lösungen für das Wohnquartier und seine Teilbereiche einschließlich Vorplanung zum Neubau von barrierefreien Wohnungen für alle Generationen

Verfahren: Planungsgutachten 2015 (Wettbewerbssieger: Gaus & Knödler Architekten)

Besonderheiten: Kooperative Bewerbung mit der Paulus Wohnbau GmbH Pleidelsheim als Investor

Copyright: Gaus & Knödler Architekten (Pläne, Modelle und Visualisierungen)
Die Wohnbau GmbH Göppingen beauftragte mehrere Planungsbüros, sich grundlegende Gedanken zur Entwicklung der Göppinger Südstadt zu machen. Konkrete Aufgabenstellung war die Modernisierung von rund 160 Wohneinheiten zu einem modernen und ökologischen Wohnquartier im bestehenden innerstädtischen Kontext. Das Planungsgutachten von Gaus & Knödler Architekten gehörte bei diesem Wettbewerb zu den Gewinnerbeiträgen.

In der Folge wurden Gaus & Knödler Architekten mit der Neugestaltung von zwei bestehenden Riegelbauten beauftragt. Eine besondere Herausforderung war der Schallschutz bei einem direkt an einer großen Durchgangsstraße gelegenen Gebäude. Gaus & Knödler Architekten entschieden sich zur Abschirmung des Verkehrslärms für einen „Laubengang". Dabei handelt sich um einen neu geschaffenen Vorbau, der sowohl die Treppenhäuser als auch den zentralen Fahrstuhl beherbergt. Laubengang und Hauptgebäude sind über Brückenkonstruktionen miteinander verbunden. Diese erschließen die vier Ebenen mit jeweils sechs Wohnungen.

Da die ursprünglich innen liegenden drei Treppenhäuser nun nicht mehr benötigt werden, ergab sich neben dem Lärmschutz ein weiterer Vorteil: In den Wohnungen konnte zusätzliche Fläche für den Bad- und Sanitärbereich geschaffen werden. Die Aufnahmen zeigen das Gebäude vor der baulichen Veränderung (letztes Fotos) sowie danach mit dem „Laubengang" im Vordergrund direkt an der Göppinger Jahnstraße (Fotos 1 bis 7).

Projektdaten

Titel: Wohnquartier Südstadt in Göppingen

Bauherr: Wohnbau GmbH Göppingen

Aufgabe: Erstellung eines städtebaulichen Planungsgutachtens im Rahmen eines Wettbewerbs sowie Komplettsanierung zweier Wohngebäude mit insgesamt 48 Wohnungen

Fertigstellung: Sommer 2015

Besonderheiten: Siegerbeitrag beim vorangegangenen Planungswettbewerb zur Quartiergestaltung

Copyright: Friedemann Rieker (Fotos Slidershow und Details) und Gaus & Knödler Architekten (Planauszug, Altbestand vor Sanierung)
Bei den U.S.-Streitkräften gilt ein ehernes Prinzip: An Standorten im Ausland darf es für die Beschäftigten und ihre Familien keine Abstriche in der Lebensqualität geben. Diese Leitlinie gilt für Sport- und Freizeitaktivitäten ebenso wie für soziale und kulturelle Einrichtungen. Zu letzteren gehören Krankenhäuser, Büchereien, Sportanlagen und eben auch: Schulen.

Gaus & Knödler Architekten hatten sich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zusammen mit dem Stuttgarter Büro Aldinger Architekten sowie dem New Yorker Architekturbüro Swanke Hayden Connell Architects für den Neubau des Schulzentrums beworben. Aus einem mehrstufigen Wettbewerb ging dieses Planungsteam als Sieger hervor. Das im Herbst 2015 eröffnete Schulzentrum in Böblingen besteht aus einer Elementary School und einer High School für bis zu 1.500 Schüler aus der Metropolregion Stuttgart.

Für beide Bildungseinrichtungen wurde jeweils ein als Band gestalteter Komplex mit zwei Ebenen für Schule und Verwaltung gebaut. Die beiden Gebäudeensembles verlaufen parallel in Ost-West-Richtung. Ein Verbindungsgebäude beherbergt die zentrale Küche sowie einen größeren Multipurpose-Room für jede Schule. Separate Sporthallen komplettieren das Raumprogramm. Zur gemeinsamen Nutzung stehen ein „Auditorium" für Theater- und Musikevents sowie großzügige Sportanlagen im Freien bereit. Der Busbahnhof hat Kapazitäten für bis zu 50 Schulbusse.

Projektdaten

Titel: Elementary School and High School Stuttgart in Böblingen

Bauherr: Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Staatliche Hochbauamt in Reutlingen, im Auftrag des U.S. Department of Defence

Aufgabe: Entwurf und Neubau zweier Schulen einschließlich Sporthallen, Veranstaltungsgebäude, Sportplätzen, Außenanlagen, Zufahrten, 250 Parkplätzen und Busbahnhof für bis zu 1.500 Schülerinnen und Schüler (HOAI-Leistungsphasen 2 bis 8)

Verfahren: Internationaler Wettbewerb (Stufenverfahren) und Auftragsvergabe in Anlehnung an VOF

Beteiligte Unternehmen: Aldinger Architekten Planungsgesellschaft mbH Stuttgart und Gaus & Knödler Architekten Partnerschaft unter dem Dach der Team Gaus + Aldinger Generalplaner und Architekten GmbH Stuttgart; Wettbewerbsphase: Hayden Connell Architects New York, USA

Auftragsvolumen: 64 Millionen EuroFertigstellung: 2015

Bauvolumen: 27.500 Quadratmeter Brutto-Grundfläche (22.300 Quadratmeter Netto-Grundfläche) bei 138.000 Kubikmetern Brutto-Rauminhalt

Besonderheiten: Energetische Zertifizierung nach LEED Silver (Leadership in Energy and Environmental Design) des U.S. Green Building Council

Copyright: Roland Halbe (Fotos Titel / Slide-Show), Gaus & Knödler Architekten (Detailfotos), U.S. Army Corps of Engineers (Luftbilder Bauphase)
Beide Unternehmen gehören in ihren speziellen Geschäftsfeldern zu den „Hidden Champions" auf den Weltmärkten: Faun im Bereich der Umwelttechnik, Zoeller mit seinen Kippsystemen für Entsorgungsfahrzeuge. Bei ähnlichen und teilweise überlappenden Kundenstämmen bietet ein gemeinsamer Dienstleistungsstandort in der Metropolregion Stuttgart deutliche Vorteile.

In der Niederlassung werden Vertrieb, Beratung und Service kombiniert. Das Raumprogramm umfasst eine Großwerkstatt mit Krananlage und Waschhalle sowie einen Lagerbereich mit Produkten für Kundendienst und Versand. Der direkt angeschlossene Verwaltungstrakt ermöglicht kurze Wege zu den Büros und Räumen für Kundengespräche. Ein langjähriger Partner von Gaus & Knödler Architekten, das Unternehmen Stahlbau Nägele GmbH aus Eislingen, hat das vorgegebene Metallbaukonzept einschließlich Fassaden überzeugend umgesetzt.

Der Standort der Niederlassung ist übrigens gut gewählt: Gerlingen liegt an einem Verkehrsknotenpunkt, an dem sich zwei Autobahnen und eine Bundesstraße kreuzen. Die zentrale Lage macht es den Kunden einfach, das Servicezentrum zu erreichen.

Projektdaten

Titel: Kundencenter Faun Umwelttechnik und Zoeller-Kipper in Gerlingen

Bauherren: Faun Umwelttechnik GmbH & Co. KG Osterholz-Scharmbeck sowie Zöller-Kipper GmbH Mainz

Aufgabe: Entwurf eines Kundenzentrums, bestehend aus Großwerkstatt, Waschhalle, Lagerräumen und Büros, sowie Qualitätsmanagement in der Bauphase

Fertigstellung: 2015

Copyright: Tobias Fröhner (Fotografie)
Für das Ganztagesangebot einer allgemein bildenden Schule ist eine Schulmensa essenziell. Der gemeinsame Mittagstisch stärkt zudem das Gemeinschaftsgefühl der Schüler und fördert die Identifikation mit ihrer Schule. Insofern bedeutet Mensa weit mehr als nur „Speisesaal". Darüber hinaus eröffnet ein solcher Raum bei einer entsprechenden Ausstattung und konzeptionellen Offenheit weitere Nutzungsoptionen.

Das Referat für Hochbau der Stadt Göppingen konzipierte die Mensa als zweigeschossigen Anbau an das bestehende Schulgebäude. Orientiert an klassischen Vorbildern, ist die Architektur des Gebäudes von schlichter Eleganz und Einfachheit. In Anlehnung an das Schulmotto „Schule im Grünen" eröffnen auf beiden Ebenen jeweils geschosshohe Fenster Sichtbeziehungen auf die parkartig gestalte Umgebung. Diese Transparenz wurde auch innen aufgenommen, indem beispielweise von den Erschließungsfluren und Brücken im Obergeschoss diverse Fenster Einblicke in den Mensabereich ermöglichen.

Im Erdgeschoss betreten die Schüler die Mensa direkt vom Erschließungsflur aus. Bedingt durch die offenen Treppen ins Obergeschoss, erfolgt auf der zweiten Ebene der Übergang über drei Brücken. Dort befinden sich Räume unter anderem für Bildende Kunst und Projekte sowie Lese- und Stillarbeit. Im Erdgeschoss sind neben der Küche der große Gemeinschaftsraum für die Schulspeisung sowie der angrenzende neue Musiksaal untergebracht. Für Veranstaltungen kann die mobile Wand zum Musiksaal entfernt werden.

Projektdaten

Titel: Mensa der Hermann-Hesse-Realschule in Göppingen (Hinweis: Die Mensa wird gemeinsam mit der Bodenfeld-Grundschule genutzt. Grundschule und Realschule bilden ein Gebäudeensemble.)

Bauherr: Stadt Göppingen

Aufgabe: Neubau einer Schulmensa und Sanierung des Bestandsgebäudes der Hermann-Hesse-Realschule (HOAI-Leistungsphasen 5 bis 9)

Verfahren: Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 1 bis 4) durch das Referat Hochbau der Stadt Göppingen, Werkplanung und Objektüberwachung (Leistungsphasen 5 bis 9) durch Gaus & Knödler Architekten

Auftragsvolumen: 3,875 Millionen Euro (Gesamtprojekt Rückbau Pavillon, Neubau Schulmensa und Sanierung Bestandsgebäude Realschule)

Fertigstellung: Mensa: September 2015, Brandschutzsanierung Bestandsgebäude: Herbst 2016

Bauvolumen: Beide Ebenen des Anbaus insgesamt ca. 500 Quadratmeter, großer Veranstaltungsraum (Mensa plus Musiksaal) im Erdgeschoss ca. 300 Quadratmeter

Besonderheiten: Fußbodenheizung sowie kontrollierte Be- und Entlüftung der Räume, voll ausgestattete Küche zur Speisenzubereitung vor Ort, Audiotechnik für optionale Nutzung der Mensa als Veranstaltungsraum, Brandschutzsanierung und Neubau im laufenden Schulbetrieb

Copyright: Friedemann Rieker (Fotos Neubau) und Gaus & Knödler Architekten (Fotos vor Neubau/Sanierung)
Durch die Nähe zu einem Fließgewässer kam die Frage auf, wie die Wohnbereiche bei einer etwaigen Überflutung geschützt werden können. Ein weitere Vorgabe bestand in der optischen Abgrenzung zum Rad- und Fußgängerweg auf der gegenüber liegenden Grundstücksseite.

Gaus & Knödler Architekten schlugen nun eine Modellierung des Geländes vor. Das vormals fast ebene Grundstück wurde in der Umsetzung angefüllt, Gebäudeebene null hernach in den künstlichen Hügel hineingebaut. Zum Fuß- und Fahrradweg am Fuß der Erhebung schufen Gaus & Knödler Architekten eine Bruchkante, deren Höhe direkte Blicke auf das Haus verstellt und so die gewünschte Privatsphäre schafft.

Auf Ebene null mit Hauseingang und Doppelgarage befinden sich Wellnessbereich, Gäste-WC, Gebäudetechnik sowie Abstell- und Kellerräume. Die Ebene plus eins mit Schlafzimmern und kombiniertem Küche-, Ess- und Wohnbereich besitzt raumhohe, großflächige Fenster, die das Gebäude zum leicht abfallenden Garten hin öffnen.

Projektdaten

Titel: Wohnhaus H1 in Hattenhofen

Bauherr: Privat

Aufgabe: Planung und Neubau eines Einfamilienhauses auf zwei Ebenen ohne Unterkellerung

Fertigstellung: 2014

Besonderheiten: Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung einschließlich Betrieb einer Luftwärmepumpe

Copyright: Friedemann Rieker (Fotografie)
Aus dem ehemaligen Bekleidungsgeschäft sollte eine Bar werden: hell, offen, freundlich, modern. Mit den vorhandenen Räumlichkeiten über zwei Ebenen war dieses Konzept nur schwer umsetzbar, zumal die Höhe der Räume die Gestaltungsmöglichkeiten erheblich beschränkte. Der neue Betreiber wollte den zentralen Raum aber möglichst offen gestalten.

Gaus & Knödler Architekten wagten sich an die schwierige Umsetzung: Die Zwischendecke wurde zu großen Teilen entfernt, um einen einzigen hohen Raum für Theke, Auslage und Stehbistro zu schaffen. Gestaltungselemente wie Wandbilder, stilvoll bestückte Regale, Wandbeschriftung und eine hängende Deckenbeleuchtung betonen die Offenheit und Raumhöhe zusätzlich.

Eine zurückhaltend verwendete Schmuckfarbe sowie Weiß- und Anthrazittöne für Wände und Bodenflächen schaffen ein modernes Ambiente. Die Reste der zweiten Ebene im hinteren Bereich bleiben verborgen. Deren verbliebene Fläche wird für Küche, Lagerhaltung und Verwaltung genutzt.

Projektdaten

Titel: GiLO – Coffee • Frozen Yogurt • Bar in Göppingen

Bauherr: Maurizio Mobilia

Aufgabe: Sanierung und Neugestaltung eines ehemaligen Ladengeschäfts zur Umnutzung als Coffee-Bar

Fertigstellung: 2013

Besonderheiten: 120 Sitzplätze im Außenbereich

Copyright: Michael Renner (Fotografie Neugestaltung) und Gaus & Knödler Architekten (Fotografie Altbestand/Bauphase)
Insgesamt wurden drei potenzielle Standorte in Augenschein genommen. Zentrale Kriterien waren die Eignung (Zuschnitt, Untergrund, Topografie) der zur Verfügung stehenden Flächen sowie die Transportlogistik. Im Rahmen der Standortanalysen waren zudem das geltende Bau- und Planungsrecht zu berücksichtigen sowie künftige Umweltauflagen zu antizipieren.

Weitere Vorgaben ergaben sich aus dem Raumprogramm im Rahmen des Konzepts „Wertstoffhof der Zukunft". Die Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen von Gaus & Knödler Architekten waren für die kommunalen Entscheidungsgremien wesentlich zur Festlegung einer langfristigen Entwicklungsstrategie im Bereich Abfallentsorgung.

Projektdaten

Titel: „Depot Süd" des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs (AWS) der Stadt Augsburg

Auftraggeber: Stadt Augsburg

Aufgabe: Untersuchung potenzieller Standorte für eine Betriebsstätte mit Depot (4.000 Quadratmeter), Wertstoffhof (4.000 Quadratmeter) sowie Bau- und Betriebshof (10.000 Quadratmeter)

Fertigstellung: 2012

Besonderheiten: Der umfangreiche Abschlussbericht wurde zusätzlich in einer Entscheidungsmatrix zusammengefasst.

Copyright: Stadt Augsburg (Kartenmaterial) und Gaus & Knödler Architekten (Pläne und Modelle)
Die zentrale Planungsaufgabe bestand darin, ein neues OP-Zentrum in einen bereits bestehenden Gebäudekomplex zu integrieren. Um den eigentlichen Operationssaal waren weitere Räume und Bereiche nach Maßgabe der üblichen Arbeitsabläufe im Klinikalltag zu gruppieren. Dazu gehören unter anderem ein Aufwachraum und Umkleiden für die Patienten, Aufenthalts- und Besprechungsräume mit Küche für die Mitarbeiter, Wartebereiche für Besucher sowie alle sanitären Anlagen.

Neben funktionalen und arbeitsorganisatorischen Belangen mussten in der Detailplanung vor allem medizinische Standards in den Bereichen Hygiene und Krankenhaustechnik beachtet werden. Durch einen eng getakteten Bauzeitenplan und eine verbindliche Kooperation zwischen Auftraggebern, Architekten und den beteiligten Handwerkern konnte das Projekt in vergleichsweise kurzer Zeit fertiggestellt werden.

Projektdaten

Titel: OP-Zentrum der Staufenklinik in Göppingen

Bauherr: Staufenklinik – Praxisklinik für ambulante Operationen und Gemeinschaftspraxis

Aufgabe: Planung und Bau eines Operationszentrums (Operationssaal, Aufwachraum, Wartebereich, Umkleiden, Untersuchungs- und Besprechungszimmer, Büro- und Personalräume mit Küche)

Fertigstellung: 2012

Copyright: Michael Renner (Fotografie)
Bei dem in den Sechzigerjahren entstandenen Schulkomplex wurde seinerzeit ein hochwertiger weißer gebrochener Quarzit als Betonvorsatz verwendet. Dieser ist nach einer umfassenden Betonsanierung nun wieder im ursprünglichen Zustand. Die helle Farbgebung entspricht dem aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Siegerentwurf des Vorgängerbüros Gaus & Unfried.

Im Rahmen der Sanierung wurden neben den Schul- und Verwaltungsräumen auch die schuleigene Sporthalle sowie der Gebäudeteil mit der Hausmeisterwohnung erneuert. Der Brandschutz ist nun auf dem aktuellsten Stand. An den Gebäuden wurden die Fassaden und Dächer saniert. Zudem erhielten die Flachdächer eine extensive Begrünung. Auf den höchsten Dachflächen wurde eine Photovoltaikanlage installiert.

Projektdaten

Titel: Ursenwangschule in Göppingen

Bauherr: Stadt Göppingen

Aufgabe: Umfassende Sanierung des gesamten Gebäudekomplexes in drei Bauabschnitten nach energetischen und gestalterischen Anforderungen

Bauzeit und Fertigstellung: 2008 bis 2011

Besonderheiten: Das genehmigte Budget wurde um rund 20 Prozent unterschritten.

Copyright: Friedemann Rieker (Fotografie)
Letztlich war es sowohl für die Bauherren als auch für die Architekten ein Glücksfall, dass das Grundstück gemeinsam ausgewählt wurde: Die Auftraggeber hatten Sicherheit, ihre Wohnideen auf dem Grundstück verwirklichen zu können, die Architekten wiederum Gewissheit, diese Träume dort auch umsetzen zu können.

In einer intensiven Planungsphase entstand ein exklusives (nicht extravagantes) Wohnhaus auf einer einzigen Ebene – eine Villa im klassischen Sinne, als freistehendes, repräsentatives Einfamilienhaus auf dem Land, ergänzt um eine Gartenfläche. Gebäude und Grundriss reagieren kontextbezogen auf die örtlichen Gegebenheiten. Zur Straße hin geschlossen und reduziert, öffnet sich das Haus zum Garten und zu den angrenzenden Streuobstwiesen.

Betritt man das Haus durch die geschlossen wirkende Fassadenfront, öffnet sich dahinter schon der Blick auf Terrasse, Garten und Natur. Von hier aus erschließt sich dem Besucher der Grundriss. Zwischen zwei Flügeln liegt der Patio, verbindendes Element der beiden Flügel und introvertierter Terrassenbereich.

Im Hauptflügel befinden sich alle wesentlichen Räume. Zu Beginn noch sehr offen und fließend, sind die weiter hinten liegenden Räume abgegrenzt und von Privatsphäre geprägt. Auffallend sind die großflächigen Glasschiebeelemente auf der Südseite, während die Nordfassade sehr reduziert über kleine Fensteröffnungen verfügt. Im anderen Flügel sind der Kinderbereich und die Nebenräume untergebracht. Alle Räume sind barrierefrei.

Das Wohnhaus ist konsequent ökologisch umgesetzt. Holzrahmenbauweise mit Zellulosedämmung, begrüntes Flachdach mit Regenwasserzisterne, Holzfenster und eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung sind die markanten Parameter in der Umsetzung. In der architektonischen Gestaltung war das Bestreben, Überflüssiges zu eliminieren, Materialien sorgfältig auszuwählen und rein funktional einzusetzen. Die Reduktion auf wenige Materialien verleiht dem Baukörper eine angenehme Ruhe und Leichtigkeit.

Projektdaten

Titel: Wohnhaus E1 in Bad Boll

Bauherr: Privat

Aufgabe: Planung und Neubau eines barrierefreien eingeschossigen Einfamilienhauses mit Flachdach

Fertigstellung und Bauzeit: 2011, reine Bauzeit sechs Monate

Besonderheiten: Einsatz einer Wärmpumpe mit Tiefenbohrung zur Erdwärmenutzung. Der Standort befindet sich in einem Mineralwassergebiet. Als Schutzmaßnahme wurden statt der üblichen Bohrung in einhundert Meter Tiefe zwei Bohrungen in jeweils sechzig Meter Tiefe vorgenommen.

Copyright: Friedemann Rieker (Fotografie)
Den kompletten Gebäudekomplex, bestehend auf Verwaltungsgebäuden, Lagerhallen und Transportlogistik, hatte vorher ein anderes Unternehmen belegt. Die vorhandene Raumaufteilung und Gebäudetechnik passten jedoch nicht zu den Arbeitsabläufen des neuen Nutzers TelePart.

Das Unternehmen TelePart, ein international agierender Großhändler für Mobiltelefone, Smartphones und Tablets, beauftragte Gaus & Knödler Architekten mit der Komplettsanierung. Diese umfasste sowohl die Innenräume als auch die Außen- und Fassadengestaltung.

Nach den Baumaßnahmen präsentiert sich ein modern sanierter Verwaltungsbau, der mit dem angrenzenden großen Lagerbereich gekoppelt ist und das „Prinzip der kurzen Wege" verfolgt. Das Unternehmen Stahlbau Nägele GmbH aus Eislingen, bewährter Partner von Gaus & Knödler Architekten, zeichnet für die Außenfassaden verantwortlich.

Projektdaten

Titel: Distribution-Center der TelePart GmbH in Holzmaden

Bauherr: TelePart Discount Distribution GmbH Holzmaden

Aufgabe: Planung und Durchführung der Sanierung eines bestehenden Gebäudekomplexes zur Umnutzung in ein Distributionszentrum

Fertigstellung: 2011

Copyright: Tobias Fröhner (Fotografie)
Der Projektentwickler war mit der künftigen Nutzung eines zu bebauenden Gründstücks in unmittelbarer Nähe des Landesflughafens Stuttgart befasst. Eine Option war die Errichtung eines Hotels für Flugreisende. Gaus & Knödler Architekten wurden beauftragt, den vorgegebenen Standort zu analysieren und hernach einen Vorschlag zur Errichtung eines Hotels zu unterbreiten.

Eine zentrale Vorgabe dabei war der Zimmerpreis pro Übernachtung, an dem sich in der Kalkulation das Investitionsvolumen und damit mittelbar Raumprogramm, Materialwahl und Ausstattung orientierten. Die Machbarkeitsstudie und der daraus abgeleitete Architekturentwurf sahen ein Hotel im Zwei-Sterne-plus-Segment mit insgesamt 220 Betten vor.

In der Gestaltung wurde die durch den Flughafen bedingte Internationalität berücksichtigt. Das Konzept nahm aktuelle Tendenzen zu einfachen, aber anspruchsvollen Designlösungen auf und bündelte diese zu einer zeitgemäßen und ansprechenden Architektur für die Zielgruppe im Zwei-Sterne-plus-Segment.

Projektdaten

Titel: Hotel am Flughafen Stuttgart

Aufgabe: Standortanalyse und Machbarkeitsstudie für den Bau eines Hotels mit 220 Betten in unmittelbarer Nähe des Flughafens Stuttgart

Veröffentlichung: 2010

Besonderheiten: Aus Zielgruppenmarketing und Übernachtungspreis abgeleitetes Investitionsvolumen als Bezugsrahmen für den Architekturentwurf
Im Zentrum der bunten Blumen und Blüten war die Kulturmühle Ausstellungsort und zentrale Anlaufstelle der „Kleinen Gartenschau 2009". Möglich wurde dies durch umfassende Umbauten an dem historischen Gebäudekomplex, die Gaus & Knödler Architekten gemeinsam mit dem Stuttgarter Architekten Thomas Zoller durchgeführt hatten.

Der Fokus lag auf der energetischen Sanierung und Barrierefreiheit: Die Kulturmühle sollte für Menschen aller Altersstufen mit und ohne Behinderung bequem zugänglich sein. Die Kulturmühle ist ein etablierter Ort für Kunst und Kultur und sollte dies auch künftig sein – barrierefrei, energieeffizient und in einer neuen Optik, die Historie und Moderne vereint.

Der Umbau setzt die alte Bausubstanz in Kontrast zu neuen Materialien. Der Innenraum erhielt eine komplette Überarbeitung, kleine Räume in Erdgeschoss wurden zu einem großen Foyer zusammengelegt. Über eine offene Erschließung durch Rampen und Treppen gelangt der Besucher in die oberen Räume. Einblicke auf tiefer liegende Ebenen und in den Dachraum weiten die Eindrücke im Gebäude.

Die neuen Ebenen wurden durch eine filigrane Stahlkonstruktion erstellt. Um das Gebäude barrierefrei zu gestalten, wurde an der Fassadenseite ein Aufzug mit Fluchttreppenhaus angebaut. Zudem dient der Turm als Steg und Anbindung der ehemaligen Scheuer. Diese wurde ebenfalls ausgebaut und fungiert als zusätzlicher Veranstaltungsraum.

Projektdaten

Titel: Kulturmühle in Rechberghausen

Bauherr: Gemeinde Rechberghausen

Aufgabe: Umfassende Sanierung des historischen Gebäudeensembles unter Beachtung der Kriterien Energieeffizienz und Barrierefreiheit

Beteiligte Unternehmen: Zoller Architekten Stuttgart sowie Gaus & Knödler Architekten Göppingen

Auftragsvolumen: 2,0 Millionen Euro

Fertigstellung: 2009

Besonderheiten: Die Kulturmühle war 2009 Ausstellungsort und zentrale Anlaufstelle der „Kleinen Gartenschau". Im zentralen Bereich des Gebäudes wurde die Technik der historischen Mühle erhalten.

Copyright: Christian Mark (Fotografie)
Die Schiller-Realschule am Rande der Göppinger Kernstadt war im Rahmen des Sonderprogramms „Schulsanierung" außen zu sanieren. Bei diesem Schulgebäude handelt es sich um ein Baudenkmal mit stadtbildender Bedeutung (Putz und Natursteinfassade). Gaus & Knödler Architekten führten die aufwendige Sanierung in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt durch.

Die Beauftragung erfolgte nach einem breit angelegten Vergabeverfahren der Stadt Göppingen, die Umsetzung hernach in drei Bauabschnitten in den Jahren 2006, 2007 und 2008. Die Sanierung der Außenhülle beinhaltete die komplette Dachsanierung mit neuer Wärmedämmung, die Instandsetzung von Natursteinarbeiten, Kunststeinsanierung, Fensteraustausch, Flaschnerarbeiten sowie brandschutztechnische Erneuerungen.

Darüber hinaus war es notwendig, die Turnhallendecke – eine abgehängte Flachdecke aus den Fünfzigerjahren – neu aufzubauen. Gaus & Knödler Architekten entschieden sich dafür, die historische Form der „Tonne" wieder aufzugreifen. Durch die Schaffung eines obligatorischen Fluchtweges konnte dort ferner ein großzügiger Veranstaltungsraum, den die Schule bislang vermisst hatte, geschaffen werden.

Mit diesen Maßnahmen gelang es, einen schlichten Funktionsbau aus den Fünfzigerjahren gestalterisch aufzuwerten und dabei zugleich den Duktus des Hauptgebäudes zu respektieren. Den Kostenrahmen hat dies nicht gesprengt: Das zur Verfügung stehende Budget wurde nicht ausgeschöpft.

Projektdaten

Titel: Schiller-Realschule in Göppingen

Bauherr: Stadt Göppingen

Aufgabe: Gebäudesanierung des denkmalgeschützten Schulgebäudes im Außenbereich im Rahmen des Sonderprogramms „Schulsanierung"

Bauzeit und Fertigstellung: Sanierung in drei Bauabschnitten während der Sommerferien der Jahre 2006, 2007 und 2008

Besonderheiten: Sanierung eines historischen Gebäudes unter Beachtung sowohl des Denkmalschutzes als auch moderner Anforderungen an Brandschutz und Technik

Copyright: Michael Renner (Fotografie)
Das gemeinsame Projekt mit dem Architekten Christoph Bijok ging über die Sanierungsmaßnahmen und Anbauten für das bestehende Schulgebäude hinaus. Der prämierte Entwurf von Christoph Bijok umfasste im Weiteren den Neubau des Feuerwehrhauses im Gmünder Stadtteil Rehnenhof-Wetzgau.

Die beiden aneinander grenzenden Gebäudekomplexe sind als Passivhäuser konzipiert. Holz ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Architektur. Der nachwachsende Baustoff findet unter anderem in den Bereichen Tragwerk, Fassade, Boden sowie der gesamten Inneneinrichtung Verwendung.

Die Sanierungsarbeiten im Inneren der Schule umfassten die Toilettenanlagen, Einbau eines Aufzuges und einer Fluchttreppe. Zudem wurde eine neue Raumaufteilung durch Optimierung der Klassenzimmer und eine Verlegung des Lehrerzimmers umgesetzt. Im Neubau des Erweiterungsgebäudes sind Lehrerzimmer, Schulverwaltung, Bibliothek, Musiksaal und Ganztagesschule untergebracht.

Projektdaten

Titel: Friedensschule und Feuerwehrhaus in Schwäbisch Gmünd

Bauherr: Stadt Schwäbisch Gmünd

Aufgabe: Planung und Bauleitung für Umbau/Sanierung der Friedensschule, Neubau des Erweiterungsbaus der Friedensschule Schwäbisch Gmünd-Rehnenhof sowie Neubau des Feuerwehrhauses Wetzgau

Beteiligte Unternehmen: Christoph Bijok Architekt München (Entwurf und Planung) und Gaus & Knödler Architekten Rechberghausen (Bauleitung)

Auftragsvolumen: 2,6 Millionen Euro (Gesamtprojekt Schule und Feuerwehrhaus)

Fertigstellung: 2005

Besonderheiten: Das aus Schulgebäuden und Feuerwehrhaus mit Nebengebäuden bestehende Ensemble wurde 2005 mit der „Auszeichnung Guter Bauten – Kleiner Hugo-Häring-Preis" sowie 2007 mit einer Anerkennung beim „Deutschen Holzbaupreis" prämiert.

Copyright: Gaus & Knödler Architekten (Fotografie)
Gaus & Knödler Architekten untersuchten diverse Standortvarianten. Erfreulich schnell gab es einen klaren Favoriten. Schon Anfang Februar 2004 konnte das Architektenteam den Bauantrag beim Landratsamt Göppingen einreichen. Innerhalb eines knappen Jahres entstand ein moderner Gebäudekomplex, der funktionale, betriebswirtschaftliche und ökologische Anforderungen erfüllt und mit einer überzeugenden Bauästhetik verbindet. Die Inbetriebnahme erfolgte Oktober 2005.

Das neue Bauhofgelände teilt sich in zwei Bereiche: Betriebsgebäude mit Sozialräumen für das Bauhofpersonal sowie den angrenzenden Hallenbereich, der über große Lagerflächen verfügt. Um eine kostengünstige und dennoch überzeugende architektonische Lösung zu finden, wurden das Betriebsgebäude als reiner Massivbau geplant und die Hallen in Mischbauweise konstruiert.

Auf Sichtbetonstützen und -wänden überspannen Brettschichtholzträger die gesamte Hallentiefe. Die vier Halleneinfahrten sind mit Hubstaffeltoren aus transluzenten Glasfiberkassetten ausgerüstet. Auch in der Fassade wird zwischen dem Betriebsgebäude und dem Hallenbereich differenziert. Zurückhaltend zu den Nachbargebäuden, sind die Hallenwände mit einem horizontal verlegten Trapezblech verlegt. Der Massivbau ist verputzt und zeigt sich selbstbewusst mit einer markanten Farbgestaltung.

Projektdaten

Titel: Bau- und Wertstoffhof in Rechberghausen

Bauherr: Gemeinde Rechberghausen

Aufgabe: Neubau eines Bauhofes und eines Wertstoffhofes im Gewerbegebiet, Standortsuche, Planung und Bauleitung (HOAI-Leistungsphasen 1 bis 8)

Auftragsvolumen: 1,3 Millionen EuroFertigstellung: 2005

Besonderheiten: 450 Quadratmeter große Photovoltaikanlage sowie naturnahe Regenwasserbewirtschaftung. Der Gebäudekomplex wurde der interessierten Öffentlichkeit 2006 am „Tag der Architektur" vorgestellt.

Copyright: Gaus & Knödler Architekten (Fotografie)
Die neuen Eigentümer waren im Zweifel, ob sich ihre Wohnvorstellungen in dem Haus aus den Fünfzigern überhaupt erfüllen lassen. Beide Wohngeschosse waren gefüllt mit vielen kleinen Kammern. Typisch für die Siedlungshäuser dieser Zeit. Dem jungen Ehepaar schwebten aber offene Räume mit großen Flächen vor, vor allem viel Licht und Sonne. Die aufgeschlossenen Bauherren stimmten dem Vorschlag von Gaus & Knödler zu, umfassende Eingriffe zur Umsetzung des Raumprogramms vorzunehmen.

Gaus & Knödler Architekten bauten sämtliche Wände im Erdgeschoss und Obergeschoss aus und entkernten das Haus bis auf den Rohbau. Alle technischen Einbauten wurden komplett erneuert. Künftig sorgt ein Wärmedämmverbundsystem für den kostenfreundlichen Unterhalt. Zur Gartenseite wurde ein Anbau über zwei Geschosse ergänzt, das Dachgeschoss abgetragen und mit zwei versetzten Pultdächern zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Der Zugang zum Haus erfolgt über den neuen Windfanganbau. Kernstück des Erdgeschosses ist der kommunikative Koch- und Essbereich mit Ausblick und Ausgang in den Garten. Das große Wohnzimmer mit offenem Kamin befindet sich im Anbau. Raumhohe Verglasungen lassen Innen und Außen miteinander verschmelzen. Das Obergeschoss beinhaltet Schlafräume und bietet Platz für den Nachwuchs. Die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick auf die Schwäbische Alb und lädt zum Sonnenbaden ein.

Projektdaten

Titel: Wohnhaus M1 in Bad Boll

Bauherr: Privat

Aufgabe: Umbau mit Anbauten sowie komplette Sanierung eines Wohnhauses aus den Fünfzigerjahren

Bauzeit und Fertigstellung: 2005

Besonderheiten: Am „Tag der Architektur 2005" wurde das Wohnhaus der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Dem Umbau ist ein eigenes Kapitel im Bildband „Das Umbau-Buch – Neues Wohnen in alten Häusern" von Achim Linhardt (München: DVA, 2006) gewidmet.

Copyright: Michael Renner (Fotografie) und Gaus & Knödler Architekten (Foto Altbestand vor Sanierung und Anbau)
In reizvoller Lage am Marbach hat die Feuerwehr Rechberghausen ihr neues Zuhause bekommen. Das Feuerwehrhaus steht im Schnittpunkt vieler Wegebeziehungen. Durch die Topografie ergibt sich eine in den Hang geschobene Ebene, die die Fahrzeughalle aufnimmt. Rechts und links angelagert, befinden sich Ausrüstungsschränke, Sanitärbereiche, Lager und die Einsatzzentrale. Eine Galerieebene im rückwärtigen Bereich der Fahrzeughalle verbindet den Schulungsbereich mit Lager- und Haustechnikflächen.

Nach Süden und Norden ist die Fahrzeughalle großzügig aufgeglast. Alle tragenden Wand- und Deckenteile wurden in Ortbeton erstellt. Die Dachkonstruktionen der beiden Bauteile bestehen aus unterspanntem Leimbinder, über der Halle als Flachdach, über dem Schulungsbereich als Steildach ausgeführt. Das äußere Erscheinungsbild wird geprägt von durchgefärbten Faserzementtafeln in Kombination mit Metall und Glas.

Wesentlicher Bestandteil der Gesamtanlage sind die Freianlagen. Verwendet wurden einfache, strapazierfähige Materialien wie Betonpflaster und Asphalt für die Verkehrsflächen. Die geforderten 24 Stellplätze sind mit wasserdurchlässigen Rasensteinen ausgeführt.

Projektdaten

Titel: Feuerwehrhaus in Rechberghausen

Auslober und Bauherr: Gemeinde Rechberghausen

Aufgabe: Entwurf und Bau eines Feuerwehrhauses (Gerätehaus/Fahrzeughalle, Lager- und Nebenräume, Einsatzzentrale, Dienst- und Schulungsräume, Außenbereich mit Parkierung und Zufahrten)

Verfahren: Wettbewerb und Auftragsvergabe, 1. Preis: Reichel, Sassenscheidt und Partner Stuttgart, 2. Preis: Gaus & Knödler GbR, Freie Architekten Rechberghausen

Beteiligte Unternehmen: Reichel, Sassenscheidt und Partner Stuttgart (Entwurf und Planung), Pfrommer und Partner Landschaftsarchitekten Stuttgart (Detailplanung Außenbereich) sowie Gaus & Knödler Architekten Rechberghausen (Bauausführung)

Auftragsvolumen: 1,3 Millionen EuroFertigstellung: 2001

Besonderheiten: Das Gesamtprojekt wurde 2003 mit der Auszeichnung für „Beispielhaftes Bauen im Landkreis Göppingen 1995–2002" gewürdigt.

Copyright: Joachim Sassenscheidt (Textauszüge Projektbeschreibung) und Dietmar Strauß (Fotografie)

Erfolge bei Wettbewerben und Bewerbungsverfahren
2000–2016

2016 Planungskonkurrenz „Zentrum Untere Marktstraße" in Göppingen (2. Rang)

2016 Mehrfachbeauftragung Schulzentrum in Amstetten (1. Preis)

2015 Auswahlverfahren als Investorengutachten zur Gestaltung Wohnquartier „Aidenbergsteige" in Weissach (1. Preis)

2015 VOF-Verfahren Sanierung Verwaltungsgebäude Stadtwerke in Göppingen (2. Platz)

2014 VOF-Verfahren Sanierung Schulzentrum Süd in Schorndorf (1. Platz Team Gaus + Aldinger)

2013 Mehrfachbeauftragung Schulzentrum in Bad Boll (2. Preis)

2013 Suchverfahren Straßenmeisterei in Geislingen an der Steige (1. Platz)

2013 Mehrfachbeauftragung Schulzentrum in Donzdorf (2. Preis)

2012 Internationales Auswahlverfahren Middle and High School in Spangdahlem (1. Platz)

2012 Mehrfachbeauftragung „Bahnpark"-Quartier in Bad Boll (1. Preis)

2012 Gutachterverfahren Neugestaltung Südstadt-Quartier in Göppingen (1. Preis)

2010 Internationales Auswahlverfahren Elementary and High School Stuttgart in Böblingen (1. Platz)

2009 Wettbewerb (Investorengutachten) Neuordnung des Areals „Ehemalige Lederfabrik Christian Breuninger" in Schorndorf (1. Preis)

2009 Mehrfachbeauftragung Kinderhaus Mitte in Göppingen (2. Preis)

2004 Mehrfachbeauftragung Neugestaltung „Hammerpark" in Göppingen (2. Preis zusammen mit Stefan Fromm Landschaftsarchitekten BDLA)

2003 Wettbewerb Neugestaltung „Grüne Mitte" in Rechberghausen (Honorierung durch Ankauf)

2001 Wettbewerb Neugestaltung Hauptplatz in Weißenhorn (Honorierung durch Ankauf)

2000 Mehrfachbeauftragung Feuerwehrhaus in Rechberghausen (2. Preis)

2000 Mehrfachbeauftragung Aussegnungshalle in Eislingen (2. Preis)

Preise
1998–2017

2017 Auszeichnung „Best of HOUZZ" des Online-Portals HOUZZ in der Kategorie „Design"

2007 Gebäudeensemble Feuerwehrhaus und Friedensschule Schwäbisch-Gmünd: Anerkennung beim „Deutschen Holzbaupreis" (als ausführende Architekten zusammen mit Planungssieger Architekt Christoph Bijok München)

2005 Gebäudeensemble Feuerwehrhaus und Friedensschule Schwäbisch-Gmünd: Auszeichnung Guter Bauten – Kleiner Hugo-Häring-Preis" (als ausführende Architekten zusammen mit Planungssieger Architekt Christoph Bijok München)

2003 Gestaltung Gebäude und Außenbereich Feuerwehrhaus in Rechberghausen: Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen im Landkreis Göppingen 1995–2002" der Architektenkammer Baden-Württemberg (als ausführende Architekten zusammen Reichl, Sassenscheidt und Partner Stuttgart als Planungssieger sowie Pfrommer + Roeder Freie Landschaftsarchitekten BDLA Gestaltung Außenanlagen)

2001 Internationales Entwurfsseminar bei Luigi Snozzi, Monte Carasso, Tessin: 1. Preis für Christian Gaus

1998 Wallfahrtskirche Maria Buch in Neresheim: Carl-Fieger-Preis für Diplomarbeit „Glaube und Raum" von Christian Gaus

Architektenkammer Baden-Württemberg: Präsentation beim „Tag der Architektur“
2000–2016

2016 Neubau Mensa der Hermann-Hesse-Realschule in Göppingen

2015 Neubau und Quartiergestaltung Gebäudeensemble „Bahnpark" in Bad Boll

2012 Neubau Wohnhaus E1 in Bad Boll

2010 Neubau Wohnhaus G3 in Göppingen

2009 Sanierung Kulturmühle in Rechberghausen

2006 Neubau Bau- und Wertstoffhof in Rechberghausen

2005 Sanierung und Erweiterung Wohnhaus M1 in Bad Boll

2000 Neubau Wohnhaus N1 („Low Budget"-Haus) in Eislingen

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