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10.03.2017 - Zukunftsensemble Schloss Türnich
Kerpen

Auslober
Stadt Kerpen

Koordination
neubighubacher, Köln

Wettbewerbsart
Nicht-offener, anonymer städtebaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit hochbaulichem Ideenteil gem. RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe
Das in Privatbesitz befindliche Schloss Türnich ist eines der letzten vollständig erhaltenen Barock-Ensembles im Rheinland. Mit der 1760 erbauten Maison de Plaisance, Vorburg, Torhaus, umliegendem doppeltem Wassergraben, Kapelle, alter Mühle, formalem Garten, preisgekröntem englischen Landschaftspark, und der in Form eines großen Parks angelegten demeter-Landwirtschaft, eingebettet in die Auenlandschaft der Erft, ist Schloss Türnich ein außergewöhnliches Denkmalensemble von nationaler Bedeutung und in dieser Form einzigartig in Nordrhein-Westfalen. Die nationale Bedeutung begründet sich u. a. in der Vollständigkeit des Gesamtensembles.
Schloss Türnich ist zusammen mit seinen Gärten und Nebenanlagen weitgehend erhalten. Zum Schloss gehören ein biologischer Land- und Obstbaubetrieb. Der Schlosshof wird zudem durch ein Café mit Seminarveranstaltungen genutzt.

Das Ensemble bis heute städtebaulich nicht erschlossen – die Bindung zum Stadtteil Türnich ist nicht ausgeprägt. Zudem besteht dringend denkmalgeschützter Handlungsbedarf. Der bauliche Zustand ist kritisch. Eine nachhaltige Energieversorgung mit vorhandener Heiztechnik ist nicht gegeben. Die Kosten der Gesamtanlage übertreffen erzielbare Einnahmen.
Die Kolpingstadt Kerpen erhält über das Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) des Bundes – „Nationale Projekte des Städtebaus“ für das Projekt „ZukunftsEnsemble Schloss Türnich“ 3 700 000 EUR Fördermittel. Nationale Projekte des Städtebaus sind national und international wahrnehmbare, größere städtebauliche Projekte mit deutlichen Impulsen für die jeweilige Gemeinde oder Stadt, die Region und die Stadtentwicklungspolitik in Deutschland insgesamt. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und der Beteiligungsprozesse aus, verfolgen die baupolitischen Ziele des Bundes und weisen Innovationspotenzial auf.

Im Rahmen des Förderprogramms lobt die Kolpingstadt Kerpen in Zusammenarbeit mit den Eigentümern des Schlosses einen begrenzt offenen, einstufigen anonymen interdisziplinären Realisierungswettbewerb mit hochbaulichem Ideenteil, mit vorgeschaltetem EU-weitem Bewerbungsverfahren im Rahmen eines VgV-Vergabeverfahrens aus.
Durch das Städtebauprojekt ZukunftsEnsemble Schloss Türnich soll durch städtebauliche, freiraumplanerische sowie denkmalpflegerischen Maßnahmen und Entwicklung eines innovativen
Energiekonzeptes, die Grundlage für ein wirtschaftliches und nachhaltig genutztes Denkmalensemble geschaffen werden. Zudem wird ein „Leuchtturmprojekt“ in der Bergbaufolgelandschaft des ehemaligen Braunkohletagebaus, als Lehr- und Erfahrungsort für nachhaltige Kreislauf- und Lebensprozesse im größeren Zusammenhang mit der Erftaue und der Gymnicher Mühle angestrebt.

Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erarbeitung eines städtebaulichen – freiraumplanerischen Rahmenplans und eines integrierten Nutzungskonzeptes für Schloss Türnich.

Ziel ist die städtebauliche Reintegration von Schloss Türnich als Teil der Ortsentwicklung, die Umsetzung eines nachhaltigen Entwicklungskonzepts für Schlossinsel, Mühlenareal und den landwirtschaftlichen Betrieb, sowie die Einbindung von Schloss Türnich in den Naturpark Erftaue mit Ausstrahlung auf die Kolpingstadt Kerpen und die Region. Im Rahmen des Wettbewerbs erfolgt eine planerische Vertiefung und Veranschaulichung von mehreren freiraum- und verkehrsplanerischen und 2 hochbaulichen Maßnahmen(-bereichen) als Grundlage zur Plausibilisierung der städtebaulichen, ökologischen und denkmalpflegerischen Verträglichkeit. Das Auftragsversprechen erfolgt nur im Rahmen des Realisierungsteils für städtebauliche und freiraumplanerische Leistungen bei der Erarbeitung eines städtebaulichen – freiraumplanerischen Rahmenplans und eines integrierten Nutzungskonzeptes für Schloss Türnich, sowie für Leistungen gem. Anlage 9 HOAI „Besondere Leistungen zur Flächenplanung“ sowie Leistungen gem. §38 HOAI für Freianlagen und §46 HOAI für Verkehrsanlagen.

Das Auftragsversprechen gilt auch für öffentlich finanzierte Maßnahmen, die nicht im Rahmen des Förderprojekts umgesetzt werden, sobald und soweit diese umgesetzt werden.

Die planerische Vertiefung und Veranschaulichung gem. §34 HOAI für Gebäude erfolgt im Rahmen des Ideenteils des Wettbewerbs ohne Auftragsversprechen. Sie dienen gem. RPW 2013 der Erarbeitung von Grundlagen für die weitere Konkretisierung der Bauaufgabe. Siehe Auftragsbekannmachung zum gleichlautendem Verfahren.

Preisgerichtssitzung
10. März 2017

Beteiligung
11 Arbeiten

1. Preis
sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (Landschaftsarchitektur)
Verfasser: A.W. Faust
Mitarbeiter/-innen: Heyden Freitag · Sophie Béjanin · Marta Balestri · Sumika Aizawa · Clara Gusmão · Melanie Becker
mit Machleidt GmbH, Büro für Städtebau, Berlin (Städtebau)
Verfasser: Dipl.-Ing. Benjamin Wille
Mitarbeiter/-in: Steffen Wörsdorfer · Ilja Haub · Lasse Schmalfuß · Carsten Maerz · Carolin Arand
mit winkelmüller.architekten gmbh, Berlin (Architektur)
Verfasser: Henner Winkelmüller, Dipl.-Ing. Architekt BDA
Mitarbeiter: Daniel Cabrera Santana · Simon Kiefer · Clemens Kirchmaier

2. Preis
Relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen PartGmbB, Berlin (Landschaftsarchitektur)
Verfasser/-in: Gero Heck, Landschaftsarchitekt
Marianne Mommsen, Landschaftsarchitektin
Mitarbeiter/-innen: Luis Miguel Kann · Louisa Bleil · Thomas Thränert · Elisabeth Biederbick
mit D/Form Gesellschaft für Architektur + Städtebau mbH, Berlin (Architektur)
Verfasser: Dipl.-Ing. Kilian Enders
Mitarbeiter/-in: Jeanne Clerc · M. Arch. Julio Cesar Nunes · B. Sc. Jan Salverius
mit Stadt Land Fluss Büro für Städtebau und Stadtplanung, Berlin BDA, SRL (Städtebau)
Verfasser: James Miller Stevens, Stadtplaner
Mitarbeiter/-in: Norman Kaltschmidt · Barbara Horst

Anerkennung
Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln (Landschaftsarchitektur)
Verfasser: Prof. Burkhard Wegener
Mitarbeiterinnen: Dipl.-Ing. Nina Rohde · Dipl.-Ing. Heike Plagmann
mit Stadtplanung Zimmermann GmbH, Köln (Städtebau)
Verfasser: Dipl.-Ing. Hubertus Zimmermann Stadtplaner
mit gernot schulz : architektur GmbH, Köln (Architektur)
Verfasser: Prof. Dipl.-Ing. Gernot Schulz
Mitarbeiter/-in: André Zweering · Charlotte Mauz

LandschaftsArchitektur Planungsbüro Rudloff, Radebeul (Städtebau/Landschaftsarchitektur)
Verfasserin: Katrin Rudloff, Landschaftsarchitektin
Mitarbeiter: Martin Aglaster
mit Architektengemeinschaft Milde+Möser, Pirna (Architektur)
Verfasser: Jörg Möser, Architekt
mit Dipl.-Ing. Architekt und Designer Gerd Rausch, Köln (Architektur)
mit Planungsbüro Sandner Architektur und Stein, Königswinter
Verfasser: Markus Sandner, Architekt
Mitarbeiter/-in: Michel Poiré · Barbara Schmitz

Burkhardt | Engelmayer, Landschaftsarchitekten Stadtplaner PartG, München (Städtebau / Land-schaftsarchitektur)
Verfasser: Oliver Engelmayer, Landschaftsarchitekt, Stadtplaner
Mitarbeiter/-innen: Stefanie Vilsmaier · Edgar Kaare · Terje Ong
mit Und Mang Architektur, München (Architektur)
Verfasser: Anton Mang, Architekt
Mitarbeiter/-in: Dipl.-Ing. Vera Letsch · Dipl.-Ing. Zeno Dietrich
Fachplaner/-innen:
Modellbau: Sehen und Verstehen, Peter Götz, München

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