Architektur von morgen schon heute entdecken Architektur von morgen schon heute entdecken
X

NEU: Bitte beachten Sie, dass Sie sich ab sofort mit E-Mail und Passwort einloggen.

Passwort erneuern
Neu registrieren

ThyssenKrupp Quartier , Essen/ Deutschland

Architektur Wettbewerbs-Ergebnis

Sie sind Abonnent? einloggen

Veröffentlicht als:

Dokumentation
Zwischenbericht
Weiterverfolgt
wa-ID
wa-2008838
Tag der Veröffentlichung
22.11.2006
Aktualisiert am
01.08.2014
Verfahrensart
Offener Wettbewerb
Teilnehmer
Freischaffende Architekten
Beteiligung
100 Arbeiten
Auslober
Koordination
ECE Projektmanagement Gmb H & Co.KG, Berlin
[phase eins], Berlin
Bewerbungsschluss
30.06.2006
Abgabetermin
30.10.2006
Preisgerichtssitzung
22.11.2006
Fertigstellung
06/2010

August 2010 – Fertigstellung des Projekts

Kommentar der Architekten
Nach nur dreijähriger Planungs- und Bauzeit wurde in Essen am 17. Juni die neue Konzernzentrale der ThyssenKrupp AG, das ThyssenKrupp Quartier, eingeweiht. Das Quartier in Essen fasst zahlreiche, bisher auf verschiedene Standorte verteilte Verwaltungen – einschließlich der Konzernspitze – zusammen. Realisiert wurde der Entwurf von JSWD Architekten und Chaix & Morel et associés, die 2006 mit ihrem gemeinsamen Beitrag den 2-stufigen international offenen Architektenwettbewerb gewonnen hatten. Nachdem sich die ThyssenKrupp AG für die Verwirklichung des erstplazierten Entwurfs entschieden hatte, stand schnell fest, dass Q1 exakt in der von den Architekten vorgeschlagenen architektonischen Gestalt umgesetzt werden sollte. Auch bei den sich an Q1 anschließenden Bürogebäuden Q5 und Q7 gab es kein Zögern, die städtebaulichen, aber auch die Vorschläge zur Architektur weiterzuentwickeln und umzusetzen.
Insgesamt umfasst das ThyssenKrupp Quartier 17 Hektar. In den Gebäuden der ersten Ausbaustufe ...

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Oktober 2012 – Zwischenstand des Projekts

Kindertagesstätte
Wie können wir in Zukunft Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren? ThyssenKrupp hat sich schon anlässlich des internationalen Architektenwettbewerbs für seine neue Hauptverwaltung im Jahr 2006 zu diesem wichtigen gesellschaftlichen Thema klar positioniert. Ein kleiner, aber nicht unbedeutender Baustein des Raumprogramms war damals schon die Planung einer Kindertagesstätte. Eine Kita, in direkter Nähe zum Arbeitsplatz sollte den Mitarbeitern von ThyssenKrupp die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des ThyssenKrupp Quartiers im Jahr 2010 gab der Vorstand die Mittel für die bauliche Umsetzung der Kita frei.
Die „Gemeinnützigen Betreuungsgesellschaft für soziale Einrichtungen“ (BsF) des Deutschen Roten Kreuzes betreibt 120 Kita’s im Rheinland. In ihr fand ThyssenKrupp einen erfahrener Partner für die Umsetzung einer qualitätsvollen und engagierten pädagogischen Arbeit.
Und wie nun verhält sich die Architektur zu den ihr gestellten Anforderungen? Da wäre zunächst die äußere Anmutung des Gebäudes zu erläutern. Der Gesamteindruck ist für den Betrachter zunächst verblüffend. Denn würden nicht die Spielgeräte in den Außenanlagen die Nutzung des 2-geschossigen Gebäudes verraten, niemand würde auf die Idee kommen, dass sich hinter den metallischen Fassaden eine Kindertageseinrichtung befindet.
Die gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelte Vorstellung beinhaltete die Idee, dem Gebäude eine technische Anmutung zu geben. Diese Haltung lässt eindeutige Rückschlüsse auf die naturwissenschaftlich – mathematisch orientierte Reggio – Pädagogik aller BsF-geführten Einrichtungen zu. Die Gestaltung unterwirft sich dem rechten Winkel. Sie ist, wie auch die anderen Gebäude auf dem Campus, dem Leitbild der klassischen modernen Architektur gewidmet. Trotzdem ist ein heiteres Gebäude entstanden. Die zunächst gelochten und dann tief- gezogenen Edelstahlbleche, erzeugen durch ihren fortlaufenden Rapport das Bild einer sanften Wasserwelle die über die Fassaden streicht.
Die Reggio-Pädagogik gibt ein für eine Kita außergewöhnlich weitgefächertes Raumprogramm vor. Eine zentrale Piazza ist das Herz dieser Einrichtungen. Auch im Entwurf für die Kita auf dem ThyssenKrupp Campus liegt diese zweigeschossige „Piazza“ im Mittelpunkt des Gebäudes. Aus dieser zentralen Mitte werden die sechs Stammgruppen für die tägliche Kinderbetreuung erschlossen.
Hinzu kommen besondere Räume, die man in anderen Kita’s vergebens suchen wird. Es gibt eine Bibliothek, eine Holzwerkstatt, ein Atelier, der Mehrzweckraum sowie ein PC-Raum. Für die Betreuung kranker Kinder ist ein kleines Appartement eingerichtet.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

August 2014 – Fertigstellung des Projekts 2. Bauabschnitt

Kommentar der Architekten
Nach der Einweihung des ersten Bauabschnitts des ThyssenKrupp Quartiers in Essen im Jahr 2010 (siehe wa 8/2010) wurden jetzt drei weitere Bürogebäude fertiggestellt, die zur Vervollständigung des Campus beitragen.
Das deutsch-französische Architekten-Team entwickelte die Typologie der drei annähernd baugleichen Bürohäuser auf der Grundlage der eigens für das Quartier entwickelten Corporate Architecture. Dabei fügen sich L-förmige Gebäudeteile jeweils um eine gemeinsame Mitte – mal als glasgedecktes Atrium, mal als Innenhof ausgeführt. Bei den neuen Gebäuden Q6, Q8, und Q10 sind es jeweils ein 4- und ein 6-geschossiger Gebäudeflügel, die einen einseitig offenen, begrünten Innenhof umgeben und durch ein Foyer im Erdgeschoss verbunden sind. Eingeschnittene Eingangsbereiche und Loggien strukturieren die Fassaden, die geprägt sind durch Offenheit und Transparenz – entsprechend der Außenwirkung des gesamten, öffentlich zugänglichen Campus. Das Prinzip einer „rauen Schale“ in Form ...

>> Den vollständigen Bericht mit Fotos können Sie als PDF-Datei erwerben <<

1. Preis

JSWD Architekten, Köln
Konstantin Jaspert
Mitarbeit: Maic Auschrat · Robert Bönsch
Bartosz Czempiel · Stefan Dahlmanns
Christian Mammel · Elmar Schmidt-Bleker
Helmut Schröder · Agi Sobotta
L.Arch.: Frank Flor, Köln
Tragwerk: INCA – Ingénieurs Conseils Associés, Luxembourg
Haustechnik: PGH – Planungsgem., Dormagen
Verkehr: BSV – Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen
Atelier d'architecture Chaix & Morel et associés, Paris
Remy van Nieuwenhove
Mitarbeit: Fabien Barthelemy · Grete Lochmann

2. Preis

Architekten Brüning, Klapp, Rein , Essen
Arndt Brüning · Prof. Eberhard Klapp
Volker Rein
Mitarbeit: Susanne Knuth · Georg Thomys
Lars-Phillip Rusch · Tanja Brotrück
Alexander Struck · Sven Heinelt
L.Arch.: Lützow 7, Berlin
Tragwerk: HEG Ber. Ingenieure VBI, Dortmund
TGA: Zibell & Willner Ingenieurges., Bochum

3. Preis

Zaha Hadid Architects, London
Zaha Hadid · Dr. Patrik Schumacher
Mitarbeit: Cornelius Schlotthauer · Jan Hübener
Dillon Lin · Federico Dunkelberg
Gonzalo Carbajo · Liat Muller
L.Arch.: ST Raum A, Berlin
Tragwerk: Arup Berlin
Energie: Transsolar Stuttgart
Verkehr: Arup London
Brandschutz: HHP West, Bielefeld

3. Preis

Architekt Manfred Nagel, Kiel
DHBT.Architekten GmbH, Kiel
Manfred Nagel · Carola Hecht-Nagel
Projektleitung: Maik Loss
Mitarbeit: Bianca Maier
Jaroslaw Ambroszkiewics · Kay-Peter Kolbe
Marion Behrens · Kerstin Pulss
Haustechnik: Ebert Ingenieure Hamburg
Fassade: Prof. M. Lange Ing.-GmbH, Hamburg
Brandschutz: HHP-Nord-Ost, Braunschweig
Tragwerk: Ing.-Büro Dr. Binnewies, Hamburg
Licht: Ulrike Brandi Licht, Hamburg
L.Arch.: Bendfeldt · Schröder · Franke, Kiel

5. Preis

KSP Jürgen Engel Architekten GmbH, Frankfurt am Main
Jürgen Engel
Mitarbeit: Gregor Gutscher · Antonino Vultaggio
Anna Stoyanova · Dennis Jerke
Raimund Holubek · Silvia Güning
Nadine Bergemann · Johannes Eichelberger
Gwendolin Hohenbleicher · Andreas Jäger
Boris Kroh · Rolf Lauterbach · Lucas Lenhard
Daniela Österbauer · Robert Reininger
Frank Rudolph · Christoph Schütz
Sigrid Lippert · Danica Meier · Tobias Reinhardt
André Seibert · Mahgouneh Khavari
L.Arch.: FSW Landschaftsarchitekten, Düsseldorf
Tragwerk: Schlaich · Bergermann und Partner, Stuttgart
TGA: Amstein + Wahlert AG, Zürich
Brandschutz: hpp Berlin
Verfahrensart
Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb

Wettbewerbsaufgabe
ThyssenKrupp plant die Zusammenfassung und Neustrukturierung seiner Verwaltungsstandorte in Nordrhein-Westfalen. Als wichtigste Maßnahme in diesem Zusammenhang soll in Essen das ThyssenKrupp Quartier, der neue Hauptsitz der TyssenKrupp AG sowie Standort für weitere wichtige Verwaltungen, errichtet werden.
Das Wettbewerbsgebiet ist Teil eines über Jahrzehnte industriell genutzten Areals im Westen der Stadt Essen und bildet heute mit Ausnahme eines Verwaltungsgebäudes aus den 80er Jahren eine große innerstädtische Brache. Es ist nahezu deckungsgleich mit dem historischen Kern der 1811 gegründeten Gußstahlfabrik Fried. Krupp und hat eine Größe von ca. 150.000 m².
Das gesamte Gebäudeensemble, in dem über 2.000 Menschen arbeiten, soll als Campus nach außen städtebaulich von bedeutender, prägender Wirkung sein und die internationale Bedeutung, die Globalität und die Kommunikationsbereitschaft des ThyssenKrupp Konzerns vermitteln. Das Ziel ist die Schaffung eines schlüssigen städtebaulichen Gesamtkonzepts mit den Schwerpunkten „Headquarter“ und „Multifunktionsgebäude“. Beides sollen „Visitenkarten“ für den Konzern und das Quartier darstellen.
Das Raumprogramm gliedert sich in:
- Headquarter 23.000 m²
- Segmentführungsges. 25.000 m²
- Operative Gesellschaften 35.000 m²
- Multifunktionsgebäude 18.000 m²
- Kita 1.500 m²
- Hotel 15.000 m²
- Quartiersentwicklung 30.000 m²
- Parkhäuser 28.000 m²

Fachpreisrichter
Kaspar Kraemer, Köln (Vors.)
Hans-Jürgen Best, Stadt Essen
Prof. Rebecca Chestnutt, Berlin
Prof. Jochem Jourdan, Frankfurt
Prof. Ulrike Lauber, München
Hartmut Miksch, Düsseldorf
Simone Raskob, Stadt Essen
Prof. Peter Zlonicky, München

Sachpreisrichter
Dr. E. D. Schulz, ThyssenKrupp AG, Düsseldorf
Ralph Labonte, ThyssenKrupp AG, Düsseldorf
Dr. M. Grimm, ThyssenKrupp Real Estate GmbH
Dr. Wolfgang Reiniger, OB, Stadt Essen
Dr. Oliver Scheytt, Stadt Essen

Preisgerichtsempfehlung
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober, die Verfasser des ersten Preises mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.

Weitere Ergebnisse zum Thema

Jetzt Abonnent werden um alle Bilder zu sehen

jetzt abonnieren

Schon wa Abonnent?
Bitte einloggen